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Wir wollen Spaß haben und quatschen, was och immer –
nicht diskutieren, uns stimulieren
im Ausmachen der geschönten Fronten.
Die Gelegenheit verfliegt im Nu, kommt nimmer,
beim Markieren, Sinnieren,
was einzig zählt, sind fette Konten.
Einst waren wir als Babys letztlich gleich,
hatten scheinbar alle dieselben Chancen –
geliebt, gefunden und verloren –
sind ein wenig ärmer oder gar reich,
treffen uns in Foren mit gebrochenen Lanzen
wie Krieger vor verschlossenen Toren.
Was wollen des Dichters Worte Euch damit sagen?
Das möget Ihr Euch fragen.
Es ist gar nicht so schwer
in Zeiten, wo Zukunft sich sagen muß:
Wo kommt all die Gleichgültigkeit her,
der Neid, der Haß, der Verdruß?
Schaut tief in Euch, wenn Ihr es wollt
und fraget und saget es Euren Kindern:
Bösartigkeit gebet kein Wort, – hinweggetrollt!
Es darf kein Dämon, kein Spötter uns daran hindern.
Lotar Martin Kamm