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Pessimismus einem beschleicht
Wir fabulieren mal wieder in die völlig falsche Richtung, wer sich die Wahlprognosen vergegenwärtigt. Was reitet dabei die Wählerschaft? Sie trauert völlig verblendet diesen Zeiten hinterher, wo noch die Bürger im Lande ständig mit dem Benziner ihre Brötchen des morgens holten, keine Rede von Klimawandel oder Umweltschutz! Ganz besonders die Union hat dabei ihren größeren Anteil mit Ausnahme von zähneknirschenden Sozen, die die Weissagungen von den Hopis, den Club of Rome genauso ignorierten wie der gutbürgerliche Pöbel, Hauptsache die DM oder der Euro rollte, Augen zu und durch, wird schon nicht so dolle kommen. Fehlanzeige!
Statt daraus zu lernen oder dies endlich zu beherzigen, bleibt es bei dieser Vogel-Strauß-Politik, wobei ausgerechnet jener Merz seinen nicht unerheblichen Anteil hat. Außer lamentieren und nach unten treten, siehe dessen Äußerung vom Konsumjunkie, der per Bürgergeld wie im Schlaraffenland zu hausen gedenkt, statt das dieser für Steuereinahmen sorgt, dann noch mehr Geld nach oben in Politik- und Konzernetagen karrt, schließlich leisten Merz‘ Vasallen etwas. Soso, interessant.
Dabei vergessen oder übersehen solche Politiklamentierer, einmal einen Blick ins Geschichtsbuch zu wagen. Alle Hochkulturen sind bisherig an der sozialen Komponente gescheitert. Das bedeutet, wer Armut zuläßt und fördert bei gleizeitiger Duldung gewisser Eliten, der riskiert eine nicht unberechtigte Wut, die in Aufstände und schließlich Terror mündet. Faschisten nutzen dies, um Kriege zu inszenieren, siehe Russland, Iran, Türkei und andere.
Schon mal über solche Entwicklungen nachgedacht, werter Wähler? Wohl eher kaum. Anders lassen sich jüngste Prognosen nicht erklären, wenn du weiterhin der Union per 30 Prozent hinterherhechelst, gar 22 Prozent meinen, sie müßten jene Nazis dulden. Da verbleibt nichts mehr für eine Ampelregierung. Ein mögliches BSW verdeutlicht auch nur, daß eine Sahra mit Wasser kocht, nicht mehr und nicht weniger! Tatsächlich läßt ein Putin sich dadurch weder beeindrucken noch an seinem Größenwahn ausbremsen. Im Gegenteil, je länger der Westen zögerlich der Ukraine beisteht, je sicherer wird am Ende er siegessicher sie einnehmen, um dann europaweit sein Teufelswerk fortzusetzen.
Spaltung so weit das Auge reicht. In Spanien sinieren olle Franco-Recken von millionenfacher Ermordung linker Gesinnungsgenossen und all jenen, die es wagen, frei zu sein in ihrem Lebenswandel. Die braune Brut entfaltet sich immer ungenierter, auch in den Niederlanden mit Erfolg. Wenn Macron geht, ein Trump in den USA 2026 übernimmt und mal wieder eine Union hierzulande meint, es müsse das eigene Wirtschaftswundersüppchen kochen. Was genau eine derartige toxisch politische weltweite Errungenschaft bedeuten mag, das können all jene sich selbst vor Augen halten, die noch einen Funken Restverstand besitzen. Dann haben wache Geister nichts mehr zu sagen, zu lachen, geschweige denn eine Möglichkeit zum Guten zu handeln.
Lotar Martin Kamm