Wohlgenährt es zehrt

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Massentierhaltung in aller Munde.
Wer tut wohl dabei Kunde,
wieviel Leid sinnvoll sei?
Einerlei,
Mensch setzt seinen Weg unbeirrt fort,
es zählt mitnichten manch kritisches Wort.
Hauptsache den Wanst vollgestopft,
egal ob Blut in Schlachthäusern tropft.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wie viel Rechter Terror denn noch?

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Thüringenwahl offenbart erneut rechtsradikale Stimmungsmache

Hinzu gesellt sich jene indiskutable Pegida, die am gestrigen Sonntag ihren fünften Jahrestag in Dresden zum Besten gab, selbstverständlich mittels etlichen Gegendemonstranten flankiert. Solange hierzulande geistige Brandstifter wie die Bachmanns, die Elsässers, die Höckes und etliche andere ganz im Rahmen demokratischer Meinungsfreiheit hetzen dürfen, fühlt sich Rechter Terror sowieso aufgefordert, fortzufahren.

Insofern naheliegend die erneute Morddrohung gegen CDU-Spitzenkandidat Mohring, man stellt ihm ein Ultimatum, seinen Wahlkampf einzustellen, dem er natürlich mitnichten folgt. Von den sogenannten „Musikern des Staatsstreichorchesters“ unterzeichnet. Was man durchaus ernst nehmen sollte, denkt man an die Ermordung von Walter Lübcke im Juni dieses Jahres.

Die AfD dümpelt in Thüringen vor sich hin – Die Linke offensichtlich stärkste Partei

Mit Blick zu den jüngsten Wahlprognosen seitens Infratest dimap liegt die AfD mit der CDU gleichauf bei 24%, während die Wähler den Linken satte fünf Prozent mehr gewähren, die SPD mit 8% nur ein Prozent vor den Grünen liegen würde, die Liberalen ihr Ziel, in den Landtag zu gelangen, mit vier Prozent verfehlen dürften.

So die Ausgangslage zehn Tage vor der Landtagswahl. Am letzten Sonntag im Oktober wird man sehen, wie die Wahberechtigten in Thüringen tatsächlich entscheiden. Schlimm genug, daß einer rechtsradikalen Partei dermaßen vertraut wird in diesem Land, doch die heftigen Morddrohungen und die unübersehbare Gewaltbereitsschaft jener Rechtspopulisten sprechen eine eindeutige Sprache, die neulich Herbert Grönemeyer in seinem Appell vollkommen richtig anmahnte.

Polizei, Justiz und Politik ziehen nicht an einem Strang

Muß man leider feststellen. Zwar gibt es in der Wortwahl einen gemeinsamen Konsens sowie ohne weiteres einen sichtbaren Willen, sich gegen den rechten Terror zu stellen, aber es fehlen durchgreifende Maßnahmen, jener Klientel wesentlich härter zu begegnen. Verpaßt unsere Demokratie, dieser Rechtsstaat ein gezielt schärferes Durchgreifen, werden jene Rechtsradikale einfach ihren brutalen Weg fortsetzen, was eine zunehmende Opferzahl bedeutet.

Erinnert man zum Vergleich an die RAF-Zeit und damaliger Vorgehensweise, schweigen zuständige Behörden, Politiker spielen die jetztige Lage eher herunter, verweisen auf kleine Erfolgsmeldungen, die nicht wirklich Vertrauen und Sicherheit schaffen. Dafür gab es zu viele Pannen und Wegschauen, eine Ignoranz und Schlamperei, die durch nichts zu entschuldigen sein darf. Ganz besonders hinsichtlich der Opfer.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Terror

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Weggespülte Gedanken

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Es hatte seine gewissen Reize,
glücklich war ich als Wassertropfen,
sich zu tummeln in allen Ozeanen,
mal hier mal da den Boden zu bewässern,

in kleinen und großen Wellen
die Kraft der Gemeinschaft stärken,
Felsen herabzustürzen,
sich vermischen mit anderen Elementen,

lachende Kinder zu hören an heißen Tagen,
wenn sie die Kühle meiner Haut spüren,
zack – war ich Badewasser von ’nem Scheißer,
die Klospülung, meine Rettung, und weg.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Die MCS im Schatten wirtschaftlicher Interessen

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Es darf nicht sein, was dennoch geschieht

Was nicht gleich offensichtlich erkannt wird, machen sich findige „Experten“ im Auftrag einer skrupellosen Chemieindustrie gern zunutze, um abzulenken von deren eigenen Verfehlungen. Da stört Mensch nur, der seine Krankheitssymptome beschreibt, nach Hilfe sucht und das obwohl ihm meist ratlos Ärzte gegenüberstehen, die so gar nicht wissen, wie sie weiterhelfen können.

Die MCS oder ausgeschrieben Multiple Chemical Sensitivity, im Deutschen als Vielfache Chemiekalienunverträglichkeit bezeichnet, wurde schon vor 74 Jahren als Krankheitsbild erkannt, und es folgten bis heute über 400 Studien, die veröffentlicht wurden. Dennoch ziehen es weiterhin Arbeitsmediziner, Amtsärzte bis hin zu Medizinischen Fakultäten vor, die MCS nonchalant einfach als nicht vorhanden zu erklären.

Mensch hat sich der Gefährlichkeit chemischer Industrieprodukte anzupassen

Die Kombinationsmöglichkeiten gefährlicher bis hin zu eindeutig toxisch wirkender chemischen Substanzen, die bei der Herstellung bis zum Endprodukt der Umwelt und somit auch dem Menschen erheblichen Schaden zufügen, spielen sich im sechsstelligen Bereich ab, was bedeutet, daß ohnehin vieles eben nicht nachgewiesen werden kann. Hinzuzuzählen sind eigentlich die ständig neuen Verbindungen, jedoch sprengt genau dies den Rahmen wissenschaftlich machbarer Möglichkeiten der Nachweisbarkeit, weil die Zeit einfach nicht ausreicht.

Auf der Strecke bleiben die betroffenen Patienten, die oftmals eine Odyssee ärztlicher Hilflosigkeit hinter sich haben. Vielfach wird auch heute noch im Studium der Medizin nicht auf die MCS hingewiesen. Dabei muß betont werden, daß wenn Ärzte nicht mehr weiterwissen, sie leider oftmals auf psychosomatische Symptome verweisen, denken wir hier nur ganz kurz an den geschilderten Fall der Tuberkulose.

Die Produkte der chemischen Industrie sind inzwischen dermaßen verzweigt in unser aller Leben getreten, daß da Menschen, die an einer Chemikalienunverträglichkeit leiden, nicht ins öffentliche Bild einer scheinheilig deklarierten Welt der vielen Vorteile passen. Naheliegend, MCS kurzerhand als psychoaktive Störung zu erklären, wie z.B. es schon ein Karl C. Meyer, nicht zufällig ein Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, erkannte und die Diagnose der MCS einfach mal als nicht anerkannt titulierte.

Prima, der Eindruck eines von der chemischen Industrie „bestellten“ Experten bleibt nicht aus, wenn man seine Zeilen liest. Wesentlich ehrlicher und somit als Ziel zur Gesundung für betroffene Patienten geht derjenige damit um, der zunächst mal die Verursachung chemisch gefährlicher Stoffe für den Menschen in den Fokus rückt, diese kritisch betrachtet und dadurch entstandene Krankheitsbilder nicht gleich in die bequeme Ecke der Neurologie oder Psychiatrie rückt. Andererseits muß gleichzeitig vor Scharlatanen gewarnt werden, die sich die MCS für eigene, angeblich erfolgsversprechende Heilmethoden stark machen, weil hilflose Patienten nach langem Leidensweg der Nichthilfe nach jedem Strohhalm greifen.

Betroffene organisierten sich – Ursache der MCS auf dem Prüfstand

So komplex und kompliziert sich auch die Krankheitsbilder gestaltet haben, dies veranlaßte genau deshalb die Betroffenen, sich zu organisieren. 1997 wurde der eingetragene Verein der Deutschen Gesellschaft Multiple-Chemical-Sensitivity (DGMCS) gegründet. Es darf natürlich nicht von einem Zufall die Rede sein, daß im August 2010 die ursprüngliche Homepage der DGMCS durch kriminelle Hacker gelöscht wurde, wie der geschäftsführende Bundesvorstand, Heinz A. Guth auf seiner eigenen Homepage kundtut. Der Verdacht zur verursachenden chemischen Industrie lag nahe, wenn wir uns vergegenwärtigen, was die Folgen einer Verursachung der MCS sein könnten.

Bisher haben es die chemische Industrie und ihrer Helfershelfer geschickt verstanden, die toxischen Einwirkungen der chemischen Verbindungen, die uns im Alltag begegnen, erfolgreich kleinzureden. Was aber, wenn sich herausstellt, daß fragwürdig festgelegte Grenzen der Verträglichkeit schwere Erkrankungen hervorrufen bis hin zu Todesfällen? Die öffentliche Hand müßte urplötzlich wesentlich größere Sorgfaltspflicht auf baubiologische Anwendung wenigstens in sämtlichen öffentlichen Gebäuden wie in Krankenhäusern, Schulen, Behörden, etc. umsetzen, selbst die gesamte kosmetische und Alltagschemie wäre einem verschärften Prüfstand ausgesetzt. Das kostet sehr viel Geld. Viel einfacher scheint das Rezept der Vertuschung aufzugehen. Insofern darf eine MCS als Diagnose nicht feststehen, um darüber hinaus weiterhin betroffene Patienten zu verunsichern.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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Bröckelnde Mauern

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In den verwinkelten Gassen des Schicksals
gibt es ab und an niedrige Mauerreste,
die die Fläche des Himmels vergrößern,
es ermöglichen, an manchen Stellen
überwucherte Gärten zu betrachten.

Ein erhabenes Gefühl der Weite,
als absolute Vollkommenheit
erscheinen die verwilderten Irrwege,
meine Lippen formen einen Kußmund,
die Nasenlöcher blähen sich auf.

Durch die Ohren säuselt eine Ruhe,
ein rauschender Wind der Stille,
der mich hineinzieht in eine Muschel,
auf der Brust die ganze Last der Welt,
in eine Enge versunken, ohne Macht.

Es gleicht einem Bildnis des Erwachens,
gemalt aus den Quellen des Erinnerns,
ein Strudel ergreift Geist und Seele,
der mich über den Boden schwebend
hineinzieht in den Verlauf meiner Welt.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schöne neue Welt ohne Trump und Erdogan

Trotz allem ein Hoffnungsschimmer am Horizont

Verrückt mag es vielerorten zugehen, ganz besonders in der Weltpolitik, die in erster Linie die Geschicke der Menschen, Mutter Erde lenkt, dafür Sorge trägt, was alles schief läuft neben manch richtigen Entscheidungen, die eher rar bespickt stattfinden.

Etliche Staatsmänner, Staatsfrauen sind nicht gerade viele vorhanden, sollten uns zu denken geben, zwei seien hier unbedingt benannt, The Donald, dessen geheime Träume wahr werden, und Recep Tayyip Erdoğan, dessen angezettelter Krieg gegen Kurden untragbar den Nahen und Mittleren Osten in erster Linie belastet. Eine ziemlich ungünstige Konstellation, die dennoch keineswegs zufällig geschieht.

Unvermögen und Größenwahn – wie geht das zusammen?

Um die Frage schnell zu beantworten, kann es natürlich nicht. Dennoch dulden die Bürger der jeweiligen Länder ihren Präsidenten, weil doch demokratisch gewählt. Ob es dabei mit rechten Dingen zuging, bleibt mal dahingestellt, Korruption hat viele Gesichter und entsprechende Wege ihrer Entfaltung.

Wenn ein „Trump über Europas „umgekehrte Straßen“ redet, eine italienische Übersetzerin dies nicht fassen kann, dann vollkommen richtig reagiert, ihr gesunder Menschenverstand dabei allerdings ins Wanken gerät, wie so jemand überhaupt noch agieren darf. Verwirrte Worte seitens jenes 45. US-Präsidenten sind bekanntlich oftmals in der Öffentlichkeit gefallen. Man staunt und schweigt.

Nicht minder verwunderlich, was den Sultan von Ankara anbelangt, der sich zum Salut-Jubel äußert, mit diesem Satz Fußballfans auf die Palme bringt, die Gesten der türkischen Spieler seien „natürlich und selbstverständlich“. Größenwahnsinnige Kriegsentscheidungen zu Lasten Betroffener vor Ort hat die Welt hinzunehmen, der Pascha der Türkei darf offensichtlich machen, was er will.

Ende des Wahnsinns in Sicht?

Solange solchen Machtmenschen der rote Teppich ausgerollt wird, man sie gewähren läßt, dürfen wir uns nicht wundern, was da noch alles an Überraschungsmomenten geschehen mag. Spitze Zungen behaupten nicht zufällig, daß die Bürger dieser Länder genau den Präsidenten erhalten, den sie verdienen. Zumindest seitens einer gewissen Mehrheit.

Welch dramatische Erkenntnis, um vielleicht sich mal vor Augen zu führen, wieviel Demut vorhanden zu sein scheint, genau dies alles zu erdulden. Wie lange kann das gutgehen? Das steht vielmehr in den Sternen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Vor dem Horizont

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Oft stand sie da,
starr,
auf den See blickend,
nicht wartend,
eher versunken.

Ihre Haltung,
in Stein gehauen,
der Weite entgegen,
kein Abschied,
vom Horizont trunken.

Das Ufer
der bewegenden Zeit
sah ich in ihr,
Licht versprühende Wellen
mir seither zugewunken.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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