Manifest für Frieden eine einzige Farce


Ein Diktatfrieden kann niemals verhandelbar sein

Wenn wir uns bevormunden lassen, fremdbestimmt Despoten sich Ländereien kriegerisch einverleiben, während ihnen Gefolgsleute zujubeln, Bittbriefe verfassen, genau dann überlassen wir ihnen das Feld, die Möglichkeit, ihren faschistoiden Kurs durchzusetzen, während die Zeit der Demokratien sich ihrem Ende neigt. Mensch, der dies zuläßt, vergeigt!

Für einen gerechten Frieden betitelt die Politik-Professorin Ursula Schröder ihren Gastbeitrag bei ntv., kritisiert zu Recht das „Manifest für Frieden“, welches Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht jüngst ins Leben gerufen, inzwischen etliche unterzeichnet haben, u.a. die Theologin Margot Käßmann, der Sänger Reinhard Mey, der Satiriker Martin Sonneborn, Brigadegeneral a.D. Erich Vad, der Textilunternehmer Wolfgang Grupp und der ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen. Welch frapante Botschaft, die an Naivität kaum zu überbieten ist.

Putin kennt nur das Gesetz des Stärkeren

Obendrein hat Wladimir Putin mehr als deutlich uns aufgezeigt, was man von ihm halten sollte. Der sogenannte „lupenreine Demokrat“ entpuppt sich seit dem Beginn des Angriffskrieges gegen die demokratische Ukraine als Kriegsherren und Despoten par excellence, der keinesfalls davor zurückschrecken wird, auch andere Staaten zu überfallen, wenn jener Völkerbruch in seinem Sinne erfolgreich enden sollte.

Insofern kann jenes Manifest für Frieden nur scheitern, was die beiden Initiatorinnen ganz offensichtlich nicht wahrhaben wollen. Putin reagiert bekanntlich, wenn überhaupt, nur wenn ihm Paroli geboten wird. Sobald er Schwäche entdeckt, nutzt er diese für eigene Zwecke, von Vertrauen kann ohnehin keine Rede mehr sein nach jenem brutalen Überfall.

Ein Männlein stand im Kreml ganz still und stumm

Bemühen wir doch mal in diesem Kontext jene Satire von den Grübeleien in Putins Hirnwindungen. Zumal sie durchaus zutreffend zu sein scheinen, wenn man sich die Fortsetzung seiner Handlungen betrachtet. Anstatt endlich einzusehen, welch fatale Fehler er begangen hat, besteht Putin auf die Fortsetzung jenes Krieges, fühlt sich im Recht.

Die taz hat in diesem Passus es ziemlich treffend auf den Punkt gebracht: Sie nennen es „Manifest für den Frieden“, diese beiden Frauen, und es handelt sich um exakt das Gegenteil: Es muss, aus jeder vernünftigen linken und emanzipatorischen Logik heraus, als „Manifest für die Unterwerfung“ bezeichnet werden, was die beiden Initiatorinnen Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer lanciert haben. Sich der Politik Wladimir Putins untertan machen, sagen sie mit Blick auf die militärisch gerade durch russische Militärs seit knapp einem Jahr in Verheerung gebrachte Ukraine.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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