Wenn ihr euch an mich erinnert

Image by Sarah Lötscher from Pixabay

Wenn ihr euch an mich erinnert,
bin ich nicht mehr da,
der Zug kam pünktlich,
im Gegensatz zu euch,
ihr seid zu spät.

Wenn ihr euch an mich erinnert,
seht ihr nur mein jüngeres Ich
auf Photos, mein unmerkliches
Altern bleibt euch fremd,
Fremde sind wir beim Wiedersehen.

Wenn ihr euch an mich erinnert,
eure Gedanken ein Früher
als das Jetzt vorspielen,
habe ich längst die Türe
hinter mir geschlossen.

Wenn ihr euch an mich erinnert,
die Hoffnung bleibt mein Gepäck,
dann an das Lächeln der Freude
des unerwarteten Glücks,
in eurem Spiegel, auch im Rückblick.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Ahnungslos trifft schonungslos

Haste Bock
zu springen übern Stock,
den die AfD dir hinhält?
Dir das nicht gefällt?

Die Nazis haben’s erreicht,
den Widerstand aufgeweicht,
neulich im Deutschen Bundestag
es mal wieder an der CDU lag.

Gezielte Aktion
setzt den politisch unwürdigen Ton,
Konservative machen schweigend mit,
zerlegen die Demokratie Schritt für Schritt.

Widerstand oberste Pflicht,
sonst obsiegt jeder Bösewicht.
Wir haben schon genug gelitten,
als wir uns in der Ampel zerstritten.

Aufgepaßt und aufgewacht,
bevor der Faschismus aktiv entfacht!
Wer jetzt die Nazis nicht stoppt,
der handelt gefährlich bekloppt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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MAGA-Fan verprügelt – Inszenierung wider die Vernunft?

Meinungsfreiheit hat offensichtliche Grenzen

Wohin steuert besonders die Politik Europas, wenn schon in den USA die größte Demokratie Schaden nimmt wegen des 47. US-Präsidenten, der ohne Wenn und Aber das Project 2025 längst umsetzt? Autokratische Staatsformen beweisen den fatalen Weg, den wir doch nach dem 2. Weltkrieg möglichst verhindern wollten. Fehlanzeige. Mit Putin im Osten und Trump im Westen schaut es ziemlich düster aus in der größten globalen Wirtschaftsregion, Europa muß erst recht zusammen- und wachsam gegenhalten.

CDU-Mitglied in Brüssel brutal verprügelt, wegen MAGA-Kappe, wie T-Online in seinem Artikel hinterfragt. Ganz offensichtlich und durchaus nicht verwunderlich. Sicherlich darf solche Gewalt nicht toleriert werden, doch die Wut über Trumps brutale Politik allenthalben nachvollziehbar zur Diskussion steht.

Gewalt gegen Nazis?

Durchaus, möchte man meinen. Unvergessen deren historische Verbrechen bis hinein in die Gegenwart, schließlich werden auch hierzulande die meisten rechtsradikalen Gewalttaten verübt im Vergleich zu anderen politischen Lagern. Es bleibt mal dahingestellt, ob die potentiellen Angreifer tatsächlich nordafrikanisch waren, wie das Opfer schildert. Solche vorschnellen Behauptgungen passen viel eher zu den rassistischen Vorurteilen besonders seitens Rechtsradikaler. Daß ein CDU-Mitglied mit MAGA-Kappe unterwegs gern provoziert, verdeutlicht auch dessen Haltung: die uneingeschränkte Befürwortung von D. Trump.

Mit Blick zum jüngsten Verhalten Trumps während des Nationalfeiertags am 04. Juli zeigt sich doch offensichtlich dessen Sympathien zu Nazis. Wer mit dem „Hitlergruß“ sich in Szene setzt, ganz ähnlich wie schon Elon Musk zuvor, der läßt sehr tief blicken!

Was Vance fordert, wird später von Faschisten verhindert

Unvergessen Vances Auftritt bei der Münchner Sicherheitskonferenz, wo dieser die Meinungsfreiheit einforderte, die besonders Deutschland vermissen lasse, und zwar hinsichtlich der AfD. Die Kritik der rechtsradikalen Partei gegenüber schmeckt ihm wohl nicht. Die USA vom Regen in die Traufe möchte man ihm entgegenschmettern, denn wer dermaßen die Realität verleugnet, den kann man nicht wirklich für voll nehmen. Ganz im Gegenteil.

Bekanntlich waren es in der Vergangenheit doch Faschisten selbst, die jedwede Meinungsfreiheit verhinderten, zunächst wurden die Medien abgeschafft, politische Gegner verhaftet und am Ende verboten, weggesperrt und umgebracht. Insofern ist Widerstand Pflicht, bevor wir allesamt selbst betroffen sind.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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SPD – von der 40-plus-Partei zur 13-Prozentpartei

Kein Zufall, sondern ein Armutszeugnis

Sowohl die Konservativen, die Liberalen als auch die Rechtsradikalen frohlocken, während die Grünen keinesfalls staunen, die Linken berherzt nicken über die herben Niederlagen und erst recht die jüngsten Umfragen der Sozialdemokraten, die nunmehr bei 13 Prozent herumdümpeln. Selbst schuld, möchte man ihnen entgegenschmettern, zumal sie mit Bundeskanzler Olaf Scholz so gar keine gute Figur machten in dieser Ampelkoalition.

Kein Grund ins selbe Horn zu blasen wie weite Teile der Medien und all die Neider, die keinesfalls verstanden haben, was jenes Ampelbündnis an wichtigen Weichenstellungen geleistet hatte. Gegen den bösartigen Widerstand all jener Kräfte, die den Klimawandel als ideologische Mär verteufelten bis hin zu den Superreichen, den Eliten, die schon immer die Union favourisierten, die dafür sorgt, daß sowohl die Erbschaftssteuer als auch die Vermögenssteuer nicht erhöht oder wiederbelebt wird.

Willy Brandt und Helmut Schmidt würden sich im Grab umdrehen

Nur mal den Zeitraum von 1969 bis 1980 betrachtet, vier Bundstagswahlen, in denen die SPD nicht unter 40 Prozent im Ergebnis abschloß, das beste erreichte sie 1972 mit 45,8%, während die Union mit  nur 44,9% knapp dahinter lag. Erst 1998 konnte Gerhard Schröder die Sozialdemokraten wieder über 40 Prozent hieven, erreichte die SPD 40,9 %, übrigens die Union lediglich 35,2 %.

Insofern dürften sowohl Willy Brandt als auch Helmut Schmidt sich wohl im Grab umdrehen angesichts dieses jetzigen dramatischen Ergebnisses, zur letzten Bundestagswahl nur 16,4 % und gar in der jüngsten Infratest dimap Umfrage lediglich 13%, welch fatales Signal! Ein Armutszeugnis par excellence. Die KleiKo offenbart ziemlich deutlich, was dabei vor unseren Augen geschieht. Sozialdemokraten, die das „S“ im Parteinamen nicht so wichtig nehmen, denken wir an die Migrationspolitik, an das Aussetzen der Stromsteuersenkung, an das Herumdoktern beim Bürgergeld, an halbherzige Überlegungen, dem Gas den Vortritt zu gewähren, dabei den Klimawandel minimum bis 2050 vor sich hinzuschieben.

Diese AfD reibt sich längst die Hände

Obendrein verhandelt sie mit dem BSW, denn BSW-Chefin Wagenknecht zeigt sich offen für Gespräche mit der AfD, wie die Zeit schreibt. Vordergründig wird behauptet, man müsse miteinander reden. In Wirklichkeit aber ähneln sich in außen- und migrationspolitischen Positionen die beiden Parteien. Kein Wunder, zumal das BSW schon länger mit dem Feuer der Nazis liebäugelt. Daß dabei eine Brandmauer ins Lächerliche gezogen wird, sollte nicht weiter verwundern. Ganz ähnlich hatten sich auch in den 1920er Jahren etliche politische Strömungen geäußert, die Nazis zu verharmlosen, um sich selbst in Position zu rücken, wenn diese dann die Macht an sich reißen.

Ganz offensichtlich erleben alle noch wenig vorhandene demokratische Parteien, was es bedeutet, eben nicht zu handeln, sondern die AfD und ihre Schergen gewähren zu lassen. Allen voran Politiker wie Jens Spahn u.a., die gar einen Trump hochhalten. Welch bitterer Beigeschmack, das läßt ziemlich tief blicken. Die SPD täte sehr gut daran, sich noch rechtzeitig zu besinnen, bevor es zu spät ist!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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SPD-Parteitag ziemlich karg

Nix wird schee
bei dieser SPD,
von Selbstkritik keine Spur,
Lobhudelei in einer Tour.

Statt den Abstieg zu bemerken,
labern stets dieselben Schergen,
das Soziale kommt abhanden,
regiert wird mit reichen Banden.

Was interessiert des Bürgers Belange,
man tätschelt verlogen manch Wange,
vergessen die Not der Armen,
Hauptsache ignoriert jedwedes Erbarmen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Nach NSU-Flop darf auch Elsässer ungebremst poltern

Politik fördert diese Justiz

Von wegen demokratische Entscheidung, das Gegenteil trifft vielmehr zu, wenn Jürgen Elsässers Compactmagazin wieder weiterhin hetzen darf per rechtsradikalen Parolen, eine Einladung par excellence, „Dieses Urteil ist unfassbar“, allerdings letztlich leider absehbar.

Laut den Verfassungsrichtern des Bundesverwaltungsgerichts sei die Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit nicht überschritten, somit dürfe Elsässer wieder sein Magazin offerieren als auch im YouTube-Kanal ungebremst poltern, Nancy Feasers Verbot seit letztem Sommer wurde somit zunichte gemacht. Welch tragische Botschaft!

Rechtsradikale Straftaten haben erheblich zugenommen

Am deutlichsten sind die Zahlen des letzten Jahres. Immerhin von bislang gemeldeten 41.406 Straftaten von Rechtsextremisten auch 1.443 Gewalttaten, eine erhebliche Steigerung, waren es 2021 noch knapp 22.000, ist sie somit auf bestem Wege der Verdoppelung. Nicht weiter verwunderlich in Zeiten, wo eine AfD gar mit der Union in der Wählergunst gleichzog.

Nach NSU-Prozess fühlen Rechtsradikale sich erst recht bestätigt, so setzt sich dieser Trend nunmehr fort, wenn die Justiz ihre Haltung ziemlich offensichtlich präsentiert. Allerdings dürfen wir uns darüber so gar nicht wundern mit Blick zur Politik, die eben durchaus sichtbar über die Stöckchen springt, die ihr hingehalten werden, unter der Regierung Merz kann man das anschaulich beobachten, die Migrationspolitik des Innenministers läßt tief blicken, wenn gar EU-Recht mißachtet wird.

Das ewige Lamentieren zum AfD-Verbotsverfahren hilft dem Rechts-radikalismus

Je länger die verantwortliche Politik zögert, allen voran die Union, aber auch der Koalitionspartner, die gespaltene SPD, desto unverblümt bis dreist reagieren all jene, die rechtsradikale Szenarien fördern und fordern bis tief hinein in Justiz und Polizei. Rassistische Entgleisungen gab es bereits des Öfteren wie ein unverhältnismäßiges Eingreifen linksliberalen Demonstranten gegenüber. Alles kein Zufall oder gar selten, viel eher die Lunte, die gezielt eingesetzt wird, um unsere Demokratie am Ende zu zerstören.

Dazu gesellen sich globale Ereignisse wie autokratisch geführte Länder, allen voran Russland, China und nunmehr die USA, drei Großmächte, die gleichzeitig die EU aufs Korn nehmen. Will sich dabei Fritzens Deutschland hinzugesellen? Mal besser nicht!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Trumps Drecksloch Phantasie eines Dreikäsehochs

Kein Bammel vor Trumpelstielzchens Gestammel

Viele hätten es wissen müssen, wurden sie etwa dabei beschissen? Um ganz gerissen von jenem Trump und dessen Schergen über Tische gezogen zu werden, ein Hoch auf jene neue Bananenrepublik, bei der ein Slogan MAGA wirkt janz chic. Vor allem für all jene, die man mit simplen Phrasen beeindrucken kann, nicht etwa irgendwann, sondern sofort mit Glanz und Gloria in den USA.

Jüngst wurde der demokratische US-Senator Alex Padilla in Handschellen abgeführt, sowas normalerweise in Diktaturen passiert, jetzt halt in Trumps Drecksloch, den USA, Phantasie eines Dreikäsehochs, was nunmehr geschah. Trotz aller eindringlichen Hinweisen mal besser nicht mehr dort hinreisen. Die Welt täte sehr gut daran, wenn sie denn kann, vielmehr besser möglichst schnell gezielt zu handeln, bevor jener Trump den Blauen Planeten tut gänzlich verschandeln. Es gibt schon zu viele Autokraten, auf solch einen sollte niemand mehr warten. Wer statt MAGA handelt dafür gänzlich gaga, den müssen wir allesamt ignorieren, niemand sich dafür genieren.

Von wegen Friedenspräsident, wer das immer noch glaubt, total pennt. Dieser Blondschopf wohl auf Haß und Gewalt baut, Menschlichkeit eiskalt raubt, weder Ethik noch Moral spielen eine Rolle, Deals machen, koste es, was es wolle, dann darf es auch mal ordentlich in L.A. krachen. Doch wer weiterhin Trumpelstielzchens Gestammel traut, dem wird hugsflugs jedwede Zukunft verbaut. Der Blonde Dolle posiert mehr denn je gänzlich von der Rolle, haarscharf entlarvend jener Psychopath, der liebend gern in jedes Fettnäpfchen trat. Nur zu dumm, wie schad, dessen Regierungszeit ist noch längst nicht rum.

Insofern kann er noch so allerlei Bösartiges ausrichten, seine Anhänger uns verpflichten, die größte Demokratie simpelst zu vernichten. Wollen wir wirklich dabei seelenruhig zuschauen, uns etwa nicht gezielt trauen, jene Entwicklung zu stoppen? Durch was kann man das noch toppen? Viele schauen berechtigt ganz erschrocken, andere lassen sich immer noch locken, weil Eliten nie genug kriegen, Geldflüsse stets obsiegen, werden Medien, Gesellschaften weiterhin betrogen, seit eh und je belogen. Hauptsache jene Rechnung geht auf, dann nimmt man auch jenen Trump mal in Kauf.

Dies könnte sich aber als großen Fehler erweisen, selbst in höchsten Kreisen obsiegt am Ende der Überlebenstrieb. Wer hat wohl dann wen eher lieb? Ein Hoffnungsschimmer etwa am Horizont aufflackern mag, erreicht uns solch ein Schicksalstag? Wir möchten es latürnich gern glauben, keine Erwartungen nach oben schrauben, aber aufrechten Demokraten beherzt erlauben, Herrschaftszeiten, Lösungen in die Wege zu leiten!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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