Morgendliche Zeremonie

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Früh war’s,
der Morgennebel
noch fest in den Ästen saß.

Behäbig
die Glieder sich streckten,
sogar der Traum war schläfrig.

Die Zehen
blieben unbedeckt,
teilnahmslos am Geschehen.

Ein Gezeter, täglich diese Kinderei,
ein Biß, der Eindringling vertrieben,
Minka genervt von dem Geschrei.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Stress im Alltag

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Jeder Tag hat nur 24 Stunden

Unsere schnellebige Zeit fordert täglich ihren Tribut von uns, wenn wir uns dazu bereit erklären, auch mal ein wenig genauer hinzuschauen in unseren Tagesablauf. Doch selbst dieser kurzen Reflektion des Alltags kann der ein oder andere sich nicht hingeben, weil die notwendige Muße dazu fehlt. Bekanntlich hat jeder Tag nur 24 Stunden, die uns viel abverlangen und auf diese Weise Streß aufbauen. Wie kann diese Entwicklung durchbrochen, gemildert oder gar beendet werden? Wodurch entstehen diese eigentlich völlig unnötigen Prozesse, denen wir uns unterordnen?

Blicken Sie einfach mal zurück, vielleicht fünfzig oder gar 80 Jahre, also noch vorm Zweiten Weltkrieg. Was unterscheidet die damaligen Zeiträume zur heutigen? Richtig, der Alltag gestaltete sich wesentlich ruhiger. Schweifen wir den beobachtenden Blick, vergegenwärtigen uns nur die Straßenbilder in den Städten und Dörfern: Was sehen Sie? Weniger Verkehr, dafür viel mehr Menschen zu Fuß, vor allem in den ländlichen Gemeinden. Gespräche finden statt, lauthals oder in leisen, vertraulichen Tönen, aber sie sind präsent, füllen den Raum mit Leben. Zwar waren es damals die Männer, die ihre Familien hauptsächlich ernähren konnten, doch die Mütter sorgten sich um ihre Kinder, konnten sich entsprechend ihnen widmen, Schlüsselkinder waren die absolute Ausnahme.

Nein, das soll jetzt kein Wunschdenken zurück zur „Frau an den Herd-Zeit“ sein, ganz im Gegenteil. Hätten damals schon Frauen die selben Rechte doch nur gehabt. Männer können ebenso die Rolle der Kindererziehung übernehmen, selbst wenn heute noch „Hausmänner“ schief betrachtet, als „Weicheier“ diffamiert werden, wo wir doch so tolerant uns wähnen. Das Leben gestaltet sich nicht nur über die Arbeit. TV, damals, ein Novum, gab es vorerst nicht, Anfang der 1960iger war es nur auf sehr wenige Programme beschränkt, in Familien herrschte noch reger Austausch, ob per Gesellschaftsspiele, Basteln oder auch einfach mehr miteinander Reden, die Zeit war nicht mit anderen Dingen „gefüllt“, das Stichwort, um wieder umzuschwenken auf unsere Gegenwart.

Der häufigste Satz, den der aufmerksame Zuhörer vernimmt: Ich habe jetzt keine Zeit. Stimmt das auch? Bei vielen tatsächlich. Sie sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, ein Termin jagt den nächsten, es geht doch nichts über einen vollgepackten Terminkalender, dann weiß man wenigstens Bescheid, daß man auch gebraucht wird. Übrigens hat es durchaus einen Grund, warum in den USA immer noch neben dem Arbeitsplatz auch der/die Therapeut/in mindestens den selben Stellenwert hat.

Unser verkorkstes, schnellebiges Leben muß halt irgendwie „sortiert“ werden. Anstatt sich mal zu fragen, was die Hauptursache ist, wird einfach ahnungslos herumgedoktert. Die Pharmalobby freut sich genauso wie fast alle Konzerne, die dem emsigen, zügellos menschlichen Treiben beinah schadenfroh zuschauen, weil die Verdienstspannen ihnen Recht geben. Jetzt könnten Sie ja fragen, was hat das damit zu tun? Nun, ganz einfach.

Solange der Großteil der Bevölkerung damit beschäftigt ist, diesem ewigen Run nach Erfolg, Ablenkung durch TV, PC-Spiele hinterher ist, um überhaupt lebensfähig dem Folge leisten zu gönnen, sind mehr als zwei oder noch mehr Jobs notwendig, der Faktor Zeit erhält eine dramatische Dimension. Es verbleibt keine Zeit, sich seiner selbst zu besinnen oder gar über das Leben, die Welt, diese ganzen Zusammenhänge nachzudenken. Soll auch niemand. Gestreßte Menschen sind zweckdienlich, funktionieren daher ganz im Sinne einer inhumanen Vorgabe. Und wer infolge des Streßes erkrankt, denken wir nur an Herzinfarkt, Burn-out, hat Pech gehabt. Es gibt genug Nachschub von uns. Reduziert sich mal wieder alles dem ewigen Profitgedanken, also auch der Streß im Alltag? Es schaut ganz danach aus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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Ständiges Friedensangebot

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Schief schielte ihr Zahn hervor,
der Eckzahn, der linke,
es schien, er winke
aus einem Hoftor.

Jedes Gespräch fand mit beiden statt,
man war hin- und hergerissen,
beide sehr gewandt, verbissen,
gierten nach Mitteilung, wurden nicht satt.

Kein Grinsen, keine böse Miene
konnte das Duo stoppen.
Was vermag Redeschwall schon toppen
mit eingebauter Friedensfahnenschwenkmaschine?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Potpourri stiller Momente in chaotischen Zeiten

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Widerständen trotzen, zeitnah und gut durchdacht

Rastlos den Alltag bewältigen, sorgenvoll in die Zukunft schauen, die nichts Gutes verheißen mag angesichts kriegstreiberischer, weltweit neu entflammter Herde. Dennoch verbissen dranbleiben am Arbeiten für Lohn und Brot, in der Not bloß nicht nachlassen, schon gleich gar nicht prassen in teuren Zeiten.

Denn all jene Widerlichkeiten einer schier ewiglich geldgierigen Spirale, die scheinbar nicht stoppen will, im Business-Drill, vermag den kleinen Mann in Schach zu halten, damit Eliten nach ihrer Fasson walten, sich selbst alles leisten, während unsere Gedanken des nachts kreisen. Genug der Aufregung könnte man meinen, selbst wenn im August die Sonne mag kaum mehr scheinen, gilt keinesfalls, das Handtuch zu werfen. Weil im Hintergrund längst sie die Waffen schärfen, wer’s noch nicht mitgekommen hat: Da haben wir den Salat.

Was tun beim Potpourri solch stiller Momente in chaotischen Zeiten, wenn gewisse Mächte Völker erneut in Kriege leiten? Der kluge Beoabachter das Schachfeld sehr genau anschaut, lang und anhaltend in strategischen Gedanken vertieft, während da draußen erneut viel Leid jedwede Moral versaut, auf Schlachtfeldern mal wieder das Blute trieft, daher schließlich einen Entschluß erfaßt: keine Kriege mehr, keine Macht mehr, in der stets gehaßt!

Doch an der Umsetzung mag es noch scheitern, die Massen weise aufzuklären, aufzuheitern. Weil nach soviel Kriegeslust all die Jahrtausende lang, wo Mächte stets gewissenlos zogen an einem Strang, gilt es nunmehr, diesen Paroli zu bieten, wo durch gutdurchdachte Intrigen Kritiker meist ins Hintertreffen gerieten. Jeder Bewußtseinswandel unterliegt einer gewissen Zeit, bis ein Großteil der Menschheit endlich bereit, jene Zusammenhänge wirklich zu begreifen. Denn es muß gründlich heranreifen eine neue Welt von echter Menschlichkeit, in der das Gute obsiegt, stets sorglos bereit, daß jeder etwas vom Ganzen kriegt.

Insofern Verteilung, mit eines der größten Probleme der Menschheit, wir klug zu lösen haben, wollen wir nicht erneut dem Frieden entsagen. Laßt uns endlich zusammenraufen, weniger konsumieren, weniger kaufen, damit wir morgen Folgegenerationen wohlwissend schonen.

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ (Antione de Saint-Exupéry)

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Anstand durchaus mit fragwürdigem Hintergrund

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Weg vom anrüchigem Geschmäckle?

Wer im süddeutschen Raum aufgewachsen ist, wird sicher bei dem einen oder anderen Begriff, den er in seine Sätze mit einbezieht, vom Gegenüber mit einem Schmunzeln oder Kopfschütteln bedacht. Natürlich ist so ein „Begriffswirrwarr“ auch zwischen Personen, die im Norden, Osten oder Westen aufgewachsen sind, nicht vermeidbar, wenn sie Ausdrücke, Wörter benützen, die in anderen Landstrichen so nicht im Gebrauch oder bekannt sind.

Sicher denkt jeder, das Wort Anstand ist überall gleich in der Bedeutung – und doch ist so ein „einfaches Wort“, dessen Herkunft vermeintlich auch ganz easy zu erklären ist, nicht so simpel zu dem gestrickt worden, wie man es heutzutage benützt.

Anstand, so wie es allgemein gedeutet und als Ausdruck angewendet wird, steht für gutes Benehmen, Geschmack, Sitte. Bezeugt demnach charakterliche Eigenschaften, die wohlwollend von der Gesellschaft zur Kenntnis genommen werden.

Erzählt ihnen nun der Arbeitskollege, daß die Nachbarn keinen Anstand genommen haben an dem Krach, den die Kinder bei dem Kindergeburtstag veranstaltet haben, so bedeutet es nicht, daß diese Nachbarn keinen Anstand, kein gutes Benehmen besitzen, sondern sie sich nicht über den Lärm beschwert haben, und sie können sicher sein, ihr Gegenüber stammt aus dem süddeutschen Raum oder hat längere Zeit dort gelebt.

Das Wort hat sich aus dem Jagdwesen in die alltägliche Sprache entwickelt. Anstand, mittelhochdeutsch anstand, von an(e)stān, Waffenstillstand, Aufschub, zum Stehen kommen, sich gehören (Duden) Es bezog sich auf das Warten des Jägers an einem günstigen Ort bis ihm das Wild quasi vor die Füße läuft. Heute sitzen Jäger allgemein bequem auf ihren Hochsitzen und verweilen dort, bis ihnen das vor die Flinte läuft, das ihr Begehr.

Zu dieser Bedeutung kam im übertragenen Sinne dazu, der Aufschub eines Geschäftes, dasjenige was einen „Anstand“ in der letztgenannten Bedeutung verursacht, nämlich Zweifel oder Bedenken. Aus den beiden letztgenannten Bedeutungen haben sich im Deutschen bis heute die Wörter beanstanden und anstandslos erhalten.

Im 18. Jahrhundert entstand unabhängig von der Vorbedeutung das Verb „anstehen“. Es bedeutete „(jemandem) zu Gesichte stehen“ bzw. „gemäß sein“, und zwar im Hinblick auf Kleidungsstücke und Handlungen. Der Ausdruck „anständig“ bezeichnet bei Adelung noch in erster Linie eine Kongruenz, Übereinstimmung („Das ist einer fürstlichen Person anständig“), und erst in zweiter Linie, im weiter übertragenen Sinne ein Werturteil („Er weiß von einer jeden Sache sehr geschickt und anständig zu urtheilen. Eine anständige Kleidung“).

Die Gebrüder Grimm haben im 19. Jahrhundert beobachtet, wie die noch bei Adelung beschriebenen rein deskriptiven, nicht wertenden Bedeutungen selten und zunehmend durch eine neue Bedeutung von gutem Anstand (guter Kleidung und Wohlverhalten) ersetzt wurden. – Der Redewendung „anständiges Mädchen“ war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts insbesondere im Jargon der Stellenanzeigen für Dienstboten verbreitet und bezeichnete dort idiomatisch eine unverheiratete Frau mit gutem Charakter und sittlich untadeligem Verhalten. Etwa in den 1870er Jahren begann die Wendung ironischen Zitatcharakter anzunehmen, bis sie im frühen 20. Jahrhundert vollends zum geflügelten Wort wurde und nun fast immer für eine junge Frau stand, die sich auf voreheliche sexuelle Beziehungen nicht einlässt. Parallel entstand im späten 19. Jahrhundert die idiomatische Wendung der „anständigen Frau“, die keinen außerehelichen Geschlechtsverkehr hat. Unter einem „anständigen Kerl“ dagegen versteht man seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert jemanden, der sich gegenüber seinesgleichen oder gegenüber Personen, die von ihm abhängig sind, fair oder sogar großmütig verhält und nicht nur nach Vorschrift oder auf den eigenen Vorteil hin handelt.

Seit dem 20. Jahrhunderts bildete sich die Begrifflichkeit, die wir mit Anstand in Verbindung bringen, nämlich: „Anstand (lat. Decorum), die Wahrung solcher Formen des äußern Verhaltens, die der Würde der sittlichen Persönlichkeit im Menschen entsprechen oder für derselben entsprechend gehalten werden. Die Verletzung dieser Würde, sei es in der eignen Person (durch mangelhaftes Beherrschen der rein tierischen Naturäußerungen), sei es in andern, macht die Unanständigkeit aus. Da der A. sich nur auf die Form der Handlungen bezieht, so ist er von der Sittlichkeit, welche die Gesinnung betrifft, wohl zu unterscheiden, doch kann die Ausbildung desselben in der Erziehung und in der Entwickelung der Völker als eine Vorstufe und Vorbereitung der Sittlichkeit gelten.“– Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1905, S. 561

Erstaunlich an dieser Entwicklung scheint zu sein, daß ein Verharren an einem Platz, um auf einen günstigen Moment abzuwarten, damit die Jagd zum Erfolg wird, denn das Stillhalten bewirkt, das das Wild nicht bemerkt, es läuft in eine Falle, in unserem jetzigen Sprachgebrauch als charakterlich positiv gewertet wird. Ist demnach der heutige Anstand immer noch eine Täuschung des Gegenübers? Eine Bezeichnung für vorgegebenes Wohlwollen, in Wirklichkeit aber die hinterhältige Art und Weise, jemanden hinters Licht zu führen?

Wäre es nicht ehrlicher, den Begriff vielmehr dem süddeutschen (veralteten) „Anstand“, für Ärger im Sinne von Anstoß, Einwand, Aufschub, eine neue Bewertung zu kommen zu lassen? Wäre damit die Anständigkeit von seinem bisweilen anrüchigen „Geschmäckle“ befreit? Oder ist bei beiden Erklärungen, Ärger, Schwierigkeit und charakterlich einwandfrei, ein Zusammenhang zu erkennen, der beide Bedeutungen eint?

Die Situationen bei einem Waffenstillstand, Aufschub, zum Stehen kommen, sind im Großen und Ganzen oft begleitet von Zweifeln und Bedenken. Wie oben beschrieben, sind die beiden Wörter „beanstanden“ und „anstandslos“ aus den ersten kognitiven Begriffswahrnehmungen bis heute in unserem Sprachgebrauch üblich. Beanstanden, etwas anzweifeln, nörgeln, anstandslos, ohne Probleme, alles gut.

Ist der Anstand demnach prädestiniert, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen? Einerseits die Bemühungen um Frieden, anderseits das Hinterfragen seines Handelns, dies wäre somit vergleichbar mit diplomatischen Verhandlungen und einer Entspannung in einer kritischen Situation.

Dann wären wir gefragt, keinen Anstand (Anstoß) an den Nörglern, Unzufriedenen, die laut durch die Straßen ziehen und Angst verbreiten, zu nehmen, sondern den Anstand zu besitzen, ständig zu hinterfragen, wie die allgemeine Situation innerhalb einer Gesellschaft verbessert werden kann.

Die in kursiv geschriebenen Texte sind aus „Wikipedia“ entnommen.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Kolumne

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Sharpie-Gate – what Trump therefore made

Der blonde Dolle als Wetterexperte

Es schlagen die Wellen hoch zu Roß, der mit mächt’ger Mähne gibt sich nen Stoß, Mister America First vor Aufregung sich gen Kameras beugt, er sei hundertprozentig überzeugt, Hurrikans mögen über Alabama hinwegfegen, Mensch habe sich schnellstens wegzubewegen, er warne als US-Präsident die Leut’, man fühle sich von ihm sicher betreut.

Das Dumme dabei, dessen Anmahnung nutzet keinerlei, weil erfunden viel zu frei. Wetterexperten ihm vehement zu Recht widersprechen, seine narzißtische Reaktion tut sich jetzt längst rächen. Bei Twitter geht inzwischen der #SharpiePresident um, man nimmt ihm sein stoisches Beharren insofern krumm.

Die einen belächeln ihn ohnehin schon die ganze Zeit, er sei zu keinen Zugeständnissen bereit, sein Unwissen zuzugeben, die anderen wollen damit nicht länger leben. Doch was nutzet jene Erkenntnis schon, es verbleibt dieser kläglich bescheuerte Ton. Der blonde Dolle treibt weiterhin seine Possen, obwohl vermehrt wird geschossen. Sowohl real mit immer mehr Waffen im Land, das ist die dramatische Schand, obendrein mit Worten in dessen verhaßten Medien. Auch das wird ihn eben nicht erledigen.

Selbst die nächsten Wahlen bedeuten mitnichten Entwarnung für alle kritische Stimmen, es verbleibt sein stures Erklimmen, das Kleben am Präsidentenamt, solange er noch nicht verbannt. Man möchte meinen, das alles sei bestimmt kein Zufall, jedes noch so sichere Erscheinen. Welch Widerhall! Lassen Menschen sich so simpel blenden? Wo soll das wohl enden!

If Humpty-Trumpty sits on his wall, he won’t fall. Mit Blick gen Mexiko ihm das Pentagon freundlich unterstützt. Haben wir dabei was verschwitzt? Davon kann letztlich keine Rede sein, er ist halt doch nicht allein. Gezieltes Agieren im Hintergrund mag man durchaus annehmen. Jene Verbrecher sich so gar nicht schämen. Es geht am Ende stets um sehr viel Geld, so tickt halt die menschengemachte Welt. Mutter Erde muß darunter schon viel zu lange leiden. Ließ all das sich vermeiden?

Was nutzen durchdachte Ideen, wenn weiterhin mit solch Geschehen die verkehrten Machthaber auf ihrem Posten? Vor allem auf wessen Kosten? Das Unheil nimmt seinen Lauf, der blonde Dolle setzt gar noch einen drauf. Anstatt Wetterexperten zu vertrauen, möchte Mister America First, daß alle auf seine Wetterkarte schauen. Mit dieser flachen Story lassen sich keine Lorbeeren holen, niemand hat ihm solches empfohlen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Empfindsam

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Sie bräunt ihre rot lackierten Fußnägel
jeden Nachmittag, natürlich auch den Schädel,
vormittags ist sie mit ihrem Cabrio unterwegs,
mit Kopftuch, ihre Perücke sonst fortfegt.

Verdunkelt ihre Augen mit Sonnenbrille,
hofft sie, jeder nach ihrem dunklen Teint schiele.
Irgendwann, nach einer ganzen langen Weile
fiel ihr beim Pediküren aus der Hand die Feile.

Klirr, schallt’s in ihrem Kopf mittels der Ohren,
die Fußnägel niemand sieht, obwohl sie auserkoren,
ihre Schönheit, wer weiß dies besser als sie, zu schade
jeden halben Tag nur zu sehen für die Autopedale.

Empfindsam ihre Seele, Tränen flossen unaufhaltsam,
ein Scheibenwischer für die getönte Brille wäre kleidsam,
schluchzt sie, da fällt es ihr wie Schuppen von den Augen,
mit ‘nem Automatik kann ihr linkes Bein aus dem Fenster baumeln.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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