40 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe


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Weiterhin werden AKWs gebaut

Im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat wurde am 26. April 1986 um 01:23 Uhr Ortszeit (25. April, 23:23 Uhr MESZ) eine Explosion des Kernreaktors und die Freisetzung großer Mengen Radioaktivität in die Erdatmosphäre verursacht. Vor allem die Region nordöstlich von Tschernobyl wurde kontaminiert. Durch Windverfrachtung und radioaktiven Niederschlag waren auch andere Teile Ost-, Mittel- und Nordeuropas betroffen. (Quelle: Wikipedia)

Bis heute hält auch hierzulande die Strahlenlast an, Wildtiere und Pilze können weiterhin nicht verzehrt werden, weil der Grenzwert entschieden zu hoch unsere Gesundheit gefährdet, abgesehen vom Fleischverzehr, welches ich ohnehin abrate.

Markus Söder, Ursula von der Leyen setzen erneut auf Kernenergie

Bei der Präsidentin der Europäischen Kommission sollte sich niemand wundern, zumal ihr Vater noch zu Lebzeiten ein glühender Verfechter von AKWs war, etliche Demos beherzter Bürger diesen keinesfalls davon abhielt, seine politische Entscheidung zu hinterfragen.

Markus Söder wird seiner Unfähigkeit gerecht, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse schlichtweg zu ignorieren, unabhängig von dessen Schlingerkurs. Erst wollte er sie, die Kernkraft, dann stimmte er in der Union mit Merkel zu, nach Fukushima sie aus Deutschland zu verbannen. Heute hat er damit kein Problem, sie wieder zu wollen.

Obwohl Experten die EU-Atomstrategie kritisieren, halten Ursula von der Leyen sowie Markus Söder vollmundig an der Atomkraft fest. Welch fataler Fehler seitens jener Politiker, eine Ignoranz sondergleichen!

Was uns vor 40 Jahren nachdrücklich bestätigte

Nämlich die keinesfalls hysterisch übertriebene Angst, sondern die nüchterne Erkenntnis ob der gefährlichen Strahlenlast, die von AKWs ausgehen kann und auch real ausgeht. Damalige Proteste waren somit keinesfalls links-grün-versiffte Chaoten, sondern beherzte Bürger, die schlichtweg nicht die unüberlegte Politik gutheißen konnten. Nach zwei weltweiten Super-GAUS war es zumindest hierzulande glockenklar, was die Stunde geschlagen hatte neben anderen Staaten, die genau das folgerichtig umsetzten, den Ausstieg aus der Atomenergie.

Wer jetzt weiterhin auf jene gefährliche Strahlenlast setzt, ignoriert vor allem die bis heute ungeklärte Endlagerung vom Atommüll. Tickende Zeitbomben belasten ohnehin weiterhin Folgegenerationen. Noch mehr sollten es keinesfalls sein! Dennoch sind weltweit (Stichtag 01. Januar 2026) 404 Kernkraftwerksreaktoren in Betrieb. Welch dramatisch ignorante Entscheidung.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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