
Bild von Willgard Krause auf Pixabay
Worte fluten Gefühle,
ungestüm vermengt
stürzen sie in Tiefen,
kein Wort sie benennt,
Silben, Ziffern bloß,
in der Seele schneit‘s
weiße Fetzen,
Herz angesengt,
Buchstaben schmerzen.
Doris Mock-Kamm

Bild von Willgard Krause auf Pixabay
Worte fluten Gefühle,
ungestüm vermengt
stürzen sie in Tiefen,
kein Wort sie benennt,
Silben, Ziffern bloß,
in der Seele schneit‘s
weiße Fetzen,
Herz angesengt,
Buchstaben schmerzen.
Doris Mock-Kamm
Erleben wir da etwa einen Höhenflug der CDU im kleinen Sachsen-Anhalt, weil der Name Reiner Haseloff so selbstherrlich geläufig, die anderen Kandidaten, die sich den Landtagswahlen stellten, nicht dessen Bekanntheitsgrad innehaben? Mit Sicherheit spielte das eine Rolle, obwohl die Wahlprognosen der letzten Umfragen gänzlich danebenlagen, besonders weil die Uhren in Sachsen-Anhalt etwa anders ticken.
Traute man der CDU zuvor noch 30 Prozent zu, erreichte sie gar 37,1%, ein deutlicher Abstand zu den Nazis, die lediglich 20,8% erreichten. Wie war das nochmal mit dem angeblichen Kopf-Kopf-Rennen? Davon kann somit gar keine Rede sein. Jene AfD ist zwar noch zweitstärkste Partei im Landtag, aber weiterhin in der Opposition, ein Regierungsbündnis mit den anderen verbleibenden Parteien kann sich der amtierende Ministerpräsident ziemlich streßfrei aussuchen.
Erst recht nicht auf Bundesebene nach jener dritten Landtagswahl in diesem Jahr. Die taz stellt zu Recht, alles nicht so schlimm, in Frage. Eben, mitnichten. Da findet tatsächlich ein Kamikazekurs der CDU gegenüber rechts außen statt, den es ohnehin besonders im Osten Deutschlands zu beobachten gibt, denken wir an Thüringen, an diesen Herrn Maaßen, der immer noch in der christlichen Partei tönen darf.
Schon beginnt das Ausschlachten der kleinen Landtagswahl, um von Erfolgsrezepten zu fabulieren, wie Armin Laschet zum Besten gibt, „der Kurs der Mitte wird um keinen Millimeter verändert“, liest man in der Süddeutschen. Dabei hebt der potentielle Kanzlerkandidat der Union die Geschlossenheit der CDU hervor, diese sei das Erfolgsrezept. Aber in Wirklichkeit waren es etliche Wähler, die einfach eine erstarkende AfD verhindern wollten, um damit die CDU zu stützen. Forsa-Chef Güllner meint lapidar, die Grünen hätten nunmehr kaum noch Chancen, stärkste Kraft bei der Bundestagswahl zu werden. Welch arrogante Überheblichkeit!
Der Abwärtstrend der SPD zeigt sich gleichwohl deutlich in Sachsen-Anhalt, sie büßt 2,2 Prozent der Wählerstimmen ein, erreicht nur noch 8,4%, während die Linken als großer Wahlverlierer dastehen. Ein Minus von 5,3 Prozent, was gerade mal 11% bedeutet. Die Grünen verbessern sich zwar um 0,7 Prozent, erreichen nur 5,9%, aber die Wahlprognosen lagen letztlich daneben mit knapp 9%.
Nach zehnjährigem Fernbleiben im Magdeburger Landesparlament sind die Liberalen wieder zurück mit 6,4%, dabei gar vor den Grünen, also nicht Schlußlicht, mit der Aussicht, eventuell mitregieren zu dürfen, wenn Reiner Haseloff sich dazu entschließt.
Lotar Martin Kamm

Bild von Mariusz Prusaczyk auf Pixabay
Verweinte Erde,
niedergetrampelt
von Gefährten,
auch menschlichen,
Schweiß und Blut
getränkt,
Gift besprüht,
abgetragen,
Maschinenschaufeln
ohne Gefühl,
schützendes Gras,
Wurzeln,
die umarmten,
zerfetzt,
zerrissen,
weinende Erde,
niedergeschmettert,
seit Kind
ich dich bewein.
Doris Mock-Kamm

Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 de
Was drüben in den USA vor fünf Jahren geschehen konnte, daß nämlich eine Hillary Clinton im Kreml völlig unerwünscht war, die Russen im US-amerikanischen Wahlkampf mit allerlei schmutzigen Tricks aufwarteten, mag auch hierzulande durchaus im Bereich des Möglichen sein. Immerhin wagen die Grünen, Regierungsverantwortung zu übernehmen, obendrein erneut eine Frau wie zuvor Angela Merkel.
Die noch amtierende Bundeskanzlerin verstand es, sich dementsprechend zu wehren, der jungen Grünenpolitikerin stehen noch turbolente Zeiten bevor. Ein wichtiger Parteikollege mit Weitsicht weiß nur zu gut, daß die Grünen keine Wunschpartner sind, sowohl in Moskau als auch in Ankara. Özdemir sieht russische und türkische „Schmutzkampagnen“ gegen Baerbock, wie die Welt ausführt. Übertriebene Hysterie oder etwa doch realistisch?
Natürlich hinken jene Verfassungsschützer, Nachrichtendienste, also der gesamte Sicherheitsapparat diesen potentiellen Angriffen hinterher, die stets neue, perfide Absichten ersinnen, politische Gegner zu diskreditieren. Ganz besonders in den Weiten des Internets, Cyberkriminalität nimmt erheblich zu.
Obendrein bahnt sich schon länger ein faschistoider Zeitgeist an, Despoten leben im Aufwind einer müden Wählerschaft, die viel eher der Demokratie nicht mehr trauen will, der Ruf nach einem Führer wird erneut lauter. Was wir im letzten Jahrhundert überwunden glaubten, kehrt unweigerlich zurück.
Schadensbegrenzung möchten die Grünen auch hierzulande beherzt umsetzen. Da paßt natürlich keine starke Frau als Kanzlerin ins Konzept ewiggestriger Herrenmenschen, ob hierzulande vertreten durch den Herrn Merz, in den USA den frohlockenden Herrn Trump, in Russland dem Langszeitpräsidenten Putin oder den kriegslüsternen Herrn Erdoğan, um nur ein paar zu benennen.
Letzterer mischt ordentlich mit in Syrien, in Libyen und vor der Küste Griechenlands, obendrein entgleitet ihm dessen Schattenarmee, die islamistische Vorstellungen hat, wie man Europa unterjochen könnte. Da bedarf es sehr viel Weitsicht und Fingerspitzengefühl, ein entsprechendes neues Bundeskabinett zu bilden, wenn Frau Baerbock in diesem Herbst das Rennen machen sollte.
Lotar Martin Kamm
Im Grunde genommen nichts Neues, zumal die Herzlosigkeit besonders von christdemokratischen Politikern seit Jahrzehnten in politischen Entscheidungen einfließt, per Gesetz verordnet im gesamten sozialen Bereich die Betroffenen erheblich zu leiden haben. Das hat dementsprechend auch bei den Sozialdemokraten Schule gemacht, bei den Liberalen ohnehin. Was die Nazis anbelangt, braucht es keine nähere Erläuterung, die Geschichte offenbart die nachdrücklich.
Was heißt das im Kontext einer Gesellschaft, die antritt, Menschenrechte hochzuhalten, diese unbedingt zu betonen, meist dann hervorzuholen, wenn despotische Machthaber mal wieder am Pranger stehen aufgrund einer bekanntgewordenen Schweinerei? Jüngstes Beispiel der unheimliche Kurs von Diktator Alexander Lukaschenka.
Aber kommen wir mal gleich direkt zum Geschehen, was äußerst sauer uns aufstoßen läßt, bereits vor Monaten mich selbst hochgradig verwundert hat, mit welcher Dreistigkeit und Selbstverständlichkeit in der Post drei Masken, übrigens lose in einen großen Briefumschlag gesteckt, mich erreichten. Nach kurzer Recherche war ziemlich schnell klar, daß sie unbrauchbar, also überhaupt keinen Nutzen haben, somit tatsächlich viel eher als gefährlich einzuordnen sind, weil der Mund-und Nasenschutzträger sich in Sicherheit wiegt, obwohl das Gegenteil zutrifft.
Grüne und SPD sprechen von Vertuschung im Gesundheitsministerium, wie der Spiegel gestern berichtet. Dort liest man ebenso, wie kaltschnäuzig jene Masken gleichwohl an Hartz-IV-Empfänger gesendet worden waren. Aha, endlich wird es angemahnt. Daß gleichzeitig Menschen mit Behinderung in Genuß jener perfiden Masche kommen, dürfte nicht wirklich verwundern. Wer sich die Politik der Union genauer vergegenwärtigt, weiß wie lapidar Sozialpolitik in deren Reihen gehandhabt wird, von christlicher Nächstenliebe bleibt dabei fast nichts mehr übrig. Das Aushängeschild jener Parteien bröckelt weiterhin erheblich.
Wer jetzt noch glaubt, daß ein Herr Spahn Konsequenzen ziehen wird aufgrund eigener zynischer Verfehlungen, der wird ziemlich schnell eines Besseren belehrt. Der sitzt dies einfach aus, hilfreich dabei mögen Einladungen in Talkshows sein, um sich nonchalant zu positionieren und zu profilieren, was für eine tolle Gesundheitspolitik man in der Pandemie geleistet habe.
Davon kann im Nachhinein so gar keine Rede sein. Allein die Aufhebung der jetzt am Montag beschlossenen Impfpriorisierung ist ein Armutszeugnis sondergleichen, wenn man bedenkt, daß noch mehrere Millionen Menschen, denen eine sichere Option versprochen wurde, sich nunmehr ungeimpft getäuscht fühlen müssen. Die Behauptung im Sommer hätte jeder Bürger einen Impftermin, darf daher unbedingt bezweifelt werden. Es entspricht der Vorgehensweise dieser Bundesregierung und schafft mitnichten Vertrauen in der Bevölkerung. Die Bundestagswahl wird insofern ganz besonders dringlich, dann sollte man jene Union dorthin verbannen, wo sie hingehört. In die Opposition.
Lotar Martin Kamm

Bild von Thomas Ulrich auf Pixabay
Politische Arroganz,
welch Affentanz,
funktioniert reibungslos,
weil unterwegs hoch zu Roß,
deren Sinn nicht in Frage steht,
sie kommt und geht.
Bis zur nächsten Wahl
wird’s erneut eine Qual,
Hauptsache Machterhalt,
egal wer dafür am Ende zahlt,
Geld spielt dabei keine Rolle,
das ist ja das fragwürdig Tolle.
Wenn am Sonntag wird gewählt,
abends die Stimmen ausgezählt,
verkündet die Glotze uns die Zahlen,
Sieger vor der Kamera strahlen,
danach wird wieder weiterregiert,
sowieso nichts Entscheidendes passiert.
Lotar Martin Kamm