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Donner, Gewitter ohne Regen
birst die Luft,
die Zeit hängt an ihr in Fetzen,
für ihr Stöhnen gibt es kein Morgen.
Taub das Gespür,
kein Dunst steigt auf
von der vibrierenden Erde,
der die Bruchstücke meines Fühlens
und meiner Worte auffängt.
Wie im Traum fließen keine Tränen,
um das Gesicht zu umspülen,
damit es durch die Hände
wiedererkannt wird.
Mit jeder Bombe fällt ein Traum
vom Himmel, verliert das Gewissen
die Sprache des Lebens, tränkt sich
die Macht mit dem Blut der Opfer,
um ihrem Gesicht auf ewig Namen zu geben.
Doris Mock-Kamm