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Einfach mal sich fallenlassen
ohne irgendwelche Vorbehalte.
Ein Ende vom ewiglichen Prassen,
zurück zum Anfang, somit ganz der Alte.
Still in sich hineinhören
an einem ruhigen Platz.
Die Hektik des Alltags abschwören,
verlassen den Streß, die Hatz.
Sein Leben Revue passieren lassen
mit selbstkritischen Abstand.
Manch einer mag’s nicht fassen,
obwohl’s nicht im geringsten eine Schand.
Ganz ehrlich sich selber eingestehen,
wohin der eigene Weg wohl führen mag.
Dabei muß sich nicht alles um einen drehen,
weder Tag für Tag, fraglich, woran dies bisher lag.
Nur wer mit sich selbst scharf ins Gericht geht,
keinerlei Lügen oder Ängste zuläßt,
am Ende erleichtert vor der Schöpfung steht,
die einem dann zuspricht im Hier und Jetzt.
Lotar Martin Kamm