
flickr.com/ Intensivtäteraggressor/ (CC BY-NC-ND 2.0)
Indizien für noch mehr Kriege und Terror
Die Welt blickt keineswegs friedlichen Zeiten entgegen, was allein schon die zunehmenden Kriege und Konflikte, mehr Terroranschläge, die bis nach Europa vordringen, verdeutlichen. Wer dabei noch von einer Entspannungspolitik reden mag, die gar ein sinnvolles Miteinander anstrebt, verkennt den Ernst der Lage. Der Anstieg der Rüstungsausgaben in vielen Staaten seit letztem Jahr verdeutlicht klare Indizien für noch mehr Kriege und Terror.
Man muß längst von einer Aufrüstung in allen Ebenen sprechen, die unsere Menschheit heimsucht, obwohl doch die meisten Bürger eigentlich viel lieber in friedlicher Koexistenz verweilen wollen. Woran liegt das? Was veranlaßt unsere Spezies, dermaßen unerschrocken ständig diese Spirale der Gewalt zuzulassen? Im Grunde ganz einfach: Überreichtum will sich nonstop vergrößern, während die allermeisten Menschen davon eben nicht partizipieren sollen.
Militärausgaben in schwindelerregender Höhe
Allen voran der Hegemon, die USA. In letztem Jahr waren es „nur“ 596 Milliarden US-Dollar, zwei Jahre zuvor noch 44 Milliarden mehr. Kein Wunder, daß die anderen Nationen zumindest sich weiterhin bedroht fühlen und ihre Ausgaben erhöhen, so wie Russland, China oder Saudi-Arabien. Das Königreich hatte im Jahre 2014 immerhin mit 10,4% Anteil am BIP und 80,3 Milliarden US-Dollar bereits sein Budget kontinuerlich erhöht, im letzten Jahr gar auf 87,2 Milliarden. China zog bisherig nach, obwohl dessen Wachstum des Wehretats bereits wieder sinkt. Gewiße Analysten vermuten aber deutliche höhere Militärausgaben.
Daß dabei Europa ebenso seine Ausgaben erhöhen wird, liegt auf der Hand, zumal gerade den USA nichts besseres einfällt, als Russland an den Ostgrenzen mithife der NATO erheblich zu bedrohen. Auch hierzulande steht die Doppelmoral auf festem Boden, werden fleißig Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien getätigt. Jene Politik scheint sich nicht für die Not und das Leid in Jemen zu interessieren, Hauptsache die Kasse stimmt.
Frieden chancenlos angesichts des Wettrüstens
Man sollte sich keinen Illusionen hingeben, daß die Welt friedlicher gestaltet wird. Das Gegenteil findet statt. Obwohl Mensch ohne weiteres die Möglichkeit hätte, das Wettrüsten tatsächlich zu beenden, nutzt er sie mitnichten. Zuviel Mißtrauen hält an, weil das Krebsgeschwür eines Überreichtums ständig sich vergrößert, die Gier nach ewigem Nachschub diesen beflügelt, seine angebliche Berechtigung zu verteidigen.
Rücksichtslos ersinnt er sämtliche Wege der Bereicherung bis hin zu Krieg und Terror. Solange dessen Gehilfen dieses bösartige Treiben unterstützen, ändert sich nichts. Nur ein echter Paradigmenwechsel im Bewußtsein der Menschheit selbst vermag dem ein Ende zu setzen. Dazu bedarf es nicht nur, die Zusammenhänge zu erkennen, anschließend muß eine klare Durchsetzung folgen, diesen gefährlichen Kreislauf endlich schnellstmöglich zu stoppen.
Lotar Martin Kamm