Immer mehr Covidioten tummeln sich hierzulande

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AHA-Regeln werden zunehmend vernachlässigt

Leichtsinn findet inzwischen Wege der Entfaltung, wobei all jene nicht unbeteiligt sind, die bereits seit Längerem schon das Corona-Virus verharmlosen oder gar leugnen. Ganz besonders der sogenannte Widerstand 2020, Querfrontler und Rechtsradikale sorgen dafür mit ihrer unverantwortlichen Haltung der Ignoranz.

Trotz Corona: Dichtes Gedränge im Tierpark Hagenbeck, ein „absolutes Chaos“, wie T-Online berichtet. Aber kann dies tatsächlich so verwundern? Wer im Freundes- und Verwandtenkreis in den letzten Wochen genauer hingehört hat, kennt die Berichte über leichtsinniges Verhalten in der Öffentlichkeit. Da werden die sogenannten AHA-Regeln kaum noch beachtet, also kein Abstand, keine Hygiene oder Atemschutz.

Rätselraten über zweite Welle

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, blickt besorgt auf die neuen Infiziertenzahlen in Deutschland, es ist wohl nicht klar, ob es der Beginn einer zweiten Welle sei. Betrachtet man allerdings steigende Zahlen, könnte diese längst begonnen haben.

Dessen Appelle, die AHA-Regeln unbedingt zu befolgen, scheinen viel eher ungehört zu verhallen. Je größer die Gruppierungen bei Zusammenkünften, desto leichtsinniger handelt die Masse. Ein dramatisches Fazit für all jene, die genauer hinschauen. Die Gefahr des Virus wird leider immer noch unterschätzt.

Urlaubsstimmung wider die Vernunft

Die Menschen sind es leid, hinzu kommen tatsächliche wirtschaftliche Probleme, eine steigende Arbeitslosigkeit, aber auch das Verhalten der Politik selbst, die erneut Konzerne hofiert, kleine Betriebe und Künstler sich selbst überläßt, Hilfen ausbleiben. Das erzeugt Unmut, bis hin zur Wut. Obendrein gesellt sich jene Ballermann-Mentalität hinzu, alles andere als günstig angesichts jener Virengefahr.

Trotzdem diktiert die Corona-Krise den weiteren Verlauf, ob manche dies wahrhaben wollen oder nicht. Mit Ignoranz wird es keineswegs getan sein. Ganz im Gegenteil, muß man anmahnen. Wohin ein Laissez-faire führt, kann zweifelsfrei im Ausland beobachtet werden. Gleichzeitig wissen Ärzte und Wissenschaftler nach wie vor nicht genug über den Krankheitsverlauf von Covid-19. Corona-Patienten sind in Sorge wegen Langzeitfolgen, die Berichte häufen sich inzwischen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Unterwegs in friedlich bedingungsloser Mission

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Mögen Herzen vereint sein ohne bösartige Gedanken

Hell erschienen die Lichtblicke freier Gedanken, die sich zügellos Wege bahnten und fündig wurden in einem angenehmen Klima menschlicher Ungezwungenheit, während die Gruppe wild diskutierend bis tief in die Nacht weiterfeierte, manche gar musikalisch sich zusammentaten und für entsprechende Wohlklänge sorgten, die Herzen erfreuten.

Ein frisches Lüftchen heranwehte vom nahen Meeresstrand, ein paar flache Wolken forsch vorbeizogen, der Mond in scharfer Sichelform sich plötzlich zeigte, einige in lustiger Schar ihre Gläser ihm entgegenstreckten und fröhlich ihn willkommen hießen. Das friedliche Miteinander hatte sich vor zwei Tagen an diesem trauten, wunderschönen Ort eingefunden, dabei jedes Alter, sehr unterschiedliche Nationen zugegen waren. Doch wer jetzt meint, es hätte einen speziellen Grund, es gäbe einen Anlaß wie Hochzeit, Geburtstag oder ähnlichem, nichts dergleichen fand hier statt. Vielmehr trafen die Menschen sich weltumspannend an sehr vielen Orten, wo immer sich die Gelegenheit bot.

Was war geschehen, daß solch Sinneswandel seinen Lauf nahm? Hatte Mensch endlich erkannt, wie idiotisch selbstherrlich er dabei war, Mutter Erde gänzlich zu zerstören? Leider stieß eine eigentlich naheliegende Erkenntnis nicht bei allen auf Verständnis. Da draußen in den Ballungsgebieten vieler Großstadtmetropolen, an Orten grausamer Verwahrlosung, in denen ein Menschenleben gefährdet, nichts mehr wert war, herrschte ein harter Überlebenskampf vor, bei dem die Gnade des Stärkeren obsiegte, während der Schwache sein Leben verlor oder langsam einem qualvollen Tod entgegenblickte.

Überall waren plündernde Horden unterwegs, versuchten staatliche Ordnungshüter für Frieden und Ordnung zu sorgen, obwohl die Regierungen selbst jene Zustände verursacht hatten, weil schamlose Ausbeutung jedweden sozialen Gedanken verbannte, nur noch das Kapital das Zusammenleben diktierte, sich alles ihm unterordnete. Kein Wunder, daß die Spirale der Gewalt sich unaufhörlich hochschaukelte, Korruption und das Gesetz des Stärkeren sich durchsetzte, in Folge gesetzliche Regeln außer Kraft traten.

Doch hier an den Orten der Unbekümmertheit war kein Platz für bösartige Gedanken, trafen sich all jene, die nicht mehr bereit waren, in einer Gesellschaft der Sieger zu verweilen, sondern friedlich und ausgelassen ihre kreativen Neigungen auslebten, ohne Neid, Mißgunst, Habsucht und Streit. Natürlich gab es hin und wieder alte Muster bekannter Auseinandersetzungen, die aber schnell verflogen, weil die oberste Maxime galt, den Urfrieden bewahren.

Man mag solche Gedanken belächeln, ihnen gar religiöse, missionarische Absichten unterstellen. Dabei sind sie genauso alt wie die Menschheit selbst. Wir sitzen alle im selben Boot, verweilen hier auf der Erde, die unser Dasein garantiert. Wer zerstört schon freiwillig seine Familie, kappt seine Wurzeln, die ihm Halt geben? Sind wir angetreten, um uns gegenseitig zu bekriegen, den Nächsten zu beneiden, anstatt friedliebend im Einklang mit uns zu verweilen?

Ein Blick in die Natur, zu den Pflanzen und Tieren, offenbart den schöpferischen Plan einer nahezu unendlichen Vielfalt, die nur eines möchte: Sein im ureigenen Sinn in klangvoller Liebe und Harmonie allem gegenüber. Mensch hat danach zu leben, egal welche Glaubensrichtungen ihn leiten, ein übergeordnetes Gebot besagt, daß alles Handeln ein jeder selbst zu verantworten hat, vor sich, der Gemeinschaft und dem Kosmos.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Haltestelle

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Ob es förderlich erschien auf Grund der Annahme, vielmehr weil das Bedürfnis mehr Bestand hatte, melodisch würden drei Silben entschieden besser die Gefühle widerspiegeln als es zwei Silben möglich wäre und einer Silbe schon gar nicht, verlegte sie ihre Eindrücke der Bushaltestelle auf den September.

Es entspricht absolut nicht der Wahrheit, damit andeuten zu wollen, die herannahende herbstliche Stimmung dieses Monats hätte sie dazu beeinflußt, denn Tatsache ist, vielmehr der April oder sogar der Mai waren im Bereich des Möglichen, doch die Entscheidung keinen dieser beiden Monate in Erwägung zu ziehen, lag einzig allein darin, daß ihre Silbenanzahl nicht die Entsprechung aufweist, um in dieser Rückschau allein durch ihren Namen eine Präsenz zu bieten wie eben der dreisilbige September.

Somit erhielt die Haltestelle ihren endgültigen Platz an der Landstraße auf ewig im September, zumal inzwischen keinerlei Spuren mehr zu erkennen sind, die ihre Anwesenheit für lange Jahre oder überhaupt ihre reale Existenz beweisen. Es ist vollkommen ausreichend, daß sie im September an der Landstraße stand, um Menschen von diesem Ort zu einem anderen Ort oder von einem anderen Ort zu diesem Ort als Start und Ziel der Orientierung dienen. Denn, die meistens jedenfalls flatternden grauwirkenden Gardinen im dritten Stock links, schräg gegenüber bei Frau Zillich, geschiedene Brandtner, würden nicht ausreichen als Positionsbestimmung, genauso wenig wie die Uhr an der Kirche die richtige Abfahrts- oder Ankunftszeit anzeigen kann, weil sie ständig in einer Auseinandersetzung mit dem Herrn Küster Barthel verstrickt ist, der partout nicht einsehen vermag, auch Uhren haben ihren eigenen Zeitrhythmus und deshalb in unerklärlicher Abfolge die Zeiger viertel vor acht anzeigen, anstatt zehn vor acht oder es zwölf schlägt, obwohl die Barthel‘sche Uhr erst fünf vor zwölf anzeigt.

Und überhaupt wer möchte schon seine eigene Ausstrahlung durch Frau Zillich, geschiedene Brandtner, unterstreichen, deren Fenster nur deshalb geöffnet ist, damit die umliegenden Fenster sich schnellstens schließen, weil sie den lieben langen Tag irgendetwas in der Küche anbrät und kocht für ihren neuen Liebhaber, den Dorfpolizisten Schrammel, der zwecks Protesten aus der Nachbarschaft über die fortwährende Geruchsbelästigung von Braten, Leberkäs, Schaschlik, Kohlgerichten, Bratkartoffeln, manchmal mehrmals am Tag bei ihr vorbeischaut oder durch die Kirchturmuhr, die ihren Herrschaftsanspruch über alle anderen Töne in der Umgebung jede Stunde durch das Bimmeln der Kirchturmglocken unter Beweis stellt und dabei es nicht einmal genau nimmt, ob nun eine Stunde vergangen oder eine Stunde und etliche Minuten oder erst fünfzig Minuten.

Es sollte genügen, diese beiden als Auswahl für ihre nicht in fragekommenden Standorteingrenzung anzuführen, denn sie sind gegenüber dem Gasthaus, Zum alten Torkel, dessen Schild sicher einige Jahre an der Hauswand hervorragt, wenn das Haus bereits in sich zusammengefallen ist, dem Haus Nummer 34, das Eckhaus an der Landstraße bewohnt von Familie Huber, die überall eifrig erzählen, in dem Anwesen, denn das ist es schon allein deshalb, weil sich hinter der zweistöckigen Villa ein riesiger Park mit Springbrunnen, Teichen, Pavillons, ja, Pavillons, es ist die Rede von mindestens zwei, Laubengängen, Bäumen, Büschen bis hin zum nächsten Ort erstrecken soll, Geister ihr Unwesen treiben und kein Interessent sich einfindet, der das Eckgebäude erwerben will und deshalb die Bank weiterhin auf die Kreditabzahlung von Huber, ehemals Angestellter eben dieser, verzichten muß und das fehlende Geld durch Zinsanhebung bei anderen Kunden eintreibt, und sicherlich wäre es fürchterlich unpassend, den Krämerladen Schmidt & Sohn zu erwähnen, die ihre Waren auf der Waage mittels Daumen oder sogar der gesamten Handfläche zu größerem Gewicht verhelfen, das ihnen wiederum zu mehr Gewinn verhilft oder dem Friseursalon Hauptmann, dessen gesamtes Personal einschließlich Hauptmann selbst die schnellsten Verbreiter aller Geschehnisse innerhalb und außerhalb des Ortes sind, egal ob wahr oder Lüge.

Die im September stehende Haltestelle hat überall dieses und jenes Stillschweigen gewahrt, hat Weinende, Trauernde, Gehässige, Lachende, fröhliche Zecher, bepackte Einkäufer vom Wochenmarkt, singende Kindergartenkinder, Verliebte, Eingebildete, Hilflose, Verletzte, Liebreizende, Vertrauenserweckende ihren Platz zur Verfügung gestellt als Ausgangpunkt sowie als Ankunftsstelle. Unter all diesen Menschen befand sie sich, sie, die nach einer langen Fahrt die Beine vertreten wollte und für ein, zwei Stunden hier Rast machte, bevor sie den nächsten Bus bestieg und niemals mehr zurückkam.

Es ließ sich damals nicht erahnen, daß sie es einmal sein sollte, die die Haltestelle in stetiger Erinnerung hielt, nicht weil sie in dem Ort etwas sehr persönliches erlebt hätte, das erwähnenswert gewesen wäre, um es der Nachwelt zu hinterlassen. Die Landschaft war die Landschaft, die sich überall Landschaft nennen kann, Bäume, Sträucher, Straßen, Häuser, Menschen, nichts was in irgendeiner Form herausragend zu nennen wäre.

Auch sind die gesamten Ausschmückungen über die Menschen des Ortes im Nachhinein nicht unbedingt der Wahrheit entsprechend wiedergegeben, die Haltestelle war ein Schild, krumm gebogen, abgeblättert der einstmalige Lack, verwittert der Schriftzug, stand sie in einer Zeit an einem Ort, der melodisch zu den drei Silben des Septembers paßt, obwohl sie niemals in einem September mit einem Bus gefahren, geschweige dort einen Zwischenstop gemacht hatte, weder in einem April noch in einem Mai, noch sonst in irgendeinem Monat des Jahres oder überhaupt in irgendeinem Jahr, und dennoch ist die Septemberhaltestelle der Ort, von dem aus sie ihre Reisen unternimmt und sich erfreut, wenn sie kurz hinter der Biegung im fahlen Licht des Abends, in der gleißenden Hitze des Mittags oder hinter den milchigen Nebelschwaden der Morgensonne, die zur Unkenntlichkeit verblasste Stelle erkennt, die sie, kaum dort angekommen, wieder auf die nächste Reise begleiten wird.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Doch wieder Faschismus

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Tauziehen allseits beliebt,
egal an wessen Ende,
Meldungen ausgesiebt,
Fake News bereits Legende.

Hauptsache Parolen brüllen,
es bleibt schon was hängen.
Kein Nachdenken im Stillen,
Zögernde unbedingt drängen.

Sie bekämpfen das System,
notfalls auch mit Waffengewalt.
Dann wird’s unangenehm,
Haß lautstark in Straßen hallt.

Wer Nazis weiterhin ignoriert,
dem kann man Schuld anlasten.
Jene helfen denen ungeniert,
Beobachter hauen in die Tasten.

Doch was nutzt all das Wissen,
wenn Politik vornehm schweigt?
Man fühlt sich daher beschissen,
sie hat es erneut vergeigt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Heile Welt verletzter Eitelkeiten kritisch durchleuchtet

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Je schöner der Abend, desto verlogener die Argumente

Konsumgüter haben etwas herrlich Ablenkendes, einer scharfen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, um es vielleicht salopp auszudrücken: Man verschanzt sich im Rausch der Superlative. Hauptsache kein Statement von sich geben, stets schön in der wohlbehüteten Masse einer gleichgeschalteten Meinungsmache sich anpassen. Doch was geschieht, wenn die heile Welt verletzter Eitelkeiten kritisch durchleuchtet dennoch entlarvt wird?

Schon mal daran gedacht, der Realität ins Auge zu sehen? Nein, nicht der vorgegaukelten, die uns glauben machen soll, wir könnten ohnehin nichts ändern an bestehenden Machtverhältnissen. Wer hingegen beginnt, den Schleier der manipulierten Vorgaben zu lüften, ihn gezielt sorgfältig anhebt, muß damit rechnen, daß ihm zugleich heftiger Gegenwind bevorsteht.

Partystimmung – Ventil einer Ablenkungswelle

Verblöden ganze Gesellschaftsteile in etwa immer mehr, wenn wir uns z.B. die Zahlen der letzten Bundestagswahl betrachten? Immerhin meinten knapp 13 Prozent der Wähler der AfD ihr Vertrauen schenken zu müssen, obwohl diese rechtsradikale Partei keine Konzepte vorzuweisen hat, dafür jede Menge Haß streut und spaltet.

Denken wir an die Knechtschaft der Agenda 2010 und ihren erpresserischen Begleiterscheinungen wie dem Niedriglohnsektor, ein willkommenes Mittel, um dem Volk Sand in die Augen zu streuen. Gerade die hierzulande historisch gewachsene Eigenschaft der Mißgunst dem Nächsten gegenüber machten sich bestimmte Politiker zunutze, während die Wirtschaft gern einwilligt, Hauptsache die Pfründe sind gesichert.

Dabei hilft Partystimmung in gezielt gestreuten Macharten, Ventile einer Ablenkungswelle zu erschaffen mittels Spiel, Spaß und Schadenfreude wie Dschungelcamp & Co., Flatratebumsen und Koma saufen auf Malle. Der „verblödete Massenkonsument“ als willfähriges Wahlvieh degradiert per Junk-Food, Billigsoaps und ewiger Verheißung, man meine es nur gut mit ihm.

Sodom und Gomorra längst alltäglicher Wahnsinn

Die Welt ist nicht gut. Stimmt keinesfalls dieser Satz. Es sind die Menschen selbst, die eine Zerstörungswut dulden, sich aufopferungsvoll fügen, nur weil einige wenige meinen, sie müßten extrem über die Stränge schlagen, ohne Rücksicht auf Verluste. Was nützen sämtliche Erkenntnisse großartiger Philosophen von Pythagoras bis Kant oder Fromm, wenn Mensch sich alles andrehen läßt? Warum ist das so?

Greifen da immer noch die verkehrten Erziehungsmuster, in dem nicht das erworbene Wissen ausschlaggebend sein muß, sondern viel eher eine Palette anzubietender Chancengleichheit ohne den diktierten Vorgaben einer menschenfeindlichen Wirtschaft?

Genau aus diesem Grund bedarf es nicht nur dem Beenden einer Neidgesellschaft hin zu einem Miteinander, vielmehr hilft der friedliche Weg in den Kooperativen Individualismus. Das kann und wird dauern, bis die Menschheit den Gewinn an einer grundsätzlichen Lebensqualität begreift und umsetzt, aber es ist ihre einzige Chance zum Besseren.

„Wer einmal sich selbst gefunden hat, kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren.“ (Stefan Zweig)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Die zündende Spur

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Beschrieben in Text und Lied
der Frauen Antlitz und Schönheit,
von Männern, den Frauenkennern,
nicht der Weiblichkeit wegen,
um den eigenen Ehrgeiz zu stillen,
den Jagdinstinkt zu zelebrieren,
der Auserwählten Außergewöhnlichkeit
als Trophäe der Welt präsentieren,
mit der Eroberung der Liebreizesten
seine Güte, Milde allen offenbaren,
die Fähigkeit zur Romantik,
ja, sogar zur Harmoniesucht,
der Angebeteten mit Kniefall beweisen,
ist das absolute Highlight,
zudem extrem erfolgsversprechend
auch in aufgeklärtesten Zeiten,
Schmachten läßt ihr Herz aufweichen,
sie erträgt es nicht das Leiden,
diese flehenden Augen,
eifrig beginnt sie zu trösten,
verhilft zum erhofften Sieg,
Dichtkunst und Lyrik dienen
vorzüglich beiden Seiten,
dem heroischen Wettstreiter,
der vor lauter Liebe brennt,
den Damen, die hilfsbereit
die Wunden der Frauenhelden heilen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wirecard-Affäre entpuppt sich als Bandenbetrug

Deutsch-russisches Techtelmechtel ohne Konsequenzen?

Je größer die veruntreuten Geldsummen, desto dubioser die Verbrechen, die dahinterstecken, eine Verschleierung par excellence? Das kennt man doch, wer ein wenig die Vergangenheit bemüht, muß feststellen, daß die allseits bekannte Redensart tatsächlich greift: Die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen.

Das hat sich ziemlich offensichtlich bis heute bestens bewährt. Warum nicht auch im Fall der Wirecard-Affäre? Wirecard soll seit 2015 „gewerbsmäßig“ betrogen haben? Warum wundert dies niemand wirklich? Da verschwindet einfach der kürzlich fristlos entlassene Chief Operating Officer Jan Marsalek, dennoch hüllt sich die Bundesregierung als auch der Kreml in Schweigen? Nanu, welch trautes Verhalten?!

Bereits vor zwölf Jahren hätte der Groschen fallen müssen

Kritik unbedingt unerwünscht, um gar mit Nachdruck äußerst aggressiv darauf zu reagieren, so handelte damals Wirecard bzw. deren Anwälte gegen den Forenbetreiber im Internet, der es gewagt hatte, über die Machenschaften der „systematischen Ausplünderung der Erlöse aus den Kapitalerhöhungen“ zu recherchieren und diese zu benennen.

Zur Ruhe kamen die Anschuldigungen keineswegs, es folgten noch etliche belastende Vorgänge, die jeweils die BaFin als auch die Staatsanwaltschaft auf den Plan rief, von illegalen Praktiken und versuchter Kursmanipulation war die Rede. Doch jedes Mal kam Wirecard mehr oder weniger mit einem blauen Auge davon. Hat das Ganze bereits schon Methode?

Schlechte Aussichten, Jan Marsalek real fassen zu können

Das Handelsblatt berichtete, Jan Marsalek sei über die nicht kontrollierte Grenze nach Russland gebracht worden, Berlin und Moskau schweigen zu Marsaleks Aufenthaltsort. Das läßt sehr tief blicken, obwohl Rätselraten erst recht im Raum steht. Was versprechen sich Russland und Deutschland dadurch? Unter dem Teppich kehren, Fall erledigt?

So billig sollten politisch Mitverantwortliche nicht davonkommen. Wo kämen wir dahin, wenn alle Welt dies toleriert?! Nur allzu verständlich, daß der Linke-Fraktionsvize Fabio De Masi zu den neuen Details bemerkt, die Wirecard-Affäre werde immer undurchsichtiger. Genau das könnte reine Absicht sein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Wirtschaft/Finanzen

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