Grünenbashing wird gezielt inszeniert
Populistisches Geschwätz seitens jener Nazis oder der Union offenbart schon lange dessen unüberbrückbare Nachteile bishin zur deutlichen Gefahr, daß weder der Umweltschutz, der Klimawandel und erst recht unsere Demokratie damit geholfen wird. Ganz im Gegenteil, es fördert eine Ignoranz, die dann mit fatalen Folgen endet. Insbesonders all jene Jungwähler, die im Osten der AfD ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel kritzelten, sollten eher mal in sich kehren und ihre Haltung besser überdenken.
Wir sind noch lange weit entfernt vom Ziel einer europäischen Klimaneutralität, Deutschland ist zu langsam, wie die taz völlig zu Recht feststellt. In Norwegen sei der Individualverkehr laut einer Studie des Potsdamer Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit in Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung nahezu emissionsfrei. Dänemark habe im Stromsektor eine Vorbildrolle inne, außerdem seien Genehmigungsverfahren schnell und einfach sowie Fördermaßnahmen gut an die Bedürfnisse der Bürger angepaßt.
Nehmen wir das Herrn Merz noch ab?
Die Erkenntnis kommt reichlich spät, zumal besonders die Union auf dem rasenden Zug des Ampel- und speziellen Grünenbashings sich nicht davon abhalten ließ, diesen mit allen Mitteln zu verteidigen. Zuletzt mischte gar Herr Söder eindrucksvoll mit, die Grünen zu verunglimpfen.
Christian Stöcker beschreibt in dessen Spiegel-Kolumne, Merz entdeckt seinen inneren Habeck, um am Ende gar zu behaupten, es sei dann gut für Deutschland. Natürlich mag das zutreffen, wenn endlich der Klimawandel und die bisherige Politik geändert wird, doch gerade was die stoischen politischen Verfehlungen der Union anbelangt, sollte eine größere Skepsis bestehen.
Insofern kann man das Herrn Merz eben nicht abnehmen. Was er heute verkündet, mag morgen nicht mehr gelten. Allein schon dessen Haltung zur AKW-Lobby läßt ziemlich tief blicken, wohin dessen Agenda sich richtet. Stets nach eigenen profitablen Möglichkeiten wider eines kritischen Umwelt- und Klimaverständnisses!
Viel Bohei um Habecks Heiz-Gesetz
Da kamen zwei entscheidende Faktoren zusammen: zum einen die verkehrte Kommunizierung seitens des Wirtschaftsministers, aber vor allem die sofortigen Kampagnen gegen das Gesetz. Mit den Folgen haben nunmehr all jene das Nachsehen, die daraufhin erneut auf eine Gas- oder Ölheizung setzten.
Das populistische Geschwätz eben auch seitens Herrn Merz zeigt dessen negative Wirkung. Sowohl die Sozialdemokraten als auch die Grünen täten gut daran, ihren Wahlkampf klüger auszurichten, wollen sie real eine Chance haben, den merkwürdigen Vertrauensvorschuß dieser Union zum Schmelzen zu bringen!
Lotar Martin Kamm
