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Mein Kühlschrank ist eine Kammer,
ich deswegen nicht jammer.
Seit Tagen hüte ich das Bett,
die Heizung ist nicht nur defekt.
Das Auto gibt es längst nicht mehr,
mit Übung ist Tragen gar nicht schwer.
Beim Schreiben der Einkaufsliste
überkommen mich manch Gelüste.
Ich notier Brot, Käse, Milch und Salat,
dabei hätt ich gern mal wieder Schokolad.
Es lebt sich ruhig, wenn der Strom abgestellt,
kein unerwarteter Besuch an der Türe schellt.
Kein Fernseher, Radio, aber Zeit zu denken,
niemandem möchte ich mein Leben schenken.
Nicht, weil ich keinem es gönne, egoistisch bin,
aber wer erkennt meines Lebens Wert, diesen Sinn?
Nafia