Demokraten: Coronavirus ist ein „Trump“ ganz ohne Scherz

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Verkehrte Verhältnisse sorgen für Ärgernisse

An dieser Stelle sei das hier die Quelle. Es geht doch nichts über manch Meldungen in den Medien, es blüht das Geschäft des Unerträglichen, Hauptsache die Menschheit wird unterhalten, man verliert sich im Gesellschaftsspalten. Ganz vorneweg wirft man halt gern mit Dreck. Humpty-Trumpty steht dabei in vorderster Reihe, man solch Narzißten dies immer noch verzeihe.

Wer für jenen Choleriker Verständnis aufbringt, letztlich mit diesem im Sumpf versinkt, der als das zu bezeichnen mag, was geschieht seit jeher Tag für Tag: Lügen, Fakenews, halt solch Stuß. Zu allem Überdruß spielt The Donald sich erneut als Experte auf, das kennt man bereits zuhauf. Es sei wohl nur halb so schlimm, wenn in alldem wäre nur der geringste Sinn. Doch das ist nicht drin.

Werfen wir einen Blick auf die Schlagzeile, die oben zu lesen ist. Welch fataler Mist. Demokraten blasen ins selbe Horn wie der Blondschopfrüpel? Das wäre ziemlich übel. Daß jenes Coronavirus ein „Trump“ sei, einerlei, Namen sind nur Schall und Rauch, das wissen wir natürlich auch. Der Ernst der Lage wird per „Scherz“ betont, niemand dadurch verschont.

Die zweite Überschrifr bringt es an Tag, worin der Gag wohl lag. Ärgernisse belasten bei vielen den sorgenvollen Alltag, ursächlich verkehrte Verhältnisse tragen dabei Schuld. Dies hat bereits Kult mit Blick gen Trump. Zu plump?

Genug geschwafelt, es wird bald nicht mehr richtig getafelt. Wieso denn das? Jetzt gönn‘ uns doch mal Spaß! Hamsterkäufe stehen an, nicht irgendwann, sondern bereits an manchen Ort, man glaubt tatsächlich, das Virus gehe irgendwann mal fort. Gesicherte Infos verläßlich? Ohje, das wird häßlich. Der Tod zum Leben gehört, guck nicht so verstört. Panikmache wäre an jeder Stelle der verkehrte Weg. Solch Behauptung zu keck?

Alles gut, der Trump als Experte uns schon aufklärt. Bloß keine Wut, die Bevölkerung bleibt unversehrt. Ganz einfach die Demokraten zum Teufel jagen, mögen sie doch in der Hölle klagen. The Donald als Präsident hat nen Draht zu Gott, am Ende interessiert nur Alltagstrott.

Insofern immer schön die Ruhe bewahren, das weiß Menschheit eh seit sehr vielen Jahren. Vergessen Sie jene irreführenden Zeilen, sie wollen nur gen Trump austeilen. Möge dieser bald woanders verweilen, dann kann er keinen Schaden mehr anrichten, und wir beenden am besten mal das Dichten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Die Tinte färbte sich rot

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Als das Schreiben begann,
floß es leicht durch die Hand,
spülte Gefühle aufs Papier,
die waren, die sind, die kamen,
Gedanken Bilder wegnahmen,
die Feder das sichere Ufer einfärbt,
an dessen Felsen abprallen
Schmerz und die Angst,
denn der Donner war nah,
noch schnell das Herz
in den Sand schreiben,
spüren das Tränenmeer,
bevor die Tinte es trocknet,
Bombenhagel prasselt hernieder,
die Tinte färbt sich rot.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zwischen manch Zeilen

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Finde den Zusammenhang,
nicht irgendwann.
Trau dir mehr zu,
sonst hast du keine Ruh.
Mut nur ein billiges Argument
eingegossen in Zement.
Manch Reise führt ins Leere,
am Wegesrand ich eine Scherbe aufkehre.
Erinnerung bleibt stets erhalten,
eher leise Töne widerhallten.
Welchen Zeiten wir entgegengehen,
was mag da noch alles geschehen?
Zukunftsängste sind für die Katz,
jedes Leben ein wahrer Schatz.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Erdoğan provoziert Krieg gegen Russland

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Nato-Bündnisfall im Syrienkrieg?

Der Verdacht erhärtet sich, daß Präsident Erdoğan mal wieder sich ziemlich verkalkuliert hat, trotz etlicher Warnungen, die seinem Kriegseinsatz in Nordsyrien vorausgingen. Solche Schlappen gehören schon fast zu dessen Politik, die meist nach außen den starken Mann markieren will, obwohl auf weltpolitischen Parkett gänzlich anders agiert werden sollte.

Damit steht der Sultan aus Ankara keineswegs allein da, wenn man den Verlauf jenes bald neun Jahre andauernden Syrien-Kriegs sich vergegenwärtigt. Doch was hat die Türkei in Syrien verloren, wo doch schon genug Gegner diesen Krieg fortsetzen trotz etlicher gescheiterter Bemühungen, diesen letztlich zu beenden? Völlig verfehlt die Offensive gegen die Kurden, wobei bereits im Herbst letzten Jahres die Nato es verpaßte, die Türkei aus der Allianz zu verbannen. Die Gründe dafür sind hinlänglich bekannt.

Ein überdeutliches Nein wäre jetzt angebracht

Eben nicht den Nato-Bündnisfall zu bemühen. Doch die Nato stellt sich hinter die Türkei, nicht etwa, weil ihr Bündnispartner im eigenen Land bedroht wird, sondern weil dieser sich widerrechtlich in Syrien einmischt. Erneut wird Erdoğan geholfen, obwohl dessen politische Entscheidung fatale Folgen hat. Wieviel darf sich jener Despot denn noch ohne Konsequenzen erlauben?

Gleichzeitig fragt sich alle Welt, wieso Europa sich weiterhin dermaßen zurückhaltend verhält zum Syrienkrieg, dem Desaster in Idlib. Vor allem die dortige Zivilbevölkerung wird vom Assad-Regime erheblich bedroht mit freundlicher Unterstützung der russischen Luftwaffe. Letztlich ein Worst-Case-Szenario, das  jene Region belastet.

Neue Flüchtlingsströme gen Europa sind zu erwarten

Die Türkei kann sie nicht alle aufnehmen, zumal die dortigen Zustände ohnehin grenzwertig sind, das gilt ebenso für die griechischen Inseln. Auch an dieser Stelle muß man das Versagen Europas deutlich benennen. Die Politik hat bisher keine moderaten Lösungen gefunden trotz EU-Flüchtlingsabkommen, welches jetzt zu brechen droht.

Erdogans Scheitern – Deutschlands Problem? Das wäre zu vermessen, obendrein, weil etliche hierzulande nur darauf warten, erneut ihren ganzen Haß gegen Menschen in Not abzuladen. Es betrifft keineswegs Europa allein, sondern letztendlich die Weltgemeinschaft, da alle Länder miteinander verbunden sind mit ihren wirtschaftlich-militärischen Bündnissen. Da hat Nationalismus nichts verloren, der sich ohnehin gänzlich erübrigen sollte, wenn die Welt tatsächlich ein friedliches Miteinander anstrebt. Die Weltmacht Russland kann und wird sich von einem Erdoğan nicht beeindrucken lassen, und trotzdem fordert er jenen neuen Konflikt heraus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Flatternde Schwingen

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Heiß die Schokolade,
verflüssigt die Narbe,
ertrunken in Süße,
in Liebe vertraut,
die Flügel ausgestreckt,
bereit zum Fliegen
in unseren Traum,
du weißt doch,
es reicht nach unten,
in die Leere zu schau‘n.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Panikmache wohin das Auge reicht

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Hauptsache das Wachstum bleibt uns erhalten

Gestorben wurde schon immer, ob in Kriegs- oder Hungerszeiten, ob bei Katastrophen oder Pandemien, ob die Natur uns Grenzen setzt oder Mensch Mutter Erde ständig verletzt. Da kann man sich getrost im Bett umdrehen, die einen bezeichnen es als Schicksal, andere weisen auf die Unbelehrbarkeit unserer Spezies hin. Faktisch geschieht es live und direkt.

Schon mag jener Text hiermit enden. So leicht möchte man es doch nicht machen, zumal wegschauen und einfach in den Alltag hineinleben längst keine Probleme löst. Sie erreichen uns ohne wenn und aber. Das Maß aller Dinge bestimmt ein friedliches Zusammenleben, selbst wenn Krankheiten uns begleiten, das spielte sich stets so ab zu allen Zeiten.

Expansion diktiert den weltpolitischen Ton. Dort wo Wachstum gedeiht, wird die Raffgier erst recht gescheit. Das ist das Dilemma, verursacht so viel Leid. Wie solches geschah? Ganz simpel erklärt, Überreichtum ist letztlich total verkehrt. Dem geht somit Ausbeutung voraus, welch dramatischer Graus. Die einen profitieren davon, bei anderen im Geldbeutel gar nichts bis mies bezahlter Lohn. Das war’s schon. Jene einfache Rechnung erklärt das ursächliche Problem, das entspricht jenem gezielten System.

Was für ein Segen, unabhängig vom Stand, durch jenes Aufwärtsstreben Mensch fährt sich selbst an die Wand! Das bedeutet im Umkehrschluß, jenes Wachstum ist der reinste Stuß. Statt jene simple Erkenntnis zu begreifen, lassen sich weiterhin die meisten einseifen. Ewiglich lockt der Mammon mit all seiner zerstörerischen Kraft, bis am Ende er hat alles aufgerafft. Humanismus wird mit Füßen getreten, dann hilft am Ende auch kein Beten.

Panikmache wohin das Auge reicht, auch für den, der sich einfach davonschleicht? Verloren die Demut, manch Hab und Gut, am Ende das Leben. Aber Hauptsache neue Besen dürfen weiterfegen, Medien sich darüber aufregen, während der kleine Mann irgendwann der Politik nicht mehr traut. Dann hat die es aber versaut. Am Ende lauter Verlierer, wieder so ein dämlicher Führer? Läuft’s schon wieder darauf hinaus? Kein Applaus.

Noch vermögen wir umzudenken, muß Wachstum nicht das Maß aller Dinge sein, die Herausforderungen unserer Zeit geben anmahnend genügend Anlässe, vom Klimawandel über Viren, von Krieg und Elend über Autokratien, den Erhalt von Mutter Erde, weil Mensch keine zweite im Kofferraum finden wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Sein Bild aufstellen

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Und da kamen sie gelaufen,
um sich an den Bildern zu berauschen,
als die Ausstellung wurd‘ eröffnet,
Sekt und Orangensaft gab‘s massenhaft,
sie beugten sich vor, gekrümmt ihre Haltung,
Farbe, Pinselführung, Initialen, Namen,
wer hat‘s gemalt, kenn‘ ich den oder die,
gelockert die Stimmung, der Kopf gebeugt,
sowas kann ich auch, ist doch einfach,
Farbe draufgeklatscht, verschmiert,
betitelt, unterschrieben, und ich bin wer,
und so kommen sie stets gelaufen,
um sich an ihrem Neid zu berauschen,
wenn die Aufstellung ist eröffnet,
Egoismus, Überheblichkeit gibt’s massenhaft.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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