Schlagersongs boomen auch zu Ostern

DSDS-Sieger Ramon Roselly entthront Helene Fischer

Die Musikwelt steht Kopf, das muß man ihr schon lassen, obwohl dies niemand verwundern sollte, der sie genauer beobachtet. Während etliche Liedermacher und Bands ganz besonders unter der Corona-Krise zu leiden haben, scheint die Schlagerwelt kaum Federn zu lassen. Nicht ganz unbeteiligt darf man den „Pop-Titan“ zitieren zusammen mit dem RTL-Format DSDS.

Nach dem Erfolg von Ramon Roselly, dieser gewann eindeutig die 17. DSDS-Staffel, stichelt jetzt Dieter Bohlen gegen Helene Fischer. Letztlich nichts neues beim Show-Business, das gehört ohne weiteres dazu, in der Welt des Glamours werden Konkurrenten gern verdrängt, vor allem in Medien oftmals übertrieben, man könnte es auch als Nachtreten oder Veräppeln bezeichnen.

Single-Charts erleben eine Dominanz des Schlagers

Früher war vieles anders, vor allem gab es noch in Zeiten des Radios und zunehmend des TVs einen regelrechten Schlagerhype, neben etlichen Hits, die obendrein als Ohrwurm sehr lang haften blieben, denken wir an „Ein Bett im Kornfeld“, „Santa Maria“ oder „Anita“, nur um mal diese drei aufzuzählen.

Mit Helene Fischer erlebte die deutsche Schlagerwelt einen erneuten Durchbruch, „Atemlos durch die Nacht“, erschienen am 29. November 2013, vermochte sich immerhin 37 Wochen unter den Top 10 der deutschen Singlecharts halten, gar 116 Wochen in den Charts selbst. Jetzt entthronte jener junge Gebäudereiniger und ehemalige Zirkusartist Ramon Roselly die erfolgsgekrönte Helene Fischer in der diesjährigen 15. Woche der deutschen Single-Charts.

Mit Qualität hat das trotzdem kaum was zu tun

Hand aufs Herz, auch Musik ist Geschmackssache. Der eine liebt Rockmusik, manche Opern und Operetten, Klassische Musik, während andere Popmusik hören oder eben einige dem Schlager verfallen. Über die Qualität von Musik kann man sich eigentlich weniger streiten, dies ist schon definiert.

Klar doch, Komponisten wie Beethoven, Bach oder Mozart, die waren Musikgenies, einige Sänger bleiben unvergessen haften wie ein Freddie Mercury, Bob Dylan, Johnny Cash, eine Whitney Huston, Tina Turner oder Donna Summer, genauso wie bestimmte Keyboarder, Gitarristen oder Drummer – Musik als Tor zur Seele schafft viel Verbundenheit unter uns Menschen, ist letztlich ein großer kultureller Gewinn.

Genau deshalb darf man schon die Einfachheit eines Schlagers belächeln, gemessen an wirklich großartigen Musikstücken. Doch wer das Simple mag, den möge man doch lassen, es gehört gleichwohl dazu.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Musik

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Blaumeisen sterben an hochansteckender Infektionskrankheit

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Rheinland-Pfalz, Mittelhessen und westliches Thüringen betroffen

Der Naturschutzbund berichtet von mysteriösem Meisensterben, empfiehlt, kranke und tote Blaumeisen zu melden. Bereits im März seien in etlichen Gärten Blaumeisen gemeldet worden, die krank wirkten und rasch verstorben sein sollen. In manchen Fällen waren gleichwohl Kohlmeisen als auch andere Singvögel betroffen.

Laut NABU passen die Krankheitssymptome zu keinen bekannten Vogelkrankheiten, die durch Trichomoniasis, das Usutu-Virus oder dem neuen West-Nil-Virus hervorgerufen werden. Insofern guter Rat teuer, eine fieberhafte Suche nach dem verursachenden Erreger hat längst begonnen.

NABU bittet eindringlich um Meldung

Im hier oben aufgeführten Link zum Naturschutzbund erbittet der Verein, Gartenvogelbestände zu zählen, Fotos betroffener Vögel oder gar tote Vögel selbst einzusenden.

Das macht durchaus Sinn, weil dann Wissenschaftler und Ornithologen sich einen umfassenden Überblick verschaffen können, obendrein die Folgen der offensichtlichen Viruserkrankung effektiver einzugrenzen und zu analysieren sind. Es wird im Zusammenhang zu häufigen Fundorten, nämlich Vogelfutterstellen, inzwischen davon abgeraten, sicherheitshalber kein Futter oder Wasser mehr anzubieten.

Spekulationen über das Corona-Virus als Ursache

Natürlich sollte man sämtliche Optionen in Betracht ziehen. Doch solche Überlegungen sind viel zu verfrüht und obendrein spekulativ. Zumal es neben den oben aufgeführten Virenstämmen noch etliche andere gibt, auch der viel zu kalte März mit eine Rolle spielen könnte.

Aber hochansteckend scheint der Erreger allemal zu sein, was bis zu fünf tote Meisen in manchen Gärten veranschaulicht. Wollen wir mal hoffen, daß schnellstmöglich die Ursache gefunden wird, schließlich leidet die Vogelwelt schon überdeutlich am Insektensterben, was die Politik ohnehin einfach grob fahrlässig ignoriert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Opiat

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Es ist ein Opiat,
in der Tat,
das muß es sein,
aus dem Netz, winzig klein,
erleuchtet Verstand,
bekanntlich bekannt,
es werde Licht,
mehr braucht es nicht,
klar zu erkennen,
wie soll man es nennen,
Wahrheit, Wahrheit
verströmt diese Gottheit,
Allwissen formt die Geister,
weht weg den Kleister
der vormals Kleinkarierten,
sie, die jetzt Informierten,
schlau wie sie sind,
verbreiten ihr Wissen geschwind,
schließlich, wie gesagt,
erleuchtet, somit keiner fragt,
falsch oder richtig,
wenn alles ist wichtig,
und dies muß es sein,
dieses Licht, winzig klein,
das jedem erlaubt
zu krönen sein Haupt
als Versteher
oder als Verdreher,
im Wein liegt Wahrheit,
rot oder weiß, viele trinken beid‘,
nichts Neues ich verrate,
für Stuß gibt’s viele Opiate.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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WC-Papier Spottpreise lassen Börsen krachen

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Es ist ernst und so gar nicht zum Lachen

Nanu, wer wird denn bei solchen Sachen mitmachen? Das weiß doch inzwischen jedermann, weil mancher es niemals nicht sein lassen kann. Hamsterkäufe in Krisenzeiten meinen jene Gescheiten, nützen ihnen jederzeit bei weitem. Sie lassen sich einfach von gezielten Notwendigkeiten leiten. Müssen Kritiker ständig drauf rumreiten, ihr Verhalten weltweit ausbreiten?

Jene armen Tröpfe haben bereits ellenlange Zöpfe, können sich dennoch nicht wie Rapunzel aus dem Turme hangeln, an guten Ideen scheint’s ihnen zu mangeln. Drum unterziehen sie sich ständig jenem allseits bekannten Spott, was für ‘n alltäglicher Trott, weiß Gott. Mitleid mit ihnen ist trotzdem keine Option, Häme dabei viel eher berechtigte Reaktion.

Dabei fragt sich alle Welt, was man wohl von solch Verhalten hält. WC-Papier in Massen zu horten, worunter soll man dies nur verorten? Soviel kann kein Mensch in kurzer Zeit scheißen, damit ohnehin nichts Besonderes reißen. Oder vielleicht doch? Welche Idee denen aus dem Koppe hervorkroch?

Etwa an der Börse man möchte nonchalant spekulieren, man habe sowieso nichts zu verlieren? Wer möchte hier wohl wen mit verführen? Mal wieder Moneten, Zaster, Flöhe treiben solch Unsinn in schwindelnde Höhe? Kaum zu glauben, wie sich solch Gedanken durch Hirne schrauben. Das tut alles so gar nichts taugen.

Nach wochenlanger Hamsterei ist nun jener Spuk doch noch vorbei, der Toilettenpapier-Verkauf bricht stark ein, sie denken, muß das jetzt sein?! Was tat die Kundschaft dabei lenken? Etwa weise Einsicht bringt entscheidendes Licht? Vielleicht gar Verzicht? Das glob mal ja nich! Wer dermaßen unterbelichtet tat Toilettenpapier horten, den sollte man letztlich woanders verorten. Manch Schraube sitzt dabei locker, da springste gleich vom Hocker.

Was hat das Ganze jetzt mit der Börse zu tun? Jene Frage läßt dir wohl nicht ruhen. Im Prinzip gar nüscht, is bloß nen dämliches Gerücht, paßt als Titelaufhänger prima zur Story, don’t worry. Wer anderen eine Grube gräbt, verflucht und zugenäht, für den ist’s meist zu spät. Drum überleg dir besser ganz genau, ob dein Handeln allzu schlau. Wer einerseits Scheißhauspapier in Massen bei sich zu Hause stapelt, bei dem im Schrank so manche Tasse rappelt. Drum zeig dich lieber solidarisch und sei nicht weiter dermaßen narrisch.

Am Ende vom Lied manch komisches geschieht. In Krisenzeiten zeigt sich stets von weitem, worauf Egoisten drauf rumreiten, die sich obendrein darüber streiten, wieso sie was herleiten, selbst eigene Torheiten sollen sie stets begleiten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Lichter Schatten

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Natürlich leide ich nicht an Verfolgungswahn,
ich werde verfolgt,
aber ich lasse mich nicht einschüchtern,
von so einer Gestaltkopie schon gar nicht,
vermutlich denkt sie durch den dunklen Teint,
ihr ständiger Wechsel an Größe
und ihr Auftauchen vor und hinter mir,
ihr penetranter Versuch mich zu imitieren,
meine Bewegungen nachzuäffen,
daß ich nicht lache,
diese schwarze Lebendskulptur
meißelt mich nicht in Angst und Schrecken,
geh halt nur noch nachts nach draußen,
mir macht das nichts aus, ihr schon,
dieser Lichtmarionette, diese Schattenfigur.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Lesen eine hilfreiche Stütze und lebenslange Begleitung

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Wenn wir lesen, tauchen wir ein in neue Welten

Sie sind mit von der Partie, wenn Sie die sieben Wörter der ersten Überschrift lesen konnten, unabhängig davon, daß Sie ohnehin einfach weiter Ihre Augen über diese Zeilen gleiten lassen und deren Sinn ganz selbstverständlich aufnehmen wie Rad fahren oder Musik hören.

Dürfen wir Lesen daher als einen Akt des Automatismus betrachten, der einmal erfolgreich erlernt und mittels viel Übung vertieft in Fleisch und Blut übergeht? Das Lesen folglich eine hilfreiche Stütze und lebenslange Begleitung, wobei ein ständiger Lernprozeß mitschwingt?

Vom Beginn in der pränatalen Phase und dem Sprechen lernen als Voraussetzung

Und er sprach zu ihnen: „Wer Ohren hat, zu hören, der höre!“, lautet es im Evangelium des Markus, Kapitel 4, Vers 9 des Neuen Testaments – auch wenn dieser Zusammenhang nicht mit dem Lesen direkt etwas zu tun hat, dann doch die einfache Aussage des Hörens. Genau das stellt nämlich die Verbindung zur Außenwelt dar, während Mensch im Mutterleib noch heranwächst in der pränatalen Phase. Neben sämtlichen Emotionen, Gedanken und Körpersaftaustausch zwischen Mutter und Ungeborenem existiert noch ziemlich real die Welt der Geräusche.

So prägt uns bereits weit vor der Geburt in erster Linie der Klang von Mutters Stimme: das Hören unbedingte Voraussetzung zum Sprechen lernen. Das setzt sich insofern fort, die Sprache erhält ihren zunehmenden Stellenwert beim Heranwachsen. Beschränken wir uns nur auf das Lesen von Schriften und Texten, muß eben die Muttersprache herangezogen werden, um diesen Prozeß erlernen zu können, wobei dies selbstverständlich ebenso für zweisprachiges Aufwachsen gilt.

Lesen – die unterschiedlichen Bedeutungen

Die aus dem Lateinischen stammende Lehnbedeutung legere für „sammeln, ausführen und lesen“ spiegelt sich sprachlich sichtbar im Deutschen bei Lektüre, Legende oder Lektor wider. Doch was lesen wir alles noch neben Buchstaben in Texten? Und dies nicht nur über die visuelle Fähigkeit, Blinden bleibt sie versagt, daher geschieht bei ihnen dies mittels taktiler Umsetzung, sie fühlen die Buchstaben der Blindenschrift mit den Fingern, sondern daneben lesen wir technische Zeichnungen, Karten, Schaltpläne, graphische Darstellungen, Fahrpläne, mathematische Formeln und Musiknoten.

Lesen beinhaltet somit ein ziemlich breites Spektrum der Wissensvermittlung bzw. Anwendung im täglichen Leben und Berufsleben. Ganz bestimmte Berufe würden wir ohne das Lesen einfach nicht ausüben können, andere wiederum schon.

Zwischen Legasthenie und Analphabetismus und dem Lesen selbst

Jede Krankheit, jeder Makel kann geheilt oder gelindert werden, das gilt selbstverständlich auch für Legastheniker und Analphabeten. Es belastet diese ungemein, wenn sie auf Unverständnis in der Gesellschaft selbst stoßen bis hin zu blindem Aktionismus in der Politik, da zunehmende Verrohung und sozialer Abbau ohnehin schon für genügend Ungerechtigkeit sorgen, Außenseiter an den Rand gestellt werden. Hilfreiche Therapeuten stehen allerdings schon zur Verfügung, wenn sie denn in Anspruch genommen werden können ohne finanzielle Hürden oder aus Mangel, weil zu wenige vorhanden gemessen am Bedarf! Da besteht eine ungemein große Lücke, die es zu schließen gilt.

Das gute alte Vorlesen, was vielleicht noch manche kennen mögen, schafft eine sehr hilfreiche Basis, um später einen einfacheren Einstieg in die Welt des Lesens selbst zu vermitteln. Je interessanter Eltern das Vorlesen gestalten, meist als abendlichen Ritus vor dem Einschlafen, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer sinnvoll zwanglosen Förderung. Gleichzeitig gibt es einerseits immer mehr Kinderbücher, die den Buchmarkt überschwemmen, wobei es nicht gleich gutgemachte sein müssen, dennoch kann man mit ein  wenig Recherche überraschend interessant gestaltete Kinderbücher finden.

Lesekompetenz erreichen junge Kinder gänzlich nur über das Sprechen selbst, wobei gilt, je sorgfältiger erlernt, dies wiederum durch das aufmerksame Zuhören, umso einfacher später die unterschiedlichen Leseformen (halblautes, lautes und stilles Lesen) angeeignet werden. Im Laufe der Schulzeit, im Studium und Beruf erwerben wir dann die verschiedenen Lesefertigkeiten. Vom selektiven Lesen (bei dem einzelne Informationen entnommen werden), dem visualisierten Lesen (dort stellen wir uns Sachverhalte vor), beim systematischen Lesen (das Erkennen interner Textbezüge), dem gestalteten Lesen (das Vorlesen), beim referentiellen Lesen (die Verknüpfung mit dem Weltwissen) oder dem strukturellen Lesen (das Erkennen von Textstrukturen), sie alle haben eines gemeinsam: Diese Lesefertigkeiten werden erst im Laufe der Zeit erlernt, wobei nicht gleich jede von jedem „einfach“ angenommen werden, ebenso beruflich bedingt notwendig sein können oder eben auch gar nicht.

Eine Welt ohne Bücher undenkbar – eine ohne das Lesen schon gleich gar nicht

Entgegen mancher Prognosen, im Zeitalter des Computers würden weniger Bücher gedruckt und verkauft werden, boomt dieses wichtige Freizeitvergnügen aber auch innerhalb der Berufswelt. Es ist schlicht und ergreifend ziemlich anstrengend trotz ausgefeilter Technik, lange auf Flat Screens lesend zu glotzen, da wirkt ein Buch wesentlich entspannter auf die Augen.

Eine zunehmend zu beobachtende „Lesefaulheit“ bei jungen Menschen muß dennoch uns aufhorchen lassen angesichts ständig wachsender Reizüberflutung durch das Fernsehen und dem Internet. Dem sollte entgegengewirkt werden durch interessant gestaltetes Vorlesen, aber auch in den Schulen selbst, die Bildungsträger sind hierbei in die Pflicht zu nehmen.

So schrieb schon Heinrich Heine völlig berechtigt:

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Grüßen ohne Worte

Ihr Blick, an was erinnert er mich,
behauchter Badezimmerspiegel,
behauchter Badezimmerspiegel,
mit der Handfläche gewischt,
um eine klare Sicht zu erhaschen,
in Wirklichkeit nützt dies nichts,
man weiß das, und streicht drüber,
genau daran erinnert mich ihr Blick,
wenn wir uns begegnen, selten,
aber immer, wenn wir uns begegnen,
sehe ich den gewischten Spiegel,
den behauchten Badezimmerspiegel,
durch den sie mich sieht, sie nickt,
wir erkennen uns, gehen weiter,
richtig kennen wir uns nicht,
das Grüßen ohne Worte, das Nicken,
ist unsere gesamte Vertrautheit,
nicht ganz, denn sie erlaubt mir,
ihren behauchten Badezimmerspiegel
mit der Handfläche drübergewischt,
anzusehen, ihr Bad zu betreten,
nachdem sie gerade geduscht hat,
eigentlich ist das Vertrautheit, oder?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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