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Von der Medikamentenwillkür bis hin zur Bildung und Arbeitsplätzen
Wenn Sie zum Arzt oder Apotheker gehen, vergessen Sie niemals, die eigentlichen Ursachen Ihres Leidens zu überdenken. Nanu, seit wann sind wir selbst in der Lage, medizinische Entscheidungen zu treffen? Ganz einfach, unser Lebenswandel bestimmt am Ende die Indikation, die als Folge notwendig, wenn wir erkranken. Bekanntlich lockt ewiglich die Pharmalobby.
Das liest sich nicht nur hochdramatisch, sondern sollte insbesondere die verantwortliche Politik aufhorchen lassen. Diese aber hat sich ohnehin der Pharmalobby untergeordnet, wir schrieben über deren ewigen Verlockungen. In diesem Kontext sollte niemand sich der Illusion hingeben, daß gewisse Geldströme unwichtig seien, wenn es um das Wohl der Bürger geht. Politik hat sich stets nach den Vorgaben des Kapitals gerichtet, daher entscheidet sie auch in der Gesundheitspolitik dementsprechend.
Unser tägliches Gift nützt anderen
Dazu bedarf es aber in erster Linie einer umfassenden Aufklärung, was unseren Lebenswandel immensen Schaden zufügt, viele daher erkranken, obwohl eben genau das verhindert werden kann. In anderen Worten, ändern wir doch den Lebenswandel. Um es ganz einfach auszudrücken, was tut uns gut und was nicht.
Der Satz, daß der Mensch ist, was er ißt, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Die Ernährung spielt eine sehr große Rolle für unser gesundheitliches Befinden. All die Konservierungsstoffe neben den im Obst und Gemüse angereicherten Insektiziden und Pflanzengiften, der Industriezucker und das Weißmehl, das Antibiotika im Fleisch, das Quecksilber im Fisch und etliche andere Toxine in unseren Lebensmitteln tragen explizit dazu bei, uns tagtäglich zu vergiften, der Organismus muß folglich dadurch erkranken.
Hierbei kommt die Pharmalobby ins perfide Spiel, weil man ohne weiteres einen Kontext zwischen Lebensmittelindustrie, Pharmalobby und der Ärzteschaft herstellen kann. Sie profitieren allesamt am verursachten Leid. Warum sollten sie folglich irgendetwas zum Wohle aller ändern? Somit können nur wir selbst dies umsetzen.
Der Mensch kann dennoch vieles verbessern
Das bedeutet, eben möglichst kein gespritztes Obst und Gemüse verzehren, Fisch zu vermeiden, Zucker sowieso und auf Weißmehl verzichten, Fleisch nur vom Bio-Bauern oder vegetarisch sich ernähren. Doch die Ernährung allein gehört nicht zum Lebenswandel. Mit einem Blick in die Schul- und Berufswelt könnte man schnell in Depressionen verfallen. Überall Ausbeutung, Mensch, der sich der Wirtschaft unterzuordnen hat, und eben leider nicht umgekehrt, was im Sinne eines gerechten Humanismus wäre.
Erneut offenbart sich der Fokus zum Profit, und die Politik handelt in ihrer nahezu demutvollen, korrupten Art und Weise stets nach dessen Vorgaben, statt die Belange der Menschen ernsthaft zu berücksichtigen. Eine andere, umfassend praxisnahe und vor allem streßfreie Schulbildung in enger Zusammenarbeit mit einer Wirtschaft, in der Mensch stets berücksichtigt wird und eben nicht die Geldbeutel gewisser Manager oder Arbeitgeber, ist zunächst die Voraussetzung für einen gesünderen Lebenswandel. Erst dann besteht Hoffnung, daß daraus folgernd die Gesellschaft selbst wesentlich harmonischer zusammenleben kann, auch Krankheiten weniger häufig auftreten, eine derartige Medikamentenflut nicht mehr notwendig sein wird.
Systemänderung ein Muß – in der Praxis schwer durchsetzbar
Phantasterei, weil man ein solch lang entstandenes System nicht einfach mir nichts dir nichts umkrempeln kann? Klar, schon. Aber die Zusammenhänge erwähnen, das sollten wir uns trotzdem gönnen. In der rauhen Wirklichkeit vermögen solche Nachrichten, wie die Behauptung, die Arbeitslosigkeit sei so niedrig wie vor etlichen Jahren, viele noch blenden, so daß sie artig ihren gestreßten, schlecht bezahlten Jobs nachgehen, manche darunter mit drei Minijobs, um zu überleben, im Gegenzug sich mit Tabletten vollstopfen, damit sie das geforderte Soll erfüllen und nicht zusammenbrechen. Viele erkranken dadurch, der Kreislauf der Lebensmittelindustrie, der Pharmalobby und der Ärzteschaft fängt sie schon auf, Hauptsache das System schnurrt. Doch zu welchem Preis?
Erst wenn Mensch endlich begriffen hat, daß jene Gier nach Profit die gesamte Politik bestimmt, sich alles danach richtet, gar Elend, Krankheit und Kriege deshalb in Kauf nimmt, hat er die Chance zu einem Wechsel. Dazu bedarf es aber einer globalen Systemänderung!
Lotar Martin Kamm
Kategorie: Gesellschaft