
flickr.com/ Amanda Benham/ (CC BY-SA 2.0)
Sali, Sala, Salarium,
wir waren heute im Aquarium.
Da schwammen große, kleine Fische
hin und her, es gab auch Tintenfische.
Mit Wasser reichlich gefüllte Betonkästen,
Steine, Riffe, Pflanzen nachäfften.
Die Fische schwammen teils galant
an der Wand, die Wand entlang.
Ihre Glubschaugen starrten ins Leere,
vergessen, wie es in Freiheit zu sein wäre.
Keiner schwamm dem Anderen in die Quere,
langweilten sich, als ob da kein Anderer wäre.
Kein Raufen, kein Spiel, nur klares Vakuum
und Menschen, die starrten ins Aquarium.
Man meinte, sie könnten denken:
Wir verachten euch, ihr Menschen.
Sie schwammen seitlich durchs Gefängnis,
streiften das Schauglas nur gelegentlich.
Ihre Welt ist so begrenzt im Aquarium,
drum macht alle einen Bogen drumherum.
Gebt den Fischen die Freiheit wieder, ohne Glas,
Beton, Plastik, falschen Frieden, das wär doch was?
Sali, Sala, Salarium,
wir gehen nie wieder ins Aquarium!
Nafia
Ähnliches ging mir durch den Kopf, als wir am Donnerstag bei einem Spaziergang mal wieder am Schild „See-Life Aquarium“ vorbeikamen. Ich hatte hinter das „Life“ im Kopf ein riesengroßes Fragezeichen gesetzt.
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