Die Einmaligkeit der Einheitlichkeit

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In jeder Diktatur
keine Kultur
vorgekaute Kunst
so funzt
Kreativität
Phantasie auf Diät
Schonkost
aufgewärmter Most
oder Einheitsbrei
Küngelei
zu Entwertung
von Schöpfung
zur Gefangennahme
und in Inobhutnahme
von Vielfalt
erschafft Einfalt
eingesperrt im Käfig
kein Geist ist mehr fähig
über den Tellerrand –
verboten jeder Einwand
Verräter
der reglementierenden Väter
Kniefall
du Abfall
sortiert aus die Hur‘
verunreinigt die Natur
der Einmaligkeit
zu jedem Opfer sind wir bereit –
dies ist die Kultur
jeder Diktatur

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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„Block Friday“ ein Wortspiel mit viel Berechtigung

Verzicht auf Konsum letztlich Selbstverständlichkeit

Es scheint sich immer noch nicht herumgesprochen zu haben bei den schönen, neuen Reichen, dem kaufwütigen Mittelstand, bei all denen, die jedem Schnäppchen hinterherjagen ohne Rücksicht auf Verluste, schließlich möchte auch ein Jeff Bezos bedient werden, die ein oder andere Milliarde einsacken.

Mit Neidgedanken hat die deutliche Rüge mitnichten etwas gemein, allerdings mit dem Bewußtsein, daß die Folgen unseres Kaufrausches uns alle betreffen. Während die einen solche Zusammenhänge ignorieren oder schlicht und ergreifend nicht verstehen, fordert Thunberg am „Block Friday“,  kein Zeug zu kaufen, was wir nicht brauchen. Recht hat sie.

Plötzlich ist das Leben anderer für Innenminister wichtig

Denn in einem gänzlich anderen Kontext zog es gerade der sächsische Innenminister vor, jenen rechtsradikalen Mob zu verharmlosen, eine Null-Toleranz-Politik ab adsurdum zu führen. Erneut wird mit zweierlei Maß gemessen. Berechtigte Forderungen und Proteste zugunsten eines lebensnotwendigen Klimas werden kriminalisiert, während Staatsstreichgedanken und Haßbotschaften kaum bis gar nicht geahndet werden.

Selbstverständlich darf das Leben auch bei Protesten nicht gefährdet werden. Außer Frage. Aber Konsumrausch und Rechtsradikalismus dürfen sich ungebremst ausbreiten. Wer hat hierbei denn seine politischen Hausaufgaben vernachläßigt? Kein Wunder, daß der Unmut selbst bei friedlichen Menschen wächst. Fast könnte man meinen, es steckt eine gezielte Absicht dahinter.

Umdenken solange unsere Zeit das noch zuläßt

Die rennt uns in Riesenschritten davon. Schön, daß FFF die Welt erobert. Ein vielversprechender Beginn, wenn danach auch Taten folgen sollten. Mit einem, der nächstes Jahr antritt, Bundeskanzler zu werden, schaut es allerdings wesentlich dramatischer aus. Denn Herrn Merz sollte man gleichwohl nicht ernst nehmen, schließlich hat er an manchen Stellen längst bekundet, wie halbherzig er die fatale Sachlage angehen möchte.

Wer mit altbekannten Rezepten hausieren geht, kann nur scheitern, Herr Merz! Das wurde ihm auch von Luisa Neubauer in einer ZDF-Talkshow bescheinigt. Dort zog er es vor, sie nicht ernst zu nehmen, feixte arrogant in die Kamera. Mit Politik hatte das so gar nichts zu tun, sondern mit einer aufgesetzten Show ohne Substanz.

Joe Biden wird die USA zurück zum Pariser Abkommen führen, dann naht die Stunde der Wahrheit, wie ernst die Weltpolitik auch den Konsumrausch reguliert. Verpaßt sie das, folgt die Zerstörungskraft des Klimawandels.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Zeit ist nicht dein Dichter

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Erde mich nicht Welt
du bist doch grenzenlos
nur auf dir zu gehen
wäre das nicht
Sünde

Laß mich fliegen
wenn auch nur als Idee
den Himmel spüren
würde mich das nicht
dir näherbringen

Eintauchen möchte ich
gedrückt werden
von unendlichen Tropfen
könnte nährendes Wasser
mich nicht neu schöpfen

Deine Düfte wohnen in mir
Gerüche voll Geschichten
Momente zum Erinnern
sollte man nicht allen erzählen
Zeit ist nicht dein Dichter

Wälzen würde ich mich
in deiner Grenzenlosigkeit
Sandkörner an mir glänzten
womöglich durch die Lichter
Menschheit dich verstünde

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Der größte Scherz ist der Merz

Superlative auf dem Weg ins Nichts

Aber mal Hand aufs Herz, was für ein Terz! Genug gereimt, jetzt wird wieder weiter geschleimt. Stellen wir uns doch mal einfach vor, 2021 sei im vollen Gange, die Bundestagswahl rückt näher. Der Blick hinter die Kulissen emsiger Dreistigkeit, wer denn die Geschicke des Landes nach der Merkel-Ära leiten möge, lohnt sich ohnehin, schließlich hängt so manches davon ab.

Besonders interessant die Feststellung, daß die Union per se davon ausgeht, mal wieder den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin zu bestimmen. Mit Blick zu den aktuellen Zahlen rund vier Wochen vor Heiligabend dürfen sie das auch. Die Grünen kratzen gerade mal an der Zwanzig-Prozent-Marke, die Sozialdemokraten erfreuen sich, die fünfzehn Prozent überwunden zu haben, jene Rechtsradikalen dürften nochmal zweistellig sich im Deutschen Bundestag austoben, während die Liberalen und Linken gleichauf bei rund sieben Prozent vor sich hindümpeln.

Aber was heißt das denn real? Ganz einfach, die Wähler bleiben unschlüssig, von einem Durchbruch, der Politik neues zuzutrauen, kann so gar keine Rede sein. Ganz im Gegenteil. Und dann möchte ein Friedrich Merz den Bundeskanzler machen? Wie armselig.

Man bedenke, einer aus der Wirtschaft, der obendrein ausgerechnet für BlackRock im Vorstand saß, weiterhin feixend Frauen mißachtet, so gar kein Verständnis für Hartz-IV-Betroffene hegt, Umweltschutz als lästiges Problem mit wenigen Handgriffen lösen möchte. Es fragt sich nur mit wem. Am Ende erneut mit den Sozialdemokraten? Die Grünen sind angeblich skeptisch, wie sie mehrmals in Talkshows kundtaten.

Corona erlebt just eine dritte Welle, April 2021, Merz hat ohnehin mit großem Abstand Röttgen und Laschet überwunden, tritt gegen Scholz und Habeck an, ein knappes halbes Jahr vor der Bundestagswahl, möchte in die Fußstapfen von Merkel.

Können die Wähler ihm wirklich trauen? Manche erinnern sich an dessen Rückzug aus der Politik, andere vergleichen ihn gar mit Schröder, der auch mal als Hoffnungsträger antrat nach 16 Jahren Kohl. Merz toppt ausgerechnet 16 Jahre Merkel? Mitnichten! Kann nicht gutgehen. Der aufmerksame Wähler dreht sich um am frühen Morgen des 1. April und murmelt etwas von einem Aprilscherz.

In der Aufwachphase weiß er nur zu genau, daß die Realität ihn eingeholt hat. Nix da, von wegen Scherz! Es ist doch tatsächlich dieser Merz. Uff, der Friedrich, der Friedrich ist ein böser Wüterich, wie widerlich! Darauf können wir einen lassen, mit dem ist so gar nicht zu spaßen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Nehm ich sie an mich

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Ich weiß ja nicht,
die Blumenvase auf dem Tisch
steht dort schon immer,
niemals gefüllt mit Blumen,

ein Gefäß, bemalt,
Berge, Flüsse, Häuser,
Staub von Jahrzehnten,
keinen interessiert es hier,

eine Jacke liegt hier auch,
sieht wie meine alte aus,
ich weiß wirklich nicht,
ob ich die Blumenvase brauch.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Null-Toleranz-Politik ad absurdum geführt

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Wikimedia Commons CC BY 3.0

Rechtsfreie Räume für Nazi-Covidioten-Gemisch?

Berichten, beobachten, analysieren und entsprechend kommentieren, wenn weiterhin jene „bunte“ Mischung von Maskenverweigerern zusammen mit Rechtsextremen als Superspreader das Corona-Virus uns allen zumutet, mag vielleicht noch gut gemeint den ein oder anderen interessieren, in den Weiten der Social Media kaum noch. Der Ton macht bekanntlich die Musik, und der ignoriert sämtliche berechtigte Bedenken.

Obendrein schaut unsere Regierung tatenlos zu, verharmlosen Innenminister die brisante Sachlage, wie auch Rezo in seinem kurzen YouTube-Video „Wenn Idioten deine Freiheit und Gesundheit gefährden…“ zum Besten gibt. Dabei spricht er von einem Level zum nächsten, was die sich entwickelnde Eskalation hinsichtlich jener sogenannten „Querdenker-Demos“ anbelangt, gibt zu bedenken, wohin dies wohl führen mag.

Immer mehr Zuschauer bei der Zerlegung unserer Demokratie?

Das wäre in der Tat der Worst Case, von dem wir noch ein Stückweit entfernt sind. Schlimm genug, daß sich Innenminister abwenden, ganz besonders Horst Seehofer seinen nicht uneigennützigen Anteil daran hatte. Die Verharmlosung von jenen Nazis hat ohnehin bereits seit Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute nahezu Tradition, wie man ohne Probleme nachweisen kann.

Vor kurzem stellten wir fest, daß die Zerlegung unserer Demokratie wohl genau so gewollt zu sein scheint. Rezo hat es auf seine Weise bestätigt. Und die Politik? Schweigt sich aus. Andererseits gibt es letztlich genügend Gelegenheiten, endlich Taten folgen zu lassen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Denn die Covid-19-Pandemie bleibt bestehen, zumal immer mehr Unbelehrbare ohne Masken die Bevölkerung anstecken, während die Polizei diese tatenlos gewähren läßt. Aber Hauptsache Gegendemonstranten mit voller Härte per Wasserstrahl abstrafen. Was für ein Signal?!

Mobilisierung bis hinein ins benachbarte Europa

Was hierzulande mal ganz locker funktioniert, schließlich erleben jene Covidiotenprotestler, – als eine Demonstration mag man jenes Gemisch nicht mehr bezeichnen -, kaum Widerstand seitens der Ordnungsmacht, mag auch woanders fruchten. Nach Protesten in Berlin und Leipzig wollen Corona-Skeptiker und Verschwörungsideologen in Frankfurt (Oder) und Slubice protestieren, wie Der Tagesspiegel schrieb.

Das kommt davon, wenn verantwortliche Innenpolitiker Meinungsfreiheit mit Widerständen bis hin zu Putschabsichten verwechseln, diese nicht ernsthaft wahrhaben möchten. Man erinnere sich an die Frechheiten, im  Deutschen Bundestag Politiker dermaßen unverhohlen  belästigen zu dürfen. Alles schaut zu, keiner reagiert. Unfaßbar leichtsinnig und gefährlich!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Nach G20-Gipfel hängt Trump nur noch am Zipfel

Seines Golfspiels und Egotrips

Das Land der Storyteller führt sich weiterhin vor mit dem noch amtierenden Präsidenten, der die eigene Wahlschlappe keineswegs hinnehmen will. Entertainment hat wohl oberste Priorität, auch wenn es negativ belastet Wege der Entfaltung findet, Hauptsache viel Glamour, the show must go on. Ein politisches Desaster und somit ein tragisches Erbe, welches Joe Biden vorfindet, wenn er als rechtmäßiger Präsident ins Weiße Haus einkehrt.

Erneut rückt auch nach dieser 59. Wahl zum neuen US-Präsidenten das Wahlsystem der USA in den Fokus der Kritik, warum ausgerechnet jene große Wirtschaftsmacht ein dermaßen kompliziertes Wahlrecht immer noch ausübt, anstatt es endlich abzuschaffen. 1967 waren es bereits 58 Prozent, 14 Jahre später schon 75 Prozent der Wähler, die es ändern wollten. Bis heute scheitert eine Reform bzw. Abschaffung jenes Systems an den Republikanern, die Demokraten wären durchaus für direkte Volkswahlen.

Gar nichts prima beim Klima

Sturheit mit einer großen Portion Unwissenheit und Arroganz beflügelt nach wie vor diesen 45. US-Präsidenten, beim diesjährigen G20-Gipfel nennt er das Pariser Klimaschutzabkommen als »sehr unfair«. Statt wie die anderen Teilnehmer stärker zusammenzuarbeiten, beharrt Trump auf sein Statement, Ziel des Abkommens sei es, „die amerikanische Wirtschaft zu töten“. Dabei setzt er noch einen drauf, um vollmundig zu behaupten, in seiner Regierungsverantwortung hätten die USA sehr viel unternommen, um die Umwelt zu schützen. Das exakte Gegenteil trifft zu, mal wieder glänzt The Donald als „notorischer Lügner“.

Wir erinnern uns. Gerade mal zwei Jahre im Amt zog es Trump gezielt vor, mit Hilfe der EPA Obamas Umweltnormen zu kippen, der Klimawandelleugner hofiert Auto- und Ölkonzerne. Von Umweltschutz kann auch hierbei so gar keine Rede sein!

Trotzdem Aussichten im Amt zu bleiben?

Wer nicht verlieren kann, ersinnt alle Optionen, die ihm zur Verfügung stehen. Insbesondere jener cholerische Narzißt im Weißen Haus, der hierzulande gar „linke“ Sympathisanten hat, die meinen, er sei eher ein friedlicher Präsident.

Donald Trump, der Wahlfälscher, wie im Tagesspiegel beschrieben sich herausstellen könnte, daß am Ende der „ewige Golfspieler“ eventuell sein Ziel erreicht, doch noch im Amt zu bleiben. Natürlich nur mit Hilfe von US-Gerichten und anderen Institutionen, die allesamt mitmachen müßten. Zuviel Konjunktive, oder? Zumal im letzten Moment Trumps Ende eingeleitet wird, die Haltung der Verwaltungsbehörde GSA gleichwohl unklar bleibt. Wir gehen mal eher davon aus, daß Joe Biden mittags am 20. Januar 2021 die Geschicke dieser USA steuert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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