Storchs Eklat exemplarisch für jene rechtsradikale Partei

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Beatrix von Storch bezeichnet Marco Buschmann als „Terroristen“

Ein Aufreger im Deutschen Bundestag, der einmal mehr zeigt, welch politisches Klima inzwischen in diesem Lande herrscht, seitdem die angeblich konservative AfD im hohen Haus als größte Oppositionspartei wirken darf. Demokratische Meinungsfreiheit ermöglicht dies, obwohl deren Ideologie dies am Liebsten gänzlich abschaffen möchte.

Kein Wunder, daß permanent Entgleisungen seitens jener rechtsradikalen Partei längst deren politisches Alltagsgeschäft bestimmen, Beatrix von Storch in einem Zwischenruf der Vorwurf entglitt, Marco Buschmann sei ein „Terrorist“. Das alles nur, weil die anderen Parteien den Antrag der AfD ablehnten, erneut einen AfD-Bundestagsvizepräsidenten wählen zu lassen. Der Frust muß dermaßen hoch sein, daß die Abgeordnete jenen Eklat auslöste, Wolfgang Schäuble Müh und Not hatte, die erhitzten Gemüter zu beruhigen.

Stimmungsmache kurz vor der Thüringen-Wahl

Könnte man dieser Partei vorwerfen, geplantes Kalkül, inwieweit man den politischen Gegner demoralisieren möchte, selbst wenn das keineswegs gelingt. Eines erreicht sie dennoch damit, nämlich eine Verrohung der Sprache, eine ohnehin zu beobachtende Gewaltzunahme im Land selbst. Das betrifft gleichwohl etliche andere Nationen mit einem Blick gen USA z.B., wo mit der Trump-Ära dessen Haß-Entgleisungen für entsprechende Mißstimmung sorgen.

Dabei kann die AfD weiterhin ihr prognostiziertes Ergebnis halten, um auf Augenhöhe mit der CDU zu verharren. Die Grünen würden nur noch als fünftstärkste Partei hinter der SPD sich einreihen müssen, dafür kämen die Liberalen doch noch knapp ins Parlament.

Brinkhaus’ Forderung verständlich

Obwohl ausgerechnet noch vor einem halben Jahr dieser eher Verständnis für das Los der „gebeutelten AfD“ signalisierte, in dem er mit der AfD-Kandidatin fürs Amt zur Bundestagsvizepräsidentin Mariana Harder-Kühnel geliebäugelt hatte. Welch Kehrtwende jetzt im Deutschen Bundestag, dem Brinkhaus der Ordnungsruf gen Storch nicht weit genug ging. Das konnte Schäuble daraufhin nicht durchgehen lassen, mußte den Unions-Fraktionschef selber rügen.

Glaubwürdigkeit darf somit angezweifelt werden, wenn die Union sich nicht deutlich genug positioniert. Entweder man bekennt sich tatsächlich zu einem Nein gegenüber der AfD, kann dann aber nicht dermaßen schwammig solch fragwürdige Kompromisse an den Tag legen, was im übrigen auch Abgeordnete in Landtagen veranstalteten bis hin auf kommunaler Ebene. Das widerspricht der Linie der Bundeskanzlerin selbst, schafft erst recht Politikverdrossenheit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Klick-klack bleibt Klick-klack

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Ach, Jochen, ich bitte dich,
das bißchen klick,
das bißchen klack,
warum stört dich das?

Diese Stöckelschuhe
gefielen dir doch beim Kauf,
meinen Fuß fandest du schlanker,
mich sexuell interessanter.

Möglicherweise bist du irritiert,
seit Platten du gelegt auf der Terrasse,
hörst das Klick, das Klack, täglich,
selbst wenn man barfuß drübergeht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Putins Coup weil Trumps USA in Syrien versagt

Kurdenmiliz YPG wird im Stich gelassen

Völkerrechtlich haben die UN, die Nato, Europa und die USA dem türkischen Präsidenten zuviel Freiraum gelassen mit dessen Kriegsbeginn in Nordsyrien, hätten ihn somit sofort stoppen müssen, wobei insbesondere die verkehrte Entscheidung seitens Trump, dessen Truppen abziehen zu lassen, ein großes Stückweit mit dazu beigetragen hat. Ein diplomatisch-politisch als auch militärisches Desaster, was nunmehr Putin sowie Assad auskosten, während Erdoğan als lachender Dritter sein Gesicht bewahren darf. Unfaßbar!

Inzwischen meint der Spiegel, Syriens Schicksal sei besiegelt. Schenkt man der Erfolgsmeldung über den Deal zwischen Russland, der Türkei und Assads Syrien Glauben, steht tatsächlich die Kurdenmiliz YPG als große Verliererin da. Während die USA noch zu Beginn des Syrienkriegs meinten, sie könnten Assad mit allenmöglichen Allianzen, oftmals fragwürdig zusammengewürfelten Söldnertruppen bezwingen, schaut es seit der russischen Beteiligung zunehmend dramatischer aus in Syrien, wurde gar die Kurdenmiliz YPG sowohl von den USA als auch Europa komplett im Stich gelassen, nachdem diese zuvor den IS erfolgreich besiegt hatte. Ein Armutszeugnis sondergleichen!

AKK fällt ebenso der Kurdenmiliz in den Rücken

Mit freundlicher Unterstützung und zuvor abgesegnet seitens Bundeskanzlerin Merkel, wobei mit einer Bundeswehr in Syrien zugleich die Frage im Raum steht, ob sich die CDU-Chefin damit selbst erledigt hat. Wohl eher nicht, wenn man die breite Zustimmung in der Union betrachtet. Die zögerliche Haltung der SPD zeigt deutliche Taktiererei auf, schließlich hadern die Sozialdemokraten ohnehin am eigenen Machterhalt, ob sie nach Neuwahlen überhaupt noch mitregieren können.

Die Kritik seitens Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, es handle sich bei AKK um einen „aberwitzigen Vorschlag“, greift zu schwach. Vielmehr muß man feststellen, daß das westliche Bündnis komplett versagt, indem es Erdoğan dermaßen höflich entgegenkommt. Die Kurdenmiliz wird einfach ignoriert, hat sich zu fügen, von einer Aufarbeitung jüngster Kriegsverbrechen ist damit keine Rede mehr. Ob der Vorschlag von AKK tatsächlich floppt oder angenommen wird, wissen wir wohl in Kürze.

Pufferzone dennoch eine vorrübergehende Chance auf Waffenruhe?

Prinzipiell muß man eine solche Frage natürlich bejahen. Sie bietet eine Möglichkeit, selbst wenn etliche Scharmützel eintreten mögen, denken wir an ähnliche Situationen wie z.B. in der Ukraine. Obwohl derartige Vergleiche letztlich hinken. Jede Ausgangslage mag ziemlich differieren, weil andere Umstände gegeben sind. Man sollte dabei nicht vergessen, daß die Bevölkerung längst des Krieges überdrüßig ist, sich daher nach Frieden sehnt.

Putin darf sich jetzt schon als Gewinner wähnen, während Trumps Politik gänzlich versagt hat. Das sollte allerdings nicht weiter verwundern, der US-Präsident zeigt am laufenden Band seine Verfehlungen auf weltpolitischem Parkett. Höchste Zeit, daß er seinen Hut nimmt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Eingepackt bleiben sie die Bilder

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Bei den meisten Menschen, zu denen sie sich ungern zählt, stapeln sich die Dinge für die man keinen Gebrauch momentan hat, in Kellern und Dachböden. Verstaubt, angegilbt, vergessen bleiben sie dort liegen, weil man sie aus der Erinnerung gelöscht, sie zu alt geworden sind, um sie wieder zu gebrauchen. Rost und Moder sind nicht selten die einzigen, die sich erbarmen, sich der Entledigten anzunehmen, was zur Folge hat, sie sind damit endgültig dazu verdammt, nicht mehr beachtet zu werden.

Nicht so bei Laura, in ihrem Keller steht nur das Fahrrad, das sie regelmäßig benützt, um damit längere Ausflüge zu unternehmen, ein altes Rad, das ihr zu wertvoll, um sich von ihm zu trennen, und deshalb bringt sie es einmal im Jahr zu einem Nachbar, der es ölt, die Reifen wenn nötig wechselt, es auf Vordermann und zum Glänzen bringt und ihr Gesicht zum Strahlen. Ohne weiteres könnte sie ihren Dachboden zu einer Wohnung umbauen lassen, das wären Einnahmen zusätzlich zu ihrer Rente, die Aufwendungen hierfür wären bereits in fünf Jahren wieder durch die Mietzahlungen eingenommen, lehnte sie stets ab. Ihr Dachboden blieb leer, bis auf Staub gab es dort oben nur Luft.

Es hatte sie viel Mühe gekostet, das Haus von all den unnützen Sachen zu befreien, als sie sich entschloß, zurück in das Haus ihrer Kindheit zu ziehen, nachdem die Eltern verstorben und sie gemeinsam mit ihren Geschwistern eigentlich vorhatten, das Haus zum Verkauf einem Makler zu übergeben, samt Inhalt, der nicht zum persönlichen Besitz der Eltern gehörte wie zum Beispiel Photos, Akten. Keiner konnte den Hausrat gebrauchen, alle hatten ihre eigenen vier Wände, die bestens eingerichtet waren, auch sie. Nachdem alles verkauft, verschenkt oder vernichtet worden war, zog sie in ein völlig leeres Haus.

Laura war alleinstehend, wie man so sagt, sie hatte und hat Freunde, Liebhaber, aber nie wäre sie auf die Idee gekommen zu heiraten, bis daß der Tod euch scheidet, und so lösten sich alle Partnerschaften ohne großen Seelenschmerz auf, ihr Leben schien dafür eingerichtet zu sein, nur Männer zu lieben, die wie sie nicht für, bis der Tod euch scheidet, bestimmt waren. Was nicht bedeutet, daß ihre Ex-Männer keinen Kontakt mehr zu ihr pflegten, sie ist Patentante, Tante, alte Freundin, sogar beste Freundin von Hugos Ehefrau, von Leni, mit dem sie vor über fünfzehn Jahren liiert war.

Ein so großer Freundes- und Familienkreis bringt es mit sich, zu gewissen Anlässen mit Geschenken und Nachlässen, denn mittlerweile ist Laura siebzig geworden, beschenkt zu werden. Ihr Haus füllte sich, obwohl sie großzügig viele der Geschenke weiterreichte. Um nicht das Gefühl, ich ersticke an all den Dingen, die mich umgeben, weil einige der Geschenke wertvoll waren, ohne wirklich einen Geldwert zu besitzen, einfach nur deshalb, weil das Erhaltende von jemandem stammte, den sie einst liebte, beließ sie sie in Kartons, Kisten, in dem Geschenkpapier gewickelt, als es ihr überreicht wurde. Nichts davon wanderte in den Keller oder Dachboden. Gestapelt sind sie in der Wohnung verteilt, werden ab und an vom Staub befreit wie ihre Bücher in den Regalen.

Joscha vermachte ihr einen Großteil seiner Bilder, gerade aufgrund dessen, weil er wußte, sie würde sie nicht alle auspacken, aufhängen oder weitergeben. Damals vor etwa fünf Jahren war sie völlig überfordert, als etwa hundert klein- und großformatige in Holz und Spanplatten eingewickelte Bilder bei ihr eintrafen. Wohin damit? Joscha hatte immer die Fähigkeit, sie bis zu Raserei zu reizen, sie aus der Fassung zu bringen, ohne mit der Wimper zu zucken, er mochte ihre Hilflosigkeit, in solchen Momenten verwandelst du dich in eine Meisterin der Worte und Taten.

Fünf der Pakete öffnete sie wahllos, aus der Masse herausgefischt, zwei hing sie im Wohnzimmer auf, jeweils eins schmückt nun die Küche, das Schlafzimmer, den Flur, den sie vergrößern ließ, indem zum Raum, der früher als Waschküche diente, die Wände einreißen worden waren. Ein paar dienen ihr als Möbel, soweit dies möglich war, weil sie sich nicht unbedingt von den Schränken, Tischen trennen wollte, der Rest ist verteilt im Haus. Ihr Küchentisch wurde aus drei Bildpaketen verschraubt, mit einer dicken Glasscheibe, genauso der Tisch im Wohnzimmer, drei Bilder sind nun Spiegel, einige Regale, ein kleines Schränkchen mit zwei Fächern ließ sie bauen, ihren Schreibtisch und ihr Highlight eine Schiebetür vom Wohnzimmer zum Flur, der Rest steht verteilt im gesamten Haus.

Wer auch immer auf die Idee kommt, sie zu fragen, ob es nicht schade wäre um die Bilder, die doch, Joscha sei schließlich kein unbekannter Maler gewesen, es nicht sinnvoller wäre, sie zu verkaufen, der bekam stets zur Antwort: „Warum hätte sich Joscha sonst so viel Mühe damit gemacht, sie mit Holzrahmen und Spanplatten zu verpacken, wenn er gewollt hätte, daß sie für jedermann sichtbar sind. Er wußte, bei mir sind die Bilder, was sie ansonsten nicht sein dürfen, sich selbst. Und was ihn sicherlich am meisten erfreut haben dürfte, das Wissen, irgendwann sind diese Werke wie Wundertüten, die er als Kind so sehr liebte, niemand weiß, was in ihnen steckt.“

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kurzgeschichten

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Trudeau verliert Stimmen bei Unterhauswahl in Kanada

Zwischen Empörung, Begeisterung und Hoffnung

Der Name Trudeau ist keineswegs ein unbekannter in Kanada, dem zweitgrößten Land der Welt, hatte doch von 1968 bis 1984, zwischendurch mit kurzer Unterbrechung, bereits Pierre Trudeau als Premierminister gewirkt, dessen Sohn Justin als 23. Premierminister seit 04. November 2015 für entsprechende Begeisterung sorgt.

Bei der Unterhauswahl am letzten Sonntag verlor allerdings dessen Liberale Partei die absolute Mehrheit, braucht er jetzt einen Partner, um weiterregieren zu können. Während noch im September die Rede davon war, daß die Empörung über Trudeau unverhältnismäßig sei, scheinen die Wähler in Kanada ihm dennoch einen Denkzettel verpaßt zu haben.

Tatsächlich eine gute Nachricht für den Klimaschutz?

Vergessen wir nicht die berechtigte Anmahnung seitens Greta Thunberg, die noch vor der Wahl bei einem Treffen Justin Trudeau mangelnden Einsatz für den Klimaschutz vorwarf, „er tut nicht genug“.

Dem widerspricht die Süddeutsche direkt nach den Wahlen, Trudeaus Sieg sei eine gute Nachricht für den Klimaschutz. Der Premierminister müsse Vertrauen zurückgewinnen. Nach mehreren Skandalen schwindet seine Wählergunst, die Liberalen verlieren 20 Parteisitze, eine deutlich geringere Wahlbeteiligung bekräftigt die Kritik. Dennoch das kleinere Übel meint Matthias Kolb, die Liberalen hätten doch die CO2-Steuer eingeführt, welche die Konservativen gerichtlich bekämpfen würden. In den Maßstäben von FFF viel zu gering, gemessen am Widerstand der Uneinsichtigen im Lande trotzdem ein Erfolg.

Eine stabile Minderheitsregierung wird es richten

Insofern war der Dämpfer vorausehbar, den die Kanadier Trudeau verpaßten. Kein leichtes Unterfangen für den neu beauftragten Premierminister, der nunmehr nicht alleinig regieren kann, das Parlament wieder mehr Mitspracherechte wahrnehmen wird.

Der Chef der Konservativen, Andrew Scheer, macht ihm somit das Regieren wieder schwer. Das kann allerdings ein Justin Trudeau ganz gut wegstecken, zu selbstsicher reifte er dennoch in den vier Jahren politischer Aktivität als Premierminister heran, sorgte auf weltpolitischer Bühne für genügend frischen Wind. Bleibt zu hoffen, daß er wieder jene Dynamik zurückfindet, anknüpft und sich besinnt, worauf es ankommt. Altverkrustete Herrschaftszeiten aufweichen und beenden, um Gerechtigkeit im Lande gewähren zu lassen, soweit das überhaupt möglich ist.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Entspanntes Spiel

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Schräge Gedanken baumeln
träge wie Festtagsgirlanden,
leicht flattern die Worte,
seicht dümpeln sie im Geiste.

Hitze lockt sie hinterm Ofen vor,
Witze werden wie Kugeln versenkt,
ein Klick, ein Klack, ein Hattrick,
ein Pott Kaffee kann das nicht erreichen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Rentenpolitik: Bundesbank verhöhnt Arbeitnehmer

Wann kommt endlich das BGE?

Ausgrenzung findet permanent statt, ob in Entwicklungsländern oder aber in angeblich reichen Industrienationen wie hierzulande. Wieso angeblich? Weil der Reichtum sich nur auf diejenigen bezieht, die ein sorgloses Leben führen dürfen bis hin zu den wirklich Superreichen, von deren Vermögen sie nonstop partizipieren. Geld regiert weiterhin die Welt.

Das läßt erst recht uns die Deutsche Bundesbank spüren, die zur Rente mit fast 70 Jahren drängt. Stets das Schreckgespenst anführend, man könne bereits jetzige Renten nicht wirklich bezahlen, man solle doch eine höhere Lebenserwartung berücksichtigen. Solche Schreibtischtäter haben selbst in ihrem Leben niemals wirklich körperlich hart gearbeitet, sonst könnten sie nicht einen derartigen Unsinn von sich geben.

Masterplan für massenhafte Altersarmut aus Berlin

Für mehr Zugeständnisse taugt die Politik der GroKo nicht. Das wäre mit einer FDP-Unionregierten Koalition ganz ähnlich, von einer rechtsradikalen AfD ganz zu schweigen oder den Grünen, die ebenso gern wegschauen bei sozialen Mißständen, man erinnere sich an deren Regierunsgbeteiligung zur sozialrassistischen Hartz-IV-Gesetzgebung.

Die Rentenpolitik entspricht einer Geisterdebatte, als blanker Zynismus wie Rainer Balcerowiak zu Recht vor über einem Jahr in der taz bemerkte. Aber das scheint den verantwortlichen Bundespolitikern egal zu sein, Hauptsache man zieht seine Vorstellung von Rentenpolitik durch, rücksichtslos und zum Schaden Betroffener.

Soziale Gerechtigkeit geht schon, wenn sie denn gewollt wäre

Und zwar mittels eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE), was weiterhin verteufelt wird, obwohl dies viele Probleme lösen würde, soziale Mißstände ausblieben. Dabei scheint Ausbeutung den Herrschaften nicht nur in Berlin, sondern weltweit mehr schlecht als recht dienlich zu sein, man hält sich die Masse einer geknechteten Bevölkerung von der Pelle, wer leidet, mahnt weniger an. Punkt. Basta. So simpel greift das!

Daß das sehr wohl auch anders gehen kann, schilderte hier Christina, beim Kurz-Interview mit Grundeinkommens-Gewinnerin Manuela, diese wünscht sich eine Veränderung der Arbeitswelt. Selbstverständlich könnte das funktionieren, wie dies nicht nur dm-Chef Götz Werner schon länger zum Besten gibt. Aber das scheitert vor allem am sozial-politischen Willen, Mißgunst und Vorurteile geben sich die Klinke in die Hand, dann lieber Reformen zur Erhöhung der Altersgrenze aushecken.

Wie war das noch mal? Eine Hochkultur löst sich stets auf, wenn soziale Mißstände in Kauf genommen werden. Na, dann weiter so mit Eurem neoliberalen Gehabe, nach Euch die Sintflut, oder?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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