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Der Arglosigkeit mancher Glückspilze nacheifern
Gustav Gans verkörpert in den Disney-Geschichten den Glückspilz schlechthin. Er wird teilweise mit all den Dingen überflutet, die so manch einer sich sehnlichst herbeiwünscht. Dabei ist er oft gar nicht wirklich erpicht, diese unerwarteten Geschenke, Gegenstände zu erhalten, sie fallen ihm sozusagen zu, ob er will oder nicht.
Aber Glückspilze können sie auch im wahren Leben kennenlernen, es gibt sie tatsächlich. Eine Spezies Mensch, die von Fortuna des öfteren geküßt werden als andere, obwohl sie nicht explizit für diese Küsse eine besondere Leistung erbringen.
Diese Menschen können zuweilen auf Jahrmärkten an Schaubuden spontan den Haupttreffer landen, stellen sich beim Supermarkt meistens an die Kasse, bei der das Bezahlen recht zügig vorangeht, finden noch einen Parkplatz, auch wenn ansonsten alle belegt sind und können öfters bei irgendwelchen Preisausschreiben Gewinne einstreichen.
Natürlich gibt es auch Glückspilze, die nur einmalig oder selten sozusagen von Fortunas Wohlgefallen profitieren, beim Bowlen alle Neune treffen und damit dem Team zum Gewinn verhelfen, die letzten Konzertkarten ergattern oder knapp einer Katastrophe entkommen. Allen ist gemein, daß sie für die glücklichen Umstände keine große, meistens überhaupt keine Anstrengung dafür leisten.
Ist dies vielleicht das Geheimnis ihres Glücks? Wissen wir doch von vielen, die sich unendlich für Erfolg, gute Leistung ins Zeug legen, aber das Glück ist ihnen nicht hold, es wird anderen zugeworfen. Haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, daß Sie eine neue Hose kaufen wollten, aber jede, die Sie anprobierten, will nicht richtig gefallen, entweder stimmte die Größe, die Farbe oder der Schnitt nicht. Aber wenn Sie ohne Kaufabsicht durch Geschäfte bummeln, finden Sie genau die Hose, die Ihren Vorstellungen entspricht.
Können wir daraus schließen, je mehr wir etwas wünschen, desto mehr wird die Erfüllung des Wunsches in die weite Ferne geschoben? Fehlt den Nicht-Glückspilzen die Leichtigkeit des Seins? Ist die Unbedarftheit ein oder der Schlüssel zum Erfolg? Bei Kleinkindern kann man das zuweilen beobachten, trotz ihrer Arglosigkeit entgehen sie vielen kleineren oder größeren Mißgeschicken, von den Erwachsenen oft damit tituliert, daß hier ein Schutzengel die Hand im Spiel hatte.
Vergleicht man den anfangs erwähnten Gustav Gans mit Donald Duck, der trotz vieler Pechsträhnen es schafft, sein Leben zu meistern, attestieren wir Gustav Gans eine Unbedarftheit und Donald Duck eine gewiße teils starre Anstrengung, das Gewünschte zu erreichen.
Kann aber auch sein, daß die Autoren und Zeichner dieser Figuren dieselbe Schlußfolgerung zogen. Jedenfalls scheint der Ausspruch: „Glück kann man nicht erzwingen!“, zu stimmen.
Ihre
Doris Mock-Kamm
…man kann nichts im Leben erzwingen und eben auch das „Glueck haben“ nicht…Erfahrungswert
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