Zerfall demokratischen Zusammenhalts

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Kopfschütteln reicht nicht mehr

Einst geschaffen als Lehre nach dem II. Weltkrieg, die UNO, die EU, das Völkerrecht, die Nato, damit im Hier und Jetzt ganz andere Aussichten unsere Friedensordnung, die Völkerverständigung uns bescheren mögen, nämlich der Blick gen Autokraten, ein beispielloser Rechtsruck. Die USA, einst Bündnispartner und Garant für das westliche Bündnis, schert sich mit jenem Orangeman im Weißen Haus einen Dreck um diplomatische Geflogenheiten, schachert lieber mit dem russischen Despoten über die Ukraine, die er als Spezialoperation getarnt völkerrechtswidrig non chalant vor über 3,5 Jahren überfallen hat.

Anstatt Europa wesentlich beherzter der Ukraine beisteht, eine zögerliche Politik des Wait and See, politisches Geplänkel, eine Auffordung gen Putin, dessen Kurs simpelst fortsetzen zu können. Während gewisse Russlandsympathisanten wie das BSW und jene Nazipartei im deutschen Bundestag ihm die Stange halten, gar mit Informationen füttern, eine Gefälligkeit, dessen hybride Kriegsführung erst recht um- und einsetzen zu können, verzettelt sich die Union, deren angebliche Brandmauer gegen Rechts zerfällt, hin zum längst möglichen Zusammenschluß mit den Nazischergen. Ohne Scham oder gar Bedenken. Im Gegenteil, sie offenbart tagtäglich ihre menschenverachtende Herzlosigkeit, ein politisches Kalkül, was seinesgleichen sucht, das „C“ in den Namen der Unionsparteien eine glatte Lüge, eine christliche Heuchelei par excellence!

In meiner Generation herrschte an manchner Schule noch ein Nazi-Unterton, gab es Prügelstrafe, der unbedingte Wille, jene NPD’ler zu entlarven, eine freudige Überraschung, als Georg Kiesinger eine saftige Ohrfeige erhielt, der Kniefall vom Willy in Polen, die versteinerte Miene von Helmut Schmidt, als er Kohl gratulieren mußte, während die verräterische FDP frechweg grinste. Nach Kohl und Merkel der Verrat der SPD, HartzIV und Niedriglöhne Steigbügelhalter des Neoliberalismus, die bösartige Fratze der ewig Reichen sich überdeutlich offenbarte, während soziale Errungenschaften kontinuierlich wegbrachen, auch die Grünen dies aus Machtgründen zuließen. Ein kurzer Lichtblick mit der Ampelregierung, die von Beginn an medial keinesfalls zufällig torpediert wurde.

Im Anschluß die ewiggestrige Behauptung der Union, sie könne Wirtschaftskompetenz. Nach über einem halben Jahr KleinKo hierzulande die deutliche Antwort: Klimaschutz ade, zurück zu Gas und Verbrennermotoren, am liebsten auch wieder AKWs. Welch fataler Rückschritt, während China längst die Zeichen der Zeit umsetzt und reagiert hat.

Wer einen Trump zum zweiten Mal ins Weiße Haus wählt, hat politisches Augenmaß verfehlt. Das westliche Bündnis bröckelt und zerfällt, die USA taumeln ahnungslos zur Bedeutungslosigkeit, während China sich die Hände reibt, im schlimmsten Fall Putin Europa sich gleich mit einverleibt. Europa täte sehr gut daran, endlich wirklich zusammenzuhalten. Verpassen dies die EU-Staaten, schaut es mehr als düster aus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Gießener Demo ein Muss

Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

Grüne an Aschermittwoch
polizeilich nicht schützen,
bei Nazis geht’s doch,
in Gießen Blaulichter nützen.

Dobrindt beklagt linke Gewalt,
Polizisten Demonstranten schlagen,
Faschismus entsteht furchtlos kalt,
die Mitte einfach mal davonjagen.

Brandmauer von Beginn an eine Mär,
Politik am Scheideweg,
Demokratie gibt’s bald nicht mehr,
blaune Jugend schert sich einen Dreck.

Wer ein AfD-Verbot gezielt nicht will,
eine Antifa für Terror erklärt,
der folgt faschistischem Drill,
sich einen Dreck um Menschlichkeit schert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Trump fordert Diktatfrieden

Steve Witkoff letztlich Putins Schenkelklopfer

Zum Haareraufen jenes Dilemma, Wolodymyr Selenskys Ukraine hat keine Zeit, den ominösen Friedensplan, für den Donald Trump bereits bis Thanksgiving eine Zustimmung fordert, in Gänze zu hinterfragen. Was für eine gezielte Absicht, zumal Trump noch in Wahlkampfzeiten tönte, er würde den Ukraine-Russland-Krieg binnen 24 Stunden beenden, gleichzeitig aus ukrainischer Sicht eine Kaptitulation, ein Diktatfrieden.

Wo sehen wir eine direkte Intervention Europas? Die EU hält ziemlich still, obwohl der Telegraph verlauten läßt: „Angesichts einer stark geschwächten Ukraine würde Putin mit ziemlicher Sicherheit zurückkommen und eine dritte Invasion starten, um seinen Nachbarstaat ein für alle Mal von der Landkarte zu tilgen.“ Da helfen auch manche Punkte im sogenannten Friedensplan reichlich wenig. Seit wann berücksichtigt der Kremlherrscher internationale Abmachungen, wenn er sich Vorteile erhofft? Eben, keine!

Trump ein Spielball des Kremls

Der Verdacht liegt sehr nahe. Schließlich hat Trump über die Köpfe der europäischen Regierungschefs hinweg mit Russland verhandelt, ebenso Selensky ignoriert. Und das vom bisherigen Nato-Bündnispartner, den USA. Dies läßt ziemlich tief blicken, die Vermutung, daß Putin gewisse Untaten aus Trumps Vergangenheit für seine Zwecke nutzt, liegt auf der Hand, insofern nachvollziehbar die Reaktion des 47. US-Präsidenten, diplomatische Gepflogenheiten außer acht zu lassen.

Genau während dieser wichtigen Entscheidung muß Europa und allen voran Deutschland jetzt handeln, bevor es zu spät sein sollte. Nette Telephonate zwischen Merz und Trump mögen hierbei nicht viel helfen, zumal ein JD Vance frechweg aufzeigt, was er selbst von der Ukraine hält. Nach dessen Fasson hat diese sich gefälligst wegzuducken, sie dürfe nicht von einem möglichen Sieg träumen, es sei reine „Phantasie“, die Ukraine könne den Krieg nicht gewinnen. Herr Vance verkennt offensichtlich, daß Putin die Ukraine überfallen hat. Es geht nicht um Träumereien, sondern um das Recht auf Selbstverteidigung und die Souveränitat der Ukraine. Ein Diktatfrieden ist inakzeptabel. Punkt.

Solange die Europäer weiterhin zögern, triumphiert Putin

Wobei Trump das westliche Bündnis aufkündigt. Das ist die Erkenntnis dieses merkwürdigen Friedensplans. Während Putins Forderungen sich in diesem widerspiegeln, hat die Ukraine stillzuhalten, Washington sich auf die Seite Moskaus gestellt. Ein Farce par excellence!

Es bleibt zu hoffen, daß Wolodymyr Selensky den Friedensplan nicht zustimmt, obendrein Europa ihm beisteht ohne großes Lamentieren. Gleichzeitig sollte das westliche Bündnis die USA hinterfragen, weil Trump mit diesem Friedensplan ihm in den Rücken fällt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Nature comes out on top

Materialien: Ahorn, Birne, Eiche, Esche, Fichte, Kiefer, Kirsche, Mahagoni, Nußbaum (afr. und Walnuß), Rotbuche, SIPO und Zebrano
Oktober 2023
38,3 x 51,4 cm

Selbstverständlich hat Natur die Oberhand, um mal die deutsche Übersetzung zu liefern, selbst wenn Mensch meint, er könne sie nonstop überlisten oder gar ignorieren.

Genau jene Arroganz oofenbart sich als völlig unverständlich. Wie kann man nur so blind sein, um genau dies zuzulassen? Jane Fonda formulierte mal, „Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum“, recht hat sie, haben wir mitnichten.

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Im Wandel

Materialien: Ahorn, Birne, Kiefer, Kirsche, Nußbaum (afrikan.), Rotbuche, Zingana
2010
39,6 x 51,5 cm

In den letzten Epochen hat die Menschheit stets bewiesen, daß es noch Chancen der Veränderung gab, weil vielleicht das Maß der Zerstörung noch nicht so weit fortgeschritten.

Doch besonders in den jüngsten Jahrzehnten war das Ausmaß des nimmersatten Erfindergeistes noch nie so verheerend, wie es sich jetzt uns allen offenbart: Mutter Erde ist am Rande ihrer zumutbaren Belastung angelangt aufgrund von Raubbau und ungestümer Zerstörungsgewalt, einer Gier nach Überreichtum, die nicht mehr länger standhalten wird. Und genau dabei vollzieht sich ein Wandel, wie er längst überfällig ist.

Die große Masse hat ihn noch nicht bemerkt, aber einige Wenige haben dies längst erkannt – denjenigen ist dieses Werk gewidmet, mit der Gewißheit, daß er vollzogen werden wird, und das läßt hoffen…

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Kein Blick zurück

Materialien: Ahorn, Birne, Esche, Kiefer, Kirsche, Nußbaum (afr. und Walnuß), Rotbuche, SIPO
Juli 2025
29,6 x 41,8 cm

Immer in der Vergangenheit haften bleiben, nicht unbedingt ein weiser Ratgeber, sondern vielmehr ein ständiges Verharren und Grübeln, was obendrein keinen Raum schafft für neue Ideen.

Müssen wir erst durch das ein oder andere Nadelöhr gehen, bis wir begreifen, was uns tatsächlich ausmacht oder gar voranbringt? Meistens schon, wagen wir es beherzt.

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Magisches Kabinett

Materialien: Eibe, Spiegelkabinett
1998
18 cm hoch

Eiben (Taxae) werden stets bei Burgen, Klöstern und Kirchen gepflanzt, die Christen übernahmen den „heidnischen“ Brauch, bei dem diese immergrünen Nadelbäume böse Geister fernhalten sollten; jedoch stehen sie auch für das Symbol der Wiedergeburt, was allerdings die Kirche aus ihrem Glauben verbannt hat.

Nun, mich haben Eiben als Holz stets fasziniert, zumal das fast so harte Splintholz wie der Kernbereich selbst sich wunderschön abhebt mit seinem honiggelben, warmen Ton. Sie zentral in diesem Spiegelkabinett zu präsentieren, dort ist sie mir würdig genug, um ihre magische Energie vielfach dem Betrachter zu offenbaren.

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