Das Böse einverleibt, damit es bleibt

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Wut wälzte sich über das Land,
getrieben von Haß ohne Verstand,
Leid, Furcht und Zerstörung
hervorruft Befriedigung
für ihre Taten,
weil sie für ihre Rechte eintraten.

Tod schlich sich in Familien,
gestorben als einer unter vielen,
Trauer und Verzweiflung,
niemand bittet um Verzeihung
für das Massensterben,
weil sie ihnen Metallorden vererben.

Siege überfluten die Annalen,
Heldenkult zur Huldigung der Ahnen,
Raub, Mord, Vergewaltigung,
Teil fast jeder Nation in der Dichtung
für die Hölle auf Erden,
weil Teufel nicht vergessen werden.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Corona-Pandemie hat uns weiterhin im Griff

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FDP sorgt für bundesweites Laissez-faire

Wenn nahezu fünf Prozent der deutschen Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert sind, lockert unsere Bundesregierung das Infektionsschutzgesetz, welches gestern so beschlossen wurde im Deutschen Bundestag, abgesegnet vom Bundesrat fallen jetzt ab Sonntag die meisten bisherigen Schutzmaßnahmen. Karl Lauterbach etwa doch als Gesundheitsminister versagt?

Eine Fortsetzung weiterer Fehler seitens verantwortlicher Politiker erleben wir auch mit der Ampel-Kaolition, wobei dort die FDP wohl ihren Einfluß geltend macht. Tragischer kann es kaum noch laufen angesichts der vielen Opfer. Hatte die Politik noch zu Beginn der Pandemie möglichst Vorsicht walten lassen, scheint inwischen eine gewisse Müdigkeit einzusetzen, jene Leerdenker dürfen frohlocken mit ihrer sogenannten zurückgewonnenen Freiheit. Eine Farce sondergleichen, die uns nachdenklich stimmen sollte!

Ein Basisschutz soll es richten

Unfaßbar dieser Leichtsinn! Glauben die Bundesregierung und Karl Lauterbach tatsächlich, sich auf ein rücksichtsvolles Handeln seitens der Bevölkerung verlassen zu können, wenn eine Maskenpflicht plötzlich wegfällt? Man konnte doch trotz vorheriger Maßnahmen etliche Zeitgenossen beobachten, die den Lappen unter ihrer Nase baumelnd mißmutig trugen. Ein Effekt, der mit Schutz nichts zu tun hat!

Daß insofern das Leid der Menschen sich mit solcher Politik vergrößern wird, sollte jedem mit halbwegs klarem Verstande schlüssig sein. Davon spürt man nichts mehr bei verantwortlicher Politik. Ein Desaster, nunmehr den Schwarzen Peter wieder den Landesparlamenten zuzuschieben! Ganz recht, wieder. Zuvor hatte der Bund darauf bestanden, mehr Einfluß zu nehmen. Das soll jetzt vorbei sein. Ein Armutszeugnis.

Dieses chaotische Hin und her kostet Vertrauen

Politikverdrossenheit herrscht ohnehin auch hierzulande, wer sich die Zahlen der Nicht- oder Protestwähler vergegenwärtigt. Gesundheit sollte stets ein kostbares Gut bedeuten. Wenn man dieses Vertrauen seitens der Politik verspielt, sind extreme Reaktionen und dahergehend noch mehr Leid vorprogrammiert.

Schon im letzten November bahnte sich ein Chaos in der  Corona-Krise an, mußten wir gar die Union mal ausnahmsweise loben, weil die neue Regierung schon damals falsch reagierte. Ein Dilemma, welches wie betont die Liberalen hauptsächlich mitzuverantworten haben, was keineswegs ausschließt, daß die Grünen und die Sozialdemokraten tatenlos von sich weisen können. Wieviel Tote sollen es denn noch werden?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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All die Tage verloren

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All die Tage verloren,
die Zeit sucht nicht,
sie registriert auch nicht,
daß es sie gibt,
wir sind es,
die einteilen,
benennen,
Verlorenes
Beweinen,
uns freuen,
wenn Tage verloren,
feuerrot der Himmel,
keine Bomben fielen,
einen Tag verloren,
feuerrot der Himmel,
Bomben fielen,
einen Tag verloren,
welchen werde
ich morgen finden?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ampel-Regierung nach 100 Tagen in der Kritik

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Mehr Augenmaß und Fairneß wären aber angebrachter

Wie man’s macht, ist es verkehrt. Diese Ampel-Regierung hat keinen leichten Start, insofern können deren ersten 100 Tage letztendlich einer fairen Bewertung kaum bis gar nicht standhalten. Was allerdings wirklich stört, sind die vielen unzufriedenen Stimmen, ganz besonders auch nachlesbar in den Social Media.

Nach Wolodymyr Selenskyjs Rede auf einer Videoleinwand im Deutschen Bundestag langanhaltender Applaus. Im Anschluß setzt die Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt die beschlossen geplante Sitzung fort mit dem Tageordnungspunkt zur Impfpflicht-Debatte. Ein durchaus wichtiges Thema, immerhin hat das Virus dieses Land, Europa und die Welt im Griff.

Der anschließenede Shitstorm, Olaf Scholz hätte daraufhin eine Regierungserklärung abzuliefern, bringt faktisch nichts. Gleichzeitig offenbart Friedrich Merz mit dessen Intervention wahltaktisches Manöver, was selbstverständlich eine entsprechende Entrüstung bei den Regierungsparteien auslöst. Argumentativ reagiert der Fraktionschef der FDP, Christian Dürr, daß auch das britische Unterhaus und der US-Kongreß nach Videobotschaften Selenskyis auf eine Aussprache verzichtet haben. So what?!

Natürlich belastet uns alle dieser Krieg in der Ukraine, den Putin in erster Linie zu verantworten hat. Joe Biden bezeichnet ihn inzwischen zurecht als Kriegsverbrecher. Nur kann die Bundesregierung Selenskyjs Bitte nicht nachkommen, die Nato darf mitnichten im Luftraum der Ukraine eingreifen, weil dies bedeuten würde, russische Militärmaschinen anzugreifen, eine Provokation, die Putin veranlassen würde, den 3. Weltkrieg zu starten.

Wer das politische Geschehen verfolgt, kommt nicht umhin, dieser Ampelkoalition viel Weitblick und ein geschicktes Händchen zu wünschen. Politik hat natürlich jede Krise mit dem notwendigen Augenmaß zu bewältigen. Aber hier prasseln gleich drei große Probleme auf sie ein. Die Covid-19-Pandemie, der Klimawandel und dieser Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.

Das alles zeitgleich zu ordnen, zu lösen oder gar zu bewältigen, fordert alle Länder heraus, deren Politiker ihren Job ernst nehmen. Despoten kann man hierbei eher ausklammern, diese vertreten nur ihre eigenen Machtinteressen ohne jedwede Rücksicht. Es bringt nicht viel, die Ampelkoalition ständig an den Pranger zu stellen, wie das von Beginn an von etlichen kritischen Stimmen versucht wird. Sicherlich ist Kritik immer angebracht und notwendig. Aber man sollte ihr schon die nowtwendige Zeit lassen, ihren Job auszuüben. Man wünscht sich hierbei ein wenig mehr Respekt und Augenmaß, ganz besonders in solchen Zeiten, wo Haß und Verachtung sich immer weiter ausbreiten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Ein Unglück kommt selten allein

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Mit dem linken Fuß aufgestanden,
über den Hund gestolpert,
die Brille plötzlich kam abhanden.

Beim Kaffee aufgießen verbrüht,
Zuspätkommen so gar nicht gut,
mit viel Hetze sich trotzdem bemüht.

Der Chef mißmutig auf die Uhr schaut,
manch Kollege frechweg grinst,
dem Manne seinen Nußriegel geklaut.

In der Mittagspause in den Park gegangen,
ein Hundehaufen wurde glatt zum Verhängnis,
so viel Pech am Tag sollte jetzt langen.

Ratlos vor der Haustür stehen,
die Ex angerufen wegen dem Schlüssel,
keine Ruhe, selbst beim Fernsehen.

Des Nachts die Nachbarn müssen feiern,
jäh aus den Träumen gerissen,
über der Kloschlüssel mußt du reiern.

Am nächsten Morgen alles wieder gut,
Freundlichkeit dir den Tag versüßt,
beim linken Fuß sei auf der Hut!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Putin obsiegt selbst in der Hölle

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Top, die Wette gilt

Wladimir Putin, Adolf Hitler und Josef Stalin treffen in der Hölle zusammen, um eine Wette abzuschließen. Kürzlich kam der Heißsporn aus Russland als neues Mitglied in den Heiligen Hallen des Teufels hinzu, nachdem eine gezielte Cruise Missile ihn in dessen vermeintlich sicherem Versteck aufgespürt und zerfetzt hatte. Selbstverständlich folgte zugleich eine heftige Diskussion unter den drei Despoten, wer wohl die meisten Opfer vorweisen könne.

Adi sitzt gelassen im Sessel, zupft sich die Hose zurecht, schließlich vertritt er als einziger das Deutsche Reich, während die anderen beiden für Väterchen Russland zuständig sind. Das gilt nicht, denkt er in diesen Momenten, zumal Russland wesentlich größer sei.

Genosse Stalin weiß nur zu genau, daß er Hitler übertrumpfen wird, 20 Millionen gehen auf sein Konto, da könne der mit dem Schnauzbärtchen nicht mithalten mit seinen 17 Millionen  Toten und kippt sich im nächsten Moment einen Wodka hinter die Binde.

Wladimirowitsch ergreift das Wort.

„Wißt ihr, eines habt ihr ganz einfach übersehen. Meine Atomstreitmacht. Schon mal nach oben geschaut? Na, was seht ihr da? Eben, die Erde brennt weltweit, kein Leben mehr vorhanden. Die Amis haben mich zwar kurz zuvor erwischt, aber erst nachdem meine Atomraketen längst auf dem Weg waren!“

Stalin und Hitler schauen ratlos in die Runde. Als Schiedsrichter gibt der Teufel höchstpersönlich keine gute Rolle ab. Warum? Nun, er mag es einfach nicht, wenn da ein menschlicher Nebenbuhler ihm den Run abläuft. Obendrein kann er jetzt nicht mehr als Sensenmann auf Erden lustwandeln, wo doch der Mensch nicht mehr zugegen ist. Dennoch muß er kurz und bündig urteilen.

„Ihr habt’s vernommen, Putin hat gewonnen, es handelt sich hierbei um rund 7,9 Milliarden Menschen, die verstorben sind durch ihn. Damit hat er euch unbedingt getoppt, selbst wenn ein paar überlebten, den langsamen, qualvollen Strahlentod erleiden werden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Es gibt kein Warum

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Ich bleib stumm
sie vergaßen
mich zu kennen
ich bin der Apfel
den sie gegessen
die Sünde
oder etwa Schande
nichts übrig blieb
kein Stiel
kein Butzen
kein Kern
den Magen gewärmt
den Geist erfrischt
das war vor langer Zeit
immer noch viele Äste
voll Früchte am Baum
der Stamm gespalten
durch die Fugen
flüstert der Wind
ich bleib stumm
seine Stimme sättigt
es gibt kein warum

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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