Viva Italia


Mit Giorgia Melonis Partei gibt’s kein englisches Einerlei

Die Anglomanie hat’s ihr angetan, Verbote sind ab jetzt in Italien dran. Wer in Zukunft statt Italienisch Englisch schreibt oder spricht, darauf sei sie nunmehr erpicht, soll empfindliche Strafen zahlen. So ihr resolutes Prahlen. Nun denn, viel Spaß ihr Italiener, wie bringt ihr das auf einen gescheiten Nenner?!

Man denke mal nur ein Stückchen weiter, das wird alles andere als heiter. Ein Volk wird derart tröge bestraft, nix mehr Konsumieren simpelst unbedarft, hinweg mit synchronisierten Filmen oder Liedern, jetzt lautet’s, italienisch anbiedern. Ein Hurra auf römischen Nationalismus, was für ein Stuß!

Als ob Italien, Europa und die Welt keine anderen Probleme bereithält. Das habt ihr nun davon, mit dieser Präsidentenperson, welch Hohn! Ihr Wahlslogan Gott, Vaterland, Familie greift nunmehr auf ganzer Linie. Welch krude Kehrtwende Giorgia Meloni hierbei vollführt, was ist hierbei wohl passiert? Wir bedenken, im Wahlkampf warb sie auf Englisch mit dem Slogan „Made in Italy“, plötzlich gab’s den ab jetzt wohl nie?!

Doch die Logik mögen wir bei rassistisch-nationalistisch geprägten Wesen eher nicht einkalkulieren, da wird manch Schräges noch passieren. Bedenken wir nur mal kurz den Fall Domenico Lucano. Der vollzog sich daramatischerweise so: Domenico »Mimmo« Lucano wurde 2010 als drittbester Bürgermeister der Welt ausgezeichnet. Elf Jahre später wurde ihm zur Last gelegt, Beihilfe zur illegalen Einwanderung, Amtsmißbrauch, Betrug und Erpressung, die Staatsanwaltschaft hatte dafür eine Strafe von sieben Jahren angeregt, das Gericht brummte ihm fast doppelt soviele Jahre auf, 13 an der Zahl. Welch brutale, unverständliche Zahl!

Im Land der Mafia ist so manches klar! Kein Staat in Europa hat soviele Regierungen wie in Italien kommen und gehen sehen. Was ist dort wohl all die Zeit geschehen? Von Zufall mag kaum die Rede sein, einzig und allein dort eher das Chaos regiert, kriminell und ungeniert! Die Menschen sollten vor Ort ihr Handeln gründlichst überdenken, sich lieber mal eine dramatische Wahrheit schenken, in den Spiegel schauen, sich mehr Courage zutrauen.

Wie die wohl lauten muß, und das sei wahrlich weder Stuß noch Überdruß, liegt auf der Hand. Schreibt es auf jede Wand: Sprachen verbieten, Bücher verbrennen, Kultur zensieren No Thanks, wahrlich in großen Lettern dick und fett, das wäre doch mal nett. Ganz genau, Frau Präsidentin Meloni Oberschlau. Die Welt wird sich weiterdrehen, Ihr ändert ganz sicher nicht deren Geschehen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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