Satirischer Rückblick…
Wenn eines der Mensch gelernt haben soll: Nichts geschieht einfach nur so, gleich gar nicht ohne Groll, die Gesellschaft bleibt roh. Manch einer mag es für übertrieben halten, beweis er das Gegenteil, dieses herzlose Schalten und Walten, hinterher ist fast nichts mehr heil.
Mit jenen Gedankentropfen, die hinaus müssen nach entferntem Pfropfen, beginnt in hoffnungsfrohen Prozessen ein Weg gegen das Vergessen.
Was verbirgt sich wohl hinter gesellschaftspolitischen Stillstand? Eine scheinbar unsichtbare Wand? Reißt sie endlich ein, nicht nur zum Schein, sonst sind wir am Ende wieder allein mit noch mehr Sorgen, blicken ungewiß gen nächsten Morgen. Wut in Mut gestählt, wer sich richtig entscheidet, das zählt, bevor Menschheit noch mehr leidet.
Selbst wenn Erdoğans Präsidialsystem die USA nachäfft, fragt sich trotzdem, wer hier unbescholten herumkläfft: die Wirtschaft, weil sie des Menschen Garten Eden dahinrafft. Wer schwimmt im riesengroßen Aquarium ahnungunslos gaffend herum? Nicht etwa nur Fische, sondern wir selbst in bedenklicher Nische, die sich offenbart, weil alles sich um den Mammon schart.
Wenn auch Nachbarschaftsstreit den Alltag belasten mag, so ist dies noch harmlos, jene Klag. Erst recht, wenn sich wirres Zeug in Gedanken verfängt, einige mancher Doktrin verfallen, die mal wieder von den Bühnen schallen, so hört besser genauer hin: Das macht Sinn. Wir erleben es erneut bei Kunst und Kultur, die Spielball politischer Gängelung ist. Nicht nur, weil sie wieder die Fahnen gehißt, sondern Haß deren Seele auffrißt!
Kein Interesse Schmeicheleien und Lügen bedeuten, erst recht bei manch Leuten, die verlogen dich nett begrüßen, dabei Intrigen umherfließen. Darüber ist man sich im Klaren, ob heute oder vor 40 Jahren. Politische Machtwechsel oftmals nur Makulatur, und man fragt sich nur, wieso Mensch sich dermaßen simpel einseifen läßt, ewiglich gestern bis jetzt: Damit der weiche Schaum der Träume ein wenig manch Gehirn aufräume?
Mit Blick zum Reich der Mitte freut sich der ein oder andere Experte, was alles an Erkenntnis er durchlitte, geht gar in die Offerte, die letztlich nicht viel bringt, wenn eigener Wirtschaftsstern stetig sinkt. Eitelkeit trifft Häme – sich hinterher keiner gräme. Ach Mensch, so tief gesunken, Nächstenliebe in einem Meer voller Zweifel ertrunken?
Lotar Martin Kamm
