Fünf Landtagswahlen in diesem Jahr


Nazipartei und Union im Aufwind – ein Dilemma

Fast 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs scheinen erneut deutsche Wähler einer Nazipartei auf den Leim zu gehen, während die derzeitige Bundesregierung keineswegs den Mut hat, jene AfD per Verbotsverfahren in die Schranken zu weisen. Welch historischer Fehler!

Im Frühjahr stehen zwei Landtagswahlen in Baden-Württemberg (am 08. März) und in Rheinland-Pfalz (am 22. März) an, im Herbst die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (am 06. September) und in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus (am 20.September), ebenso am gleichen Tag die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Grünen im Ländle verlieren wohl die meisten Stimmen

Laut Infratest dimap vom 22. Januar würden die Grünen fast 10 Prozent an Wahlstimmen verlieren, die Liberalen über die Hälfte mit 5 Prozent noch im Landtag sitzen, die Union mit nahezu 5 Prozent zulegen, die Sozialdemokraten 3 Prozent verlieren, die AfD mit 20 Prozent sich mehr als verdoppeln.

In Rheinland-Pfalz übernimt die Union mal wieder

Und das mit einem prognostizierten Stimmengewinn von nur 1,3 Prozent, denn die Sozialdemokraten sollen laut Infratest dimap vom 22. Januar knapp 10 Prozent an Wahlstimmen einbüßen. Die Liberalen wären draußen aus dem Landtag, die Grünen hätten 0,7 Prozent mehr, die AfD würde sich mehr als verdoppeln mit 18 Prozent.

Union weiterhin die meisten Wahlstimmen in Berlin

Laut Infratest dimap vom 16. Januar legt die Union 6 Prozent zu mit 22 Prozent, während die Sozialdemokraten 7,4 Prozent an Wahlstimmen weniger erhielten. Auch in Berlin wären die Liberalen nicht mehr im Parlament, erhält die AfD mehr als das Doppelte mit 17 Prozent.

Die Sozialdemokraten tragische Verlierer in Mecklenburg-Vormommern

Das verweisen die Prognosen laut Infratest dimap vom 25. September letzten Jahres, bedeutet, die Sozialdemokraten büßen fast 20 Prozent an Wählerstimmen ein! Die Union verharrt bei 13 Prozent, auch hier wären die Liberalen nicht im Plenum. Die AfD erhielte weit mehr als das Doppelte mit 38 Prozent.

Verkehrte Welt in Sachsen-Anhalt

Auch dort verdoppelt sich die Nazi-Partei, würde rund 40 Prozent der Wahlstimmen erhalten laut Insa vom 15. Oktober letzten Jahres. Alle Parteien verlieren an Stimmen, außer die Linke würde weiterhin bei 11 Prozent verharren.

Allerdings würden die Linken in allen anderen Parlamenten sonst moderat zulegen.

Keine guten Aussichten für Deutschland

Zumal die Union dem populistischen Geschwätz der Nazis auf den Leim geht, obendrein sowohl deren Sprache übernimmt als auch über jedes Stöckchen springt, welches die Rechtsradikalen ihnen hinhalten. Gleichzeitig hofiert die AfD Trump und Putin, selbst als Spione werden deren Mitglieder nicht zu Unrecht verdächtigt. Das diesjährige Wahljahr muß als Lackmustest gewertet werden hinsichtlich der nächsten Bundestagswahl 2029. Erleben wir dann ein Bündnis der Union mit der AfD?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Dieser Beitrag wurde unter Politik abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..