
flickr.com/ Gunnar Ries zwo/ (CC BY-SA 2.0)
…oder vielmehr ein zerplatzt verlogener Traum
Da stehen sie nun, die vom Volk gewählten Volksvertreter, um uns gar als Pack zu beschimpfen oder eine Streitkultur in der Flüchtlingsfrage zu fordern. Welch interessanter Ansatz, wenn man bedenkt, wer hier wen verarscht. Das Volk mitnichten seine Politpappnasen, sondern sie selbst in der Rolle der Verdreher von unbequemen Wahrheiten.
Daher das vierjährige Prozedere einer Wahl, die im Rahmen angeblicher Demokratie stattfindet, welche natürlich nur zum Schein wirken möge, weil jene politische Verantwortung nicht etwa Volksinteressen im Sinn hat, sondern wie eh und je die des Kapitals, genau jener Herrschaften, die dafür sorgen, daß bestimmte Ja-Sager im Deutschen Bundestag sitzen dürfen, die simpelst die Vorgaben der Parteichefs abnicken. Basta.
Wenn die Politik ihren Auftrag mißachtet
Und die Menschen im Lande? Lassen sich blenden von eine geschickt installierten Medienlandschaft, die gehorsamst politische Konzepte positiv kommentiert, die Vorgaben befolgt, wer zu den Guten gehören mag, wer zu den Bösen. Schwarz-Weiß-Denken fruchtet nach wie vor wunderbar: Obama – gut, Putin – böse, USA – Befreier, Russland – Aggressor, Rechts-Links-Debatte sorgt für Extremismus, die Mitte verharrt. Faktisch existiert politischer Stillstand, damit Konzerne nach Gutdünken schalten und walten können.
Draußen in der Welt, in den zerstörten Ländern des Globalismus, toben Kriege, hungern Menschen, kümmern sich die Verursacher einen Dreck um all das Elend, sorgen für immer mehr Konflikte, allen voran eine USA, die schon viel zu lang ungebremst wirken darf. Dazu schweigen auch und gerade deutsche Politiker, suchen stets nach Ausflüchten, um abzulenken von solchen Schandtaten, die Bürger in Schach zu halten per inszenierter Nöte.
Scheinheilige Doppelmoral
Anstatt für gesunde, vor allem gerechte wirtschaftliche Verhältnisse in anderen Ländern mit zu sorgen, werden bewußt Waffengeschäfte gepuscht, die in Krisenherden greifen, zu Kriegen führen, zum Einsatz kommen, für Elend und Flüchtlinge sorgen. Am Ende haben ganze Völker darunter zu leiden, appellieren gar die Mitverursacher an eine Menschlichkeit, die jene zuvor mit Füßen getreten. Welch scheinheilige Doppelmoral!
An Heiligabend gemeinsames Kuscheln unterm Weihnachtsbaum, welch ethisch-moralisches Getue verlogener Christenwerte, die ganzjährig im Namen Gottes Armut und Elend aufrecht erhalten, bloß damit einige Wenige per Überreichtum nimmersatt den Hals nicht voll genug bekommen. Solange Mensch diese Eliten weiterhin hofiert, ändert sich nichts in dieser Welt, dienen Religionen auch nur als Mittel zum Zweck, der in Wirklichkeit den Mammon heiligt.
Ihr
Lotar Martin Kamm