
Bild von Ulrike Leone auf Pixabay
Mit gefühlten hundert Jahren
voller Schwerstarbeit auf ihrem Rücken
schleppte sie sich den Hang hinauf.
Dieser schmale Weg zwischen den Eiben
voller Gerüche von süßlich bitterem Harz
nahm ihr den Atem bei jedem Schritt.
Die Düsternis der dichten Enge,
voller Angstschattierungen ihres Kindseins,
war ihr erlebbarer Albtraum.
Der Umweg durch die alte Eibenallee
voller Überwindung fürchterlicher Gefühle
war Gruseln bis zum erstickenden Heulen.
Dieses Erleben trieb sie immer wieder
voller Bange zu den Eiben mit den roten Früchten,
es war die Stille, die sie dort kennenlernte.
Doris Mock-Kamm