Anti-Greta – no thanks

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Stell dir mal vor,
du rechtsradikaler Tor,
du hast es vergeigt,
weil gehört auf Naomi Seibt.
Denn die meint, alles zu wissen
und sei es noch so beschissen,
Hauptsache in die Kamera glotzen,
dabei mit Ungereimten protzen.
Drum fahrt ruhig so weiter fort
an jedem beliebigen Ort,
damit ihr schnell seid enttarnt,
man gezielt vor euch warnt!
Die Welt braucht kein rechtes Geschmeiß,
ihr gehört insofern aufs Abstellgleis.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Weltschmerz alles andere als ein Phänomen

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Warum aufgeben, wenn noch Hoffnung besteht?

Wir leben in sehr gefährlichen Zeiten. Diesen Satz haben sich wohl schon Hunderte von Generationen in allen möglichen und unmöglichen Lebenssituationen zugeraunt. Und in den allermeisten Fällen muß man ihnen durchaus Recht geben, ganz besonders wenn Krieg und Elend im Spiel waren. Die Menschheit hat es bis heute nicht verstanden, ihre Welt wirklich nachhaltig harmonisch zu gestalten, sondern ganz im Gegenteil, in sämtlichen geschichtlichen Epochen waren stets Krieg und Zerstörung ein ständiger Begleiter.

Eine Welt des Schreckens, obwohl das Paradies vor der Haustür? Man möchte am liebsten vor lauter Weltschmerz resignierend sich total zurückziehen, gleichzeitig bei einem Restfunken Optimismus die berechtigte Frage stellen: Warum aufgeben, wenn noch Hoffnung besteht?

Desinteresse eine gefährliche Einstellung

Wer tatsächlich glaubt, es sei damit getan, sich einfach nicht einzumischen bzw. zu kümmern, um die Belange seiner eigenen kleinen Welt, verkennt die eigentlichen Zusammenhänge des Lebens selbst! Alles Leben ist miteinander verbunden, das bedeutet, niemand vermag sich wirklich zu isolieren, von den paar Eremiten, die sich auf einer einsamen Insel, mitten im undurchdringlichen Dschungel oder sonst wo an sehr dünn besiedelten Orten der Welt zurückgezogen haben, um allein ohne Kontakt zur menschlichen Außenwelt zu existieren, mal abgesehen.

Kaum jemand möchte mit ihnen tauschen, weil ein solcher Weg mit extremen Entbehrungen verbunden. Aber der ganz große Rest der Menschheit versucht ständig, miteinander auszukommen, die gegenseitige Abhängigkeit kommt ziemlich klar zum Vorschein. Unser Leben ist Politik selbst, und gerade deshalb bleibt denjenigen, die die Möglichkeit haben, sie mitzugestalten, nichts anderes übrig, als das Bestmögliche zu erreichen.

Warum also Desinteresse, diese gefährliche Einstellung, mit der ganz besonders Politikverdrossenheit sich ausbreitet? Eine nicht zu unterschätzende Mischung, bei der extreme Gruppierungen profitieren, die alles daransetzen, jene resignierenden Menschen zu erreichen, mit welchen simplen oder nicht gleich einfach zu durchschauenden Mitteln auch immer.

Jean Pauls Weltschmerz einmal „entlassen“ auf der Reise?

Es war der 1825 in Bayreuth geborene Johann Paul Friedrich Richter, der sich zu Ehren von Jean-Jacques Rousseau schon in jungen Jahren fortan Jean Paul nannte, der den Begriff „Weltschmerz“ prägte. In seinem letzten Werk „Selina oder über die Unsterblichkeit“ weist er auf den Weltschmerz hin: „Nur sein Auge sah alle die tausend Qualen der Menschen bei ihren Untergängen. Diesen Weltschmerz kann er, so zu sagen, nur aushalten durch den Anblick der Seligkeit, die nachher vergütet.“

Später bedienten sich ebenso zwei große Schriftsteller der deutschen Literatur des Weltschmerzes, nämlich Heinrich Heine und Thomas Mann. Einmal „entlassen“ und auf der Reise mag der Begriff selbst all das zusammenfassen, was uns Menschen bewegt, wenn wir resignierend, nahezu ohnmächtig zuschauen müssen, was da alles verkehrt läuft in der Welt, ohne selbst im Namen des Humanismus real eingreifen zu können.

Nur ein Zahnrad im Getriebe – die Stärke des kollektiven Bewußtseins

Hoffnung vermag ein Strohhalm sein, an dem sich festzuhalten, vielleicht eine zeitlang Sinn machen kann, bevor man gänzlich in Pessimismus verfällt. Auf Dauer wird sie allerdings nicht ausreichen, weil klare Taten folgen müssen. Sicherlich mögen wir uns als Zahnrad in einem gigantischen Getriebe fühlen, wo der Einzelne scheinbar gar nichts auszurichten vermag. Doch diejenigen sollten mal einen scharfen Blick zu den Eliten richten, die ebenso nur aus einzelnen Individuen bestehen, aber als zusammenhaltende Gruppe selbst großen Einfluß und Macht ausüben. Es gilt daher, daß die vermeidlich Schwächeren ein kollektives Bewußtsein erkennen, entwickeln und einsetzen, bevor sie sich restlos „versklaven“ lassen, wie dies bisherig knallhart geschieht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Füllwort sozusagen auf Siegeszug

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Sprache vermag wesentlich mehr

Schon mal aufmerksam bei Politiksendungen oder Talkshows gelauscht, was dortige Gäste oder gar Moderatoren von sich geben? In letzter Zeit fällt ein Füllwort ziemlich deutlich auf, dessen Siegeszug hat gefühlt gar zugenommen, ganz ähnlich wie ein Virus verbreitet es sich in Gesprächen mit einer Selbstverständlichkeit und Wiederholung, daß der aufmerksame Zuhörer sich nur noch wundern mag. Das Wörtchen sozusagen.

Vor über zwei Jahren hat sich bereits Peter Henkel über die Füllwörter quasi und sozusagen echauffiert, um dabei sogenannten modischen Sprachmüll genauer unter die Lupe zu nehmen.

Seitdem haben sich jene Wörtchen keinesfalls vom Acker gemacht, sie werden nonchalant munter angewandt, manchmal in fünf Minuten gar gleich mehrmals, unerschrocken mit einer Selbstverständlichkeit, die kritische Zuhörer schlichtweg zu überhören scheinen. Wieso? Weil kein Widerspruch aufkommt!

Ob in der NDR-Talkshow, bei Markus Lanz oder anderen Formaten, wo Gäste, aber auch Moderatoren selbst zu Wort kommen, besonders sozusagen hat sich verselbständigt, taucht ziemlich oft auf. Woran mag dies wohl liegen? Bequemlichkeit? Oder eher ein unbewußtes Nachäffen? Denken wir nur an bestimmte Gewohnheiten, wie am Ende eines Satzes „ne?“, „woll“? oder „nicht wahr?“ anzufügen. Ebenso eine grundlegende Marotte, die man ohne weiteres sich abgewöhnen sollte.

Dabei hat unsere Sprache einen enorm großen Wortschatz, auf den wir allesamt vielfältig zugreifen können, wenn wir denn auch wollen. Allerdings bedarf es eine intensive Beobachtung von einem selbst, wobei auch andere Zuhörer durchaus mal den Mut haben sollten, solche Sprachgewohnheiten zu thematisieren, wenigstens hinterher Betreffende darauf hinzuweisen. Besonders mithilfe von Videos oder Mediatheken kann der ein oder die andere selbst mal in die Sendungen zappen, wo sie in Diskussionen mitmischten, um eben jene Gewohnheiten festzustellen. Ein wertvoller Lerneffekt, wer denn bereit dazu, sich selbstkritisch zu hinterfragen.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ (Ludwig Wittgenstein)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Menschenrechte mit Füßen treten

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Unbedingt mal eine Lanze brechen,
über etwas Unbedeutendes sprechen,
zumal dies einen zu hohen Wert hat,
weggedrängt manch anderes anstatt.

Jetzt dürft ihr allesamt fleißig raten,
ungeduldig nervös, schluß mit warten,
es rollt der Ball auf dem Platz,
viel Geld dabei im Spiel, ratzfatz.

Fußball das allseits bekannte Thema,
bloß kein Neid, ohne Hohn, a gemma,
ein Sport weltweit per großem Tamtam,
davon partizipieren viele dran.

Nun denn, auch dieser Ball ist rund,
so die allseits bekannte Kund,
dessen Faszination irgendwie schon
trifft global einen gezielten Ton.

Mannschaftssport ohnehin großgeschrieben,
oftmals manch Erfolg total übertrieben,
mit Blick zu hohen Ablösesummen
verbleibt woanders fragendes Verstummen.

Wenn Ethik, Moral auf der Strecke bleiben,
was wird uns das wohl deutlich aufzeigen?
Hauptsache viel Geld im Spiel,
Fairneß dabei mitnichten das Ziel!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Weihnachten: Nach Heuchelei folgt Besinnung

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Reichtum der Kirche ein Widerspruch

Die geweihte Nacht steht uns bevor, zu Ehren Jesu Christi Geburt nach der langen Adventszeit. Es wird nach Herzenslust gefeiert, gegessen und getrunken, sich geliebt und heftig gestritten, während der geschäftsträchtigste Monat sich seinem Ende neigt, schon die ersten Gedanken an Silvester und dem Neuen Jahr verweilen. Nach so viel Heuchelei folgt Besinnung, die Kirche entdeckt wie jedes Jahr ihren Sinn fürs arme Volk, mit erhobenem Zeigefinger gen Reichtum sich wendet, der eigene selbstvergessen dennoch im Widerspruch steht! Bei solch kritischer Vorbelastung Weihnachten entzaubert? Nicht für all diejenigen, die reinen Herzens und Gewissens das Fest genießen.

Eine fragwürdige Botschaft angesichts fehlenden politischen Willens

Auch die beiden großen Kirchen, die Evangelische sowie die Katholische, müssen sich prüfen lassen, was die eigene Politik anbelangt, können sich einer genaueren Beobachtung nicht entziehen. Ob dabei hilfreich dem alljährlichen Anlaß dienend die Weihnachtsbotschaften ins samariterartige Konzept passen, im Namen des Herrn nur Gutes zu tun, in dem sie vor sozialer Spaltung in Deutschland warnen? Sicherlich, die Betroffenheit mag für viele engagierte Angestellte und Helfer der Kirchen authentisch und ehrlich nicht nur gemeint, sondern herzlichst direkt vollzogen werden durch entsprechendes gezieltes Vorgehen, den Menschen Mut zu machen, sie mitzunehmen auf die vielen Wege verschiedener Lösungsmöglichkeiten.

Doch wo verbleibt die eigentliche „Abrechnung“ mit den Altlasten einer Kirche, insbesondere, wenn man die Katholische ins Auge faßt, um deren fehlenden politischen Willen mit Nachdruck anzumahnen? Und nun benennt plötzlich die Kirche linke Forderungen nach einer Erhöhung der Steuer für Vermögende, welches bisherig brüsk von verantwortlich politischer Seite abgelehnt wurde?

Die blutige Schleifspur des Geldes

Als Jesus im Tempel die Menschen vertrieb ob ihrer Niedertracht, ihrer Heuchelei, und weil er die Verstaatlichung des Glaubens stets ablehnte und somit die Kirche selbst, muß jeder, der es wirklich ernst meint mit dem Glauben, zusammenzucken angesichts des Kreuzes mit Jesus daran hängend in den Palästen der Gotteshäuser. Haben sie tatsächlich seinen Segen? Schon gleich gar, wenn man die Liste des unermeßlich erworbenen Reichtums sich betrachtet, obendrein die historisch nicht wegzudenkende, blutige Schleifspur des Geldes? Laut der italienischen Zeitschrift „Oggi“ soll im Jahre 1952 der Vatikan einen ca. 10.000 Tonnen schweren Goldschatz besitzen, was heute über 400 Milliarden Euro entsprechen würde.

Man muß davon ausgehen, daß der Vatikan seinen Reichtum keineswegs auf legalem Wege erlangen konnte, wie längst historisch belegt wurde. Er gilt heute als größter religiöser Wirtschaftskonzern der Welt, ob in den Bereichen der Bauwirtschaft, Chemie, Elektronik, Immobilien, Nahrungsmittel, Plastik, Stahl, Textilien oder Zement. Als größter Großgrundbesitzer in der westlichen Welt, in Deutschland besitzt die Kirche immerhin im Land verteilt privaten Grundbesitz von mehr als 8.250 km², was einer Größenordnung von mehr als die Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein entspricht, stellt sich natürlich die Frage, woher der Besitz kommt?

Ein jeder weiß es eigentlich, denken wir an den weltweiten Sklavenhandel, an die Eroberung Nord- und Südamerikas, das Abschlachten der Native Americans im Namen der Kirche, also ein eindeutiger Raubmord, an den Ablaßhandel, an die Inquisition und die Hexenverbrennung, an die geschickten Urkundenfälschungen durch Mönche und Kirchenleute, an die Erbschleicherei und die Einnahmen durch den Zehnt, an die Simonie (Ämterverkauf), an gezielte Auftragsmorde bis hin zur Prostitution, denn Bischöfe und Päpste bereicherten sich, in dem sie eigene Bordelle betrieben. Und bis heute wird die Kirche auch in Deutschland durch den Staat obendrein subventioniert, fließen mehrere Milliarden Euro jährlich.

Getrübte Weihnachten angesichts dieses Wissens?

Vermag jetzt die Besinnlichkeit in Frage gestellt werden? Weihnachten getrübt angesichts dieses Wissens? Es sind keineswegs die vielen Gläubigen oder auch Nichtgläubigen, denen man Weihnachten nachtragend vorwerfen vermag, wenn das Fest gefeiert. Viel eher muß sich Kirche selbst anmahnend hinterfragen, mit welcher Selbstverständlichkeit sie bis heute auftritt, um im Namen Jesus Christus ihr Dasein zu rechtfertigen, obendrein mit einer solchen historischen Vergangenheit! Ihr enormer Reichtum steht im deutlichen Widerspruch zu all den Menschen, die ehrlich ihr Leben gestalten, die eben keineswegs Menschenrechte mißachten, sondern die zehn Gebote verinnerlicht im Leben umsetzen und anwenden.

Heinrich Böll schrieb mal: „Staat und Kirchen können nur zwei Möglichkeiten dulden: Ehe oder Prostitution, und in den meisten Fällen ist ihnen die Liebe außerhalb dieser beiden Gehege verdächtig.“

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Ein Diktator weniger – Assads Sturz eine gute Nachricht?

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Das syrische Volk hat wahrlich ein Recht auf Frieden

Abu Mohammed al-Golani und dessen Organisation Hajat Tahrir al-Scham (HTS) hat mit dem Feldzug seit Ende November dieses Jahres endlich bei der Einnahme Damaskus‘ den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad von dannen gejagt, so daß dieser per Flugzeug mit seiner Familie gen Moskau flog, um dort politisches Asyl anzunehmen, welches Putin ihm gewährte. Das syrische Volk atmet auf, die weltweiten freudigen Kundgebungen veranschaulichen beispielhaft die Erleichterung nach jener gewaltvollen Herrschaft dieses Diktators.

Syriens Bürgerkrieg war von Beginn an ein dramatisches Rätsel, zu viele Parteien hatten sich in der zentralen Republik des Nahen Ostens eingefunden, wobei die Beteiligung von etlichen anderen Staaten ihn keineswegs zu entschärfen vermochten, im Gegenteil, es wurde immer komplizierter, mehrere Millionen Menschen verließen das Land, laut UNICEF muß von etwa einer halben Millionen Todesopfern ausgegangen werden.

Verhängte Ausgangssperre in Damaskus zunächst eine richtige Entscheidung

Die Ausgangssperre, die islamistische Kämpfer der Gruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) bis zum frühen Montagmorgen verhängten, darf als folgerichtige Entscheidung gewertet werden, um eben Plünderungen und andere Verbrechen auszuschließen. Schließlich fanden am Sonntag Nachtmittag bereits Plünderungen im Präsidentenpalast statt, wurde eine Empfangshalle in Brand gesetzt.

Das katholische Hilfswerk Missio verkündete, daß keine Übergriffe gegen Christen oder religiöse Minderheiten beobachtet wurden. Jordaniens König Abdullah II. bin al-Hussein rief dazu auf, jeden Konflikt zu vermeiden, der in Syrien zu Chaos führen könnte.

Irans Rolle steht vor einer Herausforderung

Während Assad nunmehr im russischen Exil verweilt, hat der Iran einen wichtigen Verbündeten im Nahen Osten damit verloren, zunächst keinen Einfluß mehr auf Syrien. Der Westen zeigt deutliche Erleichterung ob des Endes jenes brutalen Bürgerkriegs. Emmanuel Macron erklärte im Onlinedienst X, „Der Staat der Barbarei ist gestürzt. Endlich“, während der noch amtierende Bundeskanzler Olaf Scholz von einer „guten Nachricht“ sprach.

Hier zeigt sich erneut, wie unsicher alle Akteure verharren. Auf der einen Seite die berechtigte Freude ob dem Ende jener brutalen Herrschaft seitens Assads, andererseits die Hoffnung, daß in Syrien schnellstmöglich eine politische Lösung fürs gebeutelte Volk gefunden wird, somit weder islamistische Rebellen oder gar andere Akteure wie der Iran oder Russland sich einmischen, was im Übrigen gleichwohl für den US-Westen gelten mag. Die Syrer selbst haben es in der Hand, ein Recht auf Frieden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Krieg in Europa setzt neue Maßstäbe

Wer oder was reitet Putin eigentlich?

Mal Hand aufs Herz, hätte jemand sich beim Fall der Mauer jemals vorstellen können, daß mit dem Ende des Eisernen Vorhangs, dem Zusammenbruch der Sowjetunion wenige Jahrzehnte später ausgerechnet Russland Europa und dem US-Westen den Krieg erklärt, in dem ein Nachbarland imperialistisch überfallen wird? Mit Sicherheit niemand. Doch was bewirkt eigentlich jene Spezialoperation, wie sie Putin weiterhin bezeichnet, außer daß tagtäglich Menschen in der Ukraine kriegerisch angegriffen werden? Genau, sie gefährdet den europäischen Frieden, kann sich durchaus per Eskalation zum dritten Weltkrieg entwickeln.

Von langer Hand geplant, letztlich durchgesetzt haben sich die Wünsche jenes ehemaligen KGB-Agenten, der sein Mafiahandwerk in Petersburg akribisch, gewissenlos erlernte, sich bis heute brüstet, unbesiegbar zu sein, ob per Einzelkämpfer auf der Judomatte, gegen Terror im eigenen Lande, stets bemüht mit seiner perfiden Propaganda, Gesellschaften zu spalten. Im Grunde genommen ziemlich erfolgreich, wenn wir uns die Folgen vergegenwärtigen.

Ob denn Grübeleien in Putins Hirnwindungen Früchte tragen, wird sich im Laufe der Jahre wohl noch zeigen. Mit Blick auf den bestehenden Krieg in der Ukraine scheint Putin noch guter Hoffnung zu sein, egal ob denn China oder andere Mächte ihm mit dem Zeigefinger begegnen, schließlich sollten wir nicht verkennen, was Waffen-, Öl- und Weizengeschäfte real bewirken. Sie bedeuten eine gegenseitige Abhängigkeit, insofern bleibt es beim brutalen Geschacher. Putin bestimmt letztlich den Kurs.

Doch was ist dran an dessen Gedankengängen und Äußerungen, seine Kinder mögen nach 2036 die russische Macht übernehmen? Oder die Möglichkeit, andere Länder zu überfallen, gar es mit der Nato aufzunehmen, weil Europa zu spät über eine eigene Sicherheit verfügt? Politik richtet sich stets nach möglichen Eventualitäten, muß es auch. Im Februar 2025 übernimmt schätzungsweise ein Herr Merz das Zepter in Deutschland, Schluß mit einem vorsichtigen Agieren gegenüber Putin. Der Taurus soll es dann eher richten?

Welch simpler Versuch seitens des Appells der 38, wo allen voran Sahra Wagenknecht und Alice Schwartzer unter dem Titel „Eine Minute vor 12 – Einen großen europäischen Krieg verhindern!“ per offenem Brief warnen, diesen Krieg endlich zu beenden, verweisen auf Friedensinitiativen von Brasilien und China als mögliche Lösungswege. Aha, ausgerechnet China soll das stemmen, welches Russland militärisch mit Waffen unterstützt? Mitnichten!

Drehen wir uns etwa allesamt im Kreis, tanzen in Wirklichkeit nach der Pfeife eines Herrn Putin? Wo waren denn die Nato, das westliche Bündnis, als russische Soldaten im Februar 2022 einfach die Ukraine überfielen? Klar doch, die Ukraine ist kein Mitglied der Nato, aber faktisch ein souveränes Land in Europa, wo der Aggressor Russland das Völkerrecht mißachtet, obwohl Russland Mitglied der UN?! Ein politisches Unding, ein Fauxpas sondergleichen. Die Reaktionen per Sanktionen lassen zu wünschen übrig. Sie haben allesamt versagt, eben nicht dazu beigetragen, diesem Putin Einhalt zu gebieten. Diplomatie hat nichts genützt, selbst Waffenlieferungen kamen zu zögerlich in der Ukraine an, weiterhin kann sich der russische Aggressor in der Ukraine austoben, macht sogar wieder Geländegewinne.

Müssen wir allesamt die europäische Friedensordnung in Frage stellen? Zumal obendrein gar Frankreichs Regierung per Mißtrauensvotum gestürzt wurde, während hierzulande die Vertrauenfrage ansteht, Scholz abgewählt wird? Das läßt diesen Putin obsiegen bei gleichzeitigem Wechsel in den USA.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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