Gar nicht schick so ein Jahresrückblick


Zwischen Selbstbeweihräucherung und dramatischer Realität

Es stellte sich gleich zu Beginn die Frage: Alles murks oder eher realpolitisches Desaster? Zumal noch in Umfragen die Union zwischen 29 und 32% lag und jene Nazis rund 10 Prozent weniger, wurden wir bei den Prognosen später eines Besseren belehrt. Bekanntlich Feudalismus aus modrigen Gräbern kriecht, braunes Gift erstickt Menschlichkeit, Zukunft in den Kloaken der Vergangenheit, in Deutschland ist es bald mal wieder soweit.

Ende Februar wird’s deutlicher: Merz‘ Union bedroht die Zivilgesellschaft, mit fadem Beigeschmack, wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, was ganz besonders auf Merz zutrifft. Aber auch übern Teich schaut°s düster aus, viel heiße Luft, welch übler Duft vom Schuft, zumal er munter in seinem sozialen Netzwerk Truth Social schreibt: Die EU sei in erster Linie gegründet worden, um die Vereinigten Staaten von Amerika zu „verarschen“. Ein Eigentor hinsichtlich weiterer Eskapaden in diesem Jahr.

Keinesfalls ein Aprilscherz, wer sich die Frage stellt, im Herzen Europas eine AfD, geduldet von Putin und Trump? Denn sollten die Nazis übernehmen, haben diese beiden Despoten ihren besonderen Anteil daran! Im Mai war klar, das Leiden im Gazastreifen nimmt erneut erheblich zu, es rächt sich halt, daß die internationale Kritik gen Israels Krieg im Gazastreifen viel zu halbherzig stattfindet. Unvergessen fast Mitte des Jahres mal was Positives, Julian Assange endlich frei, allerdings dürfen wir dabei den Krieg gegen Journalismus nicht außer acht lassen!

Willy Brandt und Helmut Schmidt würden sich im Grab umdrehen, SPD – von der 40-plus-Partei zur 13-Prozentpartei, schon zu Schröders Zeiten zeichnete sich dieser Weg ab. Und mitten im Sommer geht’s munter weiter: Voll daneben – in BlackRockmanier, denn wer den Sozialstaat gezielt abbaut, hat das Wesen guter Politik nicht verstanden, wohin solch Treiben schon bald führt, können wir in den USA bereits sehen, mit Trump und Vance endet die größte Demokratie.

Im Herbst sei daran erinnert, Putins Russland provoziert bereits viel zu lang, diesen US-amerikanischen Präsidenten muß man dabei mitverantwortlich machen, schließlich zögert er, hält weiterhin an Putin fest. Hierzulande bösartig aufstößt: Voller Häme Dobrindts Abschiebepläne, die Nazis nicken es ab, die Union gräbt sich dabei ihr eigenes Grab, mit Menschlichkeit oder dem C in den Parteinamen hat das nichts zu tun!

Im November versucht sich jener angebliche Friedenspräsident, Trump fordert Diktatfrieden, eine einzige Farce, wie sich bis jetzt herausstellt. Neujahrswünsche kurz vor Weihnachten hinfällig notwendig sich abzeichnen, steht doch die demokratische Grundordnung auf dem Spiel. Apropos Spiel hinsichtlich zur Fußball-WM im nächsten Jahr: Boykottieren ist oberstes Gebot!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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