Reichtum: Verbrechen wider einer gerechten Gesellschaft


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Aus Prinzip reich und gewissenlos

Keinerlei Vorstellung bedarf es, ein sorgloses Dasein zu fristen, wenn einem jedwede Mühe erspart bleibt, weil in ein Elternhaus hineingeboren, bei dem Geldausgaben keine Rolle spielen: reichlich genug vorhanden. Doch woraus stützt sich jene Errungenschaft? Aus harter Hände Arbeit innerhalb der Familie von Generation zu Generation? Mitnichten!

Na, wie das denn? Ganz simpel: weil die meisten Vorfahren clever und skrupellos genug, den ursprünglich angehäuften Reichtum selbstsicher zu vermehren. Den Anfang machten windige Geschäftsleute, die Gunst der Stunde nutzten, manch unaufmerksame Widersacher auszubooten oder gar per Auftrag schlicht ermorden zu lassen. In früheren Zeiten gab es erst recht Möglichkeiten, mittels Tricks und Täuschung Verbrechen zu vertuschen, die Konkurrenz hinters Licht zu führen.

Ganze Familiendynastien verfuhren mit jenen Methoden, erschufen sich auf diese Weise Respekt und Anerkennung, wobei stets diejenigen sämtliche Talsohlen unbeschadet überstanden, die an entscheidenden Stellen genügend kriminelle Energie aufbrachten. Das Ganze hauptsächlich per Korruption, versteht sich von selbst.

Da hocken sie nun, die jungen Nachfahren, in einer Welt voller Verlockungen, in der zugleich die Zeichen auf Endzeitstimmung stehen. Trotzdem sie alles daran setzen müssen, nicht im Handumdrehen die jahrzehntelange oder gar jahrhundertelange Ausbeutungstradition aufs Spiel zu setzen, um somit ziemlich schnell mehr oder weniger alles zu verlieren. Besonders ungeduldig Raffgierige unter ihnen bleiben dabei auf der Strecke, eben weil die Geschäftswelt sofort reagiert bei kleinsten Fehlern.

Wer nicht rechtzeitig wachsam aufpaßt, kann morgen schon auf der Verliererseite sich wähnen. Mitleid mit solchen Zeitgenossen? Gibt es nicht, vor allem nicht in solch gewissenlosen Kreisen. Der normal arbeitende Angestellte darf sich glücklich schätzen, heute noch einen Job inne zu haben. Morgen kann durchaus die so sicher geltende Firma vorm Konkurs stehen. Was dann? Wer da nicht flexibel genug, vom Glück geküßt, sei es durch entsprechende Beziehungen im Bekannten- und Freundeskreis, darf anschließend den rapiden Weg gen Hartz IV durchleben. Etliche Existenzen somit scheitern.

Kein Problem für all jene, die eben besonnen bleiben, per Augenmaß ihren angehäuften Reichtum geschickt lancieren, sich ein sorgloses Leben gönnen. Maßlosigkeit somit sich austoben darf, während da draußen die Welt zerfällt, das letzte Gefecht einer schier bedenkenlosen Elite, die auf Kosten anderer ihre Gläser erhebt, um anzustoßen, was für tolle Errungenschaften sie geleistet, obwohl nahezu gänzlich durch Gewalt, Ausbeutung und daher Gewissenlosigkeit vollführt. Das interessiert niemand, weil Geld die Welt regiert und deren Lauf letztendlich bestimmt.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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1 Response to Reichtum: Verbrechen wider einer gerechten Gesellschaft

  1. Avatar von EuroTanic EuroTanic sagt:

    Das Paradoxe an diesen Superreichen ist, dass sie ihren Besitzstand durch Gewalt in Form von ihnen gemachten Gesetzen sichern. Also mittels der Gewalt des Stärkeren. Wenn aber ein anderer eigene Gesetze des Stärkeren auf die Superreichen anwendet, z.B. bei einem Raubüberfall, Totschlag, dann sind sie „beleidigt“. Bitte mißverstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin gegen jede Gewalt, aber „deren“ Einstellung zur Gewalt ist einseitig.

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