Rot ihr Kleid

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Ihr Kleid war rot,
rot wie Mohnblüten,
rot wie Zerbrechlichkeit
des Lotteriescheins Leben.

Sie wurde gesehen,
überall, auch wenn sie
nie an diesem Ort
verweilte, man sah sie.

Frivol, in Tränen ertrunken,
bedenkenlos offen
und unnahbar entrückt,
so war sie für das Leben.

Das Anstandskorsett
zermalmte Frau zu Staub,
sie wirbelte sich in die Lüfte,
ihr Rot weithin zu sehen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zitterpartie nützt im Endeffekt Putin selbst

Viel Freundschaft ohne nennenswerte Hoffnung?

Joe Biden und Olaf Scholz treffen sich in Berlin, während der 46. US-Präsident zum ersten Mal die deutsche Hauptstadt zur Amtszeit des deutschen Bundeskanzlers aufsucht zwecks einer wichtigen Visite, nachdem zuvor Wolodymyr Selenskyj seinen sogenannten „Siegesplan“ vorgestellt hatte. Florian Schmidt titelt für T-Online mit „Danke, danke, danke“ über den Abschiedsbesuch Joe Bidens im Kanzleramt.

Allerdings dürfte in erster Linie Wladimir Putin sich ins Fäustchen lachen, weil bereits in 18 Tagen die Amis die Präsidentenwahl entscheiden, ob die USA per neuem Despoten Europa den Rücken kehren werden oder zum ersten Mal eine Präsidentin die Geschicke der Neuen Welt lenken wird. Der russische Despot rechnet wohl eher mit Trump.

Die Welt am Scheideweg

Im Grunde genommen eine Schicksalswahl, die in den USA stattfindet. Hatten noch viele gehofft, daß dieser schräge Herr Trump nach angeblicher gestohlener Wahl nicht wieder antreten würde, hielt auch die US-Justiz diesen nicht davon ab, es erneut zu versuchen. Zunächst schaute es für Joe Biden so gar nicht gut aus, erst mit Kamala For President besteht wieder Hoffnung!

Parallel beobachten wir schon länger die globalen Gefahren, die von autokratisch geführten Staaten ausgehen, denken wir an China, Russland, Iran, Türkei und etliche andere. Demokratien im Fahrwasser einer Weltpolitik, die den Preis der Freiheit opfert, um sich vor Despoten unterzuordnen. Insgeheim gesteuert seitens des Großkapitals, welches exakt solche Zustände gezielt fördert, rücksichtslos ohne jedwede Bedenken!

Mit schönen Reden läßt sich Kriegslüsternheit nicht beenden

Dies sollte eigentlich auch Herrn Scholz klar sein. Sein Einknicken vor Putin läßt diesen frohlocken, erst recht seinen brutalen Kurs im Ukrainekrieg fortzusetzen. Zumal Trump längst signalisiert hat, die Ukraine zu opfern, wenn er selbst ins Weiße Haus zieht, um dort sein Unwesen zu treiben.

Europa muß sich ganz schnell dann neu orientieren, bevor Russland auf den Geschmack kommt, eine geschwächte Nato herauszufordern. Dann vermag ein eventuell kerniger Herr Merz beweisen, wie geschickt er Putin Paroli bietet. Daß dies wohl eher als ein Rohrkrepierer zu werten ist, werden wir spätestens feststellen, wenn der psychopathische Präsident Trump diesem begegnet. Aber vielleicht entwickelt sich alles auch gänzlich anders, wenn Kamala tatächlich die Geschicke der USA lenken darf per Wählerauftrag. We will see rather soon!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Mit MAGA wird’s real gaga

Der Ton schon lange blanker Hohn,
was dagegen tun? Ausruhen?
Mitnichten, liebe Wähler,
was steht auf dem Zähler?

Unwichtig die Zahl,
entscheidend die lange Qual,
die auf dem Fuße folgt,
wenn ihr Trumps Geschwätz umwolkt.

Dieser hat nur sich selbst im Sinn,
von wegen MAGA, hinterher alles hin.
Bei Despoten gibt’s immer was auf die Pfoten,
wird die Freiheit geklaut, strikt verboten.

Es folgen Kriege als Ablenkung,
Menschen landen in der Versenkung.
Drum nutzt eure Chance jetzt, ihr Amis,
weil mit Trump es äußerst infam is!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Die bösartige Mär über die Wärmepumpe

Grünenbashing wird gezielt inszeniert

Populistisches Geschwätz seitens jener Nazis oder der Union offenbart schon lange dessen unüberbrückbare Nachteile bishin zur deutlichen Gefahr, daß weder der Umweltschutz, der Klimawandel und erst recht unsere Demokratie damit geholfen wird. Ganz im Gegenteil, es fördert eine Ignoranz, die dann mit fatalen Folgen endet. Insbesonders all jene Jungwähler, die  im Osten der AfD ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel kritzelten, sollten eher mal in sich kehren und ihre Haltung besser überdenken.

Wir sind noch lange weit entfernt vom Ziel einer europäischen Klimaneutralität, Deutschland ist zu langsam, wie die taz völlig zu  Recht feststellt. In Norwegen sei der Individualverkehr laut einer Studie des Potsdamer Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit in Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung nahezu emissionsfrei. Dänemark habe im Stromsektor eine Vorbildrolle inne, außerdem seien Genehmigungsverfahren schnell und einfach sowie Fördermaßnahmen gut an die Bedürfnisse der Bürger angepaßt.

Nehmen wir das Herrn Merz noch ab?

Die Erkenntnis kommt reichlich spät, zumal besonders die Union auf dem rasenden Zug des Ampel- und speziellen Grünenbashings sich nicht davon abhalten ließ, diesen mit allen Mitteln zu verteidigen. Zuletzt mischte gar Herr Söder eindrucksvoll mit, die Grünen zu verunglimpfen.

Christian Stöcker beschreibt in dessen Spiegel-Kolumne, Merz entdeckt seinen inneren Habeck, um am Ende gar zu behaupten, es sei dann gut für Deutschland. Natürlich mag das zutreffen, wenn endlich der Klimawandel und die bisherige Politik geändert wird, doch gerade was die stoischen politischen Verfehlungen der Union anbelangt, sollte eine größere Skepsis bestehen.

Insofern kann man das Herrn Merz eben nicht abnehmen. Was er heute verkündet, mag morgen nicht mehr gelten. Allein schon dessen Haltung zur AKW-Lobby läßt ziemlich tief blicken, wohin dessen Agenda sich richtet. Stets nach eigenen profitablen Möglichkeiten wider eines kritischen Umwelt- und Klimaverständnisses!

Viel Bohei um Habecks Heiz-Gesetz

Da kamen zwei entscheidende Faktoren zusammen: zum einen die verkehrte Kommunizierung seitens des Wirtschaftsministers, aber vor allem die sofortigen Kampagnen gegen das Gesetz. Mit den Folgen haben nunmehr all jene das Nachsehen, die daraufhin erneut auf eine Gas- oder Ölheizung setzten.

Das populistische Geschwätz eben auch seitens Herrn Merz zeigt dessen negative Wirkung. Sowohl die Sozialdemokraten als auch die Grünen täten gut daran, ihren Wahlkampf klüger auszurichten, wollen sie real eine Chance haben, den merkwürdigen Vertrauensvorschuß dieser Union zum Schmelzen zu bringen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Wer stoppt solche Despoten?

Nichts als Lügen vor der UN,
man möchte‘ darüber flenn‘,
die Russland zum Besten geben,
nach Imperialismus streben,
so deren despotische Doktrin.
Welch dramatischer Sinn!

Fakenews haben längst Hochkonjunktur,
ein gefährlich politischer Schwur,
der die Welt ins Chaos stürzt,
wie ein mieser Koch sie würzt.
Alles nur um eigene Macht zu erstreben,
ignoriert dabei unser friedliches Leben.

Solange die Welt die Putins nicht stoppt
und solch einer die Menschheit foppt,
darf globale Politik nicht an Frieden glauben,
wird Waffengewalt sich immer höherschrauben,
bis am Ende nur eine Lösung greift.
Ob die Diplomatie dies ernsthaft begreift?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Konservative Politik vs. neue politische Ausrichtung

Der Osten offenbart ein Dilemma und Mahnung zugleich

Wohin steuert die deutsche Politik und mit ihr diese EU, die zwischen zähnefletschenden Supermächten wie ein leckgeschlagenes Schiff im Ozean globaler Herausforderungen ihren eigentlichen Kurs schnellstmöglich finden sollte, bevor sie an jedweder Klippe zerschellt? Übertriebenes Szenarium? Sei’s drum, wenn nicht, macht’s schneller bumm, als uns lieb sein sollte!

Echt mies, so das Statement von Johannes Bebermeier in seinem T-Online-Artikel, meint damit die Grünen in der Krise. Nichts Neues hierzulande, schließlich trägt das Ampelbashing schon allzu lange zum politischen Mißmut bei, profitieren davan all jene Nazis und Putinversteher, die ohnehin lieber im Autoritarismus sich wohlfühlen. Statt mal genauer hinzuschauen, was die Ampelregierung in zwei Jahren real trotz aller Krisen geleistet und an Gesetzen in die Wege geleitet hat, bläst man eben nonchalant ins selbe Horn wie jene bösartige Schar und allen voran die konservative Medienlandschaft.

Drei Landtagswahlen im Osten richtungsweisend

Und vor allem keinesfalls wirklich überraschend. Jene Nazibande durfte sich bereits viel zu lang bis hinein in den Deutschen Bundestag austoben, begann unerschrocken noch zu Merkelzeiten, per Pegida sich bösartig Luft zu machen. Was James Hawes uns noch Anfang September erklärte, bestätigt zum Teil der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck, selbst wenn er stoisch behauptet, die AfD sei keine Nazi-Partei. Herr Gauck, sie ist es mit Haut und Haaren, jüngst ekelerregend sicht- und hörbar direkt nach der Brandenburgwahl!

Spätestens jetzt sind daher alle demokratischen Kräfte aufgerufen, Weimarer Verhältnisse hierzulande entschieden zu verhindern. Dabei offenbaren auch im Westen die Wähler, was sie politisch völlig verkehrt verstehen. Denn wer tatsächlich der Union sein Stimmlein gibt, der hat den Ernst der weltpolitischen Lage so gar nicht auf dem Zeiger!

Wer nicht global denkt, der entscheidend pennt

Ein Weiter so wie bisher, das würde das totale Chaos bedeuten. Stop dem Klimawandel, Umweltschutz und eine entsprechend sorgfältig ausgerichtete Wirtschaftspolitik wider bisherige fundamentale Fehler insofern ein Muß. Das heißt im Klartext: keine AKWs, hundert Prozent erneuerbare Energie, weltweite Reichen- und Erbschafts- sowie Vermögenssteuern mit absoluten Höchstgrenzen, damit eben endlich sozial ausgewogene Gesellschaften mitentscheiden dürfen, ohne am Existenzminimum herumkrebsen zu müssen.

Dazu bedarf es allerdings, die Weltpolitik danach auszurichten. Deutschland, die noch zentrale Wirtschaftsmacht Europas, hat sehr wohl eine große Chance, Einfluß zu nehmen. Dabei darf kein Trump das verhindern, muß der US-Westen China und Russland in die Schranken weisen, falls ihre Despoten auf ihren Extremkurs bestehen sollten. Leichter gesagt als getan. Doch daran führt kein Weg vorbei, wenn die Welt friedlicher werden sollte und vor allem wieder lebenswert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Kein Krieg umsonst

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Kein Krieg ist umsonst
finanziell lohnt sich Sterben

für geifernde Maulhelden
nach Macht Gierenden

sie geifern nicht nach ihrem Tod
sie gieren nicht nach ihren Gräbern

Auf blutgetränkter Erde
Namenlose Spuren hinterlassen

beansprucht von Geifernden
in Besitz übergehend von Gierigen

Meine Augen mit Tränen gefüllt
Tote können nicht weinen

Meere lehnen sich an mich
wellenlos versunken im Traum

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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