Was wäre, wenn…

 

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Eigentlich wollen Menschen friedlich leben,
doch in Wirklichkeit gibt es Kriege.

Eigentlich zerstören Kriege so ziemlich alles,
doch in Wahrheit wäre Frieden angesagt.

Eigentlich könnte die Welt viel friedlicher sein,
doch Mensch strebt ständig nach Reichtum.

Eigentlich führt Ausbeutung stets zu Ungerechtigkeit,
doch die Politik schützt die Würde des Geldes.

Eigentlich gehören Besitztum und Geld abgeschafft,
doch es wird sich genau an diesem geklammert.

Eigentlich sind Superreiche real ganz einsam,
doch sie wollen einfach mit niemand teilen.

Eigentlich gönnt uns Mutter Erde ein Paradies,
doch wir erkennen weiterhin nicht die Schöpfung.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schmutzige Deals insbesondere in der Politik

Stell dir mal vor, es ist Krieg, und Geld fließt sofort

Kaum hatte der russische Despot seine Armee gen Ukraine und Kiew ziehen lassen, faßte sich Olaf Scholz ein Herz, um drei Tage später in dessen Regierungserklärung das Wort der Zeitenwende ins Spiel zu bringen, ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro locker zu machen, die Bundeswehr solle endlich folgerichtig erneuert werden, bevor Putin uns allen das Fell über die Ohren ziehen könne.

Letzteres bemerkte der Hanseat mitnichten, doch nunmehr tut es bei Annalena Baerbock richtig weh, sie bestand doch damals unbedingt darauf, daß eben nicht alles in die Bundeswehr fließen solle, sondern auch in den Zivilschutz, in Cybersicherheit und in die Ertüchtigung von Nato-Partnern. Das hat nunmehr vor allem Herr Merz vereitelt, was unverkennbar die Grünen im Deutschen Bundestag wenn auch eher verhalten kommentierten. Es rumpelt in der Ampelkoalition. Oder glätten sich am Ende wieder die Wogen?

Kriegsrhetorik das passable Rezept gen despotische Angriffe?

Wer heute tatsächlich noch glaubt, Frieden schaffen ohne Waffen, sei von Erfolg gekrönt, hat den Ernst der Lage nicht verstanden. Einen AH hätten die Alliierten ohne Waffen vor über 77 Jahren keineswegs gestoppt. Das gilt insofern gleichwohl für jenen Wladimir Putin. Der Vergleich hinkt eben nicht, zumal der Größenwahn des russischen Despoten weiterhin anhält.

Andererseits funktionieren gewisse Selbstverständlichkeiten, die Hochrüstung, und zwar weltweit bei all den Staaten, die es sich leisten können. Hatte jahrelang selbst die Union die geforderten 2 Prozent bei der Bundeswehr nicht aufbringen können, sieht ein Herr Merz sie jetzt als immer noch zu wenig, der Ruf nach noch mehr Waffen erschallt in Berlin. Olaf Scholz wird Zögerlichkeit vorgeworfen, der Oppositionsführer verkauft sich als Macher. Doch für welchen Preis? Eine Aufrüstungsspirale wollten wir doch alle verhindern, oder?

Er nützt nicht wirklich viel der schmutzige Deal

Zumal insbesondere die Union hierzulande es fertigkriegt, stets heuchlerisch angeblich fürs Volk zu entscheiden, um gleichzeitig den Sozialstaat zu schröpfen, die Hochfinanz, elitäre Konzerne zu hofieren. Hatte noch ein Helmut Schmidt zurecht gezögert in Anbetracht eines neoliberalen monetaristischen Sozialdarwinismus à la Reagan und Thatcher, der durch die Lambsdorff-Papiere der Liberalen umgesetzt werden sollte, setzte dies die sechzehn jahrelange Kohlregierung knallhart um, folgte ohne wenn und aber diesem Weg ein Gerhard Schröder.

Mit der Union in der Opposition und deren Mehrheit im Bundesrat gehen wir keinen rosigen Zeiten entgegen. Schmutzige Deals sind nicht nur vorprogrammiert, sie werden nonchalant beschlossen. Annalena Baerbocks Bedenken waren berechtigt. Ob zuviele Kompromisse eher schädlich sind, wird sich schnell zeigen, spätestens dann, wenn weiterhin sozial Benachteiligte betroffen sind.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Stein der Erinnerung

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Er war ein Stein, mein Stein,
eher ein Steinchen,
ein großes Steinchen,
das mich begleitete.

Wir hatten uns gefunden,
als die Tage zu kurz waren,
um zu erleben,
was es zu erleben gab.

Wißt ihr, daß so ein Begleiter
Hunger stillen kann,
nicht nur Hunger nach Nahrung,
Hunger für alle Sinne.

Am Ufer eines Sees
verabschiedeten wir uns,
der Hunger nach Erinnerung
bleibt uns beiden erhalten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Auf Messers Schneide

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Haut den Despoten
mal kräftig auf deren Pfoten,
so richtig mit Elan
wie beim türkischen Sultan,
sie wollen es nicht verstehen,
dadurch Übles am Geschehen.

Schmeißt die Türkei aus der Nato,
das macht den Westen froh,
Erdogan ohnehin sich zuviel erlaubt,
dies fürs Bündnis gar nichts taugt,
laßt besser Finnland und Schweden hinein,
es wäre alles andere als gemein.

Es spitzt sich gar Böses zu,
nur wer zieht an jenen Schuh,
der verharmlosend Fake News verbreitet,
kriegerische Absichten bestreitet,
die so offensichtlich uns alle betreffen?
Ein Herr Putin tut Stalin nachäffen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Gesichter fließend formen

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Mein Gesicht sehe ich nicht,
wenn ich dir gegenübersteh,
und doch erkenne ich an dir
die Gestalten meiner Mimik.

Auch das Du, wer immer du bist,
sieht bei mir, was es geformt,
wir sind fließende Spiegelbilder
in einem Schöpfungsprozeß.

Bilder, Skulpturen, Entwürfe tragen
wir zum nächsten Gesicht,
dieses sieht manchmal das Werk,
das ein anderer modelliert hat.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Propaganda-Märchen beflügeln den Kreml

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Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeißen

Doch auf die Wahrheit tut der Putin scheißen. Die nützt ihm so gar nicht viel, er hat ein ganz anderes Ziel. Hauptsache den Krieg gen Ukraine weiter laufenlassen, erst recht per staatlich verordnetem Hassen. Und der Wladi hat ohnehin im Schrank nicht alle Tassen, da fallen solch platte Eskapaden nicht weiter auf, der Lügen viele gibt es sowieso zuhauf.

In der russischen Glotze spricht man jetzt von britischem Kannibalismus, wat für’n Stuß! Propaganda-Märchen durchziehen janz stur, so läuft die Kreml-Tour. Dem eigenen Volke diesen Angriffskrieg möglichst schmackhaft machen, es soll in der Ukraine lange krachen. Egal ob Putin noch bei Verstand, wer nicht folgt, erlebt dessen strenge Hand. Die kennt so kein Pardon, es herrscht in Russland wie eh und je ein harscher Zarenton.

Jetzt könnte man meinen, diese Kreml-Märchen würden irgendwann mal nicht mehr erscheinen. Doch weit gefehlt, wie man sich hinter vorgehaltener Hand erzählt. Darin sind sich etliche Experten völlig einig, es besteht der Putin auf sie alleinig, schließlich läßt er sich seine Macht durch nichts nehmen, er kennt keinerlei Fremdschämen.

Bekanntlich macht der Ton die Musik, das gilt aber nicht beim altbewährten Putintick. Der hat von langer Hand jene Propaganda eiskalt akribisch geplant. Was inzwischen dem Westen schwant, ist alles andere als galant. Jener Krieg kann noch eine ganze Weile die Welt belasten, da hülft och keen Fasten. Hungersnöte nehmen dadurch erst recht zu, die Sorgen in der Politik kommen nicht mehr zur Ruh.

Es fragt sich halt auch hierzulande die Frau, der einfache Mann, wohin dies wohl führen kann. Wie lang können wir tatsächlich mit diesem Krieg und weiteren Folgen leben, ohne einen gezielten Frieden anzustreben? Wieviele Opfer sollen wir beklagen, oder muß die Welt dem russischen Zaren ganz deutlich die Meinung sagen? Es nützen solche Erwägungen nicht wirklich viel, wenn manch andere Nation hat dabei ein befremdliches Ziel.

Gar Vorteile erhoffen sich die Chinesen. Welch merkwürdige Wesen, eiskalt und rücksichtslos ein derartiger Vorstoß. Während laut russischer Propaganda die Nato und ihre Verbündeten als teuflisch werden dargestellt, auch wenn es uns so gar nicht gefällt, sitzen auch hierzulande manch Schwurbler ohne klaren Verstand und bedienen gezielt den faschistischen Rand.

So hat unsere vielbeschworene Meinungsfreiheit ein schweres Los, sie läßt zu solch üblen Troß, meint, dies aushalten zu müssen. Was wiederum jene mit Putin vereint, sie ihm dessen Füße küssen. Die Moral jener bösartigen Geschicht‘, ob man sie jetzt zuläßt oder anficht, am Ende jib et keinerlei Frieden nicht!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Ich greife nach des Vaters Hand

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Ich greife nach des Vaters Hand,
steil unser Weg nach unten,
ein fahler, sich versteckender Mond
hinter Wolken, unser Licht
in dieser regnerischen Nacht.

Von den Blättern der Bäume
rutschen Tropfen auf uns,
kühlen die Anstrengung
auf unseren Gesichtern,
Nässe gleitet den Hang hinab.

Ich greife nach des Vaters Hand,
greife graulichten Stimmennebel,
hüpfe quer zur moosigen Wand,
schwenke die Arme wie Flügel,
ohne sie zum Fliegen zu öffnen.

Aus dem Gefälle trete ich Stufen,
unsichtbare Treppe gibt mir Halt,
schwebe federnd Richtung Straße,
tanze Wasser aus den Lachen,
Vater folgt den spritzenden Spuren.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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