Wie lange noch?

Die Kleinen hängt man,
die Großen lassen wir laufen,
zum Haare raufen,
wer zieht an welchem Strang?

Der größte Verbrecher im Land,
ganz trotzig und plump,
jener blonde Dolle, der Trump,
bringt uns allen viel Schand.

Was sollen all diese Despoten?
Die Welt braucht sowas nicht,
sie vertreiben oberste Pflicht,
haut ihnen kräftig auf die Pfoten!

Mensch wach endlich auf,
bevor noch mehr Leid geschieht,
die Moral vor der Bosheit flieht,
was für ein gefährlicher Lauf.

Was hat uns die Geschichte gelehrt,
wenn sie einfach wird ignoriert,
Mensch weiterhin zuviel verliert?
Dies zu ändern, niemals verkehrt!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Graue Straßen

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Bild von Bill auf Pixabay

Zurück blieben Antworten.
Antworten ohne Fragen.
Elefanten sind grau und groß.
Mäuse sind grau und klein.

Sätze, bleibende Sätze.
Ohne Frage. Ohne Antwort.
Steine sind grau.
Straßen sind grau.

Es blieben Worte.
Worte bleiben.
Ich bringe dir kleine Steine.
Groß ist die Straße zu dir.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Du gingst

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Bild von Garik Barseghyan auf Pixabay

Du gingst.
In deinem Haar Tröpfchen,
funkelnde Perlen,
verteilt vom morgendlichen Dunst,
der dich umarmte
und dich mir nahm.

Du gingst.
In deinem Haar Glitzer,
glänzender Sand,
verstreut von der mittäglichen Wärme,
die dich umfaßte
und dich mir nahm.

Du gingst.
In deinem Haar Schimmer,
gemahlene Juwelen,
verschüttet von der abendlichen Sonne,
die dich umschloß
und dich mir nahm

Du gingst.
In deinem Haar Kristalle,
leuchtende Strahlen,
versprüht von der unendlichen Nacht,
die dich umklammerte
und dich mir nahm.

Du gingst.
Deine Zeit dich mir nahm.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Laßt die Keule mal weg, Ihr angeblichen Christen

Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Übereifer an deplatzierter Stelle

Schlimm genug, was damals ausgerechnet die rotgrüne Regierung unter Gerhard Schröder ins Leben rief, jene Hartz-IV-Gesetzgebung, die Tür weit öffnete mit dem Rezept eines favourisierten Niedriglohnsektors, den natürlich gewisse Arbeitgeber vollmundig, nonchalant umsetzten, Hauptsache die Arbeiter und Angestellten parierten, während man sich selbst die Taschen vollfüllte. Ein Paradebeispiel asozialer Politik, ausgerechnet ins Leben gerufen von Sozialdemokraten!

Im Anschluß folgte eine Hetzkampagne sondergleichen, jedes Mittel war recht, mit dem Finger auf jene „arbeitsunwilligen Schmarotzer“ zu zeigen, während gleichzeitig besonders die Springerpresse fleißig wütete. Damals, – Jahre später Social Media bis heute es ihr gleichtun. Söder lobt radikale Bürgergeld-Pläne der CDU, wen wundert’s? Doch statt mal Menschen zu berücksichtigen, die vor Ort in der Praxis viel besser Bescheid wissen, wie Stefan Graaf anschaulich bemerkt: „Das wird durch keine Fakten belegt“, drischt die Union feste druff, unfaßbar!

Bloß nicht den Tatsachen in die Augen schauen

Genau das praktizieren jene Unionspolitiker, wobei etliche noch nicht einmal eine Ahnung von der Arbeitspraxis haben, selbst nicht im Geringsten wissen, was es bedeutet, am Rande der Existenz zu leben, so auch der neue Generalsekretär der CDU, Merz‘ Scharfmacher Carsten Linnemann.

Bereicherung auf höchstem Niveau, das entspricht viel eher den Tatsachen, als diese wenigen Sozialschmarotzer, die es übrigens schon immer gab, kein Wunder angesichts der Schere zwischen Arm und Reich. Es ist natürlich wesentlich simpler, nach unten zu treten und nach oben zu buckeln. Jenes Muster hält sich weiterhin hartnäckig, solange diese Ungerechtigkeit das politische Leben weltweit bestimmt. Alles richtet sich danach, von der Gesetzgebung bis hin in die kleinsten Winkel der Korruption, die stetig ihre Auswüchse ausbaut und vor allem verschleiert!

Tatsächlich den Italienern nacheifern, ihr Unionspolitiker?

Wie paßt das zusammen, einerseits eine Brandmauer gegen Rechts zu artikulieren, aber populistische Schweinereien nachzuäffen? Krieg gegen die Armen, tituliert die taz völlig zu Recht, die Regierung Meloni bediene damit das Ressentiment gegen die Schwächsten. Was für eine Farce, deren Tragweite sich noch als dramatische Fehlentscheidung entpuppen wird. Bekanntlich verträgt kein gesunder Rechtsstaat die Ignoranz einer gezielten Verarmung in der Bevölkerung!

Und jetzt eifern deutsche Unionspolitiker dem simpelst nach? Was für ein Eigentor, hoffentlich mit entsprechender Entrüstung nicht nur seitens der Sozialverbände, sondern auch der Wählerschaft, selbst wenn jene Union in den Wahlprognosen immer noch viel zu hochsteht, was eigentlich verwundern sollte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Grausige Idiotie

Sie flüsterten nicht,
Wind im Gesicht.
Ein Mann, ein Wort,
ich zählte mich fort.

Schläge sind zu hören.
Stimmen übertönen,
kein Zweifel mehr,
Schmerzen sehr.

Wenn Gewalt
wird zum Lebensinhalt,
der Frieden versinkt,
und die Freiheit ertrinkt.

Ob schmächtige
oder mächtige,
gewissenlose Despoten
eint die Freude an Toten.

Ihr Herzschlag erhöht sich
mit jedem Tod unaufhörlich,
verlängert ihre Lebenszeit,
berühmt in alle Ewigkeit.

Welch grausige Idiotie
verborgen in Egomanie.
Eure Stimme zählte ich,
diesem Sturm die Schläge wich.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Einfach mal die Klappe halten

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Wikimedia Commons – CC BY-SA 4.0

Besserwisser wieder mal unterwegs
besonders in den Medien,
es stinkt gen Himmel
dieses Muster.

Und der Schuster?
Bleibt nicht bei seinen Leisten,
das wissen doch die Meisten!
Gerade zum Trotz,
welch tröger Frotz,
was soll jenes Geraune,
wie es so steht im Raume?

Der Bundeskanzler in der Kritik,
besonders für die Opposition ganz schick.
Dies auszuhalten das Wesen der Politik.
Hinterher sind alle schlauer,
egal wer da liegt auf der Lauer.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Von Friedensbemühungen keine Spur

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Abschiednahme ewiglicher Rücksicht

Was haben wir, besonders unsere Generation, gegen die Nato, jene kriegerische USA, das Wettrüsten demonstriert, uns politisch positioniert, doch ja den Frieden zu bewahren. Wahrlich, ein hehres Ziel, welches spätestens seit dem 24. Februar 2022 keinerlei Gültigkeit mehr haben kann. Im Grunde genommen schon wesentlich früher, wer sich die historische Abfolge jenes russischen Despoten betrachtet.

Insofern Schluß mit lustig und ewiglicher Rücksicht, auch wenn diplomatische Kanäle und Wege weiterhin stets angeboten werden sollten, so wissen wir doch mit ziemlich nachvollziehbarer Sicherheit, wie jenem Herr Putin paroli geboten werden muß. Eben nicht mittels zweifelnder Rücksichtnahme, sondern lediglich mit deutlicher Härte. Das jüngste 32. Nato-Mitglied reagiert weise und zielorientiert: Schweden positioniert sich zu möglicher Atomwaffenstationierung. Richtig so!

Europa muß deutliche Signale gen Moskau senden, sofort reagieren zu können, wenn die russischen Herren mal wieder mit einem Atomkrieg drohen. Das hat natürlich Konsequenzen, mit dem Erstschlag der Russen folgt die entsprechende Antwort, Petersburg und Moskau wären Minuten später pulverisiert, unabhängig davon, wie dramatisch die Zerstörung seitens russischer Atombomben. Ein Szenario, welches wir uns alle lieber nicht vorstellen wollen, dennoch rückt es leider in den Fokus einer neuen Realität, die mal wieder aufzeigt, wie simpel, unverantwortlich menschenverachtend Despoten schlichtweg sind. Nicht nur ein Herr Putin, sondern gleichwohl ein Kim Jong-un sowie ein Xi Jinping sind mit derselben Skepsis zu beobachten.

Und bei den Amis wegschauen, fragen sich all jene wie z.B. das BSW, von Vernunft und Gerechtigkeit, welches jene politische Gruppierung gern für sich in Anspruch nimmt, kann dabei so gar keine Rede sein. Amis wollen wenigstens den demokratischen Willen im Rahmen des Völkerrechts gesichert wissen, ein Verteidigungsbündnis wie die Nato garantiert dabei gegenseitigen Schutz. Die zitierten Despoten dagegen haben nur eines im Sinn, nämlich die Zerstörung von Demokratien bishin zu imperialistischem Vorgehen wie Russland, das Völkerrecht mißachtend. China will Taiwan per Waffengewalt erobern, während Nordkorea nicht davor zurückschreckt, mit seinen wenigen Atomwaffen die USA angreifen zu wollen. So what?!

Von Friedensbemühungen keinerlei Spur, das muß man leider konstatieren. Das gehört wohl der Vergangenheit an, zumindest aus Sicht jener genannten Despoten. Gleichzeitig nimmt die Zahl von Autokratien zu, mit Blick gen Iran, Ägypten, Ungarn, Argentinien, Syrien, Belarus, um nur mal jene zu erwähnen. Eine friedliebende westliche Demokratielandschaft tut sehr gut daran, solche Entwicklungen scharf zu beobachten. Hinzu kommt die Wahrscheinlichkeit, daß mit einem Herrn Trump die USA gleichwohl autokratisch sich schneller entwickeln werden, als uns allen lieb sein wird. Ein dramatisch grauenvoller Gedanke.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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