Rassismus – soweit das Auge reicht


flickr.com/ strassenstriche.net/ (CC BY-NC 2.0)

flickr.com/ strassenstriche.net/ (CC BY-NC 2.0)

Europas Herrenmenschen eroberten den Globus

Ein gebeutelt, längst verbrauchtes Wort die einen meinen, während die anderen völlig zurecht des Menschen bösartiges Treiben anmahnen, welches Jahrhunderte sich weiter entwickelte: der Rassismus. Wahrlich, Europas Herrenmenschen eroberten den Globus, rücksichtslos, Menschen abschlachtend, enormen Reichtum hortend, der bis heute ganze Völker nebst den eigenen deligiert, sie regiert und den historischen Verlauf bestimmt.

Die weiße Rasse obsiegt, setzt sich bisherig durch, außer der gelben, die noch in Asien verharrend die Gunst der Stunde wähnt. Wird sie eintreten? Die Chancen sind zwar vorhanden, aber eine dermaßen lange Erfahrung im rassistischen Treiben will erst mal mittels geschickter Strategie überboten werden. Vielleicht erübrigt sich ohnehin jenes Duell, wenn Menschheit sich selbst vernichtet.

Stets findet dieser Rassismus neues Futter, der sich seiner Themen bedient, ob der Sozialrassismus oder der Glaubensrassismus. Letzterer beschäftigte die Menschheit ohnehin auf äußerst grausame Weise von den Kreuzzügen bis zum Antisemitismus, von den verfeindeten Protestanten und Katholiken in Nordirland besonders sichtbar bis hin zur entflammten Islamophobie.

Mittendrin ein Nationalismus, der tatsächlich meint, er müsse erneut sich rechtfertigen. Was einen gesunden Patriotismus noch ausmacht, nämlich die Liebe zur Heimat selbst, merzt ein sich verselbständigender Nationalismus aus. Feindbilder zu anderen Nationen können schnell bei Beidarf betont werden, um Gewalt und Kriege anzuzetteln. Welch simples Muster, auf das schon wieder die Massen beginnen hereinzufallen. Da reichen wenige Schlagworte, eine Mischung aus Angst, Neid und Gehäßigkeit anderen Kulturen gegenüber, schon sind sie auf rasender Wut geeicht.

Dabei läßt sich in dieser einen Welt, wo Mensch immer mehr zusammenrücken muß angesichts steigender Bevölkerungszahlen, ein Miteinander keineswegs mehr vermeiden, die ewiglich tröge Behauptung, multikulti habe keine Zukunft, entbehrt jedweder Realität. Das Gegenteil trifft viel eher zu. Multikulturelle Gesellschaften sind nicht mehr wegzudenken, kann man nicht einfach abschalten, ausknipsen. Der Beispiele gibt es viele, wo sie besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen, denken wir an Indien, Kasachstan oder die Russische Föderation, an die USA und zunehmend auch an Europa.

Doch das rassistische Gedankengut erhebt für sich den Anspruch, weiterhin sich ausbreiten zu dürfen. Aber genau dies sind die Auslöser für offene Gewalt, Terror mag sich viel eher bilden, weil Mensch im Grunde genommen frei und friedlich in einer Gemeinschaft zusammenleben möchte. Das Herzstück: die Familie. Und wer bestimmt, sie habe nach gewißen Kriterien sich zu bilden, obendrein nach einer idiotischen Vorgabe, einem nationalem Gedankengut entspringend, der hat bis heute nicht verstanden, wie die Menschheit tickt. Sie läßt sich nicht in Käfige sperren und zooähnlich begaffen, in dem schön brav biedere Rassen getrennnt voneinander verweilen!

Lotar Martin Kamm

Dieser Beitrag wurde unter Quergedachtes abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Responses to Rassismus – soweit das Auge reicht

  1. Avatar von 🐼S.🐼 kat+susann sagt:

    Sehr gut geschrieben! Hoffe, das wird generell mal kapiert, dass die Menschheit noch mehr verdummen würde, wenn sie sich nicht immer wieder ein wenig durchmischen würde.

    Gefällt 1 Person

    • Avatar von schlingsite schlingsite sagt:

      Neulich habe ich mit einer seit vielen Jahren von ihrer Familie getrennt lebenden Jezidin gesprochen.Die Heirat mit einem Deutschen war der Grund dieser Distanzierung und ein Übertritt zu deren Glauben ist anscheinend nicht möglich.

      Like

Hinterlasse eine Antwort zu schlingsite Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..