Joe Bidens Einfluss scheitert oftmals an US-Senator Joe Manchin

Eine Laus im Pelz der Demokraten

Ein Vergleich zum Problem der Grünen mit einem Boris Palmer hinkt keineswegs. Was beflügelt Politiker, die eigene Partei in Mißkredit zu bringen? Machtgehabe, Narzißmus im Reigen verfehlter Ansichten wie sie bei den Demokraten gar nicht passen, er womöglich bei den Republikanern besser aufgehoben wäre?

Bastian Brauns Artikel in T-Online befaßt sich ausführlich mit dem US-Senator Joe Manchin, dem Mann, der die Präsidentschaft von Joe Biden zerstören könnte. Zweifel sind dennoch angebracht, es wäre ziemlich fatal, wenn ein einzelner Senator dermaßen viel Macht auskosten dürfte. Trotzdem mag jener Mann nicht nur eine Reizfigur in den Reihen der Demokraten sein, sondern obendrein im Grunde einem Donald Trump dazu verhelfen, wieder besser Fuß zu fassen.

Jemand, der Trumps protektionistische Politik lobt

Wie Michael Kruse in der US-amerikanischen Zeitung Politico in dessen ausführlichen Artikel Manchin in the Middle vor vier Jahren mal beschrieben hat. Jene Treffen mit Donald Trump verdeutlichen einmal mehr, aus welchem Holz dieser Joe Manchin geschnitzt ist. Ob die Demokraten ähnlich wie hierzulande im Fall Palmer oder Sarrazin über ein Parteiausschlußverfahren gegen ihn gegrübelt haben? Das sollte man nicht von der Hand weisen.

Wer bereits mit Barack Obama damals auf Kriegsfuß stand, wird sich bei einem Joe Biden ganz ähnlich verhalten. So geschieht das, was viele längst befürchtet haben. Joe Manchin, die Haßfigur der Demokraten, macht dem 46. US-Präsidenten das Leben schwer. Zum viel größeren Nachteil etlicher Menschen im Land, schließlich könnten durch ihn milliardenschwere Investitionen bei der Infrastruktur genauso scheitern wie der Klimaschutz oder schärfere Waffengesetze.

Die Rolle der „Lame Duck“ steht Joe Biden so gar nicht

Zumal er sowohl während des Wahlkampfs als auch in seinen ersten Reden und Beschlüssen ziemlich selbstsicher auftrat, dem Volk und der Welt versicherte, den Schaden, den sein Vorgänger angerichtet hatte, möglichst zügig zu beseitigen. Doch mit einem Joe Manchin im Hintergrund wirkt das für Joe Biden als enormer Bremsklotz, der in der Tat ihm das Leben als US-Präsident schwer macht.

Donald Trump frohlockt längst, weil ihm ein Joe Manchin von großem Nutze ist. Nicht zufällig trafen die beiden sich noch während dessen Amtszeit. Insofern muß man mit Fug und Recht den Demokraten bescheinigen, daß sie eine gefährliche Laus in den eigenen Reihen haben. Bedauerlich in jeder Hinsicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Erstaunlich oder so ähnlich

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Nun, erstaunlich,
so ähnlich dachte ich neulich,
die Sonne blickt blind auf ihr Bestrahltes,
mittels Schatten, die Form, sie erahnt es.

Nun, erstaunlich,
so ähnlich dachte ich neulich,
die Sonne scheint es nicht zu stören,
vermutlich kann eine Form sie bereits betören.

Nun erstaunlich,
so ähnlich dachte ich neulich,
die Sonne erwärmt sich für Schattengestalten,
von ihr werde ich nie für ein schwarzes Schaf gehalten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Einfach mal den Spieß umdrehen

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Wie neugierige Beobachter selbst zum Opfer werden

In diesem Kontext sei die Rede von der Spezies Mensch, die es nicht lassen kann mit ihrer enormen Erwartungshaltung, mitnichten vereinsamt in den Weiten des Kosmos zu verweilen, sondern viel eher voller Tatendurst sämtliche Register zieht, um auf sich aufmerksam zu machen, nach möglichen anderen hochentwickelten Spezies Ausschau zu halten.

Wer kennt nicht die abenteuerlichen Science-Fiction Romane oder gar Filme ob irgendwelchen Begegnungen mit Alliens, die hauptsächlich auf unserem Blauen Planeten erscheinen, Kontakt aufnehmen? Des Öfteren mit eventuellen aggressiven Hintergedanken, die jene Außerirdischen gegen uns hegen sollen, ganze Schlachten geschehen, um die Menschheit zu retten? Heldenhafte Stories sorgen für genügend Spannung.

Tatsächlich sucht Mensch schon länger im All per riesigen Teleskopen, sendet Radiosignale. Vielleicht möge da draußen Leben sein, welches wir entdecken. Doch wie schaut es aus, wenn exakt der umgekehrte Fall eintritt? Außerirdische könnten die Erde sehen, wie die Stuttgarter Zeitung jüngst kommentierte. Wie blauäugig muß Mensch sein, dies tatsächlich nicht in Erwägung gezogen zu haben?

Natürlich dürften im Kosmos etliche Spezies verweilen, die durchaus uns längst ausgemacht haben, beobachten, viel eher ohne daß wir davon etwas bemerken. Manchmal wundern wir uns ob irgendwelcher merkwürdigen Flugobjekte, die teilweise in extremer Geschwindigkeit genauso schnell verschwinden, wie sie aus dem Nichts plötzlich auftauchen. Von der Hand zu weisen, sind solche Berichte keinesfalls, selbst wenn gern behauptet wird, es handle sich um Hirngespinste. Davon kann keine Rede sein. Selbstverständlich gibt es überall Trittbrettfahrer, Wichtigtuer, die gern mal ausschmückend übertreiben, hinzudichten.

Aber mit gesundem Menschenverstand kommt man schnell dahinter, die arrogannte Jacke der Selbstüberschätzung abzustreifen, Mensch sei im unendlichen Kosmos die alleinige intilligente Spezies. Das wäre nicht nur vermessen, sondern hochgradig naiv. Das Gegenteil wird höchstwahrscheinlich zutreffen. Doch warum haben Außerirdische noch keinen Kontakt mit uns aufgenommen? Und vor allem, ist dem tatsächlich so? Man muß viel eher vermuten, daß es längst zu Kontakten gekommen ist. Nur soll das eben nicht jeder wissen, ob zum Selbstschutz oder aus anderen Machtgründen, bleibt mal dahingestellt.

Vielleicht gilt ja doch, America First erst recht bei UFOs? So abwegig mag dies wohl nicht sein. Ein kurzer Blick zu Hochkulturen zurück in die Vergangenheit läßt erahnen, welch Rätsel noch ungelöst auf uns warten. Seien wir allesamt offen für unterschiedliche Sichtweisen, versperren uns nicht, selbst wenn manches merkwürdig erscheinen mag.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Ungeklärtes

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Gespürt

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Berührt
von Worten,
eingeschnürt
das Herz,
die Seele
fast zerdrückt,
die Adern
zugedrückt,
kein Atem
entweicht,
das Gesicht
erbleicht,
berührt,
gespürt
das Leid,
das verweilt,
auf dieser Erde,
als wäre
es sein Erbe,
das ständig strebe,
allem Leben
sein Leid zu geben.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Alles beim Alten

Deutsche Gründlichkeit,
es ist mal wieder soweit.
Einfach die Union wählen,
auf die kann man zählen.
Grünes Gesocks abstrafen,
bequem weiterschlafen.
Was interessiert das Klima,
mit Laschet wird’s prima.
Das weiß doch längst jeder,
die Baerbock will uns ans Leder.
Den Liberalen wird vergeben,
so sei es jetzt eben.
Hauptsache Schwarz-gelb regiert,
alles beim Alten, nichts passiert.
Konservative Werte hochhalten,
mögen erneut schalten und walten.
Soziale Nöte und Umwelt völlig egal,
wenn das Bier dabei wird nicht schal.
Im Herbst läuft’s darauf hinaus,
endlich wieder ein Herr im Haus.
So fügt sich solch Wählerwillen,
gegen Dummheit gibt’s keine Pillen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Corona-Pandemie: Regelunterricht und Aufhebung der Maskenpflicht

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Grobfahrlässige Entscheidung der Politik

Kennen wir doch, den Spruch, denn sie wissen nicht, was sie tun. Trotz all der vielen „Expertenrunden“ in Talkshows, in den Social Media, vor allem angesichts der Todeszahl auch hierzulande wird einfach deren Tragweite nonchalant ausgeblendet. Und dies trotz der eher beunruhigenden Meldung, Delta ist eine Superspreader-Variante.

Wo verbleiben Herr Söder und Frau Merkel nunmehr? Wegducken angesichts eines Bundestagswahlkampfes, der eventuell wichtiger ist als das Leben von Schülern und deren Angehörigen? Wie sonst soll man jene Ignoranz werten, daß Schüler einfach ohne Maske seit 21. Juni wieder dem Regelunterunterricht folgen sollen, als ob es kein Corona-Virus mehr geben würde. Doch genau das lauert schon!

Nach der dritten Welle eine vierte mit verheerenden Folgen?

Exakt darauf steuern wir zu, falls jene Mißachtung anhalten wird. Haben jene Corona-Leugner nebst den Nazis etwa ganze Arbeit geleistet, daß Politik jetzt dermaßen leichtsinnig handelt? Wer nur auf die augenblicklichen Werte starrt, ohne ein bißchen weiterzudenken, hat wohl die Gefahr dieser Pandemie überhaupt nicht erkannt.

Schon warnen etliche Virologen eindringlich, die Delta-Variante wirklich ernst zu nehmen.  Das scheint in den Köpfen verantwortlicher Politik nicht angekommen zu sein, sonst wäre längst wieder Home-Schooling präsent, zumindest die Maskenpflicht nicht aufgehoben worden. Eine vierte Welle steuert unweigerlich auf uns zu, zumal durch Reisende in der Urlaubszeit dies erst recht für genügend Ansteckung sorgt.

Im Herbst wird abgerechnet in der Bundestagwahl

Genau dies sollten sich die Wähler vergegenwärtigen. Die Parteien, die heuchlerisch gestern noch meinten, sie würden die Corona-Pandemie ernstnehmen und entsprechend klug handeln, versäumen es im Sommer 2021, in dem in Schulen Regelunterricht ohne Masken stattfindet trotz jener gefährlichen Delta-Variante?

Das geht gar nicht. Soviel Ignoranz sollte abgestraft werden, gerade die Union, die bekanntlich in weiten Teilen Regierungsverantwortung trägt, versagt jetzt, ist damit beschäftigt, ihre Vorteile zu sondieren. Da scheint die Corona-Pandemie als Nebenschauplatz zu verkümmern. Nicht gut, grob fahrlässig, läßt sehr tief blicken! In diesem Kontext möchte ich an das Schicksal von der Drehbuchautorin Heidi Ferrer erinnern, die nach einem langen Kampf gegen Long Covid sich das Leben nahm.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Wer weiß, weiß Gott

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Die Welt ist weiß,
ich weiß, weiß Gott,
im Himmelreich
alles ist rein,
kein Fleck
nirgendwo,
das Auge weint,
sehnt sich
nach Farbenfröhlichkeit,
Tränen
fallen gnädig,
das Weiß
wirkt schäbig,
weiß Gott,
eine Farbe
grau,
in der Sonne
sie schimmert
rötlichbraun,
wer weiß,
hat Gott gelacht,
mit der Hand
versucht zu retten,
wer weiß,
grauschwarz
nun die Flecken,
im Licht
blauschwarz,
ein wenig lila
konnte er entdecken,
wer weiß,
vielleicht gefällt
ihm das,
er wischt,
er reibt
die Tupfen,
ein neues Gefühl
das Putzen,
Reinlichkeit,
das Buntes
schafft,
wer weiß, weiß Gott,
wie wild er das macht,
zu wissen,
welch koloriertes
Reich er erschafft.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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