Verbannt vom Sport bei Mord

Der Ball, der rollt,
auch wenn die Welt gar grollt,
Hauptsache Fußball spielen
unter möglichst vielen.

Der Krieg nicht zählt,
doch unbedingt das Geld,
der schnelle Erfolg,
Putin schwebt auf einer Wolk‘.

Fußball-EM in sechs oder zehn Jahren,
so der Wunsch des russischen Zaren,
auf die Vergeßlichkeit will er bauen,
doch die Welt sollte ihm nie mehr trauen.

Vorbei seine politische Zeit,
er ging schlichtweg viel zu weit
mit jenem häßlichen Angriffskrieg,
seinem selbsternannten Sieg!

Der Ball hinwegrollt,
sich letztlich davontrollt,
solch Verbrechen unverzeihlich,
unentschuldbar und widerlich!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ihr seid die Nazis

Putins verkehrte Welt

Die Russen kommen – ein Satz, den ganze Generationen von sich gaben, während gegen Ende des II. Weltkriegs tatsächlich die Rote Armee in Berlin mit dazu beitrug, jene Nazischergen zu besiegen. Gut so. Das ehemalige Deutsche Reich war besiegt, die Alliierten haben den Krieg siegreich beendet. Alle weiteren Maßnahmen und Bündnisse basieren auf jene schreckliche Zeit, die wir bis vor Kurzem meinten, überwunden zu haben.

Davon kann jetzt keine Rede mehr sein. Bevor diese Nazipartei im Deutschen Bundestag Fuß fassen konnte, erhielten jene Schergen Rückendeckung, ausgerechnet von Russland. Putins Propaganda ging sehr gezielt vor, nicht nur hierzulande, sondern gleichwohl in Frankreich, in den USA.

Anstatt aus der Geschichte zu lernen, einer vor allem im Westen gewachsenen Demokratie zu vertrauen, bemüht auch Russland den Weg der Autokratie. Despoten mögen es richten, so die Doktrin. Welch klägliches Eingeständnis, das gleichzeitig die Bevölkerung in Schach zu halten versucht, dies kennen wir doch aus Nazi- und SED-Zeiten auch hierzulande.

Während dieser Wladimir Putin eine Rede in Moskaus Luschniki-Stadion hält, ganz ähnlich wie Joseph Goebbels, welch erschreckende Parallele, wobei er meint, wir seien die Nazis, die es zu bekämpfen gelte, reibt man sich erstaunt die Augen ob solcher politischen Ansichten und Verdrehung von Tatsachen. Unfaßbar!

Gleichzeitig sterben in der Ukraine unschuldige Zivilisten durch russische Artillerie und Bomben, selbst Hyperschallraketen werden unerschrocken eingesetzt, Krankenhäuser, Schulen und AKWs gezielt im Visier jenes Angriffskrieges. Die Welt hält den Atem an, der „böse Westen“ erhält seine berechtigte Strafe, so spukt es in den Hirnwindungen jenes russischen Despoten, der sich obendrein im Recht fühlt.

Drei Tage später folgt eine gezielte Antwort jenes „bösen Westens“ in Berlin per „Sound of Peace“, eben weil Berlin für Freiheitskampf, für Stärke, für Frieden steht, examplarisch auch der Fall der Mauer, die wir alle doch überwunden haben! Ob Natalia Klitschko, Peter Maffay oder Marius Müller-Westernhagen, um diese drei zu benennen, 50 Kunstschaffende bemühten sich, dem Protest per Konzert gegen den Krieg in der Ukraine eine Stimme zu geben, Spenden zu sammeln.

Während Putin weiter seinen Krieg fortsetzt, ringt das Bündnis des Westens nach Lösungen, nach möglichst viel Hilfe, um der Ukraine beizustehen. Immer mehr Menschen fliehen, suchen Schutz in Europa, wobei die Solidarität wächst.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Größenwahn mal wieder dran

Hyperschallrakete,
scharf wie ne Machete,
kostet viel Knete,
wohl dem Putin es wert,
dieser davon zehrt,
ziemlich verkehrt.

Krieg seine Option,
sitzt auf einem Thron,
welch ekliger Hohn,
Hauptsache Gesicht bewahren,
war so schon bei den Zaren,
Leichen auf etlichen Karren.

Waffen sollen es richten,
erneuter Frieden mitnichten,
Schluß mit dem Dichten,
die Welt schaut zu irritiert,
was dabei so passiert,
wohl nur die Menschheit verliert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Das Böse einverleibt, damit es bleibt

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Wut wälzte sich über das Land,
getrieben von Haß ohne Verstand,
Leid, Furcht und Zerstörung
hervorruft Befriedigung
für ihre Taten,
weil sie für ihre Rechte eintraten.

Tod schlich sich in Familien,
gestorben als einer unter vielen,
Trauer und Verzweiflung,
niemand bittet um Verzeihung
für das Massensterben,
weil sie ihnen Metallorden vererben.

Siege überfluten die Annalen,
Heldenkult zur Huldigung der Ahnen,
Raub, Mord, Vergewaltigung,
Teil fast jeder Nation in der Dichtung
für die Hölle auf Erden,
weil Teufel nicht vergessen werden.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Corona-Pandemie hat uns weiterhin im Griff

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FDP sorgt für bundesweites Laissez-faire

Wenn nahezu fünf Prozent der deutschen Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert sind, lockert unsere Bundesregierung das Infektionsschutzgesetz, welches gestern so beschlossen wurde im Deutschen Bundestag, abgesegnet vom Bundesrat fallen jetzt ab Sonntag die meisten bisherigen Schutzmaßnahmen. Karl Lauterbach etwa doch als Gesundheitsminister versagt?

Eine Fortsetzung weiterer Fehler seitens verantwortlicher Politiker erleben wir auch mit der Ampel-Kaolition, wobei dort die FDP wohl ihren Einfluß geltend macht. Tragischer kann es kaum noch laufen angesichts der vielen Opfer. Hatte die Politik noch zu Beginn der Pandemie möglichst Vorsicht walten lassen, scheint inwischen eine gewisse Müdigkeit einzusetzen, jene Leerdenker dürfen frohlocken mit ihrer sogenannten zurückgewonnenen Freiheit. Eine Farce sondergleichen, die uns nachdenklich stimmen sollte!

Ein Basisschutz soll es richten

Unfaßbar dieser Leichtsinn! Glauben die Bundesregierung und Karl Lauterbach tatsächlich, sich auf ein rücksichtsvolles Handeln seitens der Bevölkerung verlassen zu können, wenn eine Maskenpflicht plötzlich wegfällt? Man konnte doch trotz vorheriger Maßnahmen etliche Zeitgenossen beobachten, die den Lappen unter ihrer Nase baumelnd mißmutig trugen. Ein Effekt, der mit Schutz nichts zu tun hat!

Daß insofern das Leid der Menschen sich mit solcher Politik vergrößern wird, sollte jedem mit halbwegs klarem Verstande schlüssig sein. Davon spürt man nichts mehr bei verantwortlicher Politik. Ein Desaster, nunmehr den Schwarzen Peter wieder den Landesparlamenten zuzuschieben! Ganz recht, wieder. Zuvor hatte der Bund darauf bestanden, mehr Einfluß zu nehmen. Das soll jetzt vorbei sein. Ein Armutszeugnis.

Dieses chaotische Hin und her kostet Vertrauen

Politikverdrossenheit herrscht ohnehin auch hierzulande, wer sich die Zahlen der Nicht- oder Protestwähler vergegenwärtigt. Gesundheit sollte stets ein kostbares Gut bedeuten. Wenn man dieses Vertrauen seitens der Politik verspielt, sind extreme Reaktionen und dahergehend noch mehr Leid vorprogrammiert.

Schon im letzten November bahnte sich ein Chaos in der  Corona-Krise an, mußten wir gar die Union mal ausnahmsweise loben, weil die neue Regierung schon damals falsch reagierte. Ein Dilemma, welches wie betont die Liberalen hauptsächlich mitzuverantworten haben, was keineswegs ausschließt, daß die Grünen und die Sozialdemokraten tatenlos von sich weisen können. Wieviel Tote sollen es denn noch werden?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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All die Tage verloren

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All die Tage verloren,
die Zeit sucht nicht,
sie registriert auch nicht,
daß es sie gibt,
wir sind es,
die einteilen,
benennen,
Verlorenes
Beweinen,
uns freuen,
wenn Tage verloren,
feuerrot der Himmel,
keine Bomben fielen,
einen Tag verloren,
feuerrot der Himmel,
Bomben fielen,
einen Tag verloren,
welchen werde
ich morgen finden?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ampel-Regierung nach 100 Tagen in der Kritik

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Mehr Augenmaß und Fairneß wären aber angebrachter

Wie man’s macht, ist es verkehrt. Diese Ampel-Regierung hat keinen leichten Start, insofern können deren ersten 100 Tage letztendlich einer fairen Bewertung kaum bis gar nicht standhalten. Was allerdings wirklich stört, sind die vielen unzufriedenen Stimmen, ganz besonders auch nachlesbar in den Social Media.

Nach Wolodymyr Selenskyjs Rede auf einer Videoleinwand im Deutschen Bundestag langanhaltender Applaus. Im Anschluß setzt die Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt die beschlossen geplante Sitzung fort mit dem Tageordnungspunkt zur Impfpflicht-Debatte. Ein durchaus wichtiges Thema, immerhin hat das Virus dieses Land, Europa und die Welt im Griff.

Der anschließenede Shitstorm, Olaf Scholz hätte daraufhin eine Regierungserklärung abzuliefern, bringt faktisch nichts. Gleichzeitig offenbart Friedrich Merz mit dessen Intervention wahltaktisches Manöver, was selbstverständlich eine entsprechende Entrüstung bei den Regierungsparteien auslöst. Argumentativ reagiert der Fraktionschef der FDP, Christian Dürr, daß auch das britische Unterhaus und der US-Kongreß nach Videobotschaften Selenskyis auf eine Aussprache verzichtet haben. So what?!

Natürlich belastet uns alle dieser Krieg in der Ukraine, den Putin in erster Linie zu verantworten hat. Joe Biden bezeichnet ihn inzwischen zurecht als Kriegsverbrecher. Nur kann die Bundesregierung Selenskyjs Bitte nicht nachkommen, die Nato darf mitnichten im Luftraum der Ukraine eingreifen, weil dies bedeuten würde, russische Militärmaschinen anzugreifen, eine Provokation, die Putin veranlassen würde, den 3. Weltkrieg zu starten.

Wer das politische Geschehen verfolgt, kommt nicht umhin, dieser Ampelkoalition viel Weitblick und ein geschicktes Händchen zu wünschen. Politik hat natürlich jede Krise mit dem notwendigen Augenmaß zu bewältigen. Aber hier prasseln gleich drei große Probleme auf sie ein. Die Covid-19-Pandemie, der Klimawandel und dieser Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.

Das alles zeitgleich zu ordnen, zu lösen oder gar zu bewältigen, fordert alle Länder heraus, deren Politiker ihren Job ernst nehmen. Despoten kann man hierbei eher ausklammern, diese vertreten nur ihre eigenen Machtinteressen ohne jedwede Rücksicht. Es bringt nicht viel, die Ampelkoalition ständig an den Pranger zu stellen, wie das von Beginn an von etlichen kritischen Stimmen versucht wird. Sicherlich ist Kritik immer angebracht und notwendig. Aber man sollte ihr schon die nowtwendige Zeit lassen, ihren Job auszuüben. Man wünscht sich hierbei ein wenig mehr Respekt und Augenmaß, ganz besonders in solchen Zeiten, wo Haß und Verachtung sich immer weiter ausbreiten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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