Träume

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Ich habe den Traum verschlafen
den paradiesischen Traum
endloses glücklich sein
beseelte Harmonie ausstrahlen
wie anstrengend das ist
in Tiefschlaf bin ich versunken

Diese Leere in den Nächten
totale Einsamkeit am Morgen
ein Albtraum in Zeitlupe
vergebliche Suche in den Tagen
Traumreste so schwer zu finden
in Lethargie bin ich versunken

Ewiges Glück macht unglücklich
ständige Harmonie verzehrt Dasein
das Vorhandensein von Gefühlen
Eintönigkeit lähmt Gedanken
Ich verschlafe harmonisches Glück
in fehlende Träume bin ich versunken

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Vom Hamstern und Ignorieren in Coronazeiten

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Scheißhauspapier demnächst wieder rar?

Das muß man bei Weitem nicht verstehen, Herrschaftszeiten, wohin wollen Bedürftige mit all dem WC-Papier wohl gehen? Aufs stille Örtchen sich verdrücken, vor Entzücken sich den Hintern abwischen, eher im Trüben fischen, ob da nicht noch schlimmeres geschieht? So ein Shit! Das Hamstern muß man nicht begreifen, auch das sich gegenseitige Ankeifen, wer dabei den größten Vorrat zu Hause hat. So what?!

Die Infektionszahlen nehmen überall zu, Nachfrage nach Toilettenpapier steigt. Erneut haben manche keine Ruh‘, wie es sich im Lande zeigt. Heute Scheißhauspapier, morgen wieder Spaghetti oder Hefe? Mensch schon ein bescheuertes Tier, feiert mit Konfetti, kloppt sich auch im Rewe.

Spakloghettipapierschnitzel konnte man noch im März mal lesen, flüstert keinesfalls ein Spitzel, dazwischen viele längst genesen, folgen sie jetzt demselben Muster ohnegleichen. Für was soll das wohl reichen? Idiotie sucht sich Wege ohne Sinn und Verstand. Was hat diese Seuche bei manchem wohl aberkannt? Mit Logik hat das rein gar nichts zu tun, manch einer wird nicht eher ruhen, bis er seine Vorräte aufgestockt. Wer hat dabei was verbockt?

Manch Mensch dreht sich selbstgefällig im Kreise, wohin führt wohl dessen Reise? Materialismus hat ihm das Hirn vernebelt, fühlt sich gefesselt und geknebelt, begibt sich auf fanatische Einkaufstour. Im Fernsehen stänkert dieser Nuhr. Hauptsache sich billig Luft gemacht, damit es ordentlich im Hinterstübchen kracht. Wohin solch Gedankenspiele führen mögen, sieht man doch an manch fragwürdigen Freßtrögen!

Drüben im Amiland demnächst gar eine demokratische Wahl wird aberkannt? Solch blonder Dolle möchte gerne sein hochstaplerisches Leben auskosten. Ein Präsident regiert unverblümt als Vollpfosten. Das paßt zum Land der Storyteller, Hauptsache manch Leiche im eigenen Keller. Waffenlobbyisten und Rassisten in trauter Einigkeit vereint, frechweg in jede Kamera gegreint. Was interessiert dabei eine Demokratie, morgen ist die halt dann hie.

Faschismus hat sich doch früher gut bewährt, die Nachfolgegeneration von all dem nichts erfährt. Simpel das System nach eigenem Gutdünken gestalten, das kannten ohnehin auch die Alten. Früh übt sich das gehorsame Bücken, krumm dabei der Rücken, nix mehr mit Stühlen rücken, Raubtierkapitalismus möchte weiterhin verzücken.

Zurück zum Thema, zum Überfluß, zum denkwürdigen Schema, all den Verdruß oder Stuß. Wer in Coranazeiten sich mit Scheißhauspapier zünftig eindeckt, dabei sichtbar aneckt, der hat wohl nichts im geringsten gecheckt. Hamstern war schon immer eine blöde Option. Was für ein Hohn. Denn wenn du das eine zu viel horten magst, woanders du am Hungertuche nagst. Nix gewonnen, weil all dein Handeln zerronnen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Kopfkarussell

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Im Kopfkarussell
vergißt es
sich schnell,
sich drehend
Gedanken
verwehend,
bereit
Träume
weit und breit
zu verteilen,
man muß sich
beeilen,
bevor
so ein
Tor
emsig
es ausbremst,
dann wird‘s brenzlig
für die Welt,
der die Inspirationen
sonst gänzlich fehlt,
auch für mich
entfallen Freiräume für Ideen,
das wäre fürchterlich.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Corona-Schwurbler Verbrecher sondergleichen

Und bist du für den Staat, brauchen wir Gewalt

Im Grunde genommen verhalten sich jene Corona-Schwurbler verantwortungslos, passen ins gleiche Muster all jener, die weder genug Verstand noch Geist besitzen, Zusammenhänge zu begreifen, geschweige diese sehen zu wollen. Dann lieber feste draufhauen, pöbeln, negieren, verschwören, es tummelt sich so selbstherrlich in trauter Gemeinsamkeit, Hauptsache man lebt den Widerstand ohne Rücksicht auf Verluste.

Dabei hat auch unser Land, die hiesige Politik durchaus ihren Beitrag dazu geleistet. Wer ständig das Bildungssystem schleifen läßt, Gutbetuchte eher fördert, Sozialleistungen zusammenstreicht, die Wohnungsnot ignoriert, darf sich nicht wundern, daß Alleingelassene sich zusammentun.

Simple Werbestrategien allesamt unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit

Gesagt, geplant, getan. Pandemie-Leugner starten riesige Flyer-Offensive. Vorneweg jener penetrante Bodo Schiffmann, der schon seit geraumer Zeit unangenehm auffällt, in dem er frei weg Unwahrheiten im Netz streut, etliche Anhänger überzeugen vermochte. Das paßt zur selben Strategie, wie auch Rechtsradikale dies schon lange praktizieren.

Besonders das auf dem rechten Auge blind gebeutelte Deutschland darf sich allerdings nicht wundern, daß jene Corona-Schwurbler dermaßen viel Raum erhalten. Da kommt zusammen, was längst erwartungsgemäß geschehen darf. Die Einsicht läßt auf sich warten, steckt Unschlüssige an, viel eher leichtsinnig zu agieren, was wiederum nichts Gutes bedeuten mag.

Covid-19 wird weiterhin unterschätzt

Obwohl die Zahlen eine deutliche Sprache sprechen, weltweit bisherig knapp 38 Millionen Infizierte, bald 1,1 Millionen an den Folgen des Corona-Virus verstarben. Jeden Zweifler sei der Bericht des Journalisten Joachim Huber ans Herz gelegt, der bei Markus Lanz deutliche Worte an die Zuschauer richtete, nachdem er knapp überlebt hatte.

Trotzdem tobt da draußen ein Mob, ob angeblich friedlich oder Flyer in Briefkästen werfend, auf Plätzen daherlabernd oder vor Kameras sich in Szene setzend. Schwurbler und andere Fanatiker fühlen sich berechtigt bis hin an die Spitze der größten Industriemacht wie dieser Donald Trump. Wann hat der Spuk ein Ende, mögen sich halbwegs Besonnene zu Recht fragen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Verloren im Blütenstaub

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Der Duft frisch gepflückter Sträuße
verströmte sich bei jedem Wort,
weckte Kindheitserinnerungen
inmitten blühender Wiesen,
das Schnüffeln an Blüten,
im Versteck unter den Büschen,
vielleicht ahnte sie das Verwelken
ihrer blumigen Sprachgestecke,
der Genuß des Verweilens
zerstob sie mit einer Fülle
von fallenden Blütenblättern,
glitt in den Kompost von Wortfetzen,
in denen der Erstickungstod lauerte,
unsere Freundschaft erstarb,
zu Staub gebröselte Rosenblätter
letzter Gedankenschweif von ihr.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Eine Welt ohne Umweltsünden Utopie oder realisierbar?

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Handlungsbedarf stets vorhanden

Es gibt sie schon länger, als manche für wahrhaben wollen, die Möglichkeit einer umweltbewußten Welt, die Menschheit müßte lediglich den Mut haben, diese auch  in die Tat umzusetzen. Woran liegt das? Ganz einfach und doch so unglaublich perfide: Es wird ganz bewußt verhindert, weil immer die finanziellen Interessen im Vordergrund stehen.

Wo kämen wir dahin, wenn keine Gewinne mit schädlichen Nebenwirkungen mehr eingefahren werden. Das könnte die Bemerkung einer Satiresendung sein, ist es aber nicht, sondern eiskalt kalkulierte Realsatire. Beispiele gefällig? Sicher doch, kein Problem. Betrachten wir einige Gebiete, wie und wo es keinerlei Schwierigkeiten einer umweltbewußten und behutsamen Verwirklichung geben sollte.

Chemische Verbindungen, komplexe Maschinen und somit ganze Industrieanlagen sind aus dem nimmersatten Wissensdurst der Menschheit entstanden. Zunächst einmal stellt dies ein hehres Ziel dar, weil immer ein Nutzen sich dahinter verbirgt. Solange das auch wirklich zum Wohle aller und somit der Umwelt gegenüber beherzigt wird, spricht nichts dagegen.

Jedoch hat sich die Entwicklung dermaßen schnell gestaltet, daß meistens keine Zeit mehr vorhanden war, irgendwelche negativ-schädlichen Auswirkungen zu untersuchen. Auch nahm mit dem Beginn des Industriezeitalters die Möglichkeit zu, im großen Stil zu produzieren, was gleichzeitig eine viel effektivere Gewinnmaximierung schuf. Wenn wir jetzt weiterdenken, welch unendliches Leid insbesondere durch die Kriegseinsätze hervorgerufen wurde, die ebenso aufgrund der Erfindungsgabe des Menschen immer raffiniertere Waffen hervorbrachte, kann man sich eine ungefähre Vorstellung machen, warum genau diese Entwicklung forciert wurde.

Es entstand ein nützlicher Kreislauf. Nach der Zerstörung folgten der Wiederaufbau, erneut Kriege. Somit wurde für ständigen Nachschub gesorgt, was die Herstellung anbelangte. Menschliche Opfer waren folglich einkalkuliert, so perfide dies klingen mag. Letztlich bedeutet dies eine zynische Methode, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht!

Kommen wir zurück zum eigentlichen Kern des Themas: die entlastete Umwelt, unser Lebensraum. Ganz so einfach gestaltet sich eine Entwicklung hin zu diesem eigentlich selbstverständlichen Ziel wohl doch nicht, daher die kurze Beschreibung der Waffenlobby. Natürlich hängt alles mit allem zusammen. Die aus der Bürgerbewegung entstandene Partei der Grünen hier in Deutschland war ja ursprünglich angetreten, genau diese Politik zu gestalten. Aus ihr haben sich Organisationen wie Greenpeace, Foodwatch, Attac und viele andere gebildet, um durch Nachdruck ihre Ziele zu verfolgen. Das hat auch ganz viel damit zu tun, daß eben Parteipolitik sich nicht zu genüge durchsetzen konnte. Viel zu oft wurden „faule Kompromisse“ zu Ungunsten der Umwelt beschlossen.

Was ist die eigentliche Option, um eine wesentlich schnellere Um- und Rückkehr zur gesunden Umweltpolitik zu erzielen?

Die Antwort liegt im hiesigen Text verborgen, man muß sie halt sehen wollen. Genau, es kann nur bedeuten, daß die Parteien längst versagt haben, eben weil sie sich viel zu sehr mit der Wirtschaft arrangierten. Dies bedeutet, diese hat sich endlich dem Druck der Öffentlichkeit zu beugen. Aber eine Gesellschaft, die schweigend zuschaut, wie die eigene Umwelt weiterhin rücksichtslos zerstört wird, muß sich selbst die Frage stellen, wie weit sie das noch erdulden möchte. Sobald die Menschen selbst ziemlich schnell ihre Belange gemeinsam artikuliert haben, worauf es letztlich ankommt, besteht auch die reale Chance, etwas im Sinne einer durchdachten Umweltpolitik zu verändern.

Es ist längst nicht mehr kurz vor zwölf, sondern schon weit nach zwölf, und daher besteht immer dringender Handlungsbedarf. Mit Aufgeben nach dem Motto, man könne eh nichts mehr ändern, ist es nicht getan. Wir müssen endlich nicht nur aufwachen, sondern möglichst schnell die eigentlichen Gefahren erkennen. Naturkatastrophen wie die letzte große, die in Japan stattgefunden hat, haben so merkwürdig dies klingen mag, auch etwas Gutes: Sie zeigen uns Wege aus der eigenen Fehlbarkeit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Als Kind am Kreuz

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An der Kreuzung
ein Kreuz
ragt in die Höhe
mit den Knien
leicht angewinkelt
die Füße
übereinander
durchbohrt
auf Augenhöhe
weit über mir
sein Gesicht
gesenkt zur Seite
geschlossene Augen
Arme ausgebreitet
der Körper als Kreuz
wir müssen weiter
ich neige den Kopf
verschränke die Arme
ein langer Weg
liegt noch vor uns

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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