Anschlag in Halle Fortsetzung im NSU-Stil

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Wieviele Opfer rechten Terrors bedarf es denn noch?

Dabei dürfte es der Neuen Rechten einerlei sein, ob Muslime, Juden oder jedwede Ausländer, Hauptsache sie leben ihren ständig präsentierten Haß entsprechend aus, ob per Worte oder gar Taten wie am Geburtstag von John Lennon in Halle, längst wirft Bayerns Innenminister Joachim Herrmann der „AfD“ geistige Brandstiftung vor.

Das kommt reichlich spät, im März dieses Jahres erinnerten wir daran, daß die Demokratie im Visier militanter Kräfte sei, rechter Terror sich sammelt. Doch anstatt wirklich vorhandene Möglichkeiten konsequenter Strafverfolgung gänzlich auszuschöpfen, ziehen es die deutsche Justiz sowie die Polizei vor, halbherzig zu agieren. Bestes Beispiel der NSU-Prozeß, wo sich Rechtsradikale hinterher bestätigt fühlen. Letztlich eine Aufforderung ihren Terror fortzusetzen.

Merkels Gebot verpufft dennoch ungehört

Ganz besonders wenn in diesem Land der Vizepräsident des sächsischen Landtages, André Wendt, zu Gast beim letztmaligen Pegida-Spaziergang anwesend ist, wo erneut unbehelligt der Intensivtäter Lutz Bachmann davon schwadroniert, man solle doch Gräben ausheben, um diese mit Politikern und Menschen zu füllen. Spätestens dann sollte deutlich sein, was hierzulande verkehrt läuft.

Ein derartiger Haß ist durch gar nichts zu entschuldigen, weder als Meinungsäußerung oder –freiheit, noch gar als demokratische Legitimität zu werten. Man sollte solches als das benennen, was es ist: eine Straftat, weil Mordgedanken zugelassen sind, verharmlosend unters Volk gestreut werden.

Was Hajo Funke mahnend kundtat, setzt sich nunmehr fort

Querdenkende berichtete über Äußerungen des Politikwissenschaftlers vor einem Jahr nach Chemnitz mit der Frage, ob dieser Rechte Terror lediglich die Spitze des Eisberges sei, den wir just erleben. Wer sämtliche Ereignisse betrachtet, kann dies keinesfalls negieren.

Was muß noch alles geschehen, bis die verantwortliche Politik tatsächlich außer mit halbherzigen Lippenbekenntnissen entschieden reagiert? Bisher sucht Rechter Terror ziemlich geschickt potentielle Opfer aus, die nicht unbedingt prominent im Rampenlicht stehen, ganz im Gegensatz zur damaligen RAF.

Obendrein kommt den Rechtsradikalen zugute, daß besonders die deutsche Justiz weiterhin auf dem rechten Auge blind bleibt, eine AfD sich unerschrocken im Deutschen Bundstag wortstark mit gezielten Parolen äußert, in den Social Media weitverzweigt ihre Haßtiraden unters Volk streuen. Wir sind real mehr, all diejenigen, die all das vehement ablehnen, aber eine zunehmend schweigende Masse im Volk begünstigt jene kriminellen Elemente.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Terror

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Halbstarke versagen

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Wut angesoffen
und dabei hoffen,
daß den Richtigen getroffen.
Der fand sich aber nicht ein,
dieses blöde Schwein.
Nun wieder allein.
Die Aggression muß aber raus,
erweckt bei anderen daher Graus.
Am Ende trifft’s ne unscheinbare Maus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Medienreaktionen zu Klimaprotesten exemplarisch

Politischer Ohnmacht etwas entgegensetzen

Versagen verantwortlich Regierende weltweit, kann man nur Klimaproteste gutheißen, weil diese eine eher viel zu stillhaltende, resignierende Bevölkerung aufmischt, sie daran erinnert, was verkehrt läuft. Auch wenn etliche meinen, sie müßten auf ihren Wohlstand verzichten. Da führt dann kein Weg mehr vorbei.

Was sich zu Beginn dieser Woche sehr deutlich offenbarte, Extinction Rebellion trat mit seinem zivilen Ungehorsam in Berlin in Erscheinung, setzt sich konsequent durch, inzwischen reagieren die Medien auf ganz unterschiedliche Weise, wie die Welt in ihrem Artikel hier mal zusammenfaßte, das, was sie tun, ist einfach gesagt das Richtige, meinte The Independent.

Berliner Morgenpost reagiert genauso uneinsichtig wie die Bundespolitik

Offensichtlich ist in deren Köpfen noch nicht vorgedrungen, daß die Zeit des Lamentierens endgültig jetzt vorbei sein muß, mit jenen Protesten eindeutige Signale hervorzurufen sind mit der Dringlichkeit des Handelns. Wenn Politik versagt, erneut die GroKo viel zu halbherzig ein Klimapaket schnürt, welches ihr bisheriges Unvermögen erst recht bestätigt, dann sollte man den Unmut der Potestierenden unbedingt verstehen, gutheißen.

Blockierungen zu bedauern, kann mitnichten zielführend sein, weil Klimastreiks eine notwendige Reaktion darstellen. Jener zivile Ungehorsam bescheinigt Protestierenden letztlich entsprechende Courage. Anstatt sich über das Fliegen von Grünenpolitiker zu echauffieren, sollten jene „Erbsenzähler“ besser mal sich an die eigene Nase fassen, was in den letzten Jahrzehnten alles verschlafen und verpaßt wurde, um den durch Menschen verursachten Klimawandel zumindest abzumildern!

FFF und Extinction Rebellion lediglich ein Beginn

Von Protesten, die ziemlich schnell sich noch erheblich ausweiten mögen, falls Medien und die Politik selbst weiterhin lieber verharren, anstatt endlich dringend notwendig zu handeln. Mit erhobenen Zeigefingern, kritischen Äußerungen ob jener Blockade-Aktionen kann es nicht getan sein. Die Bundesregierung ist am Zug, selbst wenn sie meint, sie hätte mit ihrem Klimapaket richtig agiert.

Die Proteste verdeutlichen berechtigten Unmut. Mithilfe von Ordnungsmacht und Medienschelte kriegt Politik ihre Verfehlungen nicht in den Griff. Es verhilft vielleicht zu einer sehr kurzfristigen Verschnaufpause. Letztendlich setzen sich die Klimastreiks fort, wachsend und lauter werdend.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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RWE-Chef Rolf Martin Schmitz duckt sich weg

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Wer Ökostrom will, sollte nicht den Hambi opfern

Die Steigerung von billigen Argumenten sind reflexartige Angriffe gen Zukunftsängste ausgerechnet an diejenigen, die ohnehin sich ziemlich schwer tun mit Erneuerungen im Alltagsleben, insbesondere Konservative. Das erlebt man tagtäglich im politischen Diskurs gerade mit entsprechenden Parteien. Braucht man nicht mehr, erst recht nicht wegen des Klimastreiks.

Doch solches veranstaltet RWE-Chef Rolf Martin Schmitz, er hoffe, Greta-Fans akzeptieren später ein Windrad hinterm Garten. Welch mutmaßliche Unterstellung! Als ob ausgerechnet Klimastreikende energiebewußtes Handeln verpönen würden. Das Gegenteil trifft viel eher zu, was natürlich gerade der RWE-Konzern seit Jahren beim Hambacher Forst erleben darf, der dortige Widerstand gegen den unsäglichen Kohle-Abbau spricht Bände.

Wenn die Bundespolitik versagt, fordert ausgerechnet RWE

Da darf man sich schon verwundert die Augen reiben. Zumal gerade die verantwortliche Politik gern den Energiekonzern stets schützt, ihm hilfreich zur Seite stand, gleichwohl mit gerüsteter Ordnungsmacht, wenn im Hambacher Forst Baumfreunde sich auflehnten. Hauptsache man ebnet der RWE den Weg zum weiteren Abbau von Kohle. Welch doppelzüngiges Wortkonstrukt im wahrsten Sinn des Wortes.

Der Vorstandschef macht sich stark für all jene, die Genehmigungen für Windräder fordern. Die Bundespolitik ginge nicht weitsichtig genug vor. Recht hat er natürlich, selbst wenn der Energiekonzern in erster Linie davon profitieren will, schließlich setzt er längst auf Ökostrom, was sich auch auf der Börse bemerkbar macht.

Größter Braunkohlenutznießer und Ökostrom – wie verträgt sich das?

Offensichtlich ganz gut. Großkonzerne tanzen sowieso gern auf zwei Hochzeiten, das dürfte längst bekannt sein, die chemische Industrie praktiziert das ebenso völlig ungeniert. Warum sollte ein Energiekonzern zögerlich agieren? Wenn es um profitable Geschäftspraktiken geht, dienen Mittel zum Selbstzweck.

Gerade der Energieversorgungskonzern RWE hat sich in den letzten Jahren besonders stark gemacht beim Braunkohleabbau, hält an seinem Rahmenbetriebsplan fest, wie Querdenkende vor knapp zwei Jahren berichtet hatte. Insofern darf man Schmitz’ Äußerungen durchaus als Ablenkung oder Augenauswischerei betrachten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Lessing, wusstest du das?

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Papiergedanken
eignen sich
zum Knüllen,
zum Falten,
zum Zerfetzen,
zum Schneiden,
zum Häckseln,
zum Basteln,
zum Verpacken,
für Konfetti,
Bermudadreieck,
Domino,
Punkt,
neunundzwanzig,
Schaumschläger,
Micky Maus,
Chinakohl,
Spaghetti
eignen sich
zum Gedankenschmaus,
schlürfen,
nur schlürfend
werden sie zu
melodischen
Textfinessen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Johnsons Stolperfalle der Chlorhühnchen läßt tief blicken

Trumps great Deal alles anders als gut

Boris Johnson erweist sich weiterhin als Worst Case für Großbritannien, ganz besonders im Kontext zu Handelsabkommen, die auf dem Tische liegen, wobei die Frage im Raum steht, wer Angst vor Chlorhühnchen habe. Das betrifft in erster Linie die Briten, in zweiter würde es auch die EU taxieren, falls diese vertraglich nach dem Brexit sich aufs Königreich einlassen.

Grund genug, ganz genau zu beobachten, was jener Donald Trump für Finten an den Mann bzw. unters britische Volk bringen will, weil ein Premierminister vom US-Präsidenten aufs Glatteis sich führen läßt. Prompt steht völlig zu Recht das britische Umwelt-, Ernährungs- und Landwirtschaftsministerium auf der Matte, um warnend zu intervenieren, wohl wissend, was ein derartiger Deal mit den USA bedeuten würde. Trump freut’s, Johnson glaubt an den Weihnachtsmann mit Gans, bzw. Chlorhühnchen. Na, denn Mahlzeit, oder?!

Brexit birgt nur scheinbar einige Vorteile für die USA

Erst recht beim verpönten Europa, welches Donald Trump wo immer möglich schlechtredet. Was früher mal galt, die Handelsachse zwischen den Vereingten Staaten und der EU, mußte längst revidiert werden mit jenem 45. US-Präsidenten und seiner Politik des America First. Selbst wenn dadurch die US-Bevölkerung viel mehr zu leiden hat, Hauptsache er setzt sich durch, glänzt nach außen.

Warum kleckern, wenn man klotzen kann im weltweiten Handelskrieg, ob inzwischen mit der VR China oder der EU, Strafzölle werden nach Gutdünken erlassen, vordergründig mögen diese Trumps Sache dienen, ihn als genialen Agitator dastehen lassen, der hart durchgreifen vermag. In Wirklichkeit nutzen sie ihm nichts, weil die Gegenseite entsprechend reagiert. Letztlich führt das Ganze viel eher zu einer weltweiten Rezession.

Schottland leistet erheblichen Widerstand

Wie auch deren Regierungschefin Nicola Sturgeon unverblümt zu verstehen gab, mit dem „Marsch für Unabhängigkeit“. Ein Austritt aus der EU kommt höchstwahscheinlich für eine breite Mehrheit der Schotten eben nicht in Frage.

Emmanuel Macron hat längst den Druck auf Boris Johnson erhöht, will bis zum Freitag eine klare Haltung von ihm, einen Durchbruch wie es weitergehen soll mit dem verkorksten Brexit. Insofern wächst der innenpolitische Druck gegen den Premierminister, gleichwohl flankiert von den Begünstigungen, die dieser dem früheren Model Jennifer Arcuri zugelassen haben soll in dessen Zeit als Londoner Bürgermeister.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Wirtschaft/Finanzen

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Auf dem Kieker

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Sich auf dem Kieker haben,
sein Ich sehen
durch eine kleine Linse,
jede kleinste Narbe,
feinste Zuckungen
erspähen,
wie ich es liebe,
so fern,
so nah,
verschieden
im Hier und Jetzt,
auf Konfrontation aus,
um keine Antwort verlegen,
mal im Leben, mal im Sucher,
nicht immer in der Mitte,
aber immer treffe ich mich.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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