Kritik kein Stuss, ein Muss

Seit sechsten Mai
der zehnte Bundeskanzler vereidigt,
Deutschland wieder Europa verteidigt,
sind wir wirklich dadurch frei?

Mal schauen, was der Fritze bewegt,
erst recht mit Blick zur Brandmauer,
seien wir mal besser schlauer,
bevor manch Nazi durch Amtsstuben fegt.

Vorschußlorbeeren völlig unangebracht,
zumal das Ampelbashing alles andere als gut,
schrecklich jene fatale Medienwut,
sie hat dadurch explizit Faschismus entfacht.

Das Verfassungsschutzurteil muß Konzequenzen haben,
jene Nazis sind aus dem Bundestag zu jagen,
Schluß mit jenem lächerlichen Vertagen,
ansonsten werden wieder Schlägertruppen traben.

Insofern hat Merz ernsthaft wichtiges zu tun,
Sozialabbau dabei alles andere als schlau,
auch sein Blick zum Herd, zur selbstbewußten Frau,
ihn dann zu stoppen, erste Pflicht, eben nicht zu ruh’n.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Was Nazirecken so alles aushecken…

…und deutsche Wähler ungeschickt verstecken

Auf auf, sie rufen keinesfalls zum Gebet mit ihrem schäbigen Pamphlet, jene getarnten Nazis ohne wenn und aber, weiter so mit Fake-Gelaber. Das fruchtet bereits schon mehr als eine Dekade, sie sind sich zu nichts zu schade, drum erfreut sie sicherlich die jüngste Umfrage. Mit 26 Prozent ganze zwei mehr als die Christdemokraten, die stehen in ihren Startlöchern und müssen warten.

Die Sozis würden über zwei Prozent verlieren, die Grünen mit nur 12 Prozent so gar nicht profitieren, während die Linke mit 10 Prozent noch ganz gut dasteht, fürs BSW und die FDP bleibt’s mit jeweils 4 Prozent weiterhin zu spät. So die Forsa-Prognose, der deutsche Wähler verharrt in seiner Neurose. Mal lieber Nazirecken wählen, demokratische Errungenschaften sollen nicht mehr zählen.

Was ist bloß aus dieser Gesellschaft geworden, man läßt sich lieber gängeln von Nazihorden? So gar nichts aus der Geschichte gelernt, Hauptsache es nunmehr unmenschlich lärmt. Immer schön mit der Rassismuskeule und Nationalismus punkten wollen, es zählt nur noch dumpfes Grollen. Dabei blicken jene Gestalten gern gen Putin oder jüngst gen Trump, machen vor Freude einen Jump. Statt über die Folgen mal genauer zu sinieren, ham se nüscht mehr zu verlieren.

Immer schön mit angeblichen Werten werben, egal ob am Ende auch Deutschland rennt ins eigene Verderben. Europa und Frieden sei dann scheißegal, Hauptsache das deutsche Bier schmeckt niemals nimmer schal. Was für ne denkwürdige, verkehrte Qual! Es läuft aufs alte schmutzige Spiel hinaus, die Reichen immer reicher, die eigene Birne im Verstande immer weicher, zur Not stets druffdreschen, Menschlichkeit nonchalant brechen. Dann toben in Europa halt wieder Kriege, man(n) feiert wieder Siege, die Frau zurück zu Heim und Herd, so lebt’s sich besser, egal ob real verkehrt.

Welch traurige Erkenntnis, jene Nazirecken zelebrieren ihren eigenen Schiß. Bloß keine Zusammenhänge erkennen, mal lieber sich in Bösartigkeiten verrennen. Sie brauchen keine Kultur, statt eine clevere Frau eher eine willige Hur‘, es zählt halt Mackerverhalten, das war früher schon so bei den Alten. Drum erreichen sie nunmehr mit simplen Phrasen erneut die Jugend, sie locken mit angeblicher Tugend, selbst wenn jene Argumente wie ein Kartenhaus locker zusammenfallen, dann helfen mal tröge Qualen und nunmehr die letzten Wahlen.

Es wird sich schnell zeigen, ob die KleiKo die neue Regierung wird vergeigen. Vor allem mit jenem schrägen Fritze, ohne geistesgegenwärtig brillante Witze mag er uns Hoffnung suggerieren, am Ende wird erneut der kleene Mann verlieren. Wer den Sozialstaat zusammstreicht, der am Ende letztlich weicht. Dann könnten die Blaubraunen übernehmen. Deutsche Wähler sollten sich dabei tunlichst schämen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Alles Fließende zerbrach

Image by John from Pixabay

Er stand mal wieder, kurz,
auf seiner Bahn über den See,
hatte seinen silbrigen Schimmer
auf die leichten Wellen gelegt,
die sich sanft murmelnd
an alles schmiegten,
das sie erreichen konnten.

Ein Singsang aus tausenden
Berührungen im Rhythmus
des ersten lauen Lüftchens,
daß der Frühling bereit war
als Vorbote für sein baldiges
Erscheinen, befristet,
für eine Weile, kund zu tun.

Während ich versuchte, flüchtig,
meine Gedanken zu verstehen,
umschloß eisige Kälte meine Füße,
der Mond rutschte zum Berghügel
gegenüber im Schlepptau,
weiß orangenes Leuchten, das
die aufgehende Sonne bemalte.

Die Kirchturmuhr schickte
genormte Zeit über den See,
melodielos, zerstückelte sie
Licht, Wellen, Gedanken, Zeit,
alles Fließende zerbrach
mit der Ermahnung an Gesetze,
nur meine Füße blieben kalt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Hinter dem Spiegel

Image by Peggychoucair from Pixabay

Raus aus dem Trott,
es gibt keinen lieben Gott.
Der Papst ist tot,
weltweit viel Not.

Kritik schon angebracht,
wichtig, aber mit bedacht.
Manch Gesättigter lacht,
während es im Krieg kracht.

Mensch die Kirche überschätzt,
es wird zu oft dreist gehetzt.
Körper und Geist verletzt,
wer da wohl die Messer wetzt?

Wer das Leid ignoriert,
stumpfsinnig kleinkariert,
der lebt völlig ungeniert,
als ob so gar nichts passiert.

Moral und Ethik in der Kritik,
Reichtum weiterhin äußerst schick.
Gefragt eine besonnene Politik.
Hat sie real den Durchblick?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ostern 2025

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Listen der Faschisten

Faschisten
führen immer Listen
über ihre Widersacher,
die sorgen für Lacher
unter ihresgleichen,
es hilft, den Haß aufzuweichen,
ihre Art Gemütlichkeit zu teilen,
an Ängsten anderer sich aufzugeilen.

Faschisten
führen immer Listen
über ihr Unbehagen,
schnell schlägt sich auf den Magen
jede kleinste Mißstimmigkeit,
erhöht die Empfindlichkeit
ihrer kleinkarierten Denkrillen,
quälen anderer wirkt als Beruhigungspillen.

Faschisten
führen immer Listen
über ihre Meinungsfreiheit,
die sie berechtigt, allzeit
über geltende Werte und Gesetze
zu zücken das Schwert der Hetze,
ein leichtes zu mobilisieren Anhänger,
Frustrationsabbau für Einheitsbreianfänger.

Faschisten
führen immer Listen
über ihre Errungenschaft,
quasi Tattoos ihrer Niedertracht,
deshalb ist es äußerst verwunderlich,
zu wenige Menschen wehren sich,
ignorieren, stellen sich blind und taub,
sie sind Mittäter für Willkürstaat, mit Verlaub.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Trumpismus gefährlicher Stuss

Wer Haß sät, erntet Haß,
Gewalt einlädt, hat keinen Spaß,
ein Land im Zerfall,
ein böses Spiel ohne Ball.

Der angebliche Heiland
wird komplett verkannt,
dessen Kleingeist ignoriert,
grausamst ungeniert.

Die USA auf dem Weg zur Diktatur,
die neu erkannte Richtschnur,
um die Welt zu knechten,
eine Maxime der Rechten.

Demokratische Zeiten bald vorbei,
danach kein Mensch mehr wirklich frei,
Hauptsache Eliten bedienen,
Überreichtum entfesselt wie von Sinnen.

Ob sich das am Ende rächt,
weil so unbeschreiblich ungerecht?
Ob die Menschheit sich noch besinnt,
bevor jeder Frieden von dannen rinnt?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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