Gepolsterte Gängelung

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Blütenblätter
duftende
leuchtende
gestreut
sanfte
weiche
Wege
vorgezeichnet
damit du dich
nicht verirrst
auf den
vorbestimmten
Pfaden

Fallgruben
versteckte
getarnte
gelegt
tückische
trügerische
Sicherheit
vorgegaukelt
damit du dich
auf ihren
Spuren bewegst
deine Fußabdrücke
keiner sieht

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Demokratischer Westen im Klammergriff des Islamismus

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Religion im Fadenkreuz fanatischer Ignoranz

Den Staat und die Religion mit aller Entschiedenheit zu trennen, dem Glauben somit nicht gestatten, politisch sich einbringen zu dürfen, genau das haben sich etliche Demokratien des Westens auf ihre Fahnen geschrieben, ohne Umschweife und mit ganz besonderem Nachdruck.

Anstatt dies zu verinnerlichen und gar zu respektieren, verfallen in letzter Zeit immer mehr Staaten in jene alten Muster, um der Religion einen einflußreicheren Raum zu gönnen. Explizit in islamisch geprägten Staaten kann dies beobachtet werden. Kein Wunder, daß der französische Präsident Emmanuel Macron einen „aufgeklärten Islam“ fordert, eine „harte Hand“ gegen Ghettos.

Willkommene Gelegenheiten für Despoten

Die sich seit geraumer Zeit bieten, denken wir an Ungarn, Russland, Türkei, Brasilien oder gar an die USA, wo jener Donald Trump meint, er müsse die größte Wirtschaftsnation mit seiner Politik spalten. Daß Erdoğan die Türkei neu formt, überrascht nicht wirklich, bahnt sich bereits schon länger an. Obendrein bestätigt sein aggressiv kriegerischer Kurs dessen Option.

Der Sultan von Ankara hat wohl feuchte Träume von einem islamisch geführten Europa, wir dürfen allesamt nur hoffen, daß eine schöne neue Welt ohne Trump und Erdoğan bald Realität wird. Vielleicht mit der Abwahl des amtierenden US-Präsidenten und dem wirtschaftlichen Zerfall der Türkei, weil dem Despoten die Geldmittel ausgehen, bekanntlich ist ohne Moos eben nichts los.

Mohammed-Karikaturen weiterhin polarisierend

Da verstehen die fanatischen Hardliner so gar keinen Spaß, das kostete jüngst einem Lehrer in Frankreich auf grausame Art und Weise sein Leben. Ein Zurück in die Unfreiheit, dem Glauben gefälligst gehorsam zu dienen. Wer Mohammed kritisiert, hat sich zu hüten, Frankreich mahnt Bürger im Ausland zur Vorsicht.

Die Menschen in den westlichen Demokratien täten sehr gut daran, sich solch brutales Vorgehen eben nicht mehr gefallen zu lassen. Eines hat uns doch allesamt die Geschichte gelehrt, wer Diktatoren und Terroristen nachgibt, zieht immer den Kürzeren. Da muß sich auch mal die deutsche Regierung den berechtigten Vorwurf anhören, sie habe bisher Erdoğan mit Samthandschuhen angefaßt. Damit sollte spätestens jetzt Schluß sein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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CDU-Parteitag muss stattfinden laut Merz

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Hauptsache die eigene Macht durchsetzen

Das läßt ziemlich tief blicken, was nicht nur den CDU-Mitgliedern bevorsteht, vielmehr dem ganzen Land, falls es diesen Kanzlerkandidaten wählen sollte. Nahezu fünfzehn Prozent der Wählerschaft bewies bereits vor drei Jahren ihren stoischen Irrsinn, ausgerechnet eine rechtsradikale Partei in den Deutschen Bundestag Platz nehmen zu lassen.

Andererseits sorgt Armin Laschet für rücksichtsvolle Einsicht, die Corona-Krise mal besser ernst zu nehmen, das gestaltete er noch im Frühjahr ein wenig leichtsinniger. Laschet plädiert für Verschiebung. Merz lehnt dies ab. Letztendlich kaum verwunderlich, es paßt zu den Hirnwindungen dieses Black-Rock-Mannes.

Der Affentanz geht weiter

Was bereits im August sich deutlich anbahnte, nimmt jetzt Ende Oktober konkrete Formen an. Merz mit viel Geschwafel ohne Substanz, muß man weiterhin feststellen. Die berechtigte Frage steht im Raum, wieso dessen Umfragewerte immer noch so hoch sind, in ihm den potentiellen Bundeskanzler zu sehen, außer Markus Söder mit noch höheren Sympathiewerten, der lieber in Bayern bleiben will.

In der Tat wäre ein Friedrich Merz als Bundeskanzler eine Schande für Europa. Doch bekanntlich ignoriert Machtpolitik selbst gern stichhaltige Argumente, Seilschaften sind dabei weniger zimperlich oder gar gewissenhaft, es zählen eigene Vorteile, die es auszuschlachten gilt.

Was interessiert schon ein Staatsnotstand?

Den gibt es schlichtweg nicht für einen Friedrich Merz, wie er unbedingt unterstreicht. Parallelen zu Donald Trump glimmen dabei auf, der angeblich ganz schnell sich vom Corona-Virus erholte, um als Held vor die amerikanische Wählerschaft zu treten. Merz steckte das Virus gleichwohl gut weg, um jetzt die Gefahr der zweiten Welle hierzulande kleinzureden, weil nach seiner Fasson die Verschiebung der Wahl nicht stattfinden dürfe.

Muß er befürchten, zu einem späteren Zeitpunkt Stimmen zu verlieren? Das könnte man ihm durchaus unterstellen. Mit Spannung darf der Entscheidung im Laufe des Montags entgegengeblickt werden, weil der Bundesvorstand der CDU zuvor tagt. Trotzdem dürfte Herr Merz frohlocken, er hat wohl die besten Chancen auf den Posten, egal wie man es dreht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Alle wollen nur Prinzen sein

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Ich sehn‘ herbei mir ´nen Frosch,
den küß ich auf die Gosch,
wünsch mir kein Schloß mit Turm,
mit einem Park drum herum,
wünsch mir keinen edlen Gemahl,
keine Krone, keinen Seidenschal,
will nur, daß das Quatschen aufhört,
diese ewige Geschwätzigkeit stört,
dieses Blabla in allen Tonarten,
da höre ich lieber Quaken im Garten,
verstehe den Gesprächsinhalt nicht,
aber melodisch, ein Gedicht,
seit Stunden sitz‘ ich hier am Teich,
meine Lippen schon ganz weich,
keiner mir den Wunsch gewährt,
jeder nur seine Egoismusschiene fährt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Hitzköpfe versagen gänzlich

Warum Trump in der Hölle schmort

An einem Apriltag im Jahre 2051, in Australien erreicht eine anhaltende Dürre ihren vorläufigen Höhepunkt mit 56° Celsius, Südasien und Mittelamerika nehmen die letzten Flüchtlinge des fünften Kontinents auf. Für die Ignoranz der VR China und den USA zahlt die Welt einen viel zu hohen Preis, die Klimakatastrophe läßt sich deshalb nicht auf mehr aufhalten, die Menschheit blickt schließlich ihrem Ende entgegen, auch wenn ein paar Wenige sich Hoffnung machen, auf dem Roten Planeten weiterleben zu dürfen.

Über den Wolken, wo die Freiheit bekanntlich grenzenlos ist, treffen sich zeitgleich Helmut Kohl, Margaret Thatcher und Donald Trump, um über Versäumtes zu plaudern. Jetzt könnte der ein oder die andere darüber spekulieren, wieso ausgerechnet ein deutscher Kanzler, eine britische Premierministerin und ein US-Präsident nach all dem Desaster zurückliegender Jahrzehnte zusammenkommen sollten. Führt nur zu nichts, belassen wir es als göttliche Fügung, zumal im Kosmos sowieso physikalische Gesetze außer Kraft treten.

Die drei sitzen gemütlich an einem runden Tisch, der Vergleich mit der Artustafel sei mal gerade noch gestattet, während Michail Gorbatschow in der Rolle des Schiedsrichters ihnen gegenübersitzt.

„Wir lassen mal den Nichtsnutz Wladimir aus dem Spiel, damit das von vornherein klar ist“, unterstreicht Michail Gorbatschow mit spöttischem Grinsen gen Donald Trump gewandt, „Sie alle haben die Frage verstanden? Ich wiederhole sie gern nochmal. Was hat Sie besonders ausgezeichnet während Ihrer Amtszeit? Ich bitte um eine kurze Antwort!“

Der Dicke zupft seine graublaue Krawatte zurecht, die schwere Hornbrille rutscht ihm fast von der Nase und erwidert: „Mit Verlaub, es war mein Verdienst, meine Hartnäckigkeit, daß die beiden deutschen Staaten wieder vereint wurden, die Mauer fiel.“ Dabei fixiert er Margaret Thatcher, die schnell reagiert.

„Anfangs war ich bekanntlich äußerst skeptisch, doch dann war es mit mein Verdienst, daß der Zwei-plus-Vier-Vertrag festgelegt worden war“, betont sie mit fester Stimme.

Das kann The Donald so gar nicht stehen lassen, wutschnaubend wirft er giftige Blicke in die Runde.

„Ihr seid allesamt unfähig, ich durfte danach während meiner kurzen Amtszeit alles ausbaden, die Europäer fielen mir genauso in den Rücken wie die Chinesen. Wenn Wladimir mir nicht seine hilfreiche Hand angeboten hätte, wäre ich erst gar nicht Präsident geworden!…“ Abrupt unterbricht ihn Michail Gorbatschow.

„Sie haben die USA an die Wand gefahren, das Vertrauen verspielt mit ihrer cholerisch-narzißtischen Art. Das konnte natürlich nicht gut ausgehen, selbst Joe Biden hatte im Anschluß Müh und Not, die Wogen zu glätten.“ Ohne Umschweife muß sich Donald Trump wieder auf direktem Wege zurück zur Hölle begeben, um dort weiter zu schmollen, äh, zu schmoren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Mit ohne Dialog

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Ausgefranst Hemd und Hose
bunte Flecken und dann Pose
vor den Menschenmassen
die lustwandeln in den Gassen
kurzer Blick im Schaufenster
spiegeln die Farbgespenster
kein Sinn für Rechtschaffenheit
denken nur an ihre Freiheit
peace and love englisch ist das
so ein spinnerter Quatsch
lernts besser richtig deutsch
wenn du di denn freusch
hosch a fuchzgerl über
eine Mark bekommst mein Lieber
Heidenei zweisprachig
in der Schul wohl fleißig
ich nicke pflichtbewusst
Dialekte sind ein Muß
öffnen Börsen und zuweilen Herzen,
ohne es mit der Dialektik zu verscherzen

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Corona – Andockmanöver wie ein Hieb

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Corona, du weckst in mir eine dichterische Ader.
Bist schlimmer als ein Marder;
der bringt allein dem Automotor Pein.
Das Leben für den Halter mehr Stress,
kostet Geld und Nerven.
Doch Mensch bleibt heil.
Du hingegen hast es auf uns abgesehen,
bringst unserem Lebensmotor Not und Pein –
du lässt das wahrscheinlich niemals sein.
Jedoch wir sind dir auf die Schliche gekommen,
wie du in Wuhan das Leiden und Chaos hast begonnen.

Auch in einer anderen Form gab es dich schon.
Jahrelang hast du das Böse erweitert –
hat es dich erheitert?
Wie ein Parasit, du Virus, bist beinah wie ein alter Mann,
der eigenständig sich nicht vermehren kann.
Was du nicht hast, das holst du dir,
wir sind die besten Wirte dir.
Erkennst des Wirts passende Strukturen,
und für uns ticken die Uhren.
Das Andocken ist ein Manöver wie ein Hieb,
dein Schlüssel-Schloss-Prinzip.
Ob im Norden, Osten, Süden oder Westen,
du willst uns alle verpesten.
Aber so ohne kommst du uns nicht davon,
du klitzekleiner Dämon.
Wir werden einen Impfstoff finden,
und deine Macht wird schwinden.
Viren, musst du wissen, motivieren immer Virenjäger!
Denn ich weiß, dass die Virologen –
auch im Streit,
denn Konkurrenz macht uns eher bereit –
gegen dich die Messer wetzen und dich hetzen.

Ich werde dich nicht unterschätzen.
Obwohl ich nicht verstehen kann,
wie ein Winzling wie du so etwas Grausames entstehen lassen kann.
Wohin geht mit dir die Reise?
Wir werden emsig wie die Ameise.
Grenzen werden dicht gemacht,
alles wird jetzt überwacht.
Du führst Krieg?
Wir wollen den Sieg.
Wir verschlafen nicht.
Du wirst uns noch lange begleiten,
Probleme haben auch mal gute Seiten.
Du hast vermutlich nicht bedacht,
dass die Natur ganz neu erwacht!
Wir Frauen helfen uns gekonnt,
meist sind wir an der Front.
Covid, du tückische Covidmiese,
wir sind stark in dieser Krise.
Durchhalten, alles wird gut –
aber: Sei auf der Hut.
Immer schön Hände einseifen,
dann kann Covid nicht greifen.

Soraya

Kategorie: Songtexte

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