Kein Davonstehlen

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In Superbunkern überleben,
so das einfältige Streben
von Superreichen.
Egal all die Leichen
beim Weltuntergang,
wenn uns wird angst und bang,
Hauptsache Eliten
bequemlichst gebieten.

Während das gemeine Volk leidet,
man sich akribisch vorbereitet.
Es interessiert sie keine Moral,
egal wie heftig all die Qual,
weil ihr Recht auf ihrer Seite,
auch keinerlei Ethik sie leite.
Das war stets des Welten Lauf
bei jenem verbrecherischen Hauf‘.

Drum stoppt deren Egotrip,
sie hatten euch noch niemals lieb.
Gebt ihnen keine Gelegenheit,
das wäre in der Tat gescheit,
sich derart einzurichten,
sie wollen uns gezielt vernichten.
Am Ende zählt der Humanismus,
verpassen wir’s, ist Schluß.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Fritze bald Kanzler mit den Blauen?

Nicht die Geschichte wiederholt sich, aber Nazis erneut in Deutschland wüten

Am 29. Januar 1933 legte Franz von Papen Paul von Hindenburg die Liste des Kabinetts Hitler, auch Hitler-Regierung genannt, vor. Am darauffolgenden Tag wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. 92 Jahre später reißt Fritze, der bald neunte designierte Bundeskanzler Friedrich Merz, die Brandmauer gegen die neuen Nazis ein, mithilfe der Zustimmung jener AfD-Abgeordneten zu dessen Votum zur Migrationspolitik. Eine Zäsur sondergleichen, die durch nichts zu entschuldigen ist. Entsprechend lautstark erschallen Proteste sowohl im Bundestag als auch im Anschluß im Land. Altkanzlerin Merkel stellt sich gegen Merz – und erhält Zuspruch von SPD und Grünen.

Selbstverständlich reagieren sämtliche Menschen, die noch halbwegs bei Verstand angesichts jenes ungeheuerlichen Vorgangs. „Bergdoktor“-Star und andere Promis schreiben Brief an Merz,  Zahlreiche Promis sehen das als Fall der Brandmauer gegen rechts und demonstrieren. Gut so, der Widerstand hatte bereits am Mittwochabend in Berlin und donnerstags in NRW sich per Demos lautstark Luft gemacht gegen CDU und AfD.

Ein beispielloser Weg jener Nazipartei

Das alles war schon ziemlich lang vorhersehbar! Es begann vor zehn Jahren, als Angela Merkel mit ihrer Haltung „Wir schaffen das“ zu den Flüchtlingsströmen stand, allerdings bereits viel Unmut besonders in rechtsradikalen Strömumgen sich formierte, denken wir an die Pegida-Demos. Zwei Jahre zuvor war jene AfD noch bei der Bundestagswahl gescheitert, 2017 saß sie mit 12,6 Prozent der Stimmen als drittstärkste Partei im 19. Deutschen Bundestag.

2021 mußte sie sich mit 10,4% als viertgrößte Partei hinter die Liberalen einreihen. Die derzeiten Wahlprognosen verheißen jener rechtsradikalen Partei nunmehr als zweitgrößte politische Kraft im Lande zwischen 19 und 23 Prozent. Unfaßbar wie selbstvergessen der deutsche Wähler die eigene dunkle Geschichte ignoriert, um so etwas erneut zuzulassen!

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht

Das gilt erst recht für Politiker. Friedrich Merz hat Wortbruch gegen sich selbst begangen, weil die Brandmauer schon längst vor dem 29. Januar nicht standhielt. Denken wir an den Osten Deutschlands. Auf Kreisebene gab es bereits in Sachsen gemeinsame Abstimmungen der CDU und AfD auch zu Migrationsthemen. In Bautzen votierte die CDU für einen AfD-Antrag, mit dem freiwillige Integrationsleistungen des Landkreises für Asylbewerber gekürzt werden sollen, die ausreisepflichtig seien.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Weiter heißt es: …und wenn er auch die Wahrheit spricht. Auf diese Wahrheit können und müssen wir gern verzichten, zumal sie mit der Wirklichkeit fast nichts zu tun hat. Friedrich Merz möchte mit seinen Migrationsbestimmungen europäisches Recht sowie das Asylrecht aushebeln, von den Belastungen an der 3.500 km langen deutschen Grenze zu seinen europäischen Nachbaren mal ganz zu schweigen.

Sollten die SPD sowie die Grünen nicht mit ihm koalieren, bliebe nur noch ein Bündnis mit den Blauen übrig, damit der 10. Bundeskanzler Friedrich Merz mal ran darf. The worst case!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Demokratien ade – wenn Faschisten übernehmen

Widerstand wird zur Pflicht

Überall Gewalt, soweit nicht nur Augen und Ohren reichen, explizit unser Verstand sollte längst Alarm schlagen, zumal in der größten Demokratie auf Erden ein Psychopath fragwürdig zum zweiten Mal gewählt als 47. Präsident im Weißen Haus erneut regieren darf, sie in einen totalitären, autokratischen Staat umbauen wird, zumal ein Elon Musk per Hitlergruß ungeschoren davonkommt.

Dazwischen der Atlantische Ozean, ein Witz in unserer globalen Weltpolitik, kein Hinderungsgrund für schmutziges Handeln und vor allem Verschandeln, drill baby drill, erschallt in den USA, Mutter Erde mag es hinnehmen, doch die Retourkutsche schadet uns allen, weitreichend, als ob der bereits fortgeschrittende Klimawandel noch nicht genug Schaden anrichtet. Reicht nicht für jene Klientel der Superreichen, die schamlos immer mehr Ausbeutung anstreben. Nützliche Idioten an ihrer Seite, die sie selbst aus-, er- und -gewählt haben. Ein Potpourri der Despoten gut verteilt von West nach Ost: Trump, Meloni, Orbán, Erdoğan, Putin, Xi Jinping, Kim Jong-un, um nur mal die wichtigsten aufzuzählen.

Die drittgrößte Wirtschaftsmacht folgt auf dem Fuße, weil Merz‘ Brandmauer fällt, schließlich tönte doch neulich sein General, äh -sekretär Carsten Linnemann: „Das Nazi-Bashing gegen die (AfD) und Brandmauergerede müssen aufhören.“ Genau, am Besten sie einfach gewähren lassen, zusammen mit ihren Stimmen die Ziele unseres neuen Bundeskanzlers Merz umsetzen… kurz davor eine Koalition mit Nazis zu vereinbaren? Und das ausgerechnet nach unserer deutschen Historie?

Haben die jetzigen Generationen etwa gepennt? Schon vergessen unsere hart umkämpfte Freiheit? Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, freie Wahlen, eine freie Presse, keine Zensur, ein Verfassungsschutz, ein Grundgesetz. Und das wollen wir aufs Spiel setzen, einigen Wenigen überlassen, die ohnehin die Völker spalten, auf das neue Kriege im nationalistischen Gehabe auflodern dürfen? Vergessen wir nicht die jahrhundertealten Kriege und Fehden allein nur in Europa, dem gegenüber steht eine Friedenszeit von 1945 bis heute, Jugoslawien und die Ukraine mal ausgeklammert.

Demos gegen rechts erneut hierzulande aufzeigen, daß Widerstand zur Pflicht wird, wer denn genau jene rechte Brut nicht mehr dulden will! Und daß die Brandmauer schon länger bröckelt, sollte allgemein bekannt sein. Allein schon die drei letzten Wahlen in Ostdeutschland zeigen zusammen mit jenen über 20 Prozent Zustimmung im Bund für jene Nazi-Partei, was die Stunde geschlagen hat. Lassen wir das nicht zu, solange wir noch wählen dürfen, uns frei äußern dürfen!

„Wenn der weiße Mann zum Tyrannen wird, zerstört er seine eigene Freiheit.“ (George Orwell)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Familienidyll in Not: Wenn Faktor Wohlstand den Alltag bestimmt

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Konsum und Statusdenken verhindern Familien-sinn

Schnell mal die Wäsche aufsetzen, während draußen die Kinder fröhlich spielend im Garten alles Lebendige entdecken, welches sie tags zuvor noch gar nie gesehen hatten. So äußerte sich zumindest neulich Florian ganz aufgeregt zwischen seinen Weinanfällen, da er wieder mal über sein eigenes Spielzeug gestolpert war. Wie oft hatten wir ihm schon empfohlen, es einfach wegzuräumen. Doch wer nicht hören will, muß fühlen.

Nein, solche Sätze gefielen dem Jüngsten überhaupt nicht, auch wenn er sie langsam begriff. Apropos begreifen: Wie können Eltern nur so herzlos sein, um ihre Kinder einfach ganztags fremdbetreuen zu lassen? Haben sich all die Hoffnungen auf den Kinderwunsch darin bestätigt, schließlich ab einem gewissen Alter ihr Aufwachsen nur noch an freien Tagen, im Urlaub mitzuerleben, während abends ein kurzes Drücken, das schnelle morgendliche Frühstück den überwiegend jährlichen Alltag bestimmen? Und woran mag es wohl liegen, daß so viele Eltern sich dieser Notwendigkeit beugen?

In der Jobfalle – wo seid ihr Eltern, wenn ich weine?

Hat doch prima funktionert in ollen DDR-Zeiten, wo die Alten ganztags ihren Jobs nachgingen, während die Sprößlinge staatlich ordentlich versorgt fremdbetreut wurden. Im Kollektiv lebt es sich leichter, weil alle sich danach richten, keine Widergedanken aufkommen, und die Welt auf diese Weise gut funktioniert. Tat sie das wirklich?

Kinder, die ihre tiefsten Sehnsüchte und Sorgen fremden Betreuern anvertrauen sollen, obwohl viele dies dann bestimmt unterlassen aus Scham, Angst und Unsicherheit? Wo seid ihr Eltern, wenn ich weine, fragten sich die heute längst dem System entwachsenen, weil seit über 35 Jahren Deutschland vereint. Doch inzwischen herrschen wieder neue Überlegungen einer Wirtschaftswelt, in der Kindheitsträume geopfert werden, Hauptsache die Alten funktionieren im Sinne des Wachstums.

Die Familie, Hort der sicheren Geborgenheit, wenn denn ein Elternteil die Chance erhält, für die Kinder auch wirklich da zu sein, wenn Sorgen sie befällt. Das kann keine Fremdbetreuung abdecken, und sei sie noch so pädagogisch wertvoll geschult. Emotionale Verbundenheit läßt sich weder programmieren noch ersetzen, zerrüttete Existenzen mit ihrer eigenen Hilflosigkeit einmal ausgeklammert. Daher auch die Pflege-Mafia und bestimmte Jugendamtsmitarbeiter in trauter Zusammenarbeit mit deutscher Gerichtsbarkeit mehr denn je in Frage zu stellen sind.

Unterordnung vs. Systemrebellion – die Unfreiheiten durch schlecht bezahlte Arbeit

Wer sich unterordnet, wenn beide Elternteile zwei Jobs nachgehen, womöglich gar einem Nebenjob, dem diktiert diese Abhängigkeit die Notwendigkeit, seine Kinder fremdbetreuen zu lassen. Chancen sich diesem System zu entziehen, dagegen zu rebellieren? In Bürgergeldzeiten, im Niedriglohnland Deutschland ein schwieriges Unterfangen, wenn man nicht gleichzeitig gänzlich aussteigt. Die Unfreiheiten durch schlechte und somit zu gering bezahlter Arbeit erfordern den Verzicht der betroffenen Familien, so daß ein ideales Zusammenleben verhindert wird.

Das scheint der Wirtschaft völlig egal zu sein, für sie hat die funktionierende Arbeitskraft oberste Priorität, ob dabei Familien leiden oder nicht, obwohl es längst Modelle harmonischer Vereinbarkeit gibt zwischen Jobsharing und behutsamer Firmenpolitik einzelner Betriebe.

Aber Ausnahmen bestätigen wohl die Regel des weiter fortschreitenden, gesellschaftlichen Zerfalls. Denn was nutzen gut beherrschbare Arbeitskräfte, die an der wichtigsten Nahtstelle menschlichen Daseins ein lebenslanges Defizt aufbauen: dem Urvertrauen emotionaler Bindungen. Wenn das gestört, dann brauchen wir uns nicht weiter verwundern, daß Vereinsamung fortschreitet, die sich nicht ausschließlich beim Singledasein festmacht, sondern generelle Bindungsängste hervorbringt, menschliche Nähe, Vertrauen und Geborgenheit kaum aufholbar nicht mehr sich entwickeln, Einsamkeit, Depressionen, aber auch Aggressionen folgen.

Reinhard Mey formulierte mal: Je kaputter die Welt draußen, desto heiler muß sie zu Hause sein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Feudalismus aus modrigen Gräbern kriecht

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Landschaften verschmiert,
während der Wind
mir brausend
meinen Kopf umhüllt.

Gutfresser eilen
in jeden Winkel,
getarnt als Weise,
Hirne voll zu scheißen.

Braunes Gift
erstickt Menschlichkeit,
Zukunft in den Kloaken
der Vergangenheit.

Hemmungslosigkeit
zu Unterwerfung
des Geistes der Vielfalt
aus modrigen Gräbern kriecht.

Vor mir Schutt und Asche,
das Vermächtnis
der Dichter und Denker,
ihr Sinnen verbrennt.

Verkommene Charaktere
bejubeln ihre einzige Einigkeit
unter dem Slogan, Verderbtheit
erfüllt die allumfassende Macht.

Ich rase in einer Zwischenzeit
auf diesem Misthaufen,
nicht bereit vor dem Gestank
des Feudalismus zu ducken.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Frieden sei mit dir

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Was willst du hier
auf diesem Blatt Papier?
Stänkern keine Option,
vergreifst dich wohl im Ton.
Halt besser die Füße still,
tu, was ich jetzt will.

Der Ton macht die Musik,
am Ende gibt’s kein zurück.
Drum besinne dich mal besser,
sonst liefern wir dich ans Messer.
Krieg allenthalben weltweit,
Mensch wird wohl nie gescheit.

Ich gebe dir gern diesen Rat,
ihn zu ignorieren, wäre schad.
Zieh eher friedlich durchs Leben,
statt nach Reichtum zu streben,
Mutter Erde meint es nur gut,
drum vergiß jene gefährliche Wut.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Eingestimmt – Abgestimmt

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Eingestimmt
in den Chor
der Moralvernichter,
der Güteschlächter,
der Wertebrecher,
um das Lied
der machtgierenden
Kapitalverwalter
des Mammons
zu festigen,
hofft ihr auf
paradiesische Zeiten.

Abgestimmt
für das Konzert
der Wissensächtung,
der Begriffsverstümmelung,
der Menschseinverachtung,
um den Gesang
der herrschaftsgeilen
Investoren
die Steigbügel
zu halten,
wünscht ihr euch,
deren Untertan zu sein.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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