Das Leiden im Gazastreifen nimmt erneut erheblich zu


Israels Offensive alles andere als gerechtfertigt

Kriege im Nahen Osten haben viele Gesichter, neulich endete der Syrienkrieg, während der dramatische Krieg zwischen der Hamas und Israel seit gestern wieder neu entflammt. Israel meldet neuen großen Einsatz von Bodentruppen, wie Zeit Online berichtet.

EU-Ratspräsident António Costa kritisiert völlig zu Recht Israels Kriegsführung im Gazastreifen, er sei darüber schockiert, daß Zivilisten hungern, erneut Krankenhäuser von Angriffen getroffen werden, die israelische Regierung müsse die Blockade aufheben, dabei den sicheren schnellen und vor allem ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe gewährleisten. Dieses Geschehen in Gaza sei „eine humanitäre Tragödie“.

Kritik an Israels neuer Offensive nimmt zu

Dabei bezieht die deutsche Journalistin Sophie von der Tann für die ARD in Tel Aviv Stellung zur internationalen Kritik auf Israels Gegenoffensive und zur Lage im Gazastreifen. Es gäbe Hunderte zivile Tote nach Israelischen Bombardierungen in den letzten Tagen, die Offensive soll schrittweise ausgeweitet werden. Hilfsorganisationen, die Vereinten Nationen sprechen in diesem Kontext von Zwangsvertreibung, ethnischer Säuberung seitens Israels. Parallel sollen Gespräche zwischen der Hamas und Israel laufen, dennoch sei das wichtigste Kriegsziel Israels die Zerstörung der Hamas, dabei seien Angehörige der Geiseln besorgt, da deren Leben angesichts der Bombardierungen extrem bedroht seien.

Israel blockiere seit Anfang März humanitäre Hilfslieferungen in den Gazastreifen, laut den Vereinten Nationen sollen 171.000 Tonnen Hilfsgüter, Nahrungsmittel, Medikamente in Lastwagen bereitstehen, wenn denn Israel die Tore zum Gazastreifen öffnen würde. Unbeschreibliches Leid, wobei die Hilfe ausbleibe, wie die Tagesschausprecherin am Ende des Interviews kommentiert.

Internationale Kritik gen Israels Krieg im Gazastreifen viel zu halbherzig

Niemand wird allen Erntes den grauenvollen Terrorangriff der Hamas vom 07. Oktober 2023 vergessen, der einen weiteren Krieg im Nahen Osten bedeutet. Der Deutschlandfunk befaßt sich in dessen Artikel mit den geostrategischen Hintergründen des Hamas-Angriffs, nur ein kleines Zeitfenster eines wesentlich umfangreicheren Themas. Allerdings muß sich dennoch Netanjahus Israel die kritische Frage und den Vorwurf der Unverhältnismäßigkeit gefallen lassen, die dessen Reaktionen auf den Terroranschlag auslösten. Vielfach wesentlich mehr zivile Opfer im Gazastreifen?

In diesem Zusammenhang darf und muß auch die Frage erlaubt sein, wieso der israelische Beitrag im ESC plötzlich den 2. Platz erreichte. Haben hier gewisse Manipulationen etwa stattgefunden, wie dieser Blog berechtigt hinterfragt?  Ein Schelm, wer hierbei was anderes denkt. Belassen wir es fürs Erste und hoffen im Namen der Menschlichkeit, daß das Leid im Gazastreifen ganz schnell endet.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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