Trumps US-Wahlkampfauftritt bestätigt dessen Unvermögen

Aus Rassismusgegnern wird ein verwirrter linker Mob

Wenn hier jemand verwirrt ist, allerdings unbedingt ultra-rechtes Gedankengut zum Besten gibt, dann doch der 45. US-Präsident bei seinem ersten großen Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Oklahoma in Tulsa. Er spricht sich für verlangsamte Corona-Tests aus, kritisiert die Anti-Rassismus-Bewegung scharf.

Gleichzeitig sicherten sich dessen Wahlkampf-Organisatoren rechtlich ab, falls die Teilnehmer der Veranstaltung an Covid-19 erkranken sollten per Registrierung und jeweiligem Einverständnis zur Forderung. In anderen Worten, all diejenigen, die ihrem US-Präsidenten huldvoll lauschten, wurden als potentielle Opfer verhöhnt. So regiert The Donald!

The Worst Case Scenario Comes True?

Maybe, maybe not. Um mal in der Landessprache jener USA zu kommentieren. Die Amis haben keinen unwesentlichen Anteil an ihrem Desaster mit diesem Donald Trump, dessen Verfehlungen mehr als offensichtlich das Land belasten, immer mehr Mißstände sich offenbaren. Trump beleidigt, droht gegen das eigene Volk.

Kritische politische Beobachter können das schon ziemlich lang bestätigen. Nur, wem nutzen solche Erkenntnisse, wenn keine Konsequenzen daraus folgen? Die Allmacht dieses cholerischen Narzißten hatte ohnehin bereits einen nie dagewesenen Austausch von Mitarbeitern im Weißen Haus, von den äußerst fragwürdigen Postenverteilungen eigener Familienmitglieder mal ganz zu schweigen.

Biden vorn, Trump hinkt in Umfragen hinterher

Das scheint Donald Trump nicht weiter zu stören, zu selbstsicher badet er in der Menge seiner Anhänger in Tulsa, obwohl die Menschen hochgradig gefährdet sich einer möglichen Ansteckung aussetzen. Statt den Ernst der Lage auch an nur ansatzweise zu begreifen, zieht dieser Präsident es vor, seine Ignoranz diesem Corona-Virus gegenüber fortzusetzen.

Ebenso kein Wort zum Mordopfer George Floyd, Rassismus und Polizeigewalt erwähnt er mit keiner Silbe, dafür verunglimpft er erneut die Medien, behauptet gar, daß wenn die Demokraten wieder gewählt würden, die Randalierer das Sagen hätten. Aus berechtigten Protesten gegen Rassismus strickt The Donald mal soeben „radikale Linke“. So simpel funktioniert Haß und eine undifferenzierte Haltung.

Joe Biden nützt das zunächst, wenn man die Umfragen betrachtet. Aber im Land des Glamours und des „schnellen Geldes“ gibt es offensichtlich nach wie vor noch genügend Anhänger, die sich blenden lassen. Trump hat das Entertaining von der Pike auf gelernt, Biden hingegen wirkt eher nüchtern, fast schon humorlos. Am 03. November wird sich zeigen, wer die 59. Präsidentschaftswahl für sich entscheiden kann.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Moneten zählen

https://pixabay.com/de/photos/hamilton-herrenhaus-geschichte-233161/

Bild von Bruce Emmerling auf Pixabay

Seine Worte zählten,
gemäß der Anzahl
seiner Moneten,

Herr er deshalb war,
Herrscher, Beherrscher
über eine Schar

von Hörigen,
die hielten ihm,
dem Nachfahren von Königen,

ihre Spiegel entgegen,
darin er selbstgefällig
sich ließ betören,

wie ausgesprochen
glücklich sie sind,
hinter ihrem Spiegel sich verkrochen,

ihre Bildnisse für ihn
zu opfern,
dies gäbe seinen Moneten Sinn,

denn gibt es bessere Beweise
als die Göttin Juno,
daß er ist der Weise,

ihr Beiname war Moneta,
die Mahnerin, die Warnerin,
genau wie sie ist er da,

schafft jedes Problem mit Geld,
egal zu welchem Preis
aus der Welt.

Was nützen kluge Wörter,
wenn Wesensfremde
sind ihre eigenen Wächter,

versteckt hinter Spiegeln,
ohne Erinnerung an ihr Angesicht
sich einigeln?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Tierversuche keinesfalls ethisch vertretbar

https://pixabay.com/de/illustrations/ortsschild-nein-schild-verbot-3346766/

Bild von wattblicker auf Pixabay

Ihr Nutzen ohnehin fragwürdig

Warum sollte ausgerechnet der Mensch sich Gedanken über das Leid der Tiere machen, wo er doch selbst keinerlei Skrupel hat, die eigene Spezies zu foltern oder umzubringen? Sich selbst als höchstes Wesen auf Erden definierend, haben sich daher Tiere unterzuordnen, gefälligst seinem Wohlwollen dienlich zu sein.

Dennoch gibt es beherzte Menschen, die Tierversuche für ethisch nicht vertretbar halten, ihr Nutzen fragwürdig erscheint. Inwieweit sich die Argumentation der fleischverzehrenden Ernährung dabei noch aufrechterhalten läßt, bleibt mal dahingestellt, soll nicht hier thematisiert werden.

Massenleiden im Sinne der Forschung

Einerseits sind seit über zwanzig Jahren hierzulande Tierversuche für Kosmetika erfreulicherweise verboten, in der EU seit 2004, andererseits haben gewissenlose Kosmetikfirmen keine Probleme damit, einfach in Drittländer auszuweichen. Nur der Verbraucher selbst hat es dann in der Hand, derartige Firmen zu meiden, wenn er denn die Information erhält, unabhängig davon daß etliche Inhaltsstoffe trotzdem vorher in Tierversuchsreihen getestet wurden.

Ob zur Grundlagenforschung, der Arzneimittelforschung, der Herstellung und Qualitätskontrolle von Produkten, zur Toxizitätsbestimmung oder in der Verhaltensforschung, im Jahre 2009 mußten rund 2,8  Millionen Tiere in der BRD in Versuchen leiden und sterben. Wunderbar reihen sich menschengemachte Gesetze und Verordnungen ein, so wie die EU-Richtlinie zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere, um auf diese Weise sich juristisch zu rechtfertigen: eine kaltschnäuzige Argumentation wider eines Massenleidens.

Tierversuche in der Sackgasse

Solange fleißig Tierversuche legalisiert stattfinden dürfen, seit 2004 nehmen sie in Deutschland erneut erheblich zu, ihre Befürworter ewiglich mit ihren Erfolgen prahlen, sei es für die Entwicklung von Impfseren, in der Chirurgie zur Verfeinerung neuer Operationsmethoden, organische  Funktionsweisen bis hin zur Krebsforschung, haben sie zunächst einleuchtend klingende Argumente vorzuweisen.

Allerdings bewegen wir uns an einer Gratwanderung dramatischer Zuspitzung menschlicher Schicksale, wer vielleicht Caterina Simonsens leidenschaftliche Befürwortung der Tierversuche kennt. Ihr Statement auf ihrer Facebookseite löste eine lebhafte Debatte aus. Da befindet sich eine junge Frau am „Tropf medizinischer Forschung“, die ihr demnach das Leben gerettet haben soll, obgleich alljährlich Millionen Tiere sterben müssen, um Erkenntnisse zu erbringen. Dialektik in Reinkultur: Mensch gegen Tier, das Recht des Stärkeren, des sich überlegen Fühlenden obsiegt.

Nicht nur der 1979 gegründete Verein Ärzte gegen Tierversuche  setzt sich seitdem für eine Medizin ohne Tierversuche ein, sondern etliche Gegner führen auch an, inwieweit sie nichtig sind. Der eigentliche Nutzen für die Humanmedizin wird zunehmend in Frage gestellt, andere Ersatzmethoden bieten sich längst an, wie z.B. die Verwendung von Zellkulturen in vitro. Die Übertragbarkeit von Tieren auf den Menschen nach Versuchsreihen erweist sich des Öfteren als unrealistisch und somit nicht effektiv. Dabei berücksichtigen Tierversuche ohnehin den menschlichen Lebenswandel keinesfalls, doch dieser muß einfließen, um ein objektives Ergebnis solcher Forschungszwecke zu erlangen. Der österreichische Autor Helmut Friedrich Kaplan stellte die Frage: Sind Tierversuche ethisch zu rechtfertigen?

„Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was die damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und nützlich. Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge.“ (Leonardo da Vinci)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Tierschutz/Tierrechte

Veröffentlicht unter Tierschutz/Tierrechte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Lauf der Zeit

https://pixabay.com/de/illustrations/pfeile-growth-hacking-gewinn-1412058/

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Wir sind so berühmt,
haben uns woanders hingebeamt.
Eliten dürfen sich alles erlauben,
das Volk hat an uns zu glauben.
Was mancher so ins Facebook streamt,
sich im normalen Leben nicht geziemt.
Immer schön Haß hochschrauben,
anderen Glücksgefühle dabei rauben.
Die Welt stets auf Krieg getrimmt,
weil Menschen so zerstörerisch sind.

Kreidebleich und der Ohnmacht nah
siehst du, was um dich herum geschah.
Bloß keine gezielten Fragen stellen,
sonst werden sie über dich Urteile fällen.
So vergeht manch trauriges Jahr,
Hauptsache Profite gesteigert, na klar.
Was kann dabei den Alltag erhellen,
wenn Eliten stets ihre Gelder zählen?
Zivilcourage macht sich daher eher rar,
der Optimist dennoch manch Lichtblick sah.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Among the time

https://pixabay.com/de/photos/spalte-kette-sicherheit-geschlossen-1726291/

Bild von Maaark auf Pixabay

Dein Gesicht ist fahl
aschfahl
du sprichst zu mir
ich kenn dich nicht mal
geplagt wirst du
meine Schuld dies sei
sagst du
immer wieder

Deine Zunge ist spitz
angespitzt
du sprichst zu mir
erhitzt
Rache du brauchst
verbrannter Rauch
du mir entgegenhauchst
immer wieder

Deine Augen sind wässrig
durchlässig
du sprichst zu mir
gehässig
ich bin eine Hürde
blockiere
störe deine Würde
immer wieder

Deine Zeit ist gefüllt
überfüllt
duldest keinen Laut
dein Gehirn ist zugemüllt
du gierst nach Dreck
nicht nach Abfalleimer
mobben dient diesem Zweck
immer wieder

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weltpolitik weiterhin auf dem Prüfstand

China versus Indien spitzt sich zu

Als ob es nicht schon genügend Spannungsherde auf Mutter Erde gäbe, denken wir an den neuentflammten kalten Krieg, an den Handelskrieg zwischen den USA und der VR China, an den gesamten Nahen und Mittleren Osten, an die Kriege in Afrika, an zunehmende Probleme in Süd- und Mittelamerika. Zwischendrin ein friedliches Europa, welches den Supermächten ausgesetzt verharrt. Die Prügelei zwischen Atommächten wie China und Indien sorgen für zusätzliche Sorgen.

Dabei betreffen Geopolitik und Nationalismus nicht nur die beide Kontrahenten, sondern nahezu fast alle Konflikte. Mensch etwa nichts aus eigener leidvoller Geschichte gelernt? Wer das meint, schätzt die Lage durchaus richtig ein. Im Fokus sämtlicher Erwägungen spielen stets eigene Vorteile die zentrale Rolle, Krieg und Elend werden wie seit jeher daher in Kauf genommen.

Zwei völlig ungleiche Gegner?

Betrachtet man die offensichtlichen Verhältnisse, mag man davon zunächst mal ausgehen. 20 Millionen Menschen weniger drängen sich auf dem Indischen Subkontinent, dem siebtgrößten Land der Erde mit rund 3,3 Millionen km² Gesamtfläche, die VR China hingegen als viertgrößter Staat mit ca. 9,6 Millionen km² mit rund 1,4 Milliarden Menschen eine wesentlich geringere Bevölkerungsdichte aufweist. Während China autokratisch regiert wird, ist die Regierungsform der Republik Indien eine Parlamentarische Demokratie.

Indien zählt nicht zum Atomwaffensperrvertrag, ist seit 1974 offizielle Atommacht, gesicherte Erkenntnisse über aktive atomare Sprengköpfe sind nicht vorhanden. Dabei verfügt China über wesentlich mehr Nuklearkraft und die größte Heeresmacht weltweit. Dennoch wäre ein entflammter Krieg mitten in Asien alles andere als ungefährlich!

Sipri-Bericht wies bereits mehrfach auf Mißstände hin

Wie wir vor gut zwei Jahren berichteten, zu viele ungelöste Konflikte bringen militärische Szenarien auf den Plan. Die jüngste kurze Eskalation per Fäuste und Eisenstangen mag noch so stattgefunden haben. Sollten diplomatische Lösungen im Hintergrund sich verzögern oder gar aussetzen, könnten schneller Waffen  eingesetzt werden, als der Weltgemeinschaft recht sein darf.

Premierminister Narendra Modi sieht sich bestimmt genötigt, Stärke an den Tag zu legen, sollte Staatspräsident Xi Jinping ihn weiterhin an der Nase herumführen. Das kleinere Indien hat im Gegensatz zur VR China die USA an der Seite, auch Putin traut Indien mehr zu. Ein zündelnder Kim Jong-un trägt nicht gerade zur Entspannungspolitik in Asien bei.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

Veröffentlicht unter Politik | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Zwietracht bringt’s

https://pixabay.com/de/photos/einer-gegen-alle-alle-gegen-einen-1744091/


Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Horch, sieh, lies!
Zweifel sind angebracht!
Steckt sie ins Verlies,
sie hat selbst gedacht,
Fake News, Zeitungsenten
allenthalben,
diese Tatsachen vollenden
Photoalben,
untermauern das Geschehen,
glaubwürdig,
so soll es für alle aussehen,
würdig,
da als Beweis wichtig,
egal ob nicht korrekt
oder richtig,
nichts wurde versteckt,
so soll man denken,
die Schreiberlinge wollen
reinen Wein einschenken,
alle ihnen Achtung zollen,
zu zweifeln wagte sie,
so funktioniert das nicht,
tobten die,
das ist ein Schlag ins Gesicht,
wenn du schon monierst,
dann gefälligst beacht‘,
Likes du nur generierst
mit Zwietracht.
Horch, sieh, lies!
Zweifel sind angebracht!

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

Veröffentlicht unter Gedichte | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar