Arroganz aus Angst

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Sie töteten aus Verpflichtung
zum Haß
Tränen flossen längst
nicht mehr
sie lachten aus Verpflichtung
zum Spaß
versiegt waren die Quellen
des Empfindens

Jahre später konnte ich
ihr Grinsen noch sehen
Tränen füllten
meine junge Seele
über ihre Verbrechen
wußte ich nichts
ich spürte nur der Tränen Quelle
war ihnen nicht bekannt

Wieder wird getötet
aus Verpflichtung
Gelächter der Rechtfertigung
lassen Tränen fließen
wieder lassen sie Kinder
in den eiskalten Tränen ertrinken
ihr Handeln stärkt keinen Charakter
sorgt nur für Arroganz aus Angst

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Auspowern

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Selten bin ich abgebogen,
weich, ohne mich anzustoßen,
meistens bin ich angeeckt,
mit Blessuren bin ich befleckt.

Geige kann ich nicht spielen,
mit Pfeil und Bogen schießen,
den Punkt treffen wie Schützen,
fahr ich durch Wasserpfützen.

Muhende Kühe erinnern mich,
Schreie im Tunnel mag ich,
der Umweg ist schon eingeplant,
dieser Tag läuft besser als geahnt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Rechtsradikaler Propaganda einen Riegel vorschieben

Hugendubel bietet weiterhin Breiviks Pamphlet an

Während die Social Media etappenweise wenigstens beginnen aufzuwachen, immerhin wurde nach längerem Abwarten Donald Trump endlich gesperrt oder verbannt, handeln bestimmte Verlage frei nach dem Motto, business as usual, Hauptsache der Euro rollt. Die Buchhandlung Heinrich Hugendubel GmbH & Co. hat kein Problem damit, Anders Behring Breiviks Pamphlet anzubieten, obwohl nach dessen Terrorakt niemand ihm dies gönnen sollte!

Massenmord scheint keinerlei moralisch oder ethische Erwägung ins Gedächtnis zu rufen, die eigene Geschäftspolitik zu überdenken. Wenn sich das dermaßen unerschrocken widerspiegelt, sollte es im Gegenzug uns dazu verleiten, diese Buchhandlung mit aller Deutlichkeit an den politischen Pranger zu stellen. Außer Frage.

Die Welt steht Kopf oder aber bereitet sich vor

Ersteres wäre eigentlich naheliegend, immerhin hat im letzten Jahrhundert das Nazi-Deutschland Europa und die Welt das Fürchten gelehrt, sollten Folgegenerationen daraus gelernt haben, jene Fehler von damals nicht zu wiederholen. Was für ein Irrtum. Mit Blick gen Deutschen Bundestag ist es ohnehin schon ziemlich klar. Spätestens angesichts zunehmender Terrorakte wie in Norwegen, Halle oder Hanau sollten wir gewarnt sein.

Mit Blick zu solchen Geschäftsgebahren wie das von Hugendubel, bestätigen sich Verdachtsmomente, daß etliche einfach wegschauen oder die Realität ausblenden. Jenes rechtsradikale Gedankengut kann sich daher unverblümt verbreiten, kaum jemand hat den Mut, dies aufzuhalten. Welch fatale Botschaft.

Mein Dank an Lorenz Gösta Beutin

Die Info über jenen dramatischen Vorgang, der gen Himmel stinkt, kommt nicht von ungefähr. In den Weiten von Facebook stieß ich auf einen Beitrag, den der Bundestagsabgeordnete, Historiker und Klima- und energiepolitische Sprecher der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Lorenz Gösta Beutin, verkündete:

Christchurch, Halle, Hanau… Hugendubel Buchhandlungen verbreitet das Hass-Pamphlet des Nazi-Terroristen Breivik. Ja, Kapitalismus bedeutet, Profit aus allem zu schlagen. Aber dann denkt man, beim Massenmord, da hat man gelernt, da könnte doch Schluss sein…

Dazu der Link zu Hugendubel wie er hier weiter oben schon aufgeführt wurde. Es wird Zeit, daß alle demokratischen Kräfte aufzeigen, was total schiefläuft. Wer Nazi-Terror unterstützt, sollte stets wenigstens namentlich genannt werden, wenn schon eine ohnmächtige Politik und Justiz diesem Treiben einfach nur zuschauen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Der Mann mit den zwei Schlappen

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Will sich unbedingt mit einem Ministeramt berappen

Ein jeder sofort weiß, ohne scheiß, um wen es sich wohl hierbei handelt, mit wem er wieder mal anbandelt. Genau, ohne Scherz, es kann nur sein dieser Merz. Der fordert seit eh und je, oh weh, ist dat wirklich schee? Nach solch einer erneuten Niederlage stellt sich die berechtigte Frage: Sind gezählt dessen Tage? Ein Verlierer mag aufgeben, bei einem Gewinner lautet’s, möglichst schnell ein wichtiges Amt anstreben.

Dabei hat dieses Land wahrlich ganz andere Sorgen, weiß kaum noch was geschieht an noch folgenden Morgen. Daß dem Merz die Corona-Pandemie völlig einerlei, beim Abbau des Sozialstaates ist er ohnehin vorne mit dabei, möchte, daß Rentner an den Börsen spekulieren, egal ob sie dabei eventuell verlieren. Auch mit Frauen stellt er sich nicht sonderlich gut, betont als Entschuldigung voll Wut, seine Familie stehe doch hinter ihm. Blödsinn solch Klimbim.

Der Mann hat schlichtweg versagt, doch plappert weiter, ungefragt, steht auf unterster Sprosse der politischen Karriereleiter. Es hat ihm wohl noch keiner gesagt, er möge beenden diese peinliche Posse. Warum dürfte dennoch deutlich sein, nicht nur so zum Schein. Narzißten lassen sich nicht in die Suppe spucken, da brauchste nicht erstaunt zu gucken. Wer schon mit einem Trump sich gut versteht, bei dem ist ohnehin alles zu spät. Besser er geht.

Die einen faseln von Nachtreten, andere halten sowieso nichts von Beten, so tickt halt jene CDU. Ist jetzt mit diesem Laschet Ruh? Davon sollte man mitnichten ausgehen, da dürfte noch so manches geschehen. Die Bundestagswahl steht jetzt an, da traut sich somit so mancher ran, möchte diesen wichtigen Posten ergattern, dann werden wieder die Nachrichtenticker rattern.

Sie sehen, auch ohne jenen Merz wird’s weitergehen. Ob die Grünen am Ende in der Regierung sitzen? Oder lieber beharrlich davonflitzen, um eine andere Koalition anzustreben? Wer bleibt schon auf dem Oppositionssessel kleben, wenn Wähler ihnen Vertrauen schenken? Das werden die Grünen sicherlich bedenken. Der Olaf hätte es wohl in der Hand, wenn auch die Sozen enttäuschten unser Land. Die Zeit für neue politische Ideen ist reif, that’s life.

Mit jenem BlackRock-Mann ist’s wohl jetzt vorbei. Einerlei. Es gibt wichtigeres zu entscheiden, als jene Thematik noch weiter auszuweiden. Klimawandel und Pandemie fordern die Politik wie noch nie. Menschheit steht vor lang bekannten Problemen und sollte sich schämen, so lange gezögert zu haben. Niemand darf es jetzt noch wagen, diese Aufgaben zu vertagen. Möge endlich Einsicht walten, nachdem solch Pappnasen wie dieser Merz ständig prahlten, sie hätten die Lösung in der Tasch‘. Fürn Arsch!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Und überhaupt

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Ihr werdet doch nicht etwa, schon wieder,
nur weil der Schuh drückt, verzweifeln,
etwa vergessen, barfuß ist gesund
für euren aufrechten Gang und überhaupt,
einschränken erleichtert das Leben sehr,
einen Schrank besitzen, Schränke gar,
welch Anstrengung für euren Rücken,
sie immer mitzutragen und überhaupt
in euren Schuhen will ich nicht gehen,
jeder Umweg ist euch Überforderung,
anstatt neue Aussichten zu genießen,
schnüffelt ihr an Mottenkugeln und überhaupt
wahrscheinlich kommt ihr euch größer vor,
Schuhe mit Absatz machen dies möglich,
und beschallen euren Aufenthaltsort,
dies schmerzt mehr als nötig und überhaupt
schon vergessen, ihr seid privilegiert,
wenn euch der Schuh drückt,
viele besitzen gar keine Fußkleidung,
ihre Verzweiflung bleibt stumm.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Auf unseren Wegen

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Schief war das Kreuz
Keiner beachtete es
Niemand nahm sich Zeit
Warum genauer hinsehen
Genug eigene Probleme

Mitten in der Stadt
Überall Menschen
Laut wie auf dem Rummel
Warum genauer hinsehen
Stimmen verlieren sich im Lärm

Schleppend ihr Gang
Gebückt ihre Haltung
Eine Tasche unterm Arm
Warum genauer hinsehen
Einen Stock in der Hand

Eingehüllt in einen Mantel
Wärme ist ihr geblieben
Noch ist nichts gebrochen
Warum genauer hinsehen
Er hat sein Kreuz doch auch getragen

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Der Olle mit der Tolle

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Ein Wermutstropfen rennt hinab
von seinem Doppelkinn,
hat so manches im Sinn,
hält ihn daher auf Trab.

Von wem mag wohl die Rede sein?
Ihr kennt ihn allesamt,
seine Taten werden ihm aberkannt,
hoffentlich nicht nur zum Schein.

Möge es vielleicht rätselhaft erscheinen,
mit ein klein wenig Verstand
wird er zugleich erkannt.
Vier Jahre hielt er etliche auf Beinen.

Namen sind nur Schall und Rauch,
trotzdem bleiben sie uns haften.
Viele Betroffene es dennoch nicht schaffen,
stehen ratlos seitdem unsicher auf dem Schlauch.

Er hat den Wermutstropfen verschluckt,
nicht wirklich, aber als Metapher.
Da draußen stehen viele Gaffer,
auf die der Olle mit der Tolle weiterhin spuckt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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