Getroffen

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Manchmal habe
ich sie
getroffen,
weiß gekleidet,
schlichter Mantel
bis übers Knie.

Die Luft lag still
über dem See,
Wellen von
Kinderstimmen
unsere Gedanken
durchbrachen.

Zeit zur Umkehr,
wir lächelten beide,
das andere Ufer
kann warten,
an der Hafenmauer
trafen wir uns.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ein Funken Hoffnung aufglüht

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Reizvolles Gegeneinander driften starker Emotionen
begleiten widerspenstige Gedanken,
die lassen dich unruhig schwanken,
dich fragen, warum sie dich nicht schonen.

Derweil die Welt da draußen an dir vorüberzieht,
weil im Stillstand trauriger Momente
du grübelnd dir sagst: Was für ein Ende,
wo doch ohnehin viel zu viel Leid geschieht.

Da stehst du nun, ahnungsvoll ohne jedwede Hoffnung,
die erst recht dich zögernd schier lähmen will.
Nebenan herrscht ein rauher Ton, sturer Drill,
der soll sie antreiben zu erforderlichem Schwung.

Mal eben Kriegslust ihnen wird empfohlen,
weil gewisse Herrschaften solch Wege befehlen.
Sie nehmen keinerlei Rücksicht auf all die Seelen,
und du schaust auf die Mattscheibe, ganz verstohlen.

Zauderst mit deinem Gewissen, was in dir noch steckt,
weißt zugleich zielsicher die nächsten Schritte:
Schluß damit, nicht schon wieder dulden diese Tritte,
die allzu bekannt, der Rest der Menschheit sonst verreckt.

Nein, jetzt gilt es, entschieden sehr weise zu widersprechen,
bevor noch mehr Leid wie eh und je geschieht.
Drum lautet die Losung ganz simpel: Flieht
ihr Unbesonnenen, sonst müßt ihr mit eurem Leben blechen.

Doch du erwachst schweißgebadet aus diesem Albtraum,
traust deinen Ohren und Augen nicht,
weißt dennoch sofort, was deine Pflicht:
Stoppt dieses bösartige Treiben, jenen Abschaum.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Am Leuchtturm vorbei

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Der Himmel
schien
wolkenlos
die Tage

Sie horchte
dem Wind
in den Schoß
fiel die Lampe

Nachts meißelte
die Sonne
Sterne
löschten Licht

Sie lachte
im Traum
krähten Hähne
Segel gehisst

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Rassismus schon lange ein globales Problem

Mit dem Tod von George Floyd endlich echte Lösungen in Sicht?

Wer einen Blick zur Apartheidsgeschichte Südafrikas riskiert, der weiß, daß selbst ein dermaßen couragierter Nelson Mandela leider nicht einen latent vorhandenen Rassismus vor Ort beenden konnte. Der Werdegang jener weltweiten Geißel der Menschheit hält uns allesamt weiter auf Trapp, zu viele meinen, sie müßten ihren abgrundtiefen Haß ausleben bis hin zu US-amerikanischen Polizisten.

Erneut war ein Afroamerikaner betroffen, vier Polizisten töteten ziemlich unerschrocken George Floyd auf offener Straße, täglich grüßt der Rassismus in den USA, aber auch weltweit. Unweigerlich stellt sich beherzten Menschen die Frage, woran das liegt, immer noch kein Ende absehbar ist.

Viele Demos in Deutschland gegen Rassismus

Aber auch weltweit und dies trotz der Covid-19-Ansteckungsgefahr. Hierzulande schaute die Polizei nicht so genau hin, ob die Auflagen erfüllt wurden, was die Personenzahl anbelangt, solidarisierten sich etliche Beamte mit den Demonstranten, zeigten Anteilnahme an der berechtigen Forderung, rassistische Übergriffe erst gar nicht zuzulassen. Dennoch wurden Wasserwerfer in Hamburg eingesetzt, in Berlin Festnahmen durchgeführt. Kein Wunder, auch hierzulande sind Provokateure unterwegs.

„Keine Gerechtigkeit, kein Frieden“ war der Slogan in Paris, in Neapel traf man sich vor dem US-amerikanischen Konsulat, an die 20.000 Menschen demonstrierten in Sydney, Tausende kamen in London zusammen, trotz offiziellem Verbot.

Der Historiker Eddie Glaude äußerte sich zu den US-Unruhen

Beim Spiegel in einem Interview, welches Marc Pitzke mit ihm in New York führte. Kann man tatsächlich von einem „Todesröcheln eines sterbenden Amerikas“ reden? Ohne weiteres, wenn man die Entwicklung der letzten Jahre sich vor Augen führt. Gerade mit jenem narzißtischen Donald Trump stellte die einstmals größte Nation ihre Unfähigkeit unter Beweis.

Dabei möchte man Eddie Glaude gleichwohl korrigieren, es läge nur am US-amerikanischen System, daß eine enorme Ungleichheit hervorgebracht habe, uns alle zu selbstsüchtigen Menschen gemacht, die sich nur um Wettbewerb und Rivalität kümmern. Das gilt ebenso für die gesamte westliche Welt, hat sich insofern überall durchgesetzt. Eben weil alle gen USA geschaut hatten, kupferten sie dessen Wirtschaftsdiktat ab. Das rächt sich auf vielen Ebenen bis hin zum Rassismus, den man auch hierzulande deutlich zu spüren bekommt, explizit mittels jener Neuen Rechten!

Eine wirksame Lösung wäre die endgültige weltweite Ächtung jeglichen Rassismus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Lebenswandel bestimmt Indikation

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Von der Medikamentenwillkür bis hin zur Bildung und Arbeitsplätzen

Wenn Sie zum Arzt oder Apotheker gehen, vergessen Sie niemals, die eigentlichen Ursachen Ihres Leidens zu überdenken. Nanu, seit wann sind wir selbst in der Lage, medizinische Entscheidungen zu treffen? Ganz einfach, unser Lebenswandel bestimmt am Ende die  Indikation, die als Folge notwendig, wenn wir erkranken. Bekanntlich lockt ewiglich die Pharmalobby.

Das liest sich nicht nur hochdramatisch, sondern sollte insbesondere die verantwortliche Politik aufhorchen lassen. Diese aber hat sich ohnehin der Pharmalobby untergeordnet, wir schrieben über deren ewigen Verlockungen. In diesem Kontext sollte niemand sich der Illusion hingeben, daß gewisse Geldströme unwichtig seien, wenn es um das Wohl der Bürger geht. Politik hat sich stets nach den Vorgaben des Kapitals gerichtet, daher entscheidet sie auch in der Gesundheitspolitik dementsprechend.

Unser tägliches Gift nützt anderen

Dazu bedarf es aber in erster  Linie einer umfassenden Aufklärung, was unseren Lebenswandel  immensen Schaden zufügt, viele daher erkranken, obwohl eben genau das verhindert werden kann. In anderen Worten, ändern wir doch den Lebenswandel. Um es ganz einfach auszudrücken, was tut uns gut und was nicht.

Der Satz, daß der Mensch ist, was er ißt, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Die Ernährung spielt eine sehr große Rolle für unser gesundheitliches Befinden. All die Konservierungsstoffe neben den im Obst und Gemüse angereicherten Insektiziden und Pflanzengiften, der Industriezucker und das Weißmehl, das Antibiotika im Fleisch, das Quecksilber im Fisch und etliche andere Toxine in unseren Lebensmitteln tragen explizit dazu bei, uns tagtäglich zu vergiften, der Organismus muß  folglich dadurch erkranken.

Hierbei kommt die Pharmalobby ins perfide Spiel, weil man ohne weiteres einen Kontext zwischen Lebensmittelindustrie, Pharmalobby und der Ärzteschaft herstellen kann. Sie profitieren allesamt am verursachten Leid. Warum sollten sie folglich irgendetwas zum Wohle aller ändern? Somit können nur wir selbst dies umsetzen.

Der Mensch kann dennoch vieles verbessern

Das bedeutet, eben möglichst kein gespritztes Obst und Gemüse verzehren, Fisch zu vermeiden, Zucker sowieso und auf Weißmehl verzichten, Fleisch nur vom Bio-Bauern oder vegetarisch sich ernähren. Doch die Ernährung allein gehört nicht zum Lebenswandel. Mit einem Blick in die Schul- und Berufswelt könnte man schnell in Depressionen verfallen. Überall Ausbeutung, Mensch, der sich der Wirtschaft unterzuordnen hat, und eben leider nicht umgekehrt, was im Sinne eines gerechten Humanismus wäre.

Erneut offenbart sich der Fokus zum Profit, und die Politik handelt in ihrer nahezu demutvollen, korrupten Art und Weise stets nach dessen Vorgaben, statt die Belange der Menschen ernsthaft zu berücksichtigen. Eine andere, umfassend praxisnahe und vor allem streßfreie Schulbildung in enger Zusammenarbeit mit einer Wirtschaft, in der Mensch stets berücksichtigt wird und eben nicht die Geldbeutel gewisser Manager oder Arbeitgeber, ist zunächst die Voraussetzung für einen gesünderen Lebenswandel. Erst dann besteht Hoffnung, daß daraus folgernd die Gesellschaft selbst wesentlich harmonischer zusammenleben kann, auch Krankheiten weniger häufig auftreten, eine derartige Medikamentenflut nicht mehr notwendig sein wird.

Systemänderung ein Muß – in der Praxis schwer durchsetzbar

Phantasterei, weil man ein solch lang entstandenes System nicht einfach mir nichts dir nichts umkrempeln kann? Klar, schon. Aber die Zusammenhänge erwähnen, das sollten wir uns trotzdem gönnen. In der rauhen Wirklichkeit vermögen solche Nachrichten, wie die  Behauptung, die Arbeitslosigkeit sei so niedrig wie vor  etlichen Jahren, viele noch blenden, so daß sie artig ihren gestreßten, schlecht bezahlten Jobs nachgehen, manche darunter mit drei Minijobs, um zu überleben, im Gegenzug sich mit Tabletten vollstopfen, damit sie das geforderte Soll erfüllen und nicht zusammenbrechen. Viele erkranken dadurch, der Kreislauf der Lebensmittelindustrie, der Pharmalobby und der Ärzteschaft fängt sie schon auf, Hauptsache das System schnurrt.  Doch zu welchem Preis?

Erst wenn Mensch endlich begriffen hat, daß jene Gier nach Profit die gesamte Politik bestimmt, sich alles danach richtet, gar Elend, Krankheit und Kriege deshalb in Kauf nimmt, hat er die Chance zu einem Wechsel. Dazu  bedarf es aber einer globalen Systemänderung!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Da war

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Da war kein Name,
ein Stein,
da war keine Zeit,
ein Mensch,
da war keine Liebe,
eine Erinnerung,
da war kein Alter,
ein ewig und immer,
da war ich,
ein Freund,
da war der Tod,
eine Ehre,
da war Heimat,
Kriegsgebiet,
da war ein Stein,
kein Fremder,
da war ich,
und wein‘ und wein‘.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Open End

An den Taten sollst du sie messen,
die Praxis schaut gänzlich anders aus,
haben sie erst nichts zu fressen,
wird ein Riesenschuh da draus.

Hauptsache Stories uns erzählen,
die obendrein schmuck geschönt.
Was soll das unsinnige Quälen,
wer hier wohl wen verwöhnt?

Da sitzt ein Trump im Weißen Haus,
fordert gar das Militär zum Schutz.
Lebt ungeniert in Saus und Braus,
führt sich auf wie eine wildgewordene Wutz.

Das Volk geht ihm am Arsch vorbei,
America First predigt er tagaus tagein.
Bricht die Gesellschaft wegen ihm entzwei,
lobt er dennoch sich selbst nur so zum Schein.

An den Missetaten wird er eben nicht gemessen,
dessen Wählerschaft hat er längst im Sack.
Mensch, Leute, laßt Euch nicht erpressen,
sonst mobilisiert er weiterhin sein rechtes Pack.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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