
flickr.com/ vizero/ (CC BY-NC 2.0)
Ich bin ein Floh,
wieso, wieso?
Einst war ich groß, stark und kräftig,
meine Freunde waren die Tiere, auch die im Käfig.
Selbst unter den Menschen hatte ich Freunde,
oft nahm ich teil an ihren Tränen, ihrer Freude.
Da ich wenig mitteilsam, ich war stumm,
hielten mich alle des öfteren für dumm.
All mein Reden mit Gesten und Mimik,
verstanden sie nicht, und mieden mich.
Aus lauter Kummer, ausgestoßen zu sein,
wurde ich immer kleiner und klein.
Nun bin ich auf wenige Millimeter geschrumpft,
zu meiner Freude und mit großem Triumph,
kann ich jederzeit meine Freunde besuchen,
denn ich versteck mich in ihrem Fell, unter Blusen.
Ich kann wieder teilhaben an ihrem Leben,
sie kraulen, trösten, verstehen und nerven.
Deshalb bin ich ein Floh,
und froh, froh, froh.
Ihre
Nafia