Was war zuerst da, die Illusion oder die Unvernunft?

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Mensch im Kreislauf eigener Verfehlungen

Sowohl die Überschrift als auch das Wesen seines Buches selbst klingen nach, die Rede ist von Thorwald Dethlefsens Werk „Schicksal als Chance. Das Urwissen zur Vollkommenheit des Menschen“. Illusorischer Traum oder eine unerreichbare Fiktion? Im Kontext zu so manch Ereignissen, die Menschheit längst belasten, denken wir an die Klimakrise, die Corona-Pandemie, möchte man unserer Spezies zuraunen, doch mal das eigene Verhalten tatsächlich äußerst kritisch zu überdenken.

Was nutzen all die ermahnenden Stimmen, wenn sich genügend Kräfte einfinden, die ständig querschießen, keinerlei Rücksicht nehmen auf ernsthafte Gefahren, die uns alle betreffen? Dabei nehmen jene Egoisten und Verbrecher, als was anderes mag man sie gar nicht mehr bezeichnen, nicht nur das Leid anderer in Kauf, sondern darüber hinaus das eigene oder das ihrer Nächsten. Mit Fahrlässigkeit hat das nichts gemein, aber mit Selbstüberschätzung.

Haben Philosophen oder andere Wesen, die wesentlich allumfassender sich Gedanken machen, so manch Schlüssel für uns parat, was das Leben selbst ausmacht, wohin unsere Reise gehen mag, wenn wir dies oder jenes beachten oder eben leichtsinnig ignorieren? Sie haben das natürlich längst durchdacht, etliche Antworten schlummern in ihren schriftlichen Hinterlassenschaften. Es liegt nur noch an uns selbst, diese zu entdecken, weiterzuempfehlen.

Einerseits werden manche Mythen einfach abgetan als Humbug, obwohl deren Existenz durchaus nachvollziehbare Weisheiten parat haben, obendrein Wissenschaft selbst sie eben nicht verhöhnen, insbesondere seitens etlicher Physiker, andererseits haben besonders die Kirchen ihren nicht unerheblichen Anteil daran, vieles als esoterischen Quatsch zu werten. Ganz schwierig, weil es den gleichzeitig tatsächlich auch gibt.

Mit Blick zum Geheimnis der Musik, zwischen Wohlklang und Heilung, mögen sich manche verwundert die Augen reiben. Es gibt sie, ob man dies negiert oder nicht. Ob wir nun die Rätsel zwischen Himmel und Erde lösen, ignorieren oder sie als Aberglauben werten, ein Rest an Unsicherheit läßt uns zurück auf dem Pfad des Lebens, den niemand wirklich in Gänze vorhersehen mag. Im Grunde genommen durchaus spannend, wenn da nicht manch hartes Leid uns begleitet, Fragen aufkommen, wieso es uns, den ein oder anderen trifft.

So schließt sich der Kreis zurückgelassener Unsicherheit, birgt genügend Probleme, die unbeantwortet bleiben, obwohl manch Lösung naheliegend für Linderung sorgen könnte. Mensch durchlebt etliche Male seine verfehlte Entwicklung, ob nun aus Fahrlässigkeit oder weil der Verstand nicht genügend ihn ermahnt. Insofern sind da stets Chancen der Rückbesinnung, des Innehaltens, wenn das eigene Schicksal das herausfordert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Ungeklärtes

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Eselsohr

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Hört ihr das Seufzen,
Schlürfen, Rasseln,
Tapsen, Knirschen,
Fauchen, Brausen
im Gebüsch, Haus,
Wald, Tunnel,
Baum, Weiher,
es naht, es greift,
es zupft, es zehrt
an den Nerven,
Armen, Beinen,
drückt dich nieder,
zu Boden, zur Wand,
dein einziger Ausweg,
eintauchen in Wolken,
in Nebel, in Watte,
gerettet in Flausch,
ein Knall, ein Rums,
ein Schrei, ein Jauchzen,
vor dem Bett aufgewacht,
eingeschlafen,
Buch aufgeklappt,
Eselsohr beweist nicht
die letzte gelesene Zeile,
das Jauchzen nicht
die letzte Erinnerung.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Demonstrationen unerwünscht in den USA

Trump lebt seine rassistische Haltung aus

Spätestens seit den berechtigten Demonstrationen aufgrund der polizeilichen Ermordung von George Floyd offenbaren die USA ihre undemokratische, menschenverachtende Haltung, die ganz besonders Polizeikräfte an den Tag legen. Amnesty wirft US-Polizei schwere Menschenrechtsverletzungen vor, selbst Rettungspersonal, Journalisten sowie Rechtsbeobachter seien ins Visier der Behörden geraten, wie der Spiegel berichtet.

Dabei sollte nicht unbeachtet bleiben, daß Rassismus schon lange ein globales Problem ist. Eine Politik, die dies allerdings weltweit nach wie vor nicht in den Griff bekommt, muß sich den Vorwurf gefallen lassen, in weiten Teilen zu versagen. Donald Trump, der beleidigt und dem eigenen Volk droht, hat ohnehin sein Präsidentenamt komplett verfehlt.

Amnesty International fordert Konsequenzen

Zunächst verlangt die Menschenrechtsorganisation eine gesetzliche Regelung in den USA, die Demonstranten vor körperlicher Unversehrtheit schützen soll, der Ruf nach einem Verhaltenskodex bei den Ordnungskräften wird lauter. Doch was nutzen solche Forderungen, während Trump und dessen Administration exakt das Gegenteil vorleben, einen gezielten Rassismus?!

Das mischt viel eher immer mehr Menschen auf, ihren Rassismus erst recht auszuleben, der all die Jahrzehnte über ohnehin eben nicht überwunden worden war, sondern vor sich hinschlummerte, jederzeit bereit, sich wieder Wege erneuter Gewalt zu suchen. Kein Wunder, daß diese jetzt dermaßen häßlich und schnell ausbricht.

Vorbereitung zu totalitären Systemen?

Exakt diese Frage steht im Raum. Obendrein kann das auch für Europa gelten, dort beobachtet werden, in Ländern, in denen dies zunehmend geschieht, denken wir an die Türkei, Ungarn, Polen oder Tschechei. Vor nicht allzu langer Zeit regierten bereits in Österreich und Italien Rechtsradikale ebenso mit. Überall formieren sich jene Faschisten, ob in Spanien, Frankreich, England oder gar hierzulande.

Sie würden nicht lange fackeln, einmal an der Macht, dann ist Schluß mit Meinungs- oder gar Pressefreiheit. Das sollten all jene sich vor Augen führen, die meinen, es käme nicht so schlimm. Haben all jene Mitläufer und Unsichere denn so gar kein intensives Geschichtsbewußtsein? Nichts dazugelernt, was in Zeiten einer Diktatur alles möglich war und auch geschah? Die USA und ihre Menschen vor Ort täten sehr gut daran, endlich im November diesen rassistischen Präsidenten abzuwählen, um obendrein eine Polizei zu stoppen, die ihren Rassismus auslebt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Verblasst im Garten

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Schnabeltasse
runterfallen lassen.
Malvenbusch blüht.
Eine einzige Blüte.

Die Pest seien sie,
die Fremde nicht hassen.
Den Ton verstanden.
Gott kennt Güte.

Kleine Wolken
ziehen nordwärts.
Sirene heult.
Die Brille zerbrochen.

Gehorsam sei alles,
auch unter Gewalt.
Verblaßt die Farbe.
Gnade im Garten.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Faustpfand apokalyptischer Prophezeiung wider menschliches Dasein

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Am Ende wird abgerechnet

Der Gestank breitete sich seit Tagen schon aus, unerträglich bis in jede kleinste Ritze, viele Anwohner hatten längst das Weite gesucht, da ohnehin alles zerfiel. Dennoch einige Tapfere ausharrten in der Hoffnung, irgendwann Hilfe sie erreichen würde, obwohl sie nur zu genau wußten wie aussichtslos die Lage.

Katastrophen überzogen nicht nur diese Region, weltweit hatte wie aus dem Nichts, schlagartig einer Dominokette gleich die Erde gebebt, brachen Vulkane aus, zitterte überall der Boden, alles Lebende war panikartig nach draußen gestürzt, das Ganze spielte sich in wenigen Stunden ab, um anschließend abzuebben. Einer Absprache gleich vollzogen sich jene Eruptionen, begriffen die meisten Menschen keineswegs, was das geschah, dennoch einige Gesellen nur zu genau erahnten, daß alte Weisheiten nunmehr eintraten.

Zu lange hatte bedenkenlose Ausbeutung stattgefunden, ahnungslose Gier Zerstörung hingenommen, Mutter Erde in geduldiger Güte sie zugelassen, aber die Prophezeiung unumstößlich eintrat, weil ein gewisser Kerngehalt menschlicher Unreife sich ungebremst ausbreiten durfte, im Ergebnis dieser Hochmut alles mühsam Errichtete gefährdete, wenige überleben durften.

Keinerlei Einsicht sich ausbreitete in vielen betroffenen Gebieten, Umherirrende allem Sein gegenüber mit abgrundtiefem Haß begegneten, die eigene Existenz nicht nur den Überlebenswillen markierte, sondern aus der Schockstarre erwacht, sich deren innerster Charakter offenbarte, inwieweit bisheriges Leben verlief.

In der Ruhe liege die Kraft, so hieß es doch stets, was nunmehr den Zurückgebliebenen von Nutzen sein  konnte, wissend, wieviel Mühe noch vor ihnen lag. Vergangene Zeiten galt es, nicht einfach zu vergessen, jedoch daraus lernend hervorzugehen, mitzunehmen die trügerische Gier nach gezielten Vorteilen, um andere leiden zu lassen. Diesen Weg sie nie wieder erdulden durften. Besser ihn im Keim ersticken, falls böse Wesen ihn beschritten!

Frieden ein liebevolles Wort sehnsuchtsvoller Träume nach Harmonie und Einklang mit und in allem? Menschheit solchen Zuständen bisherig stets vergebens nacheiferte, während in Wirklichkeit in den kurzen, friedvollen Zeiten lediglich das Atemholen nach noch größerer Zerstörungskraft sich entwickeln und ausbreiten durfte? Die Vergangenheit hatte dies all jenen Überlebenden verdeutlicht, so daß nunmehr die Chance darin bestand, von neuem einer geläuterten Welt entgegenzublicken. Vermag sie das ihnen zu geben, die ewig verzeihende Mutter Erde? Deren Geduld doch so oft auf die Probe gestellt?

Die Zukunft wird es ihnen zeigen, nehmen wir allgegenwärtig mit, was an Gedanken, Vorstellungen und Hoffnungen uns offenbart, ohne die kein Überleben möglich in rasenden Gewaltszenarien, ob durch Menschenhand oder einer sich wehrenden Erde.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Bitterer Honig

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Weit mehr als Begehren
hängt am Pfirsichbaum,
Früchte, samtig beflaumt,
erinnern an Morgenröte
im diesigen Abendlicht,
eine ledrige Schalenhaut
überzieht ein Grübchen,
verbindet zur Einheit.

Nichts in Zeit und Leere,
in Raum und Unendlichkeit,
selbst die Bettwäsche
hängt weiß, grau, schwarz
bedruckt mit Flächenformen
auf der Wäscheleine,
lauer Wind streichelt
das Gewebe, günstigenfalls.

Getüncht mit kräftigem Zartrosa
schimmern die Blütenblätter,
fünfblättrig im leeren Raum,
in einer Zeit der Unendlichkeit
wächst und gedeiht das Nichts,
keine Freude, kein Leid,
frei im Sein, erst ein Wort,
ein Gefühl vergibt ein Dasein.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Orbán entwachsen aus Sandkastenkriegsspielereien

AKK zwischen „Panzermarsch“ und Rechtsextremismus in der Bundeswehr

Früher war alles anders, als noch die österreichisch-ungarische Monarchie Europa heftig beschäftigte per Kriegsgetümmel alle Nase lang. Das Sterben gehörte einfach dazu, genauso wie das Leid der Menschen vor Ort, gleichzeitig profitable Geschäfte mancher, die keinen Hehl aus ihrem Reichtum machten. Warum sollte sich daran etwas geändert haben, was so lange sich bewährte?

Viktor im Herzen des heutigen Ungarns weiß nur zu genau, was ihn reitet. Eine sorglose Herrschaft, erst recht in Corona-Zeiten, obendrein begünstigt mittels deutscher Waffen, gleich 50 „Leopold 2-Panzer“ liefert Deutschland den Ungarn, deutsche Gründlichkeit par excellence. Wen kümmert’s schon, wenn hierzulande Corona-Sorgen und eine neue K-Frage im Raum stehen, die Medien beschäftigen.

Die Hardrockband Kárpátia empfiehlt sich mit ihrem Song „Panzermarsch“, bekannt dafür, ein ethnisch reines Großungarn von der Westukraine bin an die kroatische Adria einzufordern. Prima, eine wunderbare Geisteshaltung innerhalb der Europäischen Union, was interessieren schon ein friedliches Miteinander, wenn man ansonsten bei der EU gern die Hand aufhält, sich einen Scheißdreck um die Belange Europas kümmert. Viktor Orbán hat es doch all die Zeit vorgelebt.

Und unsere christlich angehauchte AKK? Hat von alledem keine Ahnung gehabt. Was für ein geschultes Team sie dabei begleitet. Vorbildhaft leichtsinnig, möchte man ihr nicht nur zuraunen, sondern viel eher entgegenschmettern! Überhaupt taugt die deutsche Außenpolitik ganz offensichtlich auch mit Koalitionspartner SPD nichts, wenn diese solche rechtsradikale Herrschaften gewähren läßt. Ganz besonders angesichts eigener politischer Vergangenheit. Der Beigeschmack eines erneuten Nazi-Deutschlands sucht sich Wege der Entfaltung angesichts dieser ignoranten Haltung.

Während das kleine Ungarn seine Armee vergrößert, immer mehr Waffen ins Land schafft, ziehen hierzulande gar die USA ab, entweder gen Belgien oder gen Polen. Nanu, Deutschland plötzlich abgestraft, weil Humpty-Trumpty seine 2-Prozent-Forderung nicht erhielt? Es scheint so. Russland kann es gleich in doppelter Hinsicht recht sein. Zum einen eine USA, die sich überall verzettelt, zum anderen eine gespaltene EU, beste Voraussetzung eigenes Machtbestreben voranzutreiben.

Zurück zum klein… äh… größenwahnsinnigen Ungarn. Etwa ein Techtelmechtel mit Kanzler Kurz? Warum nicht, der wechselt seine politischen Absichten ohnehin, wie es gerade paßt, Hauptsache man läßt ihn regieren. Nach der rechtsradikalen Koalition nunmehr mit den Grünen. Das schaut besser aus nach außen. In Wirklichkeit regiert ohnehin der Geldfluß, ohne Stuß! Wenn Panzersongs bereits als Kunstwerk betrachtet hofiert werden, ist es nicht mehr weit bis hin zu neuer Kriegslüsternheit in Europa. Und wir dachten, wir hätten das überwunden. Pustekuchen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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