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Blütenweiße Sterne
blinken aus der Ferne.
Der Wagen schaukelt sacht
in dieser windigen Nacht.
Die Pferde sind müde,
keine Peitschenhiebe
vermögen sie anzutreiben,
im langsamen Trott sie bleiben.
Das Ziel ist, fort, fort, fort
zu einem friedlichen Ort.
Sie sind nicht alleine,
viele Wagen in der Reihe.
Hinter ihnen tobt Krieg,
Schutt, Asche fliegt
durch Rauchschwaden,
Hölle sozusagen.
Wann ist das geschehen?
Immer schon, seit Bestehen
von Intoleranz, Gier, Wut,
steigt herauf die Glut
des Zorns, der Zerstörung,
kein Wille zur Versöhnung.
Sie flüchten nach vorn,
zum nächsten Zorn.
Keine Änderung in Sicht?
Sag bloß, die gibt es nicht?
Erst wenn alles ist verbrannt,
Mensch weiß, wir waren verwandt.
Nafia