Klimaliste fordert die Grünen heraus

https://pixabay.com/de/photos/demonstration-fridays-for-future-4891291/

Bild von Dominic Wunderlich auf Pixabay

 

Wählergruppen als notwendige Konsequenz

Wer in der Opposition sich befindet, kann durchaus lamentieren, sich wichtigtuerisch einbringen, was keinesfalls die Rolle schmälern oder herabwürdigen soll. Nur beim Regieren selbst offenbaren sich Realitäten, wann vorherige Standpunkte um- und eingesetzt werden oder eben angesichts zu vieler Kompromisse im Sande verlaufen.

Die Grünen hatten in den sieben Jahren unter Schröder ihre Gelegenheit real verspielt, unabhängig davon, daß die Sozialdemokraten selbst lieber dem neoliberalen Weg hinterherhechelten. Das könnte sich zum Superwahljahr 2021 als Retourkutsche herauskristallisieren, wenn ein Friedrich Merz bei den Verhandlungen scheitert, ein Olaf Scholz besser mit den Grünen im Boot sitzt, wenn da nicht eine Klimaliste den Grünen einen Strich durch die Rechnung machen sollte. Für die Umweltaktivistin Sandra Overlack „war es nie genug“, ist sie von den Grünen enttäuscht, wie sie im Interview bestätigt.

Die Zeit der vielen Kompromisse ist passé

Aus naheliegendem Grund, beim Klimawandel nutzen niemand faule Ausreden. Sollte die verantwortliche Politik weiterhin vor sich hinschlummern mit ihren halbherzigen Aktionen in der Klimakrise, wird auch Deutschland sein Ziel des Pariser Abkommens nur verfehlen!

FFF hat garantiert nicht zufällig die Welt erobert. Die unnötigen Versuche seitens etlicher Prominenz, Greta Thunberg zu verunglimpfen, von Dieter Nuhr bis hin zu Wolfgang Bosbach entlarvt die klägliche Stimmungsmache, wovon sie selbst sich keineswegs beeindrucken läßt. Gut so.

Auf die Frage, ob Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zusammenpassen, hadert Sandra Overlack nicht, bringt die Möglichkeit von neuen Arbeitsplätzen bei der Energiewende ins Spiel. Eine deutlichere Ansage wäre aber vonnöten. Die Menschheit hat keine Chance, die Klimakrise zu meistern, will sie das Wirtschaftswachstum hochhalten. Das hat sich somit einzureihen bei der Notwendigkeit, daß wir alle überleben wollen.

Heute die Grünen, morgen die Klimaliste?

Denkbar, obwohl der Name „Klimaliste“ sich noch ändern  könnte. Die Idee grüner Politik hat ohne weiteres ihren fundierten, glaubwürdigen Ursprung. Erst recht beim Versagen linker Parteien, die dem Umweltschutz in den letzten Jahrzehnten zu wenig Beachtung schenkten, ganz ähnlich wie das damalige Versäumnis der Sozialdemokraten.

Genauso könnte es den Grünen jetzt ergehen, wie man bereits im Ländle feststellen darf. Andererseits schloß Sandra Overlack eine Zusammenarbeit mit den Grünen nicht aus. Politik lebt auch von der Bereitschaft, sich selbst und die eigene Partei kritisch zu betrachten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kniestrümpfe sind kein Omen

https://pixabay.com/de/photos/socken-kniestr%C3%BCmpfe-bein-fu%C3%9F-4504272/

Bild von Ollebolle123 auf Pixabay

Kniestrümpfe hielten dafür her,
wer sittsam und reinlich wär,
stets akkurat hatten sie zu sitzen,
manche extra versehen mit Spitzen,
die weißen waren für sonntags,
bunt war erlaubt wochentags,
Ausnahmen wurden geduldet,
war man den Jungs geschuldet,
irgendeiner Tradition verpflichtet,
oder der Moderne angedichtet,
der Gummizug unter dem Knie,
parallel hat zu sein, vergeß ich nie,
in der Kirche war Vorsicht geboten,
Füße auf der Kniebank verboten,
war es Herbst oder regnerisch,
die Strümpfe gleich unansehlich
vom Geschmier der Straßenschuhe
und aus war’s mit der Sonntagsruhe,
zu achten hatte man auf die Strümpfe,
noch auf dem Kirchhof gab’s Geschimpfe,
den sorgenvollen Eltern war’s peinlich,
ihr Kind vor aller Augen nicht reinlich,
beschämt mit gesenktem Haupt,
den Blick nach unten und überhaupt
beraubt wurde man der Andacht,
weil ständig an die Strümpf‘ gedacht,
verwunderlich ist’s daher schon,
ohne der Litanei der kirchlichen Passion
kann man auch Werte erlangen,
man kann mit den Strümpfen anfangen,
egal ob schmutzig, rutschend, also unzüchtig,
Akzeptanz und Veränderbarkeit sind wichtig.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Fünf Jahre ʺMakadomoʺ

© Doris Mock-Kamm

16. November 2015 bis 16. November 2020

Die Domain bleibt, selbst wenn inzwischen sogenannte „Querdenker“ meinen, sie könnten das eigentlich positive Wort für ihren „Dreck“ benutzen, den sie in die Welt posaunen. Quertreiber fangen unter falschen Namen „Erleuchtete“ ein, wie Doris plausibel mit Nachdruck geschildert hat. Uns würde es unnötig viel kosten, sie zu ändern, was wir mitnichten einsehen, obendrein sollte man nicht übersehen, daß Verschwörungsszenen, Esoteriker und Rechtsradikale sich gern mit fremden Federn schmücken, ein Grund mehr ihnen etwas entgegenzusetzen. Das mal vorneweg, um Irritationen aus dem Weg zu räumen.

Inzwischen erschienen mit diesem Statement 3.434 Beiträge. Bald wurde unser Blog eine halbe Millionen Mal weltweit aufgerufen, natürlich hierzulande am meisten. Die Top Ten der Länder, die unsere Beiträge aufriefen, sind Deutschland, USA, Österreich, Schweiz, Kanada, Spanien, Griechenland, Irland, VR China, Spanien und Niederlande. In 173 Ländern wurden wir gelesen.

Uns folgen bei WordPress immerhin 211 Blogger. Ein Blick zu den Kategorien zeigt deutlich den Fokus. Es erschienen 1.180 Gedichte, Quergedachtes 341 Mal, 337 Kolumnen, 308 Politik-Beiträge, 222 Satiren, 202 Gesellschaftsartikel und 181 Kurzgeschichten (wobei dort Fortsetzungsbeiträge mitgezählt werden). Die anderen Kategorien weisen weniger als 100 auf.

Doch Zahlen spiegeln nur einen Teilbereich wider, sind keinesfalls das Maß aller Dinge. Sie mögen vielleicht auch unser Wirken verdeutlichen, schließlich sind wir ein kleines Team. Dabei möchte ich mich gern nochmals ausdrücklich bei allen bedanken, die uns vertrauen, hier ihre Beiträge hinterlassen oder in Interviews sich einbringen.

Bei Betrachtung der erschienenen Beiträge mag vielleicht auffallen, daß wir seit April dieses Jahres weniger veröffentlichen. Das hat ganz besonders mit mir selbst etwas zu tun, der Fokus richtet sich auch nach anderen Taten.

Lotar Martin Kamm

Veröffentlicht unter PR Querdenkende | Verschlagwortet mit , , , , | 2 Kommentare

Überm Friedhof

https://pixabay.com/de/photos/silhouette-sommer-sonnenuntergang-3462996/

Bild von Maurisa Mayerle auf Pixabay

Bei jedem vor und zurück
das Quietschen, mein Glück,
bei jedem vor und zurück
graue Gräber im Blick.

Die Schaukel schwang,
nach Höhe ich rang,
Heimstätten ohne Bang,
Lebensfreude mein Drang.

Friedhof unter meinen Füßen,
es gab nichts zu büßen,
Wind umgarnte mich mit Küssen,
Tränen Schicksale umfließen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Pest und Cholera waren gestern

Heute wütet dieser Trump im Schwarzen Haus

Aus die Maus, hinaus mit dir, du Demokratie, wir schlachten dich wie Vieh, du blödes Getier! So denkt und handelt der blonde Dolle, druckst wie Bolle, ob er nicht noch schnell möglichst viele Gegner entlassen soll, das ist doch toll. Er wird nicht weichen, keinen Zoll, stakst über Leichen, wenn’s denn unbedingt so sein soll.

Das kannste dir nicht ausdenken, man möge sich dabei ablenken, den Hals verrenken oder die Realität entrückt uns wieder schenken. Die schreibt unverhohlen ihre eigenen Kapriolen, schaut derb nach Staatsstreich aus, verloren das Weiße Haus, jetzt lautet’s Schwarzes Haus!

Wo bleibt die Gerechtigkeit? Ist es bereits soweit, daß ein cholerischer Narzißt nach seinen eigenen Maßstäben mißt? Anderen nonstop Lügen auftischen, vollmundig im Trüben fischen, um im Oval Office zu zischen, er habe doch die Wahl gewonnen, selbst wenn tatsächlich ihm etliche Stimmen zerronnen. So handelt ein Faschist, der auf andere pisst. Das deckt sich mit dessen sexuellen Taten. Worauf noch warten?

Bis der Krug gefallen auf den Grund? Das wäre für viele ungesund. Opfer dabei vorgrammiert. Kriegerisch sei unter Trump nix passiert, manch linker Politiker lamentiert. So ungeniert wird gelogen und betrogen? Wer glättet jetzt noch die Wogen? Die sind längst auf zerstörerischen Kurs so kurz vor dem Sturz. Genau, da geht sie hin, die Demokratie. So gefährlich war’s in den Staaten noch nie.

Trumps Plan geht auf, das Land der Stars und Stripes gespalten zuhauf. Im Übrigen weltweit längst so gedacht, das wäre doch gelacht, wenn global sich Widerstand entfacht. Es soll nicht mehr human gehandelt werden, es zählen Herrschaften hoch auf Pferden, die ziehen durch ihren brutalen Ritt, wer nicht spurtet, kriegt nen Tritt. Igittigitt.

Laßt uns hoffen, das Janze sei nur ein böser Albtraum, morgen liegste in einer Wanne voller Blütenschaum, blickst zwar in unsichere Zeiten, weil das Virus uns genügend Sorgen wird bereiten, aber mit Joe Biden kannst du das Leben besser leiden. Mit jenem Trump wirste mindestens krank. Der lebt nach eigener Fasson, vergreift sich stets im Ton.

Pest und Cholera waren gestern wie zwei gefährliche Schwestern in Gesprächen am Lästern, doch mit Covid-19 wurde eine Tür aufgestoßen, es heißt stop mit Liebkosen. Das hilft jenem blonden Dollen, sein böses Sein allgegenwärtig nach außen zu tragen, niemand mehr zu fragen, ob das Land, die Welt seiner überdrüssig sein mag. Es rückt näher der Tag, wo eigentlich im Weißen Haus Joe Biden zum 46. Präsidenten vereidigt werden soll. Doch ob bis dahin noch herrscht der Trump’sche Groll, das werden wir schon bald wissen. Dann werden sie die Fahnen hissen. Hoffentlich nicht verbissen. Wir würden alle unsere Freiheit missen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Veröffentlicht unter Satire | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weltpolitik relativiert sich ziemlich schonungslos

https://pixabay.com/de/illustrations/leben-erde-mensch-natur-welt-1576672/

Bild von Noupload auf Pixabay

Pflegen wir eine Kultur des Wegschauens?

Manchmal könnte man sich die Haare raufen, – wer denn noch welche hat, es soll ja Menschen geben, bei denen die Glatze fleißig voranschreitet -, wenn wir uns das Geschehen auf der Erde vergegenwärtigen. Anstatt Mensch im Laufe seiner Entwicklung aus den gleich mehrfach wiederholten Fehlern lernt, setzt er stets noch eins obendrauf. Als Folge einer Summierung des weltweiten Leids. In der Weltpolitik schaut es gar nicht gut aus, auch wenn manche Zeitgenossen beschwichtigend bemerken, es sei alles relativ. Natürlich wird niemand ernsthaft behaupten können, sämtliche Widersprüche und daraus resultierenden Konflikte lösen sich mir nichts dir nichts in Luft auf.

Der Mensch erschafft einerseits ständig Neues, um auf der anderen Seite die eigene Spezies zu bekriegen aus ganz vielen unterschiedlichen Gründen, die aber allesamt völlig unnötig wären. Dennoch handeln wir in derart selbstverständlicher Weise, die im totalen Gegensatz zu sämtlichen geistigen Erkenntnissen stehen. Waren alle philosophischen Überlegungen und moralisch-ethisch ins Leben gerufenen Grundsätze vergebens, verblassen einfach im Ernstfall, wenn wir uns Einzeln, als unterschiedliche Glaubensbrüder oder als Nationen gegenüberstehen? Reduziert sich genau an diesem Punkt geistiger Anspruch auf den ganz banalen Überlebenstrieb, wobei der Schwächere als Verlierer nun mal den Kürzeren zieht, wie millionenfach geschehen bis heute anhaltend sich offenbart?

Mensch reduziert sich als unfähige Kampfmaschine, die in ihrer gesamtgeschichtlichen Entwicklung eines auf alle Fälle gnadenlos äußerst effektiv angewendet hat: die eigene Spezies ständig leiden zu lassen. Müssen wir eingestehen, daß die buddhistische Anmahnung der Überwindung des Leides selbst exakt die Hürde darstellt, die Mensch zu bewältigen hat? Es schaut ganz danach aus, und keineswegs dürfen wir dabei jetzt irgendwelche religiöse oder gar esoterische Mutmaßungen vorschieben, um ein Argument zur Fortsetzung dieser Gewaltformen zu suchen und somit zu finden.

Ganz im Gegenteil, die Menschheit täte sehr gut daran, sich zu besinnen, was da eigentlich in einer merkwürdig gleichgültigen Grundhaltung sie selbst zuläßt. Während eine überwiegende Mehrheit bei ständigem Überlebenskampf die nackte Existenz zu sichern versucht, eine gewisse Anzahl Privilegierter per Konsumrausch und medialer Ablenkung damit beschäftigt sind, den aussichtslosen Traum eines superlativen Reichtums nachzueifern, lassen es sich bestimmte Eliten wie die Made im Speck aufs Beste gut gehen. Jeder von uns kennt diese simplen Pyramidenmodelle, die letztlich sich bewahrheiten, außer daß an ihrer Spitze nicht einer steht, aber einige Wenige mit unermesslich angehäuften Reichtum.

Doch wer vermag schon die historisch stattgefundene Menschheitsentwicklung nonchalant aufhalten und somit wegdenken, die all das Leid aufgrund ewiglicher Ausbeutung tatsächlich als eigentliche Ursache hervorgerufen hat? Niemand. Somit gilt es, die Zusammenhänge zu durchschauen, aber mitnichten einige Wenige, sondern so viele wie möglich. Bildung mit all ihrem Wissen zusammen mit den kreativen Fähigkeiten des Menschen ist letztlich als die Chance zu betrachten, das Dilemma dieser völlig zerstörerisch destruktiven Weltpolitik nachhaltig zu verändern. Das kann aber nicht plötzlich oder ziemlich schnell geschehen.

Wenn wir uns die vielen Versuche der Weltgemeinschaft vergegenwärtigen, eben das  Leid zu reduzieren, denken wir z.B. an die in Frage zu stellende UNO, dann muß man sich dennoch wundern, daß sich nichts wirklich verbessert hat. Die  eigentlich stattfindende Abhängigkeit bedingte bisher ein Klima des „Stillhaltens“, einer Duldung eines möglichst schöngeredeten Ideals, welches aber viel eher einer realen Ignoranz gegenübersteht. Mit anderen Worten, unsere moralisch-ethischen Grundsätze finden da draußen keinerlei Anwendung, sobald geldgierige Mächte ihre schmutzigen Finger ins Spiel bringen. Ihnen hat sich alles unterzuordnen, selbst Menschenopfer dienen als Mittel zum Zweck.

Was wir heute naserümpfend als überwunden darstellen und vollmundig verkünden, das barbarisch sichtbare Abschlachten ganzer Volksmassen, findet weiterhin auf unterschiedliche Weise statt, entweder in kriegerischen Konflikten oder in sogenannten Friedenszeiten, wo tatsächlich innerhalb der Gesellschaft eine soziale Schieflage die nächste jagt, nur mit dem Unterschied, daß es halt schleichend vonstattengeht mit dem Morden. Übertrieben, meinen Sie?  Eine stetig zunehmende Zahl an psychischen Krankheiten, an Selbstmorden und latent vorhandener Gewaltausbrüche quer durch sämtliche Gesellschaftsschichten spricht  schon eine ziemlich deutliche Sprache, daß da etwas grundverkehrt läuft, oder?

Bekommen Sie diese Bilder aus dem Kopf, mit denen all jene konfrontiert, die ständig vor den Fernsehern sitzen oder sich Videoclips via Internet und Smartphone gönnen? Dabei um sie herum Gewalt im Alltag an der Tagesordnung herrscht? Gleichzeitig die Politik nichts anderes tut, als den Eliten gehorchend die leidende Gesellschaft eben nicht auffängt, sondern sich alles nach den Finanzströmen richtet und unterordnet, die letztlich über das Wohlergehen entscheiden?!

Was muß sich jetzt ändern? Wollen wir weiterhin in eine hoffnungslose Zukunft blicken? Reicht es aus, diese Zusammenhänge zu analysieren, um dann zur Tagesordnung überzugehen? Keineswegs. Dennoch gibt es da ein kollektives Unterbewußtsein, was da mitschwingt. Vielleicht muß das weltweite Leid noch viel größer werden, damit dies sich milliardenfach endlich selbst aktiviert und genau das in die Hand nimmt, was getan werden muß: Das Zeitalter eines globalen Friedens endlich auch zu leben. Das kann nur funktionieren, wenn Ausbeutung nicht mehr stattfindet. Und dabei bedingt das eine das andere, d.h. auch Überreichtum gehört dann endgültig der Vergangenheit an.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Veröffentlicht unter Quergedachtes | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Der fließende Wind

https://pixabay.com/de/photos/strand-laterne-licht-kerze-wind-867519/

Bild von tjg_3d auf Pixabay

Ich sollte besser das Licht ausmachen
oder sollte ich es lieber leuchten lassen
die flackernden Kerzen taugen nichts
treiben Staub in mein Gesicht
womöglich bringen sie mich zum Heulen
das vertrag ich jetzt nicht – nicht jetzt
alle meine Stiefel sind zu schnüren
bemessen die Zeit bei jedem Schritt
vielfach ist es nicht der Mühe wert
die vielen flüssigen Spiegellachen
kein Hauch eines fließenden Windes
die verschwommenen Fußabdrücke
ewig blankpolierte Weggestalten
meine Augen brennen
ich vertrage das Licht nicht
sollte es löschen
meine Seele flackert
treibt Staub mir ins Gesicht
darf sie nicht löschen
nur der Hauch des fließenden Windes

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar