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Despoten dulden keine Widerrede
Im letzten Jahr haben Alex Bjaljazki zusammen mit der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial und der ukrainischen Organisation Center for Civil Liberties in Abwesenheit den Friedensnobelpreis erhalten. Drei Jahre nach den Protesten wurde der belarussische Friedensnobelpreiträger zu zehn Jahren Haft verurteilt, wie der Spiegel berichtet. Es versteht sich von selbst, daß die Anschuldigungen fingiert sind, um Alex Bjaljazki zum Schweigen zu bringen.
Anstatt sich selbst zu hinterfragen, zieht es Alexander Lukaschenko vor, den Westen zu beschuldigen, dieser hätte die Proteste in Weißrussland mit initiiert. Dieselben Vorwürfe wie Putin ebenso den US-Westen beschuldigt, um Verbrechen im eigenen Land und außerhalb mittels dieses Angriffskrieges gen Ukraine zu rechtfertigen. Despoten erschaffen sich ihre eigene Wahrheit durch Fakenews und gezielter Propaganda.
Offensichtlicher kann eine Diktatur sich kaum outen
Lukaschenko hat es natürlich zu weit getrieben, darf sich dabei im Schlepptau von Putin in Sicherheit wiegen. Weißrussland weiterhin Europas Diktatur, so die Einschätzung, die wir im Sommer 2020 verlautbaren ließen. Mit dem Einmarsch russischer Soldaten in die Ukraine hat sich Belarus keinesfalls distanziert, sondern gewährt Putin Schützenhilfe wo immer möglich.
Während Swjatlana Zichanouskaja noch weiterhin in der litauischen Hauptstadt Vilnius ausharrt, begann jetzt am 17. Januar in Minsk in ihrer Abwesenheit der Prozeß gegen sie, in dem ihr unter anderem „Hochverrat“ und „Verschwörung zum Sturz der Regierung“ vorgeworfen wird. Natürlich entspricht dies als an den Haaren herbeigezogene, erfundene Behauptung, ein persönlicher Rachefeldzug Lukaschenkos, der bis heute nicht überwinden konnte, unbeliebt im Volk zu sein.
Die Wahrheit obsiegt am Ende immer
Ob das solchen Despoten recht ist oder nicht, sie werden sich dem Gewissen der Menschheit stellen müssen, selbst über ihren Tod hinaus. Auch wenn sie keinerlei Einsicht hegen oder gar ihr Handeln hinterfragen. Boshaftigkeit kennt ganz offensichtlich weder Moral noch Ethos, sondern erschafft sich ihre eigene Wahrheit, die mit der Realität nichts gemein hat.
Mögen Despoten möglichst schnell die politische Weltbühne verlassen, bevor noch mehr Unheil angerichtet werden kann. Mutter Erde und ihre Geschöpfe haben schon genug Probleme zu bewältigen, denken wir an den Klimawandel, an den Natur- und Umweltschutz.
Lotar Martin Kamm





